
Seit langem diskutieren
Apple und die amerikanischen Ermittlungsbehörden über die
rigorose Verschlüsselung von Apple-Produkten, die es im Falle eines Falles nicht einmal dem Hersteller selbst gestattet, die Inhalte verschlüsselter Geräte wieder zugänglich zu machen. Bevor ein Gesetz die Sache regelt, hat Apple jetzt die Initiative ergriffen: Steven Levy
berichtet von der Präsentation des neuen Systems "Clear", das einerseits den fahrlässigen Zugang zu private Daten weiterhin verhindern, den Bedürfnissen der Ermittler und Sicherheitsbehörden aber entgegen kommen soll. Erstellt hat es
Ray Ozzie, der früher für Microsoft tätig war. Dessen Vorschlag basiert auf öffentlichen und privaten Sicherheitsschlüsseln - ersterer ist auf dem iPhone zugänglich, letzterer in einem
Hochsicherheitstrakt bei Apple selbst. "Der öffentliche und private Schlüssel dient zur Ver- und Entschlüsselung einer geheimen PIN, die jedes Gerät bei Aktivierung automatisch erstellt. ... Diese geheime PIN ist auf dem Gerät hinterlegt und wird über den öffentlichen Schlüssel verschlüsselt. Sobald dies geschehen ist, kann niemand mehr sie dechiffrieren und damit das Gerät entsperren, außer der hochgradig geschützte, private Schlüssel des Verkäufers kommt zum Einsatz. ... Ozzie hat weitere Features eingebaut, um Skeptiker zu überzeugen. 'Clear' funktioniert
immer nur auf einem einzelnen Gerät: Die PIN eines Geräts gestattet den Behörden keinen Zugang zu weiteren Geräten. Hinzu kommt: Hat man sich mittels 'Clear' Zugang zum Gerät verschafft, zerlegt sich im Innern des Geräts ein spezieller Chip - die Daten auf dem Gerät werden eingefroren, um ihre Manipulation zu verhindern. 'Clear' kann
nicht für Überwachungszwecke eingesetzt werden, erklärt Ozzie, denn ist das System erst einmal in Gang gesetzt worden, wird das Telefon
unbrauchbar."
Außerdem hat sich Levy mit
Mark Zuckerberg über die Folgen des
Cambridge-
Analytica-
Gaus unterhalten: Unter anderem geht es darum, wie
Facebook den Missbrauch seiner Tools, Daten und Zugänge zur Manipulation der Öffentlichkeit künftig verhindern will. Zuckerberg geht von einer "
dreijährigen Übergangsphase" aus, um "Teams aufzubauen. Schließlich kann man nicht einfach über Nacht 30.000 Leute anstellen und sie einfach so irgendetwas machen lassen. ... Man muss sicherstellen, dass sie gut arbeiten, man muss sie gut führen und ausbilden. Und Tools für Künstliche Intelligenz erstellt man auch nicht mit einem Fingerschnipps." Eine Erkenntnis, die man sich bei
Facebook vielleicht schon vor einigen Jahren gewünscht hätte.
Weiteres: Vince Beiser
berichtet von dem mühseligen Einsatz von Robotern im Katastrophengebiet rund um
Fukushima, wo das unter Wasser liegende, radioaktive Material noch immer nicht geborgen werden konnte. Und Brendan Koerner
erzählt in einer epischen Reportage von
Videogame-
Kids, die sich mit ihrer Vorliebe, ihre Konsolen und die Spiele darauf zu
hacken, größte Probleme eingehandelt haben.