Herostratus,
Dickens,
Dillinger - sie alle trieb das an, was
Umberto Eco anhand aktueller italienischer
Fernsehshows als Hauptziel des Menschen
identifiziert:
bekannt zu sein. Eco sitzt im Fernsehsessel und kann es nicht fassen. Die Teilnehmer von
L'eredita (
mehr) "wollten nicht als Entdecker des Antikkrebsmittels in Erinnerung bleiben, als Helden, die ihr Leben für das ihrer Nächsten opferten, als
große Dichter oder Künstler, Feldherrn, Seefahrer, Mystiker oder Menschenfreunde. Es war vielmehr klar, dass sie
wiedererkannt werden wollten, auf der Straße, in den Geschäften, im Bus oder Supermarkt." Wenn alle bekannt sein wollen, ist es keiner mehr, kommentiert Eco, gibt dem TV-Trubel aber doch seinen Segen. "Sehen wir es realistisch. Es ist moralischer, die Sichtbarkeit in dieser Art und Weise zu suchen als die Nächsten mit
selbstverfassten schlechten Gedichten zu quälen."
Weitere Artikel: Irene Maria Scalise
leidet mit den
Designern von Weinaccessoires, die in einem historisch und kulturell hoch vorbelasteten Feld arbeiten. Cesare Balbo resümiert das
Sundance Film Festival und
betont dabei besonders die Beiträge aus der internationalen
Independentszene. Einer von drei Italienern
schläft schlecht,
verrät Monica Maggi, und listet unter anderem die typischen Schlafpositionen auf und deutet sie psychologisch: "Der
Soldat schläft wie der 'Seestern' auf dem Rücken, aber mit den Armen am Körper und ausgestreckten Beinen. Normalerweise eine ruhige und zurückhaltende Person, die viel mit sich selbst ausmacht."
In der
Titelgeschichte wirft
Jeremy Rifkin einen skeptischen Blick auf die Zukunft des
Kyoto Protokolls, das am 16. Februar in Kraft treten soll, aber in einer politisch "verwässerten" Form. Leider nur im Print: ein Treffen mit dem amerikanischen
Schriftsteller Gore Vidal und ein Gespräch mit diversen Hollywoodgrößen über
Kunst im Kino.