Die
taz sammelt Stimmen aus Idlib, wo
Baschar al Assad und
Wladimir Putin die Zivilbevölkerung beschießen, die sich oft schon hierhin geflüchtet hatte (
Bericht). Zum Beispiel
die Stimme der 26-jährigen Journalistin
Fatima Haj Mousa: "Was wir am meisten fürchten, sind die
internationalen Abkommen, die uns aus unseren Häusern und aus unserer Heimatregion vertreiben könnten. Es sind Vereinbarungen, die auf unseren Körpern durchgesetzt werden. Wir sind hier in Idlib. Menschen sterben durch Kälte oder Bombardement, und die Welt rührt keinen Finger. In den Lagern
sterben täglich Kinder vor Kälte. Dabei sind die kalten Lager noch ein Traum für Familien, die unter noch extremeren Bedingungen leben. Ich bitte die
Leser dieses Textes, auf die Straße zu gehen, etwas Stärke zu beweisen und den Rest dessen zu retten, was von uns übrig ist. Bitte stoppen Sie diese humanitäre Katastrophe, stoppen Sie das Blutvergießen!"
Warum unterstützt Wladimir Putin bei den amerikanischen Wahlen nicht nur
Donald Trump, sondern auch den demokratischen Kandidaten
Bernie Sanders (wie die
Washington Post neulich enthüllte),
fragt Iulia Joffe in
gq.com. Die Antwort ist einfach: "Ihm zu helfen, die demokratische Nominierung zu erhalten, wird von vielen dort als eine Möglichkeit gesehen,
Trump zu unterstützen. 'Wenn Sanders die demokratische Nominierung gewinnt, dann gewinnt Trump das Weiße Haus', sagt Igor Jurgens, Präsident des Institute of Contemporary Development und ehemaliger Berater des ehemaligen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew. 'Amerika wird nicht für einen
derart linken Kandidaten stimmen. Wenn man im FSB-Hauptquartier in der Lubjanka sitzt und dieses Rennen beobachtet, sieht man, eine Unterstützung Sanders' eine für Trump ist."
Mit den jüngsten Parlamentswahlen ist die
iranische Republik quasi zur
Militärdiktatur geworden,
meint Ulrich von Schwerin in der NZZ. "Zwar waren Wahlen in Iran noch nie wirklich frei, doch angesichts des
Ausschlusses fast aller Kandidaten der Reformer und Moderaten von Präsident Hassan Rohani kann gar nicht mehr von einer Wahl gesprochen werden. Denn eine Abstimmung, bei der fast alle Kandidaten zu einem einzigen Lager gehören, bietet den Bürgern keine echte Wahlmöglichkeit mehr. Entsprechend gering war denn auch die Beteiligung und entsprechend eindeutig der Sieg der Hardliner. Für die Reformer bedeutet der Verlust fast all ihrer Sitze das
endgültige Aus."