Spätaffäre - Archiv

Für die Ohren

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Spätaffäre vom 24.02.2014 - Für die Ohren

Wie rassistisch ist das deutsche Theater? Die Debatte um Blackfacing und die Rolle migrantischer Darsteller im Betrieb führte im vergangenen Jahr zu einer heftigen Auseinandersetzung. In einem ausführlichen Feature für den Zündfunk beim br fühlt Sammy Khamis dem Theaterbetrieb nun auf den Zahn. Hier zum Nachhören (58 Min.)

Wie verändert das World Wide Web die Zusammenarbeit von Forschern weltweit? Welche Forscher bloggen, welche nicht? Und aus welchen Gründen? Karl Urban ist diesen Fragen in einem kleinen Feature für den SWR nachgegangen. Hier zum Nachhören. (23 Min.)

Neu im Konzertplayer von WDR3: Eine Aufzeichnung der Berliner Philharmoniker von Robert Schumanns "Szenen aus Goethes Faust" vom vergangenen Dezember. Es dirigierte Daniel Harding. "Wie Christian Gerhaher in der Bergschluchtszene als Doktor Marianus dem Staunen über die aufziehende Himmelsvision reinsten Ausdruck verleiht, wirkt gestalterisch so überwältigend schön, dass allein dafür der Konzertbesuch lohnt", schrieb Martin Wilkening in der Berliner Zeitung. Hier zum Nachhören oder im folgenden eingebettet (118 Min.)


Spätaffäre vom 21.02.2014 - Für die Ohren

War Martin Heidegger nun Antisemit oder nicht? Jetzt wurde ein Sammelband von seinen "Schwarzen Heften" veröffentlicht. In einem Gespräch mit Deutschlandradio Kultur verteidigt Silvio Vietta den Philosophen und bestreitet, dass er Antisemit gewesen sei (10 Min). - Dem widerspricht in einem weiteren Interview der Herausgeber der "Schwarzen Hefte" Peter Trawny: "Heideggers Werk ist eindeutig antisemitisch" (11 Min). - In einer Rezension im selben Sender setzt sich Thorsten Jantschek mit des "Meisterdenkers Sudelbüchern" auseinander (7 Min). Und Jürgen Kaube wendet sich in der FAZ "mit Grausen" ab.- Die Zeit hatte im Januar das vermisste "Schwarze Heft" von 1945/46 aufgespürt.

"Hilft Kunst gegen die Angst", fragt sich beim SWR eine Gesprächsrunde bestehend aus Dirk Knipphals von der taz, Dr. Michael de Ridder und dem Schriftsteller Michael Rutschky. Den Anlass bietet die Veröffentlichung von Wolfgang Herrndorfs Buch "Arbeit & Struktur", in dem der Autor den Verlauf seiner Krebserkrankung dokumentierte. (45 Min.)

Spätaffäre vom 20.02.2014 - Für die Ohren

Ein Radiogespräch bei der BBC: Anlässlich von Terry Eagletons neuem Buch "Culture and the Death of God" und Peter Watsons "The Age of Nothing" sprechen beide Autoren sowie Roger Scruton und Elaine Storkey mit Philip Dodd über Atheismus und Glauben. (45 Min)

Für die radioTexte des Bayerischen Rundfunks liest Jörg Hube aus Alfred Anderschs später autobiografischer Erzählung "Der Vater eines Mörders" über eine Griechischstunde am Wittelsbacher-Gymnasium in München im Mai 1928. Hier zum Nachhören. (55 Min.)

Spätaffäre vom 19.02.2014 - Für die Ohren

Auf Bayern 2 ist ein Feature von Christian Schiffer über das Darknet zu hören, jener dunklen und anonymen Tiefe des Internets, in dem sich Waffenschieber und Drogenhändler ebenso tummeln wie freitheitsliebende Hacker und Dissidenten (52 Minuten).

"Zolas Schornstein", ein Kriminalhörspiel von Christoph Prochnow: Wurde Emile Zola wegen der Affäre Dreyfuss ermordet? Hier zum Nachhören beim Deutschlandradio Kultur. (56 Min.)

"Blütenlesen im Ersten Weltkrieg - Landschaft als Schlachtfeld": Cora Stephan besucht für ein Feature des Deutschlandfunks die einstigen Kampfgebiete um Verdun und Mort Homme, wo die Natur die vom Krieg geschlagenen Lücken überwächst. Hier zum Nachhören. (30 Min.)
Stichwörter: Stephan, Cora, Verdun, Zola, Emile

Spätaffäre vom 18.02.2014 - Für die Ohren

Vor 450 Jahren ist Michelangelo gestorben - daran erinnert nicht nur Arno Widmann in der Berliner Zeitung, sondern auch der Bayerische Rundfunk mit einem Beitrag in seiner Reihe "Radiowissen". Hier der Download. (23 Min.)

Neu im Hörspielpool des Bayerischen Rundfunks: "Die Schutzbefohlenen", ein Hörspiel von Elfriede Jelinek. Aus dem Programmtext: "Obwohl sie in jüngster Zeit überall präsent sind, die Bilder von Flüchtlingsmengen, die sich auf Booten drängen und die Festung Europa zu erobern suchen, oder von aufbegehrenden Asylbewerbern in deutschen Städten, die auf öffentlichen Plätzen in den Hungerstreik treten; Stimmen haben diese Menschen selten. Anders in Jelineks Text: Hier meldet sich ein Chor aus Flüchtlingen und Asylsuchenden in einer lautstarken Litanei zu Wort und wird doch ungehört bleiben von den Angerufenen." Hier als Download (80 Min).

"Den Engel schultern..." - ein WDR-Feature von Christoph Vormweg über "Das Fremde Meer", den Debütroman von Katharina Hartwell. Hier als Download (55 Min).

Spätaffäre vom 17.02.2014 - Für die Ohren

Die Abteilung Klangkunst von Deutschlandradio Kultur präsentierte in einer Ursendung "Walk that Sound" des serbische Klangkünstler Luka Ivanovic (alias Lukatoyboy). Da Walkie Talkies vom Aussterben bedroht sind, hat er im Rahmen des CTM Festivals eine Performance für "Sound Scouts" & Funkgeräte entwickelt. Der Belgrader Lukatoyboy (Jahrgang 1981) war Journalist und Radioredakteur und ist Gewinner der internationalen Ausschreibung "Ubiquitous Art and Sound".

Deutschlandradio Kultur bringt den ersten von insgesamt drei Teilen einer Hörspielbearbeitung von Emile Zolas "Das Geld". Inszeniert hat Christiane Ohaus (54 Min).

Im BR2 -Kulturjournal stellte Barbara Beuys ihr Buch "Die neuen Frauen. Revolution im Kaiserreich 1900 - 1914" vor: Frauen hatten schon 1849 den Aufstand geprobt, als die Freiheits- und Menschenrechte, die 1848 in der Paulskirche verabschiedet worden waren, aber nur für Männer gelten sollten. Die Frauen hatten - mit zeitlicher Verzögerung - Erfolg. - Martina Boette-Sonner interviewte die Autorin. Das Gespräch ist nur im Gesamtpaket der Sendung zu hören: Zuvor erläutert Thomas Palzer den Skandal als Ansichtssache, nach Babara Beuys berichtet die Helga Baumgarten über kulturelles Leben in Palästina und Niels Beintker unterhält sich mit dem Historiker Christian Meier über Geschichte und Zeitgenossenschaft. Die Musik kommt von den Dum Dum Girls und ihrem Album "Too true". (83 Min.)

Spätaffäre vom 14.02.2014 - Für die Ohren

Der Zündfunk-Generator vom Bayerischen Rundfunk nimmt die simulierten Wirklichkeiten im Kino in den Blick: "Das Kino spielt gerne mit der Wahrnehmung der Zuschauer. Dieses Spiel geht zurück auf Erzähltechniken, die es in Literatur und Theater schon lange gibt. Auch im Kino wird diese zeitgemäße Erzählweise immer beliebter." Hier der Download, Laufzeit 43 Minuten.

Von der Vergangenheit in die Zukunft oder warum historische Vergleich zulässig sind - darüber hat sich Ulrike Timm auf Deutschlandradio Kultur mit dem Berliner Politikwissenschaftler Herfried Münkler unterhalten. Es ging um die Analogien zwischen dem Bürgerkrieg in Syrien und dem Dreißigjährigen Krieg, wie sie der FAZ-Leitartikler Rainer Hermann hergestellt hatte. Auch Münkler bejaht den historischen Vergleich und erläutert viele Parallelen. (12 Min.)

In einem Hörfunk-Interview mit Deutschlandradio Kultur äußerte sich der Regisseur Andreas Dresen u. a. über das linke Gewissen des Kinos und seine Verehrung für Ken Loach, der auf der Berlinale mit dem Ehrenbären geehrt wird. Dresen würdigt ihn als herzensguten Menschen, dessen Lebenswerk auch seine eigene Filmarbeit geprägt habe. Und das, was Dresen "auch besonders liebe an seinen Arbeiten, ist diese Mischung, die Härte des Lebens zu zeigen und auf der anderen Seite aber auch einen unglaublichen Mut und einen wunderbaren Humor, der immer wieder einen fröhlich auch aus dem Kino gehen lässt." (11 Min.)

Spätaffäre vom 13.02.2014 - Für die Ohren

Britta Bürger unterhält sich sich auf Deutschlandradio Kultur mit dem ehemaligen Russland-Korrespondenten Manfred Quiring über einen vergessenen Völkermord im Kaukasus, der "ersten ethnische Säuberung in Europa". Dort, wo heute in Sotschi die Pisten sind, war vor 150 Jahren ein Schlachtfeld: Russische Truppen vertrieben hunderttausende Tscherkessen (10 Min.). Bei Cicero ist dazu das Video "Skifahren auf Massengräbern" zu sehen. (6 Min.)

Im SWR gibt es ein ausführliches Radiogespräch mit dem umtriebigen Kulturwissenschaftler und Reinhold Schneider Preisträger 2014 Klaus Theweleit. Mit ihm unterhält sich Eggert Blum. Hier der Download (44 Min.).

Beim Deutschlandfunk finden wie einen Radioessay der Literaturwissenschaftlerin Judith Klein über Brücken: "Was ist - über ihre unmittelbar praktische Zweckbestimmung hinaus - die Bedeutung der Brücken, ob es sich nun um uralte Balken- und Bogenbrücken oder um hochmoderne Hänge- und Schrägseilbrücken handelt? Woher kommt ihr ästhetischer Wert, woher ihr metaphorisch-symbolisches Potenzial? Worin besteht ihre politische Funktion?" (29 Min.)

Spätaffäre vom 12.02.2014 - Für die Ohren

Vor zwei Jahren wurde der jüdisch-palästinensische Regisseur Juliano Mer-Khamis am hellichten Tage erschossen. Bis heute ist der Mord nicht aufgeklärt, und weder die palästinesische noch die israelische Polizei scheint daran ein großes Interesse zu haben. Im Deutschlandfunk gibt es ein Feature zu Mer-Khanis und seinem Freedom Theater von Dschenin (44 Minuten). Wer es noch genauer wissen will, muss in der LRB Adam Shatz' Wahnsinnsreportage über das Leben und den Tod Juliano Mer-Khamis' lesen.

Auch nach dem kürzlichen Urteil in Karlsruhe ist die Filmförderung (mehr) heftig umstritten. Deutschlandradio Kultur bringt eine ausführliche Diskussion zwischen dem Regisseur Christoph Hochhäusler, Kirsten Niehuus vom Medienboard Berlin-Brandenburg, der Filmhochschulprofessorin Katrin Schlosser und dem Filmkritiker Frédéric Jaeger. Hier die Möglichkeit zum Nachhören. (52 Min.)

Eine Entdeckung ist der Jazz-Pianist Grégory Privat. Er kommt aus Martinique und legt nun sein zweites Album vor. "Tales Of Cyparies" (hier reinhören) ist ein Konzeptalbum: Die vierzehn Songs erzählen die Geschichte des Gefangenen Cyparisin, der 1902 in einem Verlies in Saint-Pierre saß, als der Vulkan Mount Pelée ausbrach. Er überlebte schwerverletzt und trat später mit seinen Verbrennungen im Zirkus in aller Welt auf. (13 Min.)


Spätaffäre vom 11.02.2014 - Für die Ohren

"Geistesblitze der Ideengeschichte", ein Radioessay von Elke Gebhardt für den SWR. Aus dem Programmtext: "Erst in der europäischen Renaissance entstand das Bild der modernen Wissenschaft. Dabei gab es genug andere Hochkulturen, denen das nicht gelang. Was steuert unsere Formen von Wissen?" Hier der Download (44 Minuten).

Für den SWR befasst sich Dagmar Lorenz mit lyrischen Untergangsvisionen. Im Mittelpunkt stehen expressionistische Dichter des Ersten Weltkriegs. Hier als Download (27 Minuten).

Und ein paar Hinweise für Kurzangebundene: Ein Gespräch mit der ukrainischen Schriftstellerin Tanja Maljartschuk über die Situation in ihrem Land (HR, 9 Minuten) und ein 7-minütiges Gespräch mit Harun Farocki (DRK).