Magazinrundschau - Archiv

The New York Times

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Magazinrundschau vom 14.06.2016 - New York Times

Im aktuellen Magazin der New York Times geht Robert F. Worth militär-medizinischen Entdeckungen nach, die nahelegen, dass die mittelbare Einwirkung von Detonationan auf den menschlichen Körper nicht nur psychische, sondern auch physisch sichtbare traumatische Verletzungen im Gehirn hinterlässt: "Der Effekt auf den Körper ist hoch komplex. Menschen, die eine Explosion aus der Nähe miterlebt haben, beschreiben es als eine den ganzen Körper betreffende überwältigende Erfahrung, die mit nichts vergleichbar ist. Viele Soldaten erinnern sich nicht an den Moment; er löst sich auf in einem Lichtblitz, dem ohrenbetäubenden Lärm oder der Bewusstlosigkeit. Die sich erinnern, berichten von einem gleichzeitigen Stoßen und Quetschen, dem Gefühl einer alles umfassenden, intensiven Gewaltsamkeit, als würde jemand mit einem Dutzend Hämmer auf einen einschlagen … In den betroffenen Gehirnen fanden die Mediziner an Stellen zwischen der grauen und der weißen Masse Vernarbungen, dort, wo Funktionen des Schlafes und der Wahrnehmung beheimatet sind."

Außerdem: Nikole Hannah-Jones schreibt über ihre Erfahrungen mit Segregation an New Yorks Schulen. Emily Bazelon berichtet über den Ausgang eines Vergewaltigungsprozesses in Kalifornien und dessen gesellschaftliche Implikationen. Und der Fotograf Luca Locatelli dokumentiert die Anziehungskraft Mekkas und das Treiben am zentralen Wallfahrtsort des Islams.

Magazinrundschau vom 07.06.2016 - New York Times

Das aktuelle Magazin der New York Times geht in die Luft über New York. Michael Kimmelman macht sich Gedanken über New Yorks neu enstehende Skyline und ihre sozio-kulturelle Symbolik: "Irgendwann löste die schiere Höhe eines Gebäudes die Nachbarschaft als Status-Indikator ab, weil Baubestimmungen den Wolkenkratzer-Bau in neue Zonen vorstoßen ließen, wo etwa das Geld vom Central Park ins Spiel kam, und weil chinesische Kupferminen-Milliardäre und russische Oligarchen sowieso nicht vorhatten, in ihren Wohnungen zu wohnen, sondern sie nur als Investment betrachteten. Auf jeden Fall war keiner von ihnen sonderlich scharf auf Nachbarn. Sie wollten die tolle Aussicht, sonst nichts. Die Bauträger bewarben solche Gebäude als eine Art Landsitz, wo keiner fürchten musste, im Haus auf jemand zu treffen, der nicht für das Haus arbeitete, und das Restaurant im Haus nur für die Bewohner da war, sodass Essen gehen nicht unbedingt bedeutete, außer Haus zu gehen. Viele New Yorker, denen die Steuererleichterungen für die Wolkenkratzer-Potentaten gegen den Strich gehen, sehen sich selbst in dem langen Schatten der neuen Türme: Doch ist das nicht ganz fair den Großen gegenüber. Manche mögen ihre schiere Größe fürchten, doch eine Handvoll Wohnungen in überwiegend gewerblichen Gegenden in Midtown oder nahe der Wall Street haben nichts mit Gentrifizierung zu tun. Und schließlich mag auch ein bisschen Xenophobie bei der Wut auf 'die da oben' eine Rolle spielen."

Außerdem: Jon Ronson besucht Leute, die ganz oben wohnen und arbeiten. Helen McDonald betreibt Birdwatch aus dem Penthouse. Und Jack Davison hat die Arbeiter fotografiert, die New York bauen und mit dem Wind kämpfen.

Magazinrundschau vom 24.05.2016 - New York Times

Im aktuellen Magazin der New York Times begibt sich Robert Draper auf die Zielgerade mit dem Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Zu erfahren ist, wie Trump sein Verhältnis zum afro-amerikanischen Teil der Bevölkerung sieht (großartig, sie arbeiten für mich!) oder zur weißen Arbeiterklasse: "Obgleich Trumps politischer Reifeprozess ganz und gar nicht linear verläuft, scheint er langsam zu erkennen, was seine Kandidatur für seine Wähler bedeutet. Auch wenn er behauptet, für alle attraktiv zu sein, sieht er, dass es vor allem die von Obama vernachlässigte weiße Arbeiterschaft ist, die ihn stützt. Dementsprechend fügt er in seine Reden wirtschaftliche Zahlen ein, die den Kollaps des lokalen Produktionssektors während der letzten zwei Jahrzehnte belegen sollen. Wo immer die Leute ihre Arbeit verloren haben, kann Trump auf Wähler hoffen. 'Das sind großartige Leute, die Hilfe brauchen, nicht Hoffnung', erklärt er."

Außerdem: Kein Mensch hört mehr Rockmusik. Welche Band wird wohl spätere Generationen lehren, was es damit auf sich hatte, fragt sich Chuck Klosterman. Die Beatles? Elvis? Dylan? Die Stones? Chuck Berry? Matthieu Aikins untersucht die katastrophale Bombardierung eines Krankenhauses in Kundus vergangenen Oktober durch das US-Militär. Und Sam Sifton bittet zu Tisch mit dem aus Israel stammenden britischen Starkoch Jotam Ottolenghi.

Magazinrundschau vom 17.05.2016 - New York Times

Das aktuelle Magazin der NY Times geht den Errungenschaften der jüngeren Krebsforschung nach. Der Arzt und Schriftsteller Siddhartha Mukherjee erklärt, wie sich die Onkologie langsam von standardisierten Verfahren verabschiedet: "Onkologen müssen ihr ganzes Wissen, ihren Scharfsinn und ihre Vorstellungskraft aufbringen, um individualisierte Therapien zu entwickeln. Jeder Krebspatient wird zum exklusiven Fall. Giftige Zellkiller werden von delikaten Molekülen abgelöst, die Zellvorgänge aktivieren oder deaktivieren, das Zellwachstum beeinflussen, die immunologische Reaktion be- oder entschleunigen oder die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr steuern können. Das Medikament wird mehr und mehr zum Präzisionsinstrument, das bestimmte Schalter in der Krebszelle umlegt. Die Gesetzmäßigkeiten der Krebstherapie werden neu erfunden. Für den behandelnden Arzt kann das recht unangenehm sein. Er agiert im freien Fall. Die Anforderung ist größer, die Erfolge überraschender, jedes Scheitern persönlicher. Früher konnte ich dem Patienten die Schuld geben, wenn er auf eine Therapie nicht ansprach. Heute bin ich es, der scheitert, wenn es mir nicht gelingt, das richtige Medikament auszuwählen. All das birgt jedoch auch ein Versprechen für den Patienten. Wir behandeln den Krebs nicht mehr mit kruden Standards, die ihn als uniformen Gegner betrachten. Stattdessen versuchen wir, die Persönlichkeit und das Temperament der individuellen Krankheit zu erkennen."

Außerdem: Melanie Thernstrom erzählt von den Qualen und den Überraschungen im Umgang mit Krebs bei einem Kind. Sam Apple berichtet von der alten Idee, Tumore auszuhungern, und ihrer Wiederbelebung. Und Gareth Cook widmet sich Krebspatienten, die auf bestimmte Medikamente ansprechen, obwohl diese bei den meisten anderen völlig wirkungslos sind.

Magazinrundschau vom 03.05.2016 - New York Times

Im aktuellen Magazin der New York Times dreht sich alles ums Geld. Andrew Ross Sorkin erkundet die Amtszeit Obamas hinsichtlich ihrer ökonomischen Erfolge und der Frage, warum das so wenig anerkannt wird: "Obama erklärte mir das Problem des politischen Kapitals. Seine Bemühungen um die Umgestaltung der amerikanischen Wirtschaft nach der Krise 2008 wurden seiner Meinung nach von allen Seiten attackiert und unterschätzt … Trotz seines erfolgreichen Krisenmanagements in den letzten sieben Jahren, blieben viele Menschen auf der Strecke. Obama versteht jetzt, dass sein wirtschaftliches Erbe nicht nur nach Maßgabe dessen beurteilt werden wird, was er erreicht hat, sondern auch danach, wie seine Ergebnisse im Verhältnis zu einer Ära aussehen, in der die Mittelschicht prosperierte, einer Ära, die vielleicht kein Präsident angesichts der Veränderungen in der globalen Wirtschaft je wieder zurückbringen kann."

Außerdem: Annie Lowrey fragt, warum es so schwierig geworden ist, Jobs in der Verwaltung zu finden. Adam Davidson klagt über zerplatzte Mittelschichtsträume in Massachusetts. Und Wesley Morris zeigt, wie sich wirtschaftliche und soziale Veränderungen in amerikanischen Sitcoms widerspiegeln.

Magazinrundschau vom 26.04.2016 - New York Times

Im aktuellen Magazin der New York Times erklärt Dan Kois das Glück der Isländer mit ihren geothermisch gespeisten Warmwasser-Pools. Auf die Art kennt jeder Isländer von Kind auf männliche und weibliche Körper in allen Verfallsstadien, und es bietet sich Gelegenheit zu gelassener Kommunikation: "Die öffentlichen Badeanstalten sind das kommunale Herz des Landes, heilige Orte, deren Zugänglichkeit für alle eine Art Grundrecht darstellt. Familien, Teenager und alte Menschen treffen sich zu Klatsch und Tratsch, sommers wie winters … Für mich hatte es etwas Beruhigendes all die anderen nahezu nackten Körper zu sehen, die ganz normalen Menschen gehörten, keinen Models … Darüber hinaus bietet die Nacktheit die Möglichkeit, den eigenen Körper besser zu verstehen, seine Reaktionen und Bedürfnisse. Obgleich der Pool ein soziales Gebilde ist, kultiviert er auch die Innerlichkeit. Frauen, heißt es, suchen hier eher die Einsamkeit. Oder den aquatischen Tagtraum: den Kopf gegen die Poolwand gelehnt, Augen geschlossen, leise das Lächeln lächelnd, das du aufsetzt, wenn du hierherkommst, um allein zu sein."

Magazinrundschau vom 12.04.2016 - New York Times

Im aktuellen Magazin der NY Times beschreibt James Angelos Orte wie das oberbayrische Siegsdorf als Zünglein an der Waage zwischen Willkommenskultur und einem erstarkenden Nationalismus in Deutschland: "Deutschland kämpft mit seiner Selbstverwandlung weg von einer Republik des geteilten Blutes zu einer der geteilten Ideale. Im politischen Spektrum herrscht Einigkeit, dass deutsche Werte angesichts rascher sozialer Veränderungen propagiert werden sollen. Worum es sich dabei genau handelt, ist allerdings nicht eindeutig. Es geht um Leitkultur, also Werte jenseits der bloßen Rechtsordnung. Konservative nennen es die jüdisch-christliche Kultur und fordern, dass Immigranten sie annehmen. Linke Politiker dagegen finden, dass ein ehemaliges Nazi-Land derartige Forderungen lieber nicht stellen sollte … Ob Deutschland die Flüchtlingsfrage erfolgreich beantwortet oder in Angst und Nationalismus erstarrt, hängt davon ab, wie Gemeinden wie Siegsdorf die Herausforderung meistern. Wie ganz Bayern, so ist auch Siegsdorf sehr traditionsbewusst. Die entscheidende Frage ist nun, ob Einheimische und Asylsuchende gemeinsam ein neues Traditionsbewusstsein definieren können."

Außerdem: Michael Sokolove stellt den erfolgreichen Broadway-Produzenten Jeffrey Seller vor. Und Benoit Denizet-Lewis lernt eine Aktivistengruppe kennen, die in Los Angeles versucht, Vorurteile gegen Transgender auszumerzen - als Klinkenputzer.

Magazinrundschau vom 29.03.2016 - New York Times

Im aktuellen Magazin der New York Times wirft Geoff Manaugh einen Blick in die Zukunft der Polizeiarbeit in unseren Städten und geht mit der Los Angeles Police in die Luft: "In den Hochhausschluchten von New York oder Chicago ist Luftüberwachung unmöglich. In L. A. dagegen muss man in die Luft gehen, um das ganze Bild zu bekommen. Die Vernetzung der Wohngegenden untereinander und der jeweils beste Weg durch sie hindurch sind nur volumetrisch zu erfassen. Auf die Art suchen Kriminelle neue Fluchtwege. So wurde die Gegend um den Flughafen zum gut frequentierten Zufluchtsort für Kriminelle, die mit dem Auto unterwegs sind, weil Polizeihubschrauber aus Sicherheitsgründen hier nicht operieren dürfen … Nach Thomas Morus ist eine gut strukturierte Metropole die Voraussetzung für jede Art von visionärer Stadtpolitik. Die Luftdivision hat sich diesen Grundsatz zu eigen gemacht, indem sie die bestehende Ordnung der Straßen, Blocks und nummerierten Häuser von L. A. zu verstehen und in ihre Arbeit einzubeziehen sucht. Doch wenn das Versprechen der Luftüberwachung bedeutet, die Stadt lesbarer zu machen, Verbrechen besser zu verstehen, so lautet die darin mitschwingende Versuchung, noch einen Schritt weiter zu gehen und zukünftige Ereignisse vorauszusehen."

Außerdem: Jeremiah Sullivan erkundet die Geschichte afro-amerikanischer Theaterarbeit am Broadway. Und Genevieve Field geht den moralischen Implikationen des Wunsches einiger Eltern nach, ihre behinderten Kinder am Erwachsenwerden zu hindern.

Magazinrundschau vom 22.03.2016 - New York Times

Im aktuellen Magazin der New York Times erkundet Kim Tingley die alten, instrumentlosen Navigationskünste der Segler in der Republik Marshallinseln: "Bis in die 1960er Jahre waren westliche Wissenschaftler der Meinung, dass indigene Navigationsmethoden mittels Sternen, Sonne, Wind und Wellen nicht akkurat genug wären und die Boote der Einheimischen auch nicht seetüchtig genug, um die teilweise winzigen Inseln mit Vorsatz zu erreichen. Archäologische Funde, DNA und nachgestellte Reisen haben allerdings inzwischen bewiesen, dass diese Pazifik-Inseln vorsätzlich von den Nachfahren früher Seefahrer vor rund 2000 Jahren besiedelt wurden. Die Geografie des Archipels, die die Wellennavigation ermöglichte, machte diese ebenso lebensnotwendig als einziges Mittel, an Nahrung und andere Güter zu gelangen, Kriege zu führen oder nicht verwandte Sexualpartner zu treffen. Die Stammesführer bedrohten jeden mit dem Tod, der das Navigationswissen ohne Erlaubnis weitergeben wollte … Wellennavigation heißt die Kunst, mittels Gefühl und Sicht Wellenmuster zu erkennen. Kleinste Unterschiede in einer Wasserbewegung ausmachen zu können, die für den Laien wie eine Umdrehung in der Waschmaschine aussieht, erlaubt es, einem 'ri-meto', also einem Seemann der Marshall-Inseln, festzustellen, wo der nächste Grund liegt und wie weit entfernt er ist, lange bevor er sichtbar wird."

Außerdem: Guy Lawson rekapituliert die fast zufällige Nordpolexpedition eines Versicherungskaufmanns und Arztes. Leanne Shapton berichtet von Überbleibseln der Nordwestpassage durch Sir John Franklin, die Stück für Stück in der kanadischen Tundra wieder auftauchen. Samanth Subramanian erzählt die Geschichte eines britischen Spions, der in Tibet hängenblieb. Und Robert Kolker folgt dem norwegischen Nationalhelden Jan Baalsrud auf seiner unglaublichen Flucht vor den Deutschen 1943 durch die wilde Fjordlandschaft Nordnorwegens.

Magazinrundschau vom 01.03.2016 - New York Times

Das aktuelle Magazin der New York Times widmet sich der Frage, wie wir heute arbeiten. Charles Duhigg beschreibt Googles Projekt Aristoteles, die Suche nach dem perfekten Mitarbeiterteam: "Ein Ergebnis der Studie ist, dass niemand eine Maschine sein möchte, sondern sein Privatleben mitnimmt. Um bei der Arbeit präsent zu sein und uns psychologisch wohlzufühlen, müssen wir sichergehen können, dass wir im Team auch Schwächen teilen können, ohne Diskriminieruung zu fürchten. Wir können nicht nur effizient sein, sondern müssen auch Defizite ansprechen dürfen. Und wir wollen Gehör finden. Wir wollen, dass Arbeit mehr ist als nur Mühe … Es ist paradox, dass Googles intensive Datenanalyse zu den gleichen Ergebnissen führt, die gute Manager immer schon beherzigt haben: In jedem guten Team hören die Mitglieder einander zu und verhalten sich einfühlsam gegenüber den Gefühlen und Bedürfnissen der anderen … Googles Projekt erinnert daran, dass bei Optimierungsversuchen oft vergessen wird, wie wichtig für den Erfolg Erfahrungen sind, emotionaler Austausch, komplizierte Gespräche und Diskussionen darüber, wer wir sein wollen und wie wir uns in der Gruppe fühlen. Dergleichen lässt sich kaum optimieren."

Außerdem im Dossier: Susan Dominus hinterfragt die Gleichgewichtung von Arbeit und Freizeit. Virginia Heffernan wägt die Vor- und Nachteile von Meetings ab. Julian Faulhaber prüft den Nutzen flexibler Büroarchitektur. Und Brian Finke hat Menschen beim Essen am Schreibtisch fotografiert.