
Welchen Platz in der Welt nimmt
Deutschland sechzehn Jahre nach der Wiedervereinigung ein,
fragt der Economist. "Deutschland, so
Volker Perthes, der Leiter des Deutschen Instituts für Internationale Politik und Sicherheit (
SWP), steht jetzt ziemlich genau da, wo es hingehört: in der Mitte. Ob es will oder nicht, das Land ist eine
Mittelmacht. Es ist keine Supermacht, die ihren Einfluss geltend machen kann, aber es ist sehr wohl in der Lage, in jenen Fällen Verantwortung zu übernehmen, bei denen es etwas beitragen kann." Diese Einschätzung hält der Economist allerdings für ein wenig vorschnell: "Seit der Wiedervereinigung ist Deutschland seinem Ziel, seinen Platz in der Welt zu finden, einen großen Schritt näher gekommen, die
Hürde der Geschichte aber hat es noch nicht überwunden."
Weitere Artikel: Zuversichtlich
stimmt den Economist die Lektüre einiger Bücher zum Thema Innovation und
Unternehmergeist. Anlässlich der Ankündigung, die muslimische Ismaili-Sekte werde in Ottawa ein Forschungszentrum für
Multikulturalismus gründen,
fragt der Economist, wie weit es noch her ist mit der kanadischen Aufgeschlossenheit gegenüber fremden Kulturen. "Sorry seems to be the hardest word" -
Algerien muss weiterhin auf eine Entschuldigung seiner ehemaligen Kolonialmacht Frankreich warten,
berichtet der Economist anlässlich des Amtsbesuchs von Innenminister
Nicolas Sarkozy. Und im
Nachruf auf den mit allen Wassern gewaschenen ehemaligen DDR-Spionagechef
Markus Wolf will der Economist nicht so recht an das
Schaf im Wolfspelz glauben.