
In einem Text der neuen
Ausgabe des Magazins
trifft Rivka Galchen einen
jungen Arzt, der in Queens an vorderster Front gegen das
Coronavirus kämpft und erkennen muss, wie sehr die Erkrankung an Covid-19 mit dem
sozioökonomischen Status der Menschen zusammenhängt und wie sich das Verständnis dessen, was normal ist, wandelt: "Im Vorbeigehen sieht er zwei Patienten auf Bahren liegen, die in keiner sichtbaren Notlage waren, aber eine
Sauerstoffsättigung um die 70 Prozent hatten. Sie gehörten eigentlich sofort in die Intensivpflege. Kurz darauf hört er jemanden nach ihm rufen. 'Es ist dieser Mann, den ich das dritte Mal in dieser Woche sehe, öfter als manche Freunde … also bin ich amüsiert und vielleicht auch etwas abweisend, weil ich ihm schon so oft gesagt habe, er soll nach Haus gehen und seine Symptome beobachten.' Äußerlich war der Mann wie immer. 'Also lasse ich ihn noch einmal röntgen, ohne eine große Veränderung zu erwarten - und es war grauenhaft.' Der Mann war kurz davor zu kollabieren. Viele Ärzte haben über den harschen Kontrast berichtet bei Patienten, die
bequem im Stuhl sitzen können, während ihre entzündeten Lungen
jederzeit kollabieren können. 'Du siehst, wie der Patient alle Energie seines Körpers dazu verwendet
zu atmen.'"
In einem anderen
Beitrag berichtet Luke Mogelson über die Folgen von
Trumps Rückzug aus Nordsyrien: "Die Katastrophe, die über Nordsyrien hereinbrach, wird vor allem mit Trumps
Kapitulation gegenüber Erdogan in Verbindung gebracht, die viele als Verrat an den Kurden betrachten. Senator Mitt Romney, der eine Untersuchung des Kongresses in Aussicht stellt, nannte es '
einen Blutfleck auf den Annalen der Amerikanischen Geschichte'. Kritik, die sich auf die Vorstellung bezieht, dass die Kurden für ihre Niederschlagung des IS bei den USA etwas gut haben. Trump aber hat nie erkennen lassen, dass dies auch seine Vorstellung ist. Eher sieht es aus, als wären US-Kommandeure und Diplomaten Bindungen eingegangen, die
Trumps Äußerungen widersprechen und die Kurden fälschlicherweise in Sicherheit wiegten … US-Truppen in Syrien dagegen glaubten an ihre Partnerschaft mit den Kurden und waren erschüttert über die Art und Weise, wie ihr Engagement endete. Die Frage ist, ob sie den Kurden einen schlechten Dienst erwiesen haben, indem sie ihnen vorenthielten, dass der Wille sämtlicher US-Institutionen durch einen präsidentalen Tweet augenblicklich außer Kraft gesetzt werden kann und dass so ein Tweet möglich war. Nirgends sind die Spannungen zwischen dem
Weißen Haus und der
US-
Außenpolitik so sichtbar wie in Syrien. Fast jeder Kurde, den ich dort traf, unterschied zwischen dem US-Militär und seinem Oberbefehlshaber."
Weiteres: Adam Gopnik liest einige Bücher über die Geschichte des
Kaffees. Naomi Fry
umarmt die chaotische Seite des
Zoomens. Amanda Petrusich
stellt die Sängerin
Brittany Howard vor. Vinson Cummingham
porträtiert die Theaterautorin und Filmemacherin
Kathleen Collins.