
Der Aufmacher
spürt den Rissen in
Putins Russland nach. Putin, dessen Popularität in den vergangenen Monaten drastisch
gesunken ist, könnte sich als gefährlich für das eigene Land und die Region erweisen: "Sein Regime hat die Sicherheitsorgane hart genug im Griff, um abweichende Meinungen für eine gewisse Zeit zu unterdrücken. Doch wie schon die alte Sowjetunion (und das heutige Weißrussland) herausfand, fällt es schwer, die Repression unter
wirtschaftlichen Problemen aufrechtzuerhalten. Und unter dem wachsamen Blick des Internets ist es überdies heikel, weiterhin
Wahlbetrug im großen Stil zu organisieren. In Russland herrscht das zunehmende Risiko einer sozialen und politischen
Explosion, auch wenn es noch zu früh und die Opposition zu zerrissen ist, um viel Hoffnung auf einen russischen Frühling entstehen zu lassen." Siehe auch
dieser Begleitartikel zum "langen Leben des Homo sovieticus", der ein recht düsteres Bild der momentanen Lage in Russland zeichnet.
Ein weiterer Themenschwerpunkt befasst sich mit dem Aufstieg der
Computerspieleindustrie zum zentralen Player innerhalb der Unterhaltungsbranche. Einige
Erklärungsansätze und erstaunliche Zahlen - so machte das
Spiel "Call of Duty: Black Ops" in den ersten fünf Tagen einen Umsatz von 650 Millionen Dollar, während der letzte Harry-Potter-Film in etwa derselben Zeit "nur" auf 169 Millionen kam - liefert
dieser Text.
Hier erfährt man, was die Unterhaltungsbranche von der Spieleindustrie
lernen kann, und
dort, wie die Spieleindustrie von stationären Spielekonzepten ins Onlinegeschäft diffundiert ist. Der den Menschen tief innewohnende
Spieltrieb wird die Spieleindustrie auch künftig im Brot halten, versichert
dieser Artikel. Entwarnung gibt außerdem
dieser Artikel: Die moralische Entrüstung über
Gewaltdarstellungen in Videospielen und über
Gaming-Sucht ist im Abnehmen begriffen (wie auch der Erfolg solcher Spiele und die Zahl der Gewaltverbrechen in den USA).
Weiteres: Der Aufstieg des
politischen Islams in Ägypten in Gestalt der
Muslimbrüder und der
Salafisten muss den Westen nicht beunruhigen, findet
dieser Artikel. Außerdem
küren die Redakteure ihre
Lieblingsbücher des Jahres.