
Der britische
Autor David Flusfeder spielt
professionelles Poker in
Las Vegas. Er
erzählt von seinen Erfahrungen und zeichnet nebenbei ein etwas anderes Bild der Stadt, die GQ letzte Woche "500.000 Dollar die Nacht"-Partystadt
beschrieben hatte: "Vor fünf Jahren war Las Vegas die am schnellsten wachsende Stadt der Vereinigten Staaten, mit einer Arbeitslosenquote von 4,7 Prozent. Heute liegt die Arbeitslosenquote bei über 12 Prozent. Die
Kriminalitätsrate ist hoch und steigt weiter. In diesem Jahr rechnet man mit 130 Totschlagsdelikten und 16.500 Gewalttaten - das ist zweieinhalb mal so hoch wie der nationale Durchschnitt. Die größte anti-Kriminalitätsinitiative der Polizei, die ich im Juli dort gesehen habe, war das
harte Durchgreifen gegen Hausierer, die ohne Lizenz Flaschen mit
Trinkwasser verkaufen. Sie gehören zum normalen Straßenbild wie die mexikanischen Familien, die Anzeigenzettel für erotische Dienste auf dem Las Vegas Boulevard verteilen und die Touristen, die in der Wüstenhitze über den Strip latschen, sind dankbar. Aber, wie das
Las Vegas Review-Journal über eine Familie
berichtete, die von Sicherheitskräften des Planet Hollywood verwarnt worden war, 'Delores Smith, 20, erkennt, dass es
unfair ist gegenüber den überteuerten lizensierten Geschäften, wenn sie und ihre Cousins Wasser für einen Dollar verkaufen'. Das ist ein interessanter und sehr vegasmäßiger Gebrauch des Wortes 'unfair'."

Rachel Halliburton
porträtiert den syrischen Cartoonisten
Ali Ferzat, den Schergen Assads letztes Jahr
brutal verprügelt und
beide Hände gebrochen haben. Heute lebt Assad vorwiegend in Kuwait, Halliburton traf ihn anlässlich einer Ausstellung in London, wo er ihr erzählte, warum seine Karikaturen seit dem Aufstand keine Typen, sondern
Individuen darstellen.
Assad zum Beispiel: "Einige Monate, bevor der Aufstand anfing, fühlte ich, dass die Dinge sich schneller bewegten. Ich musste diese Veränderung festhalten, ohne lange nach einer Symbolik dafür suchen zu können. Aber ich wollte mich auch von der Angst freimachen, ihn persönlich zu porträtieren. Nicht zuletzt, weil die Revolution genau jetzt
Karikaturen brauchte, die die Leute bei den Protesten tragen konnten, die sie auf der Straße hochhalten konnten. Ich habe immer wieder Demonstranten in ganz Syrien gesehen, die meine Karikaturen tragen. Und ich bin stolz darauf."
Und: Laurie Penny (
"The vagina can monologue, but it takes a cunt to throw a brick through a window.") und Helen Lewis (
"mystic woo woo to the froo froo") nehmen
Naomi Wolfs "Vagina"-Biografie auseinander.