
Heute vor hundert Jahren wurde
Marguerite Duras in Saigon geboren - eine der wichtigsten Autoren und Autorenfilmer im Frankreich des 20. Jahrhunderts. Die
NZZ würdigte sie am Samstag mit einem
ausführlichen Artikel. Wir haben auf
Youtube einen Film von ihr gefunden: "Agatha et Les Lectures illimitées" von 1981, mit Bulle Ogier, Yann Andréa und der
Stimme von Duras. Das Münchner Haus der Kunst
beschrieb den Inhalt anlässlich einer Vorführung so: "Inspiriert von Robert Musils 'Mann ohne Eigenschaften' schreibt Marguerite Duras einen Dialog zwischen einem Bruder und einer Schwester, die sich endgültig trennen werden. Die
inzestuöse Liebe ist für Duras das Wesentliche: eine Liebe, die nie enden, aber auch nicht ausgelebt werden kann. Sie ist verdammt und erhält sich in der Geborgenheit dieser Verdammung. Duras analogisiert die inzestuöse Liebe mit dem Akt
des Lesens, der Auflösung der Grenzen zwischen Autor und Leser, einer ekstatischen Verschmelzung ihrer Körper mit dem Text. Dennoch, so Duras: 'Wenn er vom Körper seiner Schwester spricht, spricht er vom Unberührbaren.' Die Kamera fährt immer wieder über die gedruckten Seiten des 'Agatha'-Buchs."
Hier zum Ansehen (Unter dem Icon "Captions" kann man englische Untertitel einblenden, 82 Minuten).
Bei diesem Film muss man nichts vom Inhalt erzählen:
Rita Hayworth wirft die Mähne zurück und treibt Glenn Ford in den Wahnsinn. "Gilda" (1946), in seiner ganzen
gloriosen Pracht,
hier zum Ansehen (im Original, 106 Minuten).