Vorgeblättert

Wolfgang Kraushaar: Verena Becker und der Verfassungsschutz

06.10.2010. Warum wurde Verena Becker nie angeklagt, 1977 an der Ermordung des Generalbundesanwalts Siegfried Buback beteiligt gewesen zu sein? Obwohl man die Tatwaffe bei ihr fand. Auch von einem Alibi für den Tattag ist nichts bekannt. Hat Becker vielleicht gleichzeitig für den Verfassungsschutz gearbeitet? In seinem Buch "Verena Becker und der Verfassungsschutz" untersucht Wolfgang Kraushaar die Hintergründe und Motive, die für eine solche Zusammenarbeit sprechen. Lesen Sie hier einen Auszug.
Wolfgang Kraushaar: Verena Becker und der Verfassungsschutz

Hamburger Edition, Hamburg 2010
203 Seiten, broschiert, 16 Euro

Erscheint am 11. Oktober 2010

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Klappentext:
Aus dem Mordfall Buback ist ein Justizfall Becker geworden, der mehr und mehr die Züge einer Geheimdienstaffäre angenommen hat. Die RAF-Frau, die verdächtigt wird, an der Ermordung des obersten Staatsanwalts der Republik beteiligt gewesen zu sein, soll für den Verfassungsschutz gearbeitet haben. Das klingt eher nach dem Plot für einen Politthriller als einem ungeklärten terroristischen Verbrechen. Sollte ein Geheimdienst, dem die Aufgabe obliegt, die Verfassung zu schützen, tatsächlich eine Frau in ihren Diensten geführt haben, die von dem Karlsruher Mordkomplott entweder informiert oder gar an ihm beteiligt gewesen ist? Die Entstehung derartiger Fantasiekonstrukte kann nur verhindert werden, wenn der Aufklärung eine ernst zu nehmende Chance geboten wird.
Wolfgang Kraushaar hat die Beziehungen bundesdeutscher Geheimdienste zum Terrorismus genau rekonstruiert und untersucht die Frage, seit wann und in welchem Zusammenhang Verena Becker mit dem Verfassungsschutz kooperiert haben könnte.

Zum Autor:
Wolfgang Kraushaar, geboren 1948, ist Politologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung im Arbeitsbereich "Die Gesellschaft der Bundesrepublik". Arbeitsschwerpunkte sind die Untersuchung von Protest und Widerstand in der Geschichte der Bundesrepublik und der DDR (1949 bis 1990); insbesondere 68er-Bewegung, RAF und K-Gruppen; Totalitarismus- und Extremismustheorie; Pop-Kultur und Medientheorie.

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