Das Hörspielangebot des WDR bleibt auch weiterhin gruselig: Zu hören gibt es nun eine ins Schwäbische verlegte Variante des britischen Horrorklassikers "The Wicker Man" mit gewissen Lovecraft-Anleihen. Bodo Trabers "Das Kreuz auf dem Erlenberg" kann man sich hier herunterladen, es dauert 54 Minuten und beginnt mit einem gemeinen Telefonton.
In einem 56-minütigen Feature befasst sich der Bayerische Rundfunk mit "Umweltzerstörung und Staatswillkür" rund um die Olympischen Spiele in Sotschi. Hier zum Nachhören.
Marcel Weiß von Neunetz unterhält sich mit Perlentaucher Thierry Chervel über den Relaunch der Feuilletonrundschau im Perlentaucher und 14 Jahre Medienwandel seit der Gründung des Magazins.
Der Philosoph Markus Gabrielerläutert auf Deutschlandradio Kultur seine Weltsicht. Er nennt sie den "Neuen Realismus" und zieht einen Schlussstrich unter die Postmoderne: Die Welt der Gedanken ist genauso wirklich wie die Welt der Dinge. Doch so vielfältig die Perspektiven sein können - das Ding bleibt, was es ist. (12 Min.) - Im selben Sender meint sein Kollege Wolfgang Welsch, es gehe bei der Postmoderne nicht um Beliebigkeit, sondern um angemessenes Handeln. Die Verabschiedung von ihren kommunistischen Hoffnungen war für die Vordenker der Postmoderne um Jean-François Lyotard das Eintrittstor in die postmoderne Theorie der 1980er-Jahren. An die EINE große Lösung für die Welt wollten sie nicht mehr glauben. (15 Min.)
"Sansibar ist anderswo" - Im Bayerischen Rundfunk würdigt Bernhard Setzwein den Publizisten und SchriftstellerAlfred Andersch, der am 4. Februar 100 Jahre alt geworden wäre. Hier als Download, ca. 30 Minuten. Passend dazu: Ein Radiogespräch in der artmix.galerie mit dem Medienwissenschaftler Hans-Ulrich Wagner über Andersch (ca. 24 Minuten).
Und wer nach dem Ende des Dschungelcamps nicht genug kriegen kann von eingeschlossenen Menschen unter Extrembedingungen, ist mit dem Hörspiel "Eingeschlossen" der Science-Fiction-Autorin Myra Cakan (hier ihr Blog) gut beraten. Hier weitere Informationen und das Hörspiel zum Nachhören (33 Minuten).
Eleonore Büningberichtete gestern in der FAZErstaunliches aus den Niederlanden: Jeden Samstagnachmittag würden bis zu zweitausend Musikfreunde ins Amsterdamer Concertgebouw kommen - nicht um klassische, sonder neue Musik zu hören. - Die Konzertreihe wurde von "sozialdemokratischen Rundfunkleuten" 1961 entwickelt, um Arbeiter am Wochenende aus den Kneipen in den Konzertsaal zu locken. Das Konzept war nicht unbedingt an "bildungsbürgerlichen Werten" orientiert. Es wird das gespielt, "was anderswo nicht gespielt wird", zitiert Büning den Kurator der "ZaterdagMatinee"-Konzerte Kees Vlaardingerbroek. - Hier spielt die Zwölfjährige Rangel "Lydische Suite" des holländischen Komponisten Ton de Leeuw (1926 - 1996) im Spiegelsaal des Concertgebouw Amsterdam (6:17 Min.)
"Putin kaputt" - Für den SWR bringt Pauline Tillmann ein Feature über die erwachende Zivilgesellschaft in Russland. Hier weitere Informationen, hier die mp3-Datei zum Download (54 Min.)
Das Nachtstudio vom Bayerischen Rundfunk widmet sich in seiner aktuellen Sendung von Barbara Schäfer ganz dem Beat- und DrogenautorWilliam S. Burroughs, der heute vor hundert Jahren geboren wurde. Im Mittelpunkt stehen dabei die transatlantischen Beziehungen und Austauschprozesse. Zu Wort kommen unter anderem auch der AutorJürgen Ploog und sein KollegeWolf Wondraschek. Hier zum Download (57 Min.)
Ein wunderbares einstündiges BBC-Feature über den "Amen-Break", das berühmteste Schlagzeug-Break der Popgeschichte, das in Dutzenden Pophits imitiert oder gesampelt wurde. (60 Min.)
Es stammt von der B-Seite eine Gospel-Single der Winston Brothers, wie Open Culture in einem Dossier zum "Amen Break" berichtet. Hier in ganzer Pracht:
Der WDR im Rausch der Radikalökologie vergangener Jahrzehnte: Im von Martin Zylka inszenierten Hörspiel "Inszenierte Sprengung. Ein Stück Monkey Wrench Gang" taucht im Kultursender ein Stück maschinenstürmender Literatur aus den Siebzigern auf - wie mit dem Stoff umgehen? Hier weitere Informationen und dort der Download (53 Min.)
Passend zur Kaltperiode der letzten Tage geht der Bayerische Rundfunk dem literarischen Motiv der Winterreise nach. Hanna Dragon führt in 22 Minuten durch die Literaturgeschichte. Hier als Download - möge der Frühling bald kommen!
Außerdem wiederholt der Bayerische Rundfunk zum Tod von Maximilian Schell ein ausführliches Radiogespräch mit dem Schauspieler aus dem Jahr 2012. Hier kann man sich die Sendung herunterladen, sie dauert 44 Minuten.
"Alfred Andersch revisited": Der Bayerische Rundfunk bringt Barbara Schäfers Remake von "Der Tod des James Dean", eines der berühmtesten Hörspiele aus der Nachkriegszeit von Alfred Andersch. Im Anschluss folgt ein Gespräch zwischen Julian Doepp und dem Medienwissenschaftler Hans-Ulrich Wagner. Zum Nachhören oder Herunterladen in der BR2-artmix.galerie.
Was fasziniert uns an Schurken und Bösewichten auf der Bühne, im Kino, in der Literatur? Bei der BBC geht Paul Allen dieser Frage nach - und liefert dabei viele O-Töne aus den Archiven. Hier als (natürlich englischsprachiger) Download, 44 Minuten.
Der Streamingdienst Forgetify greift auf jenes Fünftel der Spotify-Datenbank zu, das noch kein einziges Mal abgespielt wurde - und das sind immerhin rund vier Millionen Songs. Über die Qualität der einzelnen Songs kann logischerweise keine Aussage getroffen werden, aber es sind garantiert etliche Schätzchen zu bergen. (Die Spotify-Software und ein kostenloser Account sind Voraussetzung zum Hören.)
Nur noch wenige Tage beim SWRzum Download: "Dialoge zur Anthropologie", ein vom Elektro-Musiker Jan Jelinek erstelltes, filigran-konzentriertes Hörstück über die Geschichte der Entdeckung der 24-köpfigen Gruppe der Tasaday auf der philippinischen Insel Mindanao im Jahre 1971, sowie die Geschichte des darauf folgenden Anthropologenstreits. Das Stück dauert knapp 44 Minuten.
Mehr fremdartige Klänge: Für das Online-Magazin Secret Thirteen hat der enigmatische DJ Violet Poison einen herausragend schönen Avantgarde-Mix erstellt, dessen Playlist sich wie ein "Who is who" liest. Hier zum Anhören, ca. 73 Minuten.
Noch ein Hörspiel: Der WDR liefert den dritten und letzten Teil seiner Dracula-Adaption. Späteinsteiger finden den ersten Teil hier, den zweiten dort. Den aktuellen dritten Teil gibt es hier als Download, Spielzeit 57 Minuten.
"Wem gehört die Stadt", fragt derzeit Deutschlandradio Kultur in einer Feature-Reihe. Im Zentrum der aktuellen Folge von Beate und Stefan Becker steht der Berlin-Kreuzberger ClubSO36, der das Bild des Viertels seit den 70ern entscheidend mitgeprägt hat. Hier kann man den Beitrag nachhören, er dauert knapp 54 Minuten. Dazu passend, aus der selben Reihe: "Kreuzberg von oben", ein Feature von Lorenz Rollhäuser darüber, wie sich die Zugehörigkeit zum Berliner Szenekiez definiert (ca. 51 Min.).
"Das Hacker-Syndrom", ein Feature von Johannes Nichelmann über den Hacker und Ex-Pirat Stephan Urbach, der die Aufstände in Ägypten und Syrien von Deutschland aus infrastrukturell unterstützt hat und darüber - die tazberichtete - in Depressionen stürzte. Hier zum Download, Laufzeit 53 Minuten.
"Wie kommt das Neue in die Welt", fragt sich Michael Reitz in einem zweiteiligen, philosophischen Radioessay für den Deutschlandfunk. Aus dem Programmtext: "Am Beginn der Moderne steht nicht nur der Versuch, immer wieder Neues zu schaffen, sondern auch der Impuls, dem Entstehen des Neuen auf die Spur zu kommen und auf die Sprünge zu helfen. Im 21. Jahrhundert der Hochgeschwindigkeitsmoderne hat diese Fragestellung noch an Brisanz zugenommen." Hier Teil eins, hier Teil zwei (je ca. 29 Minuten).
"Was ist deutsch?" In einem Radioessay für den SWR geht der Germanist Manfred Schneider der Geschichte der Deutschlandmythen nach. Hier der Download, Laufzeit ca. 55 Minuten.
Der notorisch interviewscheue Joaquin Phoenixunterhält sich im NPR äußerst vergnügt und angeregt mit Terry Gross. In seinem neuen Film "Her" spielt er einen Mann, der sich in ein Betriebssystem verliebt - dazu erzählt er folgende Anekdote: "Meine Agentin Sue hat mich hierher ins Studio gefahren - übrigens: wenn sie Ihnen jemals anbietet, bei ihr mitzufahren: tun Sie es nicht! Wir waren spät dran und hatten uns verfahren, also schaltete sie ihr Navigationsgerät ein. Und es ist wirklich erstaunlich, was man in diese Geräte hineinprojiziert. Jedenfalls war ich mir sicher, dass die Stimme, die uns Anweisungen gab - 'biegen Sie links ab' - besorgt war. 'Sie sind zu spät und müssen links abbiegen!' Sie klang wirklich verängstigt." (46 Min.)
Trashkino für die Ohren: Berlins Undergroundregisseur Jörg Buttgereit deckt in seinem WDR-Hörspiel "Das Märchen vom unglaublichen Super-Kim aus Pjöngjäng" die Geschichte von Nordkoreas berühmtestem Propagandafilm, einem Film im Stil japanischer Riesenmonsterfilme, auf. Eine Empfehlung gab es in der taz, den Film können Sie hier auf Youtube sehen und hier geht es zum Hörspieldownload (ca. 53 Min.).
Auf Deutschlandradio Wissen spricht die Sopranistin Anja Silja über Oper, Mozart und Wunderkinder. Hier zum Nachhören (57 Minuten).
In seinem Radioessay "Big Data: Bitte löschen" befasst sich Martin Zeyn im Nachtstudio des Bayerischen Rundfunks mit der Geschichte der Aufzeichnungen und der heutigen Datensilos. Hier der Download. (55 Min.)
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