Jonathan Lethem legt mit "Chronic City" (
Auszug) einen neuen Roman vor, der am unwahrscheinlichsten denkbaren Ort für einen Autor aus Brooklyn spielt,
meint Gregory Cowles in der
Sunday Book Review, nämlich auf der
Upper East Side von Manhattan. Er handelt von einem ehemaligen Kinderstar, der von den Zinsen seiner einstigen Tantiemen lebt, und einem obskuren Kolumnisten des
Rolling Stone und scheint realistische mit fantastischen Motiven zu vermengen. Für Cowles ist er sogar noch besser als die unvergessene "Festung der Einsamkeit": "Die 'Festung der Einsamkeit' war ein großartiger Roman, aber auch ein chaotischer Strudel - er handelte von der Gentrification, von Rassenbeziehungen, Comics, Disco, dem Gefängnissystem und so weiter ad infinitum. 'Chronic City' ist beherrschter, weniger gierig in seinem Zugriff. Der Roman beschränkt sich auf ein
einziges großes Thema - aber das ist dann das größte von allen: die Suche nach Wahrheit."
Weitere Artikel: David Hajdu
ist erstaunt über
Robert Crumbs "Book of Genesis" als Comic: "Diese Buch ist, glaube ich, das erste jemals von Crumb veröffentlichte Ding, in dem
kein Sperma spritzt und kein scharfer Gegenstand an ein männliches Glied gelegt wird." Und Liesl Schillinger
empfiehlt eine Pioniertat, die
Übersetzung der fantastischen Erzählungen des auch in Deutschland fast unbekannten russischen Autors
Sigismund Krzyzanowski, der seine Werke unter Stalin nie veröffentlichte.
Für das
New York Times Magazine schreibt Lynn Hirschberg ein lesenswertes Porträt des Regisseurs und Produzenten
Lee Daniels, der in Cannes mit "Precious" (
Trailer) - einer politisch nicht korrekten Geschichte über ein fettleibiges schwarzes Teenagermädchen, das von seinem Vater missbraucht wird - einen großen Erfolg feierte. Der Film startet jetzt in den USA.