Inhaltlich macht der neu gekürte Europachef von
Google,
Matt Brittin, im
Gespräch mit Zoya Sheftalovich und Nicholas Hirst von
Politico.eu zwar keine Konzessionen, aber er gibt zu, dass Google in Europa
falsch kommuniziert habe, was wohl nur heißt, dass Google noch präsenter werden wird (wobei anzumerken ist, dass
Politco.eu vom Gegen-Lobbyisten Axel Springer Verlag finanziert ist). "Britten gestand zu, dass Google sein Geschäft und seine Vision bei den Entscheidern in Brüssel und anderswo in Europa
schlecht erklärt habe und sagte, dass Google sein tief in Amerika verwurzeltes
Silicon-Valley-Image ablegen wolle. In Ländern wie Deutschland, Frankreich oder Spanien sei Google zu lange als ein "von der West Coast und liberalen Werten geprägter" Laden erschienen."
Mit der
Versteigerung von Funkfrequenzen an Mobilfunkunternehmen begeht die Bundesnetzagentur einen gravierenden industriepolitischen Fehler,
warnt Jan-Peter Kleinhans auf
Zeit digital und blickt neidvoll auf andere Länder, die Teile des
leistungsstarken Spektrums freigehalten haben: "Ein offenes Frequenzspektrum, das durch die Allgemeinheit und damit auch durch Forschungseinrichtungen, Unternehmen oder die öffentliche Hand lizenzfrei genutzt werden darf, ist ein
starker Innovationstreiber. So versorgen beispielsweise in den USA und Südafrika leistungsstarke WLANs mit wenigen Sendemasten mehrere Schulen und Universitäten eines gesamten Bezirks mit schnellem, mobilem Internet. In Großbritannien wurden kostengünstige, energiesparende Sensornetzwerke etwa zur Stauprävention, zum intelligenten Management der öffentlichen Abfallversorgung oder zur Früherkennung von Überschwemmungen aufgebaut."
Ebenfalls in
Zeit digital porträtiert Thorsten Schröder den Juristen Jay Edelson, dessen Start-Up Edelson PC mit
Sammelklagen gegen Unternehmen wie Facebook und Netflix mehr als eine Millarde Dollar an Ausgleichszahlungen für
Datenschutzverletzungen erkämpft hat.