Spätaffäre - Archiv

Für die Augen

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Spätaffäre vom 23.04.2014 - Für die Augen

"Gewalt - Die dunkle Seite der Antike", ein Gespräch zwischen Alexander Kluge und dem Münchner Althistoriker Martin Zimmermann, der zu diesem Thema auch ein Buch geschrieben hat. Aus dem Programmtext: "Die Klassiker haben die Antike als ein Reich des 'Guten, Wahren, Schönen' nachgezeichnet. Es gibt aber auch die dunkle Seite der Antike. Sie handelt von Grausamkeit und Gewalt. Diese Traditionen ziehen sich von Babylon nach Griechenland und nach Rom. Dabei beruht die Erzählung von den Gewalttaten einerseits auf Wirklichkeit, andererseits aber auch auf dem Wunsch, die Macht großer Herrscher auszuschmücken. Gewalt galt als Ornament der Macht." Hier ist das Gespräch online zu sehen. (45 Minuten)

Heute vor 38 Jahren erschien das erste Album der Ramones. Hier sind sie im drei Jahre später entstandenen Kultfilm "Rock 'n' Roll High School" des legendären Produzenten Roger Corman zu sehen. Gemeinsam mit der musikbesessenen Schülerschaft der Vince Lombardi High School kämpfen die Ramones darin gegen die neue Direktorin, die Punkplatten verbrennen will. (94 Minuten)


Spätaffäre vom 22.04.2014 - Für die Augen

Arte bringt einen Klassiker des französischen Kinos von Claude Sautet: "Mado" handelt von einem überschuldeten Immobilienhändler (Michel Piccoli), der sich von seiner Geliebten Mado (Ottavia Piccolo) Tipps zur Rache an einem Kredithai geben lässt. Hier in der Mediathek. (120 Min.)

Passend dazu ist Frederick Bakers Porträtfilm über Sautets Lieblingsheroine zu sehen, die große, traurige Diva des europäischen Kinos: "Romy Schneider - Eine Frau in drei Noten". Ebenfalls in der arte-Mediathek in voller Länge zu sehen. (91 Min.)

Spätaffäre vom 17.04.2014 - Für die Augen

"Es ist wie ein Goldrausch", sagt Nader Kabbani, Vize-Präsident von Amazons Self-Publishing-Plattform: "Und es ist genug Gold da, um alle glücklich zu machen." Brigitte Kleines sehr interessante Dokumentation "Storyseller" verdeutlicht am Beispiel von vier Autoren, wie Self-Publishing den Buchmarkt umwälzt, und ist in der Mediathek von Arte zu sehen. (53 Minuten)

Vor zwanzig Jahren ermordeten Hutu-Extremisten in Ruanda fast 800.000 Menschen. UN-Blauhelmtruppen standen daneben und sahen zu. Ihr Kommandeur, der niederländische General Roméo Dallaire versuchte, die UN von der Notwendigkeit einer bewaffneten Intervention zu überzeugen, doch er hatte keinen Erfolg. 2002 drehte der südafrikanische Regisseur Steven Silver seine später preisgekrönte Doku "Zur Schuld verdammt. General Dallaire und das Massaker von Ruanda". Dallaire blickt im Gespräch noch einmal zurück auf die Ereignisse von damals. Dabei wird hinter der Fassade des hochdekorierten Soldaten ein gebrochener Mann sichtbar, den die Last von Verantwortung und Schuld niederdrückt. (71 Min.)


Spätaffäre vom 16.04.2014 - Für die Augen

Masterclass mit zwei Meisterregisseuren: Space Rocket Nation dokumentiert ein Gespräch zwischen den beiden Regisseuren William Friedkin und Nicolas Winding Refn, das vergangene Woche beim CPH Pix Festival stattfand. Hier auf Youtube zu sehen. (114 Min.)



Heute vor fünfzig Jahren erschien das Debütalbum der Rolling Stones und fügte dem Soundtrack der an Musik nicht armen Sechziger Jahre eine heftige Bluesnote bei. Fünf Jahre später ereignete sich während ihrer USA-Tour der Vorfall, der gemeinhin als das Ende aller Sixties-Utopien angesehen wird: ein als Ordner engagierter Hells Angel ersticht in Notwehr einen bewaffneten Fan. Die großartige Dokumentation "Gimme Shelter" aus dem Jahr 1970 zeichnet die Ereignisse um das Stones-Konzert in Altamont nach. Hier auf Youtube (92 Min.)

Spätaffäre vom 15.04.2014 - Für die Augen

Auch mit mittlerweile 85 Jahren singt Juliette Gréco ihre Chansons noch voller Inbrunst. Arte porträtiert die Musikerin in "Juliette Gréco - Die Unvergleichliche" - hier in Mediathek. (72 Minuten)

Eine Reise in die Vergangenheit des alten West-Berlins: In seinem Kurz-Dokumentarfilm "Menschen, Häuser" aus dem Jahr 1983 wirft der Regisseur Peter Müller einen Blick in die von der Stadterneuerung betroffenen Quartiere in Kreuzberg. Eine atmosphärisch dichte Flaschenpost aus den frühen 80ern. Auf Youtube in voller Länge vom Regisseur hochgeladen:


Spätaffäre vom 14.04.2014 - Für die Augen

In den Feuilletons ist Florentine Kleppers in Salzburg inszenierte, von Christian Thielemann dirigierte Strauß-Oper "Arabella" gründlich durchgefallen. Ob die Kritiker mit ihrem Urteil richtig lagen, lässt sich für Zuhausegebliebene via 3sat nun immerhin nachvollziehen. Dort findet sich eine Live-Aufzeichnung der Premiere in voller Länge. (176 Minuten)

Spätaffäre vom 11.04.2014 - Für die Augen

Arte setzt seine Christian-Petzold-Reihe mit dem in Brandenburg spielenden "Jerichow" fort (siehe auch unsere gestrige Spätaffäre mit "Barbara"). Inspiriert von James M. Cains "Wenn der Postmann zweimal klingelt" und dessen Niederschlag in der Filmgeschichte, schuf der Berliner Regisseur ein intensives Beziehungsdrama. Zum Kinostart schrieb Ekkehard Knörer für den Perlentaucher eine begeisterte Filmkritik. Sehen kann man den Film hier in der Mediathek. (86 Min.)

Heute wäre Bernd Eichinger 65 geworden. Aus diesem Anlass wollen wir auf die tolle SWR-Dokumentation "60 Millionen für Phantásien" aus dem Jahr 1984 hinweisen, die die Entstehung der "Unendlichen Geschichte", Eichingers erstem großen Hollywood-Film, nachzeichnet. Auch Michael Ende kommt zu Wort und zeigt sich von der Adaption seiner Buchvorlage wenig entzückt: "Was an Fantasie in diesem Film enthalten ist, das übersteigt kaum das Niveau eines mittleren Nachtklubs." (57 Min.)

Spätaffäre vom 10.04.2014 - Für die Augen

Unglaublich, wie produktiv sie damals waren: neben einem neuen Album, ihrem ersten Kinofilm und der Eroberung Amerikas fanden die Beatles im Frühjahr 1964 auch noch Zeit für das TV-Special "Around the Beatles". Auf Dailymotion ist die selbst unter Beatles-Nerds weitgehend unbekannte Sendung mit Playback-Auftritten und Sketchen in guter Qualität zu sehen. Unglaublich auch, wie schnell alles wieder vorbei war: sechs Jahre später, heute vor 44 Jahren, gab Paul McCartney seinen Abschied von den Beatles bekannt. Hier zum Sehen (52 Minuten).

Mit "Barbara" brachte Christian Petzold die Farben der DDR zurück ins Kino. Nina Hoss spielt darin eine in die Provinz abkommandierte, vom Staat gegängelte Berliner Ärztin, die das Land verlassen will. Perlentaucher-Kritiker Thomas Groh schrieb zur Berlinale über den Schluss des Films: "Der märchenhafte Zauber einer kleinen Utopie: Kein Regime ist so übermächtig, dass es zwei Menschen daran hindern könnte, einander im Blick zu erkennen. Schwarzblende: At last I am free." Hier in der Mediathek. (100 Min.)

Spätaffäre vom 09.04.2014 - Für die Augen

Kurz vor der großen David-Bowie-Ausstellung in Berlin wärmt arte schon mal die Vorfreude an und zwar mit einer an Archivaufnahmen reichen Dokumentation über den einzigartigen Popstar: Hier in der Mediathek des Senders. (58 Min.)

So recht überzeugen wollte Robert Borgmanns in Köln aufgeführte Inszenierung von Anja Nioduschewskis Bühnenadaption von Andrej Tarkowskijs Klassiker "Andrej Rubljow" die Kritiker nicht (von einem "quälend langweiligen Abend" spricht etwa die Nachtkritik). Dank des offiziellen Youtube-Kanals des russischen Filmstudios Mosfilm kann man sich nun immerhin das Original nochmal zu Gemüte führen. Hier der erste, hier der zweite Teil des insgesamt über dreistündigen Films (auf russisch mit optionalen englischen Untertiteln).

Spätaffäre vom 08.04.2014 - Für die Augen

Heute vor 85 Jahren wurde Jacques Brel geboren. In der BBC-Dokumentation "Ne me quitte pas" aus dem Jahr 2007 zeichnen Wegbegleiter und Verehrer - wie Olivier Todd, Petula Clark, Marc Almond und Neil Hannon - das Leben des belgischen Chansonniers und Schauspielers nach. (59 Min.) Wer im Französischen nicht auf Untertitel angewiesen ist, findet bei Youtube außerdem die beiden wenig bekannten Regiearbeiten Brels: "Franz" (1972, 88 Min.) und "Le Far-West" (1973, 84 Min.).

Alain Resnais' "Hiroshima Mon Amour" gehört zu den ganz großen Klassikern des französischen Autorenkinos. Ausgestrahlt im Zuge einer Resnais-Reihe auf arte, ist der Film nun auch online in der Mediathek des Kultursenders zu sehen. (86 Min.)