Vorgeblättert

Rosamund Bartlett: Anton Cechov. Eine Biografie

Ausgewählte Leseproben.
30.07.2004. Zum hundertsten Todestag des großen Dramatikers und Erzählers Anton Tschechow erscheint eine Leben und Werk gleichermaßen umfassende Biografie von Rosamund Bartlett. Leben Sie einen Auszug.
Rosamund Bartlett: Anton Cechov
Eine Biografie
Aus dem Englischen von Anna Blum

Zsolnay Verlag, Wien 2004
608 Seiten, gebunden, 25,90 Euro

Erscheint am 14. August 2004

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Mehr Informationen beim Zsolnay Verlag

Klappentext:
1860 wird Cechov in einer Provinzstadt im Süden des russischen Reichs geboren. Sein Vater ist Kaufmann, der Großvater war noch Leibeigener, Cechov selbst studierte in Moskau Medizin, wendet sich aber bald dem Schreiben zu. Mit 24 erkrankt er an Tuberkulose, drei Jahre später erlebt er mit Ivanov, seinem ersten Theatertstück, bereits einen großen Erfolg. Fast alle seine Dramen - darunter Onkel Wanja, Drei Schwestern, Der Kirschgarten - werden im Moskauer Künstlertheater Stanislawskis aufgeführt, des großen Erneuerers des Theaters, dessen Einfluss noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein bestimmend sein wird. Cechov reist viel, nach Jalta und an die Cote d'Azur, doch ist es seine Fahrt nach Sibirien in die Strafkolonie auf der Insel Sachalin, die besonders nachhaltig in seinem Werk ihren Niederschlag findet. Er heiratet spät - die Schauspielerin Olga Knipper - und stirbt mit 44 Jahren in Badenweiler. Cechovs Werk, das die Entfremdung und die Absurditäten der menschlichen Existenz darstellt, Lebensangst und Lebensmüdigkeit, wirkte revolutionär zu seinen Lebzeiten und hat bis heute nichts von seiner Modernität eingebüßt. Wie vielleicht kein anderer Schriftsteller des 19. Jahrhunderts hat Cechov Generationen nach ihm beeinflusst - von Virginia Woolf über Ernest Hemingway bis hin zu Raymond Carver.

Zur Autorin:
Rosamund Bartlett unterrichtete an englischen und amerikanischen Universitäten und ist derzeit Dozentin in Durham (England) für russische Literatur. Sie ist Musikhistorikerin und Übersetzerin aus dem Russischen.
(Foto: Elizabeth Zeschin)

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