Zeit online meldet ganz aktuell, dass Viktor Orbán nach massiven Protesten die umstrittene
Internetsteuer zurückzieht,
mehr auch im
Standard (Kommentar eines Lesers: "Bei uns würde man erst bei einer
Schnitzelsteuer auf die Straße gehen.")
(Via
Netzpolitik) Nicht nur bei Kinderpornografie und Copyright-Verstößen müssen Internetprovider in Großbritannien Websites sperren, sondern jetzt auch bei Seiten, die
Kopien von Luxusgütern verkaufen - so hat es nach dem
Bericht Julia Powles" im
Guardian der High Court entschieden: "Der Prozess war von der
Richemont/Cartier-Gruppe angestrengt, die verlangte, dass die fünf größten Internetprovider Großbritanniens... sechs Websites sperren, die Kopien ihrer Uhren anboten."
Kommentar bei
Netzpolitik: "Womit (mal wieder) bewiesen war, dass wir bei
Zensursula Recht hatten: Sind Netzsperren
einmal eingeführt, werden sie auf andere Bereiche ausgeweitet."
Überhaupt: Während in den USA Internetkonzerne blühen und gedeihen, setzen in Europa
Politiker und Medienkonzerne (Springer, Lagardère, Murdoch und die europäische Zeitungsinitiative mit dem witzigen Namen "
Open Internet Project") dem Internet
immer engere Grenzen. In
Spanien wurde jetzt eine Art Leistungsschutzrecht per Gesetz durchgewunken,
berichtet Spiegel Online mit
dpa: "Google und andere Suchmaschinenbetreiber müssen in Spanien vom kommenden Jahr an erstmals
eine Abgabe an Verlage und Autoren zahlen, wenn sie deren Texte in Auszügen verwenden... Die Reform sieht auch Geldstrafen von bis zu 600.000 Euro für Anbieter vor, die
illegale Downloads ermöglichen, sowie eine schärfere Überwachung zum Schutz des
geistigen Eigentums." Auch Michael Hanfeld
berichtet in der
FAZ: "
Spanien lässt Google bluten."
In
Australien sollen Internetprovider künftig dazu verpflichtet werden, die Nutzungsdaten ihrer Kunden
zwei Jahre lang zu speichern,
berichtet Urs Wälterlin in der
taz: "Bisher waren Internet-Dienstleister nicht verpflichtet, die Daten zu speichern. Aus Kostengründen verzichten viele Firmen darauf, umfangreiche Speicherkapazitäten einzurichten. In einem Fall habe das Fehlen der Besitzerdaten von IP-Adressen dazu geführt, dass 165 Verdächtige in einem Kinderpornoring nicht identifiziert werden konnten. Laut [Kommunikationsminister Malcolm] Turnbull sollen Internetfirmen mit
Steuergeldern kompensiert werden, um die Kosten decken zu können."
Außerdem: In der
FAZ kritisiert Joachim Müller-Jung
Googles medizinische Ambitionen.