
Wenn es um die
politische Einflussnahme von Bots geht, waschen die großen
Sozialen Plattformen ihre Hände gerne in Unschuld: Die Kennzeichnung entsprechender Accounts sei kaum zu bewerkstelligen. Lauren Smiley
stellt in
Wired nun zwei Coder vor, die sich
ein eigenes Tool gebastelt haben, das auf Grundlage der bei
Twitter relativ leicht zugänglichen Daten (
Facebook ist, als hermetisch abgeriegelter Garten, ungleich schwerer zu analysieren) Bots ermittelt und per Browser-Plugin als solche kennzeichnet. Die Erfolgsquote liege zwar nicht bei 100 Prozent, aber doch nahezu annähernd. Wie gingen die beiden dabei vor? "Sie fütterten ihr Modell mit
Breitbart- und
Bluedot-
Daily-Artikeln, um herauszukriegen, welche
Kombination von Wörtern eine konservative oder liberale Neigung verraten. Das Modell wuchs zu einem 150 Megabyte großem Biest aus analysierter Sprache heran, aus dem sie Newsbot machten, einen Facebook-Messenger, dem man einen Link zu einem Artikel schicken kann, um eine politische Diagnose, Zusammenfassung und weitere Quellen zu erhalten ... Im Sommer begannen sie mit einer Analyse, welche Nutzer auf Twitter
links- oder rechtslastige Artikel posteten, um herauszufinden, ob sie einen Demokraten von einem Republikaner unterscheiden könnten. Von einer Gruppe, das sich weder den Twitter-Mustern des einen, noch des anderen Lagers zuordnen ließ, zeigte sich das Modell verwirrt.
Das waren die Bots."
Robbie Gonzalez
besucht die Fabrik in Chile, wo derzeit in jahrelanger Arbeit der gigantische Spiegel für das
größte astronomische Teleskop der Welt angefertigt wird. Ein faszinierender Einblick in die Welt technologischer Feinst-Präzision: "'Das Teleskop soll in seinen Möglichkeiten ausschließlich von fundamentaler Physik eingeschränkt werden - von der Wellenlänge des Lichts und dem Durchmesser des Spiegels -, nicht aber von den
Unregelmäßigkeiten des Spiegels selbst', sagt der Optikwissenschaftler Buddy Martin, der über die Mahl- und Polierarbeiten in dem Labor wacht. Wenn er von 'Unregelmäßigkeiten' spricht, dann meint er damit Defekte in der Größenordnung von
20 Nanometern. Das entspricht etwa der Größe eines
kleinen Virus."
Außerdem: Brantley Hargrove
beobachtet Wissenschaftler, die
extremes Wetterverhalten erforschen wollen, bei der Arbeit. Und Laura Hudson
schreibt über die
HBO-Serie "The Deuce" über die Entstehung der
Pornoindustrie im New York der frühen Siebziger: Die Serie "handle nicht vom Sex, sondern vom
Kapitalismus."