Magazinrundschau - Archiv

The Economist

428 Presseschau-Absätze - Seite 26 von 43

Magazinrundschau vom 11.10.2005 - Economist

Der Economist berichtet über eine Schule in Harrisburg, die von einigen Eltern verklagt wurde, nachdem sie ihre Schüler auf "unerklärte Lücken" in der Evolutionstheorie hingewiesen und ihnen die Lektüre eines kreationistischen Buches empfohlen hatte. Mit raffinierten Argumenten versucht man Löcher in Darwins Theorie zu bohren: "Die Schulbehörde verteidigt sich mit dem Argument, 'Intelligent Design' sei eine Wissenschaft, keine Theorie. Es ist eine neue Theorie, die behauptet, dass heutige Organismen zu komplex sind, um sich einfach aus einer Reihe von zufälligen Mutationen entwickelt zu haben und deshalb von einer intelligenten Entität geformt worden sein müssen. Anders als der frühe Kreationismus wird Gott nicht ausdrücklich erwähnt." Sollte der Fall vor das Oberste Gericht kommen, könnte das Unterrichten der kreationistischen Theorie als Verstoß gegen die Trennung von Kirche und Staat geahndet und an sämtlichen Schulen Amerikas verboten werden.

Angesichts der politischen Bücher, die dieser Tage in Amerika veröffentlicht werden, kann der Economist nur angewidert den Kopf schütteln: Sie werden immer voreingenommener und reißerischer - und dadurch immer schlechter. Trostspendende Ausnahme: Michael Barones ausgezeichneter "Almanac of American Politics".

Außerdem zu lesen: Dass Japans Wirtschaft sich erholt (und was andere, stockende Industrienationen - etwa Deutschland - daraus lernen können), dass es endlich einmal eine spannende Theorie zum Prinzip des Universums gibt, warum der radikale Rückgang des Opiumanbaus in Afghanistan ein Pyrrhussieg ist, dass ein freimütiger UNO-Bericht den Weg freimacht für Verhandlungen über die Zukunft Kosovos, welche Lehren ein riesiges Umweltprojekt in den Everglades für den Wiederaufbau nach Katrina bereithält, und schließlich wie seltsam die Verleihung der naturwissenschaftlichen Nobelpreise doch ist.

Magazinrundschau vom 04.10.2005 - Economist

Aus der Ferne sieht man's gelassen - an einer großen Koalition in Deutschland hat der Economist nichts auszusetzen, zumal ein Blick in die Geschichte eher versöhnlich stimmt. "Vieles wird davon abhängen, ob die Chemie zwischen den Koalitionsführern stimmt. Denn dass die erste große Koalition zumindest teilweise ein Erfolg war, verdankte sich hauptsächlich der guten Beziehung zwischen dem SPD-Wirtschaftsminister Karl Schiller und dem CSU-Finanzminister Franz-Josef Strauss, die ihnen im Volksmund den Spitznamen 'Plisch und Plum' einbrachte - nach den zwei Hunden eines berühmten Gedichts."

Weitere Artikel: Als zukünftigen Klassiker rühmt der Economist Kevin Starrs (mehr hier) elegante und humorvolle Geschichte des Bundestaates Kalifornien (Auszug), der durch eine schicksalhafte Kombination von großen Menschen, großen Ideen und großen Projekten zu "einem der Prismen" wurde, "durch die das amerikanische Volk schon immer - im Guten wie im Schlechten - einen Blick auf ihre Zukunft erhaschen konnten". Ursprünglich sollte sich der EU-Gipfel im englischen Hampton Court nicht um die Globalisierung, sondern um die europäische Sozialpolitik drehen. Schade, denn gerade über dieses heikle Thema besteht Diskussionsbedarf, findet der Economist und beschreibt die verschiedenen Modelle der sozialen Sicherung, die in Europa praktiziert werden. Im Nachruf porträtiert der Economist den puertorikanischen Unabhängigkeitskämpfer Filiberto Ojeda Rios, der bei einer Schießerei mit dem FBI ums Leben kam. Und schließlich fragt sich der Economist, ob die zunehmenden Massenproteste in China für politische Instabilität sorgen könnten.

Magazinrundschau vom 27.09.2005 - Economist

Gaza atmet auf, berichtet der Economist vom Abzug der israelischen Siedler. "Kein nervöses Beobachten der Beton-Wachtürme mehr, wenn du an einer israelischen Siedlung vorbeifährst. Keine Angst mehr, dass auf dich geschossen wird, weil du zu nah an einen Armeeposten gerätst oder auf deinem eigenen Dach stehst. Kein Spähen mehr durch den hohen Maschendrahtzaun auf den verbotenen, nur wenige hundert Meter entfernten Strand. Kein ohnmächtiges Starren mehr auf die mit Siedlerkindern vollgepackten Autos, wie sie vor deiner Nase an genau diesen Strand fahren ... Kein Warten mehr, unerklärte Stunden lang, in der gleißenden Sonne oder die ganze Nacht hinduch am Checkpoint Abu Holi, dem einzigen Tor zwischen Norden und Süden. Freiheit!" Doch, fragt der Economist besorgt, welche Perspektiven gibt es für Gaza?

Der Economist hat die Urszene aufgespürt, die den kürzlich verstorbenen KZ-Überlebenden und "Nazijäger" Simon Wiesenthal dazu bewog, sich für die rechtliche Verfolgung der Naziverbrechen einzusetzen: "Eines der seltsameren Gespräche im Leben von Simon Wiesenthal ereignete sich im September 1944. In seiner blass gestreiften Uniform von SS-Wachen wurde er von den nahenden Russen weggetrieben. Irgendwo mitten in Polen gruben ein SS-Unteroffizier und er nach Kartoffeln. Was werde er in Amerika über die Todeslager erzählen?, fragte der Unteroffizier spöttisch. Wiesenthal antwortete, er werde die Wahrheit sagen. Worauf der Unteroffizier sagte: 'Sie werden Ihnen nicht glauben.'"

In weiteren Artikel zu lesen: Warum der Wirbelsturm Katrina auch das amerikanische Gesundheitssystem ins Wanken bringt, warum Mike Leighs "Two Thousand Years? im Londoner West End Theatre zwar nett, aber keine runde Sache ist, dass die großen und wohlhabenden Wissenschafts-Zeitschriften wie "Science" oder "Nature" unter Druck geraten, die von ihnen veröffentlichten Forschungsergebnisse frei zugänglich zu machen (denn warum sollten sie aus Forschung, die andere finanziert haben, Profit ziehen?), was von Japans neuem Oppositionschef Seiji Maehara zu erwarten ist, und schließlich, wie es um die Provinz Kamtschatka in Russlands Fernem Osten bestellt ist.

Magazinrundschau vom 20.09.2005 - Economist

Der Economist verrät, warum die großen Telekommunikations-Firmen angesichts des unaufhaltbaren Aufstiegs der (von eBay unlängst gekauften) Internet-Telefonie-Software Skype in Angstschweiß ausbrechen sollten. "Weil Skype derzeit jeden Tag 150.000 Nutzer hinzugewinnt, ohne irgendetwas für neue technische Ausrüstung (die Nutzer 'bringen' ihre eigenen Computer und Internetzugänge mit) oder für Marketing (die Nutzer laden sich untereinander ein) ausgeben zu müssen. Da keine Nebenkosten entstehen, kann es sich Skype leisten, die Anzahl seiner Nutzer ins Unbegrenzte zu steigern, wohlwissend, dass wenn nur einige von ihnen anfangen, seine gebührenpflichtigen Dienstleistungen - wie SkypeOut, SkypeIn und voicemail - zu nutzen, Skype Geld verdienen wird. Dies ergibt einen sehr ungewöhnlichen Business-Plan: 'Wir wollen so wenig Geld wie möglich am einzelnen Nutzer verdienen', sagt Skype-Gründer Niklas Zennstrom, weil 'wir keinerlei Kosten pro Nutzer haben, aber viele von ihnen wollen.' "

Außerdem zu lesen: Michel Houellebecq kommt dem Economist wie der sprichwörtliche Einäugige unter den Blinden vor. Denn auch die Veröffentlichungs-Schwemme des französischen Bücherherbstes könne nicht über die peinliche Trockenperiode in der zeitgenössischen französischen Literatur hinwegtäuschen. Schließlich: ein freundlicher Nachruf auf Dame Eugenia Charles, die Eiserne Lady der Karibik.

Magazinrundschau vom 13.09.2005 - Economist

Im Dossier macht sich der Economist Gedanken über die Qualitätsicherung der Hochschullehre angesichts einer stetig wachsenden Studentenschaft. Gerade um die Bildungsstätten der alten Wissenschaftshochburg Europa steht es schlecht, schreibt der Economist bitter. In einer von der Universität Shanghai erstellten internationalen Rangliste der Universitäten befänden sich allein Oxford und Cambridge unter den ersten zwanzig. "Um die ganze Absurdität zu begreifen, lohnt es sich, der Humboldt-Universität in Berlin einen Besuch abzustatten. Treten Sie ins Hauptfoyer, wandeln Sie die Treppen hinauf zum ersten Stock, vorbei an dem Spruch eines früheren Studenten (Karl Marx), der in goldenen Lettern in die Wand gemeißelt ist ("Die Philosophen haben die Welt nur verschieden interpretiert, es kommt aber darauf an, sie zu verändern"), und besehen Sie sich die Porträts der Nobelpreisträger, die die Wände säumen. Zwischen 1900 und 1909 waren es acht, zwischen 1910 und 1919 sechs, vier zwischen 1920 und 1929, sechs zwischen 1930 und 1939, einer zwischen 1940 und 1949 und vier zwischen 1950 und 1956. Die Ehrenreihe zählt Koryphäen wie Theodor Mommsen, Max Planck, Albert Einstein und Werner Heisenberg. Doch nach 1956 gibt es plötzlich keine Nobelpreisträger mehr."

Weiter Artikel: Der konservative Richter John Roberts - eben noch Anwärter auf den Posten der zurückgetretenen Richterin am Obersten US-Gericht Sandra Day O' Connor - soll nun, nach dem Tod des Obersten US-Richters William Rehnquist (dem der Economist einen süßsauren Nachruf widmet), dessen Posten einnehmen. Der Economist stöbert in Roberts' Keller und kann dort zu seiner eigenen Überraschung nichts finden, was auch nur annähernd einer Leiche ähnlich sieht.

Weiterhin hat der Economist drei empfehlenswerte Bücher gefunden, die Amerika zur neuen Supermacht des Weins küren. In Frankreich bahnt sich ein Kampf um die Nachfolge des gesundheitlich geschwächten Präsidenten Jacques Chirac an. Der Economist vergleicht die beiden Kontrahenten Dominique de Villepin und Nicolas Sarkozy. Und wie der Economist entdeckt hat, legen medizinische Studien nahe, dass die Langzeitauswirkungen des Atomunfalls von Tschernobyl vor allem psychischer Natur sind.

Nur im Print zu lesen ist der Aufmacher, den der Economist dem Wirbelsturm Katrina und seinen verheerenden Folgen widmet. Zu lesen ist allerdings, ob New Orleans nach der Katastrophe überhaupt noch eine Zukunft hat.

Magazinrundschau vom 06.09.2005 - Economist

In höchsten Tönen lobt der Economist Anthony Shadids Analyse der Situation im Irak "Night Draws Near: Iraq's People in the Shadow of America's War". Shadid, der als arabischer Muttersprachler durchgeht und unzählige Gespräche mit der irakischen Bevölkerung geführt hat, sei zu der Einsicht gelangt, dass die amerikanische Besatzung im Irak auch ohne all ihre Fauxpas zum Scheitern verurteilt gewesen sei. Denn die nach dem Ende der jahrzehntelangen Diktatur freigesetzten Kräfte seien mit einer erneuten Untertänigkeit, und das auch noch dem erklärten Feind gegenüber, unvereinbar gewesen. Faszinierend findet der Economist dabei die Perspektive, die Shadid seinem Leser eröffnet: "Nur selten schreibt er über die Amerikaner im Irak. Der Leser wird in die Lage versetzt, sie fast durch irakische Augen zu sehen, in der Distanz und bedrohlich, wobei ihre Anwesenheit sich vor allem durch Abwesenheit äußert. Abwesenheit von Strom, während des brennend heißen Sommers, und von Sicherheit, während Bagdad geplündert wird als das baathistische Regime zusammenfällt."

Weitere Artikel: Zwischen dem israelischen Premierminister Ariel Sharon und Benjamin Netanjahu bahnt sich ein politischer Kampf um die Führung der Likud-Partei an. Der Economist stellt Vermutungen über dessen Ausgang an und macht dabei aus seiner Vorliebe für Sharon keinen Hehl. Darüberhinaus versucht der Economist, aus Netanjahus Timing schlau zu werden: Warum fordert er Sharon gerade jetzt heraus? Am Beispiel Transsibiriens zeigt der Economist, wie Russlands Regionen trotz eiserner Kontrolle durch den Kreml drohen, von Moskau abzudriften. Und der Economist huldigt dem kürzlich verstorbenen Robert Moog für die Erfindung des Sytnhesizers, der einer ganzen Generation von Musikern die Welt der elektronischen Klänge erschloss.

Außerdem zu lesen: Ob das digitale Zuhause - alias "digital home" - ein Wunschtraum des Ottonormalverbrauchers ist oder der Firmen, die an seiner Verwirklichung arbeiten; dass eine wissenschaftliche Studie zur Beständigkeit von wissenschaftlichen Studien beweist, dass die Hälfte der Studien sich innerhalb von nur dreizehn Jahren als falsch herausstellt (bleibt die Frage, zu welcher Hälfte nun diese Studie gehört); und wie gestellte Papparazzi-Fotos in englischen Boulevardblättern Medien, Stars und Leser glücklich machen.
Stichwörter: Irak, Netanjahu, Benjamin

Magazinrundschau vom 30.08.2005 - Economist

Wie werden im ehemaligen Ostblock die Jahrestage der jüngsten Geschichte begangen?, fragt der Economist, und die Feierlichkeiten des an Gedenkentagen reichen Augusts geben ihm Aufschluss: Ob in Warschau oder in Prag, die Helden des antikommunistischen Widerstand verblassen. Mit wachsendem Unmut jedoch sehen die ehemaligen sowjetischen Satellitenstaaten die russische Art der Vergangenheitsbewältigung: "Die Linie des Kremls lautet: Es hat schon mehr als genug Entschuldigungen für die Untaten der Sowjetunion gegeben. Der Rest des ehemaligen Imperiums findet eher, die Entschuldigungen sollten nicht aufhören, bevor sie überhaupt angefangen haben."

In einem malerischen und besinnlichen Nachruf auf Bruder Roger würdigt der Economist den Begründer von Taize als Pionier einer zeitgemäßen Christlichkeit. Wärmstens empfiehlt der Economist das angemessen dreckige und stickige Buch ("Rough Crossings: Britain, the Slaves and the American Revolution"), das Simon Schama einem katastrophalen Sklaverei-Experiment des britischen Empires widmet, bei dem die Gründung einer Kolonie von Freigelassenen in Sierra Leone zur Deportation geriet. Und schließlich versucht der Economist einzuschätzen, wie säkular der von George Bush für den Obersten Gerichtshof nominierte John Roberts wirklich ist.

Magazinrundschau vom 23.08.2005 - Economist

Der Titel des Economist war der Online-Ausgabe des Spiegels am Donnerstag eine Meldung wert, und am gleichen Abend hielt Bundeskanzler Schröder ihn stolz bei Maybrit Illner hoch. Und ist er nicht schön? "Germany's surprising economy" steht da über einem anmutigen Adler, der beachtliche Muckis zeigt. Danke! Die Deutsche Wirtschaft - lange Zeit belastet durch zweistellige Arbeitslosenzahlen und ein geringes Wachstum - scheint kurz vor einem Aufschwung zu stehen, "wenn die Politiker nach den Bundestagswahlen im kommenden Monat nicht alles zunichte machen", meint das liberale Wochenmagazin (leider nicht online). "Der enorme Wettbewerbsdruck hat die großen Unternehmen in den vergangenen Jahren dazu gezwungen, sich umzustrukturieren und die Kosten zu senken. Zum ersten Mal wurde dieser Weg gemeinsam mit den Gewerkschaften beschritten, die lange Zeit jeglichem Wandel im Wege standen. Die deutschen Arbeiter haben mit Verspätung erkannt, dass Änderungen zum Überleben notwendig geworden sind. Dehalb haben sie in den vergangenen Jahren Neuerungen wie die Ablösung des Flächentarifvertrags durch Branchenvereinbarungen, längere Arbeitszeit und sogar Lohnkürzungen akzeptiert. Wenn der Motor der stärksten Wirtschaftsnation Europas wieder anspringt - immerhin erbringt Deutschland fast ein Drittel des Bruttoinlandsprodukts der Euro-Zone - dürfte sich das auch außerhalb der deutschen Grenzen auswirken".

Online lesen dürfen wir einen weiteren Special Report, der Parallelen zieht zwischen Bombenattentaten, die Anarchisten im 19. Jahrhundert verübten, und denen der Islamisten heute. Eine kritische Besprechung widmet sich Howard M. Sachars "A History of the Jews in the Modern World".

Magazinrundschau vom 09.08.2005 - Economist

In einem Special Report bricht der Economist eine Lanze für Video- und Computerspiele. "Bei der ganzen Diskussion um Feinheiten der Altersfreigabe, des Bereitstellens von versteckten Inhalten und dem Verlust der kindlichen Unschuld werden üblicherweise drei wichtige Faktoren übersehen; dass die Einstellung zum Spielen eine Generationsfrage ist, dass es keine überzeugenden Beweise dafür gibt, dass Spiele zu Gewalt führen und dass die Spiele ein großes pädagogisches Potenzial haben."

Wird sich die hindu-nationalistische Bharatiya Janata Partei selbst zerfleischen, fragt der Economist. Die nur noch zweitstärkste Kraft im Parlament steht vor der Entscheidung, moderater oder radikaler zu werden. "Einige machen die blutigen Anti-Muslim-Progrome 2002 in Gujarat, einem von der BJP regierten Staat, für die Verluste bei den Wahlen im vergangenen Jahr verantwortlich. Andere Parteimitglieder und die Führer der 'Nationalen Vereinigung der Freiwilligen' RSS behaupten das genaue Gegenteil: das Problem war, dass die regierende BJP nicht Hindu genug war."

Außerdem wird berichtet, dass die fünfte Internationale Sommerakademie zur Humorforschung ausgerechnet in Deutschland stattgefunden hat, was an sich schon ein Witz sei, dass der Voting Rights Act, vor vierzig Jahren gegen die Benachteiligung von ethnischen Minderheiten eingeführt, immer problematischer wird, dass die Supermarktkette Tesco den Geschmack der Briten beeinflusst, dass die Polen immer unpolitischer werden, und dass die Gelder aus dem Ölboom in den Golfstaaten nicht immer weise eingesetzt werden.
Stichwörter: Computerspiele, Golfstaaten, Rss, Bjp

Magazinrundschau vom 02.08.2005 - Economist

Wie wird sich London durch die Anschlägen verändern, fragt der Economist und fürchtet sich vor allem vor politischen Ermächtigungsfantasien. "Es gibt eine einfache Faustregel. Wenn man sich schwer vorstellen kann, dass etwas jemals wieder normal wird, tut es genau das in kurzer Zeit. Die Ursachen der langfristigen Erschütterung und des Schadens sind subtiler. Ein Großteil der Probleme wird nur indirekt von den Attacken verursacht werden, und dann eher von der Antwort auf den Terror als dem Terror selbst."

Aids ist das große Thema in dieser Woche. Im Wissenschaftsteil liest man, dass neue Formen der Vorbeugung mehr Erfolg versprechen als die Fortschritte in der Behandlung. Im Leitartikel wird das Moralisieren der Politiker im Kampf gegen die Krankheit als Hindernis gewertet. Und es gibt einen Bericht über die rasche Ausbreitung von Aids in China.

Außerdem erfährt man, dass Bäume doch nicht gut für den Wasserhaushalt sind, dass ein dünnes Blättchen im Gehirn für das Bewusstsein zuständig sein könnte und dass die Telefonfirmen zwischen Internet und Unterhaltungselektronik ums Überleben kämpfen. Der Spezialreport widmet sich dem wachsenden Einfluss Chinas auf die Weltwirtschaft. Besprochen wird schließlich Fred Siegels Biografie des ehemaligen New Yorker Bürgermeisters Rudolph Giuliani.
Stichwörter: Aids