Magazinrundschau - Archiv

The New York Times

796 Presseschau-Absätze - Seite 51 von 80

Magazinrundschau vom 11.03.2008 - New York Times

Das New York Times-Magazine hat ein interessantes Dossier über die neue Wohltätigkeit zusammengestellt. James Traubs Aufmacherartikel widmet sich den karitativen Aktivitäten der größeren und kleineren amerikanischen Stars, um die sich inzwischen eine ganze Industrie entwickelt hat. Stars suchen nach "guten Sachen". Unternehmen suchen nach Stars, die nach guten Sachen suchen, die zum eigenen guten Bild passen: "So wie Stars 'philanthropic managers' haben, die gute Sachen für sie aufstöbern, haben Unternehmen, die sich engagieren wollen, 'celebrity recruiters', die ihnen den richtigen Star besorgen. Rita Tateel bsorgt und koordiniert nach ihrer ihrer eigenen Berufsbeschreibung Promis für 'Marketing und Public Relation-Aktivitäten, die mit guten Anliegen' in Zusammenhang stehen. Sie tat vor kurzem das Unternehmen Purina auf, das 'Hilfsorganisationen für kleine Haustiere' unterstützen wollte und brachte es mit Emily Procter zusammen, einer Hauptdarstellerin der Serie 'CSI Miami', die 'Tierschutz lebt und atmet'."

Für einen anderen Artikel des Dossiers porträtiert Joe Nocera das Milliardärsehepaar Herb und Marion Sandler, die den Washington-Post-Journalisten Paul Steiger mit der Gründung von ProPublica beauftragten das ist ein journalistisches Experiment, das noch von sich reden machen wird: ProPublica wird zwanzig Reporter anstellen, um als Non-Profit-Organisation investigativen Journalismus zu betreiben. Die Sandlers sind untypische Mäzene, so Nocera; "Sie wählten einen Weg - investigativen Journalismus - den wenige andere Philanthropen beschritten haben. Statt das Geld jemandem zu geben, der sich bei ihnen gemeldet hat, haben sie den ersten Schritt getan... 30 Millionen Dollar für die ersten drei Jahre mit der Perspektive, dieses Engagement zu verlängern oder gar auszuweiten. Es ist eben hart für Philanthropen aufzufallen, wenn man nicht bereit ist, eine Menge Geld in die Hand zu nehmen, sagen die Sandlers."

Magazinrundschau vom 04.03.2008 - New York Times

Gershom Gorenberg berichtet im Sonntagsmagazin über wachsende Spannungen zwischen den amerikanischen und israelischen Juden. Wer als amerikanischer Jude in Israel einwandern will, bekommt häufig Schwiergikeiten mit den religiösen Behörden des Landes, die unter anderem entscheiden, wer überhaupt ein Jude ist: "Seth Farber ist ein orthodoxer Rabbi amerikanischer Herkunft. Seine Organisation - Itim, das 'Jewish Life Information Center' - hilft Israelis bei der Orientierung in der Bürokratie des Rabbinats. Er erklärte mir, dass die Ansprüche des Rabbinats an die Beweise für das Judentum einer Person so streng sind wie noch nie, viel strenger als sich die meisten amerikanischen Juden vorstellen können. Im Blick auf jüdische Organisationen, vor allem die wesentlichen Gemeinde- und philanthropischen Organisationen des amerikanischen Judentums sagt er: 'Achtzig Prozent der Vorstände in diesen Vereinen würden den Standard nicht erreichen.'"

Außerdem schreibt Elizabeth Weil über eine immer stärkere Tendenz zur Geschlechtertrennung an amerikanischen Schulen. Und Andrew Meier porträtiert den exzentrischen russischen Romancier und Politiker Edward Limonov.

In der Book Review bespricht Patrick Cockburn das Buch "Dreams and Shadows - The Future of the Middle East" (Auszug), in dem die Reporterin Robin Wright ein recht optimistisches Bild über die gemäßigte Opposition in vielen arabischen Staaten entwirft: "Der islamische Extremismus ist nicht mehr die wichtigste, interessanteste oder dynamischste Kraft im Nahen Osten." Und hier das erste Kapiel aus Stephen Kings neuem Roman "Duma Key".

Magazinrundschau vom 19.02.2008 - New York Times

Meline Toumani porträtiert für das Sunday Magazine den türkisch-kurdischen Politiker Abdullah Demirbas, der bis vor kurzem Bürgermeister des Bezirks Sur in der türkischen Stadt Diyarbakir war. Im letzten Jahr wurde er wegen seines Gebrauchs der kurdischen Sprache, aber auch, weil er Broschüren für Touristen auf armenisch druckte, abgesetzt. In offiziellen Dokumenten dürfen nicht einmal die Buchstaben W, X oder Q vorkommen, die im Kurdischen existieren, nicht aber im Türkischen. Für Toumani spiegelt diese Sprachpolitik die Unfähigkeit der türkischen Gesellschaft zur Integration der Kurden wider. "Alles läuft buchstäblich - aber ohne W, X oder Q - auf Assimilation hinaus. Jahrzehntelang hat das türkische Gesetz die Kurden, die immerhin zwanzig Prozent des Gesamtbevölkerung und die Mehrheit im Südosten bilden, nicht einmal als eine eigene ethnische Gruppe anerkannt. Von 1983 bis 1991 war es verboten, in der Öffentlichkeit Kurdisch zu sprechen. Bis 2002 waren Radio- und Fernsehsendungen auf Kurdisch praktisch verboten, und erst seit 2003 können Eltern ihren Kindern kurdische Namen geben (die allerdings nicht die Buchstaben W, X oder Q enthalten dürfen)."

In der Book Review wird Mark Harris' Band "Pictures at a Revolution" (Auszug) vorgestellt, der anhand von fünf prägenden Filmen des Jahres 1967 (darunter die "Reifeprüfung") die Geschichte von New Hollywood aufgreift. Francis Fukuyama bespricht Samantha Powers Buch über den im Irak ermordeten UN-Unterhändler Sergio Vieira de Mello. Und Rachel Donadio erinnert in einem Essay an den Mitbegründer der legendären Paris Review (mehr hier) Harold L. Humes, der die letzten Jahrzehnte seines Lebens in geistiger Umnachtung verbrachte.

Magazinrundschau vom 05.02.2008 - New York Times

James Traub legt für das Magazin ein episches und gerechtes Porträt a l'americaine über den französischen Außenminister Bernard Kouchner vor. Erzählt wird selbstverständlich auch Kouchners eigentliche Erweckungsszene, die Erkenntnis, dass die Politik des Roten Kreuzes in Biafra, wo er 1971 als Arzt weilte und ungeheures Elend sah, nicht ausreichte. Denn das Rote Kreuz untersagte ihm politische Kommentare zu dem, was "Kouchner und seine Freunde als einen staatlich finanzierten Genozid sahen und als eine Rechtfertigung von Passivität angesichts des Holocaust. Zurück in Paris ließ Kouchner eine Petition kursieren, die Nigeria verurteilte. Sartre und de Beauvoir und andere unterzeichneten. Und er und seine Arztkollegen gründeten eine Organisation, die Nothilfe nach politischen oder Naturkatastrophen leiste, die Medecins sans Frontieres."

In der Book Review berichtet Motoko Rich, dass Daniel Menaker den Randomhouse-Verlag verlässt, um im Internet eine Bücher-Talkshow nach dem Vorbild der französischen Sendung "Apostrophes" zu gründen. Besprochen werden David Rieffs Erinnerungen an seine Mutter Susan Sontag (erstes Kapitel), Kwame Anthony Appiahs neue Studie "Experiments in Ehtics", in der sich der Philosoph mit Experimenten der Hirnforschung auseinandersetzt, und Jonathan Carrs Wahnfried-Saga "The Wagner Clan".

Magazinrundschau vom 15.01.2008 - New York Times

"Moralisch zu urteilen ist ein psychologischer Zustand, der an- und ausgeschaltet werden kann", erklärt der Psychologe Steven Pinker in einem ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Artikel im Magazin über die Funktionsweise der Moral. "Aber ob eine Handlung unsere mentalen Schalter in den moralische Modus setzt, richtet sich nicht nur danach, wieviel Schaden sie anrichtet. Einem Mann, der die Batterien seines Rauchmelders nicht auswechselt oder mit seiner Familie im Auto in den Urlaub fährt, zeigen wir unsere Missbilligung nicht, obwohl beides das Risiko eines tödlichen Unfalls erhöht. Einen spritfressenden Hummer zu fahren, ist verwerflich, nicht aber, einen spritfressenden alten Volvo. Einen BigMac zu essen ist verantwortungslos, aber nicht importierten Käse oder Creme brulee. Die Gründe für diesen doppelten Standard sind offensichtlich: Menschen neigen dazu, ihre moralische Anschauungen ihrem Lebensstil anzupassen."

In der Sunday Book Review empfiehlt Andrew Rosen Anthony Lewis' Buch "Freedom for the Thought That We Hate", einer Biografie des ersten amerikanischen Verfassungszusatzes, die den Mut vor allem der Richterschaft feiert, die freie Meinung auch dann zu schützen, wenn sie sehr weh tut. Timothy Noah liest Jacob Heilbrunns Studie über den Aufstieg der Neocons "They Knew They Were Rights". Und Liesl Schillinger liest Bernhard Schlinks und Paul Merciers nun ins Englische übersetzte Vergangenheitsbewältigungsromane "Die Heimkehr" und "Nachtzug nach Lissabon".

Magazinrundschau vom 08.01.2008 - New York Times

Die Sunday Book Review hat eine große Sonderausgabe mit Rezensionen und Essays zum Thema Islam.

Darin beklagt die Autorin Lorraine Adams, dass der allergrößte Teil der Literatur islamischer Autorinnen und Autoren hinter einer Art Literaturbetriebs-Burka verborgen bleibt: "Viele Amerikaner begreifen nicht, dass Muslime Araber, Afrikaner oder Asiaten sein können, von Europäern oder Amerikanern ganz zu verschweigen... Nichts wissen wir über das ganze Spektrum des Islam in den Leben von Autoren und ihren Figuren. Es gibt säkulare Muslime, die von der Kultur beeinflusst sind, aber die Religion nicht praktizieren; moderate Muslime, die sie praktizieren, aber tolerant sind; und radikale Fundamentalisten, anti-westlich und mörderisch. Eine Verallgemeinerung freilich trifft zu: Ein großer Teil der zeitgenössischen muslimischen Literatur wird nie ins Englisch übersetzt."

Der reformorientierte Islam-Prediger Tariq Ramadan erklärt, was es heißt, den Koran zu lesen, und betont dabei die Pluralität möglicher Lektüren und Interpretationen: "Genauso wie wir das Werk eines menschlichen Autors, vom Marx bis Keynes, auf engstirnige und rigide Weise lesen können, können wir uns auch der göttlichen Offenbarung auf diese Weise nähern. Stattdessen sollten wir aber kritisch, offen und genau sein."

Die Publizistin, Ex-Politikerin und Politikberaterin Ayaan Hirsi Ali bespricht Lee Harris' beinahe apokalyptische Zukunftsprognose "Der Selbstmord der Vernunft". Harris argumentiert darin, dass der Westen mit seinem Glauben an die Vernunft den expansiven Fanatismus, der den Islam fundamental ausmacht, nicht begreifen kann und ihm deshalb unterliegen wird. Hirsi Ali sieht sich selbst als Beispiel dafür, dass, anders als Harris meint, auch die zum Islam Erzogenen nicht zum Fanatismus verdammt sind: "Ich bin nicht im Westen geboren. Ich bin nach den Lehren des Islam erzogen und bekam von Geburt an die geistigen Vorstellungen eines Stammes indoktriniert. Aber ich habe mich verändert, ich habe die Werte der Aufklärung übernommen... Warum habe ich das getan? Weil das Leben in einer Stammesgesellschaft brutal und entsetzlich ist." (Um Ayaan Hirsi Ali, Tariq Ramadan und ihre Positionen zum Islam kreiste auch die große Debatte bei Perlentaucher und signandsight.com - die Beiträge sind inzwischen auch im Band "Islam in Europa" nachzulesen.) Besprochen wird außerdem Matthias Küntzels Buch "Jihad and Jew-Hatred" über die frühen Beziehungen zwischen Islamismus und Nationalsozialismus (mehr auch hier).

Weitere Artikel: Fouad Ajami, Professor für Nahost-Studien, gesteht, dass er Samuel Huntingtons von ihm einst bekämpfte Positionen zum "Kampf der Kulturen" heute für beängstigend plausibel hält. Besprochen werden außerdem John Kelseys Studie über den "gerechten Krieg" im Islam und das Buch "Amerikanischer Halbmond" des in den USA lebenden schiitischen Predigers Hassan Qazwini. Auch im Magazine findet sich ein zum Thema passender Artikel. Nicholas Schmidle informiert über den wachsenden Einfluss der Taliban vor allem auf die jüngere Generation von Islamisten in Pakistan.

Magazinrundschau vom 29.12.2007 - New York Times

Joshua Hammer, lange Zeit Afrikakorrespondent von Newsweek, hat für eine interessante Reportage im Sunday Magazine der Times den Norden Kenias besucht, wo ein Großteil der muslimischen Minderheit des Landes lebt. Hier bewarben sich für die gestrigen kenianischen Wahlen der Politiker Joseph Lekuton, dem man seine Nähe zu den USA vorwirft, und Abubakar Godana Harugura, dem man eine Nähe zum Islamismus nachsagt - und die Politik gerät in ein Raster, das dieser Region bislang fremd war: "Und bald geriet ich selbst hinein, denn es kamen Gerüchte auf, dass ich von der CIA bin und dass Harugura festgenommen und außer Landes gebracht worden war. Nichts von alledem war wahr, aber es zeigt, dass schon die Anwesenheit eines amerikanischen Reporters in einem unberechenbaren Wahlkampf unvorhersehbare Effekte haben kann."

Im Aufmacher des Sunday Magazines beobachtet Matt Bai die Clintons beim Wahlkampf. In der Book Review erinnert die Literaturprofessorin aus Harvard Leah Price daran, das vor Internet und Fernsehen das Buch als böses Medium galt - im 18. Jahrhundert war's. Mädchen durften nicht alleine lesen.
Stichwörter: Islamismus, Wahlkampf, Kenia, Bait

Magazinrundschau vom 11.12.2007 - New York Times

Drei Beispiele "islamischer Justiz" gingen in der letzten Woche durch die Weltpresse: die Verurteilung eines 20-jährigen Mädchens, das vergewaltigt worden war, zu 200 Peitschenhieben in Saudi Arabien, die Verurteilung einer Lehrerin im Sudan zu Gefängnis, weil sie es zuließ, dass Schüler ihren Teddy Mohammed nannten, und Fatwas gegen Taslima Nasrin in Indien. Wo waren eigentlich in diesen Fällen die Stimmen der "gemäßigten Muslime" zu hören?, fragte sich Ayaan Hirsi Ali am Freitag in der NYT. "Ich wünschte, es gebe mehr gemäßigte Muslime. Zum Beispiel wünschte ich mir mehr geistige Führung von dem berühmten muslimischer Theologen der Mäßigung Tariq Ramadan. Aber angesichts wirklichen Leidens, wirklicher Grausamkeit im Namen des Islams ist die erste Reaktion all jener Organisationen, die um das Bild des Islams bekümmert sind, stets Leugnung. Wir hören, dass die Gewalt nicht im Koran steht, dass Islam Frieden heißt, dass solche Aktionen eine gewaltsame Aneignung des Islams durch Extremisten seien - und so weiter. Aber die Beispiele häufen sich."

In der Sunday Book Review werden unter anderem eine Biografie über Bernard Malamud und ein Band mit Fragmenten von Malcolm Lowry besprochen. Im Sunday Magazine werden Ideen des Jahres 2007 aufgelistet - darunter die ganz neue Idee zu Tätowierungen in Braille-Schrift.

Magazinrundschau vom 04.12.2007 - New York Times

Daniel Bergner schreibt für das Sonntagsmagazin ein ausführliches Porträt über Booth Gardner, einen ehemaligen Gouverneur des Staates Washington, der nun an Parkinson erkrankt ist und die "größte Kampagne meines Lebens" betreibt, eine Initiative, die um die Erlaubnis für einen von Ärzten assistierten Suizid kämpft: Seine Kampagne "heißt 'Tod in Würde'... Nach dem Gesetz dürften Ärzte sterbewilligen Patienten eine tödliche Dosis Betäubungsmittel verschreiben. Es würde einer Regel des Staates Oregon entsprechen, des einzigen Staates, in dem die Bewegung bisher erfolgreich war. In allen anderen Staaten ist Selbstmord nicht illegal, aber fast überall ist es ein Verbrechen, jemandem dabei zu helfen."

In der Book Review werden "Holiday Books" und die "zehn besten Bücher des Jahres" vorgestellt.

Magazinrundschau vom 27.11.2007 - New York Times

Jamaa Mezuak, ein kleines Viertel in der marokkanischen Küstenstadt Tetouan, produziert überdurchschnittlich viele Selbstmordattentäter. Andrea Elliott schaut sich für eine große Reportage im New York Times Magazine dort um. "Falls es ein Ventil für den Überfluss an männlicher Energie des Viertels gibt, ist das der Fußball. Im Sommer versammeln sich Hunderte von Jungs, um den Spielern zuzuschauen, wie sie in einem alten Betonbecken herumrutschen, manche von ihnen barfuß. Als ich eines Nachmittags im Juli dort am Rand saß, kam ich mit einer Gruppe von Teenagern ins Gespräch. Es ging um ihre Helden. Sie sagten, dass sie Zinedine Zidane verehrten, den Muslim algerischer Abstammung, der die Fußballwelt von Frankreich aus erobert hatte. Sie liebten den Propheten Mohammed. Die bloße Erwähnung von Osama bin Laden verursachte ein Meer an hochgereckten Daumen."

Es gibt viele autobiografische Berichte von Gegnern Stalins. Aber keinen, der die Erfahrungen der Menschen beschreibt, die sich mit dem Regime arrangiert haben. Orlando Figes' "außerordentliches" Buch "The Whisperers. Private Life in Stalin's Russia" erzählt nun davon und ist der ultimative Rüffel für Putins Anstrengungen, Russland eine moralische Amnesie zu verordnen, freut sich Joshua Rubenstein in der Book Review. "Figes liefert entmutigende öffentliche Denunziationsbriefe, 'formelhafte Notizen, die zu Tausenden in der sowjetischen Presse abgedruckt wurden'. Einer schrieb: 'Ich, Nikolai Iwanow, verstoße meinen Vater, einen ehemaligen Priester, weil er viele Jahre lang Menschen in die Irre geführt hat, indem er ihnen erzählte, dass Gott existiert, und das ist der Grund, warum ich alle Verbindungen mit ihm löse.'"

Mit Simon Sebag Montefiores Stalin-Biografie kann Richard Lourie nichts anfangen: "Wie wurden sie so", die Monster der Geschichte? "Hier erfahren Sie es nicht. Simon Sebag Montefiore ... ist nicht ein Historiker, sondern zwei. Der erste ist fähig zu seriösen Recherchen und Einblicken, doch er wird von dem zweiten in den Schatten gedrängt, der Geschichte als Skandal begreift und Geschichtsschreibung als Klatsch. Vanity Fair goes to Lubjanka."