Der Streit ums
Kulturgutschutzgesetz geht weiter. Bundeskulturministerin Monika Grütters
wehrt sich im
Tagesspiegel gegen Angriffe des Anwalts und Kunstfreunds
Peter Raue. "Peter Raue spricht von 'zahllosen, angesichts des drohenden Gesetzes schon jetzt ins Ausland verfrachteten Werken'. Dieses Gesetz gibt niemandem, der es gelesen hat, Anlass zu
derartigen Kurzschlusshandlungen (Achtung: Viele Zielländer haben strengere Kulturgutschutzregeln, auch Zollfreilager in der Schweiz sind keine rechtsfreien Räume). Offensichtlich hat der Kunsthandel andere Interessen als den Schutz des kulturellen Erbes. Wo wir
von Kunst reden, geht es dort
um Geld."
In der
FAZ erklärt
Philipp Herzog von Württemberg, Europa-Chef des amerikanischen Auktionshauses Sotheby's, seine Vorbehallte gegen das Gesetz.
Regina Mönch beklagt in der
FAZ die Schäden an
Schinkels Friedrichswerderscher Kirche, unter anderem durch das grässlich "schinkelnden"
Kronprinzenpalais für reiche Investoren, das nebenan errichtet wird und qua Tiefgarage den Grund unsicher macht: "Seit drei Jahren schon ist die Museumskirche darum
unbetretbar und die Anmutung einer Kathedrale Vergangenheit, denn das Innere ist seitdem und auf unbestimmt lange Zeit nur noch ein
Gewirr aus Gerüststreben, die hoffentlich verhindern, dass es die Kirche
endgültig zerreißt. Der Aufschrei der Bewunderer und Liebhaber dieser Kirche war leise, bis ins Rathaus oder in die Denkmalschutzbehörde kann er nicht gedrungen sein..."