
Im
neuen Heft des
New York Times Magazine ist James Angelos
zu Gast bei
Götz Kubitschek, der im Heft als Prophet der Neuen Rechten mit gesamteuropäischen Ambitionen vorgestellt wird. Eine akzeptable Fassade soll dabei helfen: "Die Idee etwa, dass niemand gezwungen sein sollte, fest bei einer
strengen Ideologie zu bleiben, klingt erstmal in Ordnung. Doch für Kubitschek und seine Leute gehören eben
Liberalismus, Multikulturalismus, Egalitarismus und
Feminismus zu den strengen Ideologien dazu, für Kubitschek 'soziale Experimente', die dem 'Volk' von der politischen Elite übergestülpt werden. Kubitscheks Ansichten erhalten immer mehr Zuspruch. Trotz der auf den Nationalsozialismus zurückgehenden kulturellen Tabus schließt sich Deutschland einer langen Liste von europäischen Staaten an, wie Österreich, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Italien und die Slowakei, in denen mitunter
offen rassistische Parteien von rechtsaußen bei den Wahlen über signifikante Minderheiten verfügen. Diese ethno-nationalistische Renaissance stellt ein Paradox dar. Europäische Nationalisten, die einst gegeneinander agierten, bilden jetzt
eine Art Regenbogen-Koalition der Neuen Rechten, in der souveräne Staaten ihre ethnische und kulturelle Identität bewahren, um einem größeren 'westlichen' Ideal zu dienen. Dieser 'Ethno-Pluralismus', wie ihn Neue Rechte gern nennen, basiert nicht auf liberalen westlichen Werten wie Gleichheit oder dem Vorrang individueller Rechte, sondern auf der
Opposition zu anderen,
nicht-weißen Kulturen, die angeblich Europa und den Rest der Welt bedrohen."
Ferner: Sophie Elmhirst
trifft den britischen Schriftsteller
Philip Pullman, Erschaffer der Fantasyreihe "His Dark Materials". Reid Forgrave
besucht den Norden Minnesotas, wo
der Bergbau eine einzigartige Naturlandschaft bedroht. Und Benoit Denizet-Lewis
untersucht Angstzustände bei amerikanischen Teenagern.