Gibt es einen Gender Pay Gap bei
Google? Einige ehemalige und aktuelle weibliche Google-Angestellte verklagen den Konzern, weil er Frauen
schlechter bezahle und systematisch in unterlegene Positionen stecke,
berichtet Sam Levin, der Silicon-Valley-Korrespondent des
Guardian: "Dieser neue Prozess könnte weitreichende Folgen haben, vor allem vor dem Hintergrund, dass Google öffentlich behauptet hatte, die schlechtere Bezahlung von Frauen beendet zu haben." Levin erinnert auch an die Debatte um den von Google gefeuerten Techniker
James Damore (unsere
Resümees), "der ein kritisches Memo über Affirmative Action" geschrieben hat.
Christina Felschen
greift in
Zeit online noch eine andere
für Google peinliche Geschichte auf - die Entlassung eines Google-kritischen Forschers aus dem maßgeblich von Google geförderten Thinktank
New America Foundation (unsere
Resümees). In der Einflussnahme sind die Internetkonzerne immer ungenierter - und mittlerweile die
größten Lobbyisten in Amerika, so Felschen: "Die fünf großen amerikanischen Technikunternehmen - Facebook, Apple, Microsoft, Amazon und allen voran Google - gaben schon 2015 zusammen
49 Millionen US-Dollar für Lobbyarbeit aus, mehr als doppelt so viel wie die fünf größten Banken. Allein in Obamas Amtszeit kamen Google-Mitarbeiter zu
427 Besuchen ins Weiße Haus, wie die Campaign for Accountability exemplarisch dokumentiert hat."
Johannes Steiling
stellt in
Netzpolitik eine Studie der Yale Universität vor, die sich mit der Frage beschäftigt hat, wie sinnvoll es ist, wenn "
Fake News" von Facebook auch als "falsch" gekennzeichnet werden. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass "die Verbesserung, die durch die Kennzeichnung erzielt werde"
sehr marginal sei: "Besonders problematisch sei dies, weil so viele Falschmeldungen auf Facebook kursieren würden, dass die Faktenprüfer
kaum hinterher kommen würden. Ein Großteil der Fake News könne daher nicht gekennzeichnet werden. Somit sei zu befürchten, dass die negativen Aspekte der Kennzeichnung die positiven deutlich überwiegen." Facebook zweifelte die Studie an, weil sie "methodische Mängel aufweise".