
In einem großen Porträt
zweifelt der
Economist an der demokratischen Gesinnung des südafrikanischen Präsidenten
Thabo Mbeki, der in der Welt als Hoffnungsträger Afrikas gilt, zu Hause aber auch einmal die Polizei anweist, politischen Gegnern das Leben schwer zu machen. "Mr. Mbeki attackiert eine
mysteriöse Gruppe von Reichen, die, so behauptet er, 'die Agenda setzen' für Debatten. Berühmt ist seine
Verachtung für den Oppositionsführer Tony Leon, dem er nie antwortet oder ihn auch nur zu erkennen scheint. Der Präsident hat auch die Partei und staatliche Strukturen benutzt, seine Macht zu festigen.
William Gumede, dessen neues Buch 'Thabo Mbeki and the Battle for the Soul of the ANC' detailliert Mr. Mbekis grimmige Sehnsucht nach
Parteidisziplin und zentralistischer, präsidialer Kontrolle beschreibt, behauptet, dass der Raum für Debatte rapide schwindet, sowohl im als auch außerhalb des ANC ... Am alarmierendsten ist jedoch, dass Mr. Mbeki staatliche Organe gegen
Rivalen in der Partei einsetzt. 2001 wies er die Polizei an, gegen drei Männer zu ermitteln - Mr. Ramaphosa, Tokyo Sexwale and Matthews Phosa - weil sie sich verschworen hätten, ihn zu 'stürzen'. Es war eine
lächerliche Anklage, aber sie sorgte dafür, dass die drei Männer aus der Politik verschwanden. Mr. Gumede fürchtet, dass all dies die
junge Demokratie bedroht."
Weitere Artikel: Ein Leitartikel
fordert mehr Konsequenzen aus dem
britischen Folterskandal, als nur die direkt Verantwortlichen zu bestrafen. Herzerweichend der
Bericht über das Haus des schottischen Nationaldichter
Robert Burns, das so heruntergekommen ist, dass
hereinlaufendes Regenwasser einige Originalmanuskripte beschädigte. In weiteren Artikeln geht es um die
Aufbruchsstimmung in dem von
Camorra-Kriegen erschütterten Neapel, die
Zukunft des sowohl von arabischen Irakern als auch Kurden beanspruchten
Kirkuk, den
Aufruhr über die Wiederaufnahme der
Todesstrafe in den Neuenglandstaaten sowie die geplante
Aufnahme patriotischer Unterweisungen in japanische Lehrpläne und zwei
Bücher zur turbulenten jüngeren Vergangenheit der
New York Times.
Im Titelpaket, aus dem nur der
Einführungsartikel frei zugänglich ist, geht es um die
gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen.