Vorgeblättert

Perry Anderson: Nach Atatürk

09.03.2009. Der Historiker und Journalist Perry Anderson beschreibt anschaulich die Entwicklung der Türkei im 20. Jahrhundert, hin zum modernen Land nach Atatürks Reformen sowie die autoritären Staatsstrukturen, die einen Beitritt zur EU erschweren. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Nach Atatürk. Die Türken, ihr Staat und Europa".
Perry Anderson: Nach Atatürk
Die Türken, ihr Staat und Europa
Aus dem Englischen von Joachim Kalka

Berenberg Verlag, Berlin 2009
Gebunden, 184 Seiten, Euro 19,00

Erscheint am 12. März 2009

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Klappentext: Nicht nur allen Befürwortern eines türkischen EU-Beitritts sei dieses Buch empfohlen. Perry Andersons kritische Beschreibung der Türkei von 1900 bis heute zeigt, welchen Risiken und Versuchungen die türkische Gesellschaft ausgesetzt ist und wie sorglos Europas Politiker damit umgehen. Der autoritäre Staat ist geblieben: Minderheiten gelten als Bedrohung, Demokratie ist mal erlaubt, mal verboten, Nordzypern bleibt besetzt, und überall im Land stehen die Denkmäler der Initiatoren des armenischen Völkermords. Kemals Reformen haben ein modernes Land hervorgebracht, aber den islamischen Konsens nie angetastet. Die Türken sind längst in Europa. Ihr Staat noch nicht.

Zum Autor: Perry Anderson, geboren 1938, lehrt in Los Angeles Geschichte an der University of California. Er ist nicht nur der Verfasser bedeutender Werke zur longue duree der europäischen Geschichte, sondern auch einer der einflussreichsten politischen Essayisten, die Großbritannien nach dem Krieg hervorgebracht hat. Seine Beiträge erscheinen regelmäßig in der London Review of Books und in der New Left Review, deren Herausgeber er lange Jahre war. Auf deutsch sind erschienen "Von der Antike zum Feudalismus" (1978), "Über den westlichen Marxismus" (1978) und "Die Entstehung des absolutistischen Staates" (1979).

Zum Übersetzer: Joachim Kalka
, geboren 1948, lebt als Kritiker und Übersetzer in Stuttgart. Die Darmstädter Akademie für Sprache und Dichtung verlieh ihm für sein Übersetzungswerk 1996 den Johann-Heinrich-Voß-Preis und wählte ihn im folgenden Jahr zum Mitglied.

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