Perlentaucher Thierry Chervel
macht sich Gedanken über die Aufmachung von Patrick Bahners' jüngstem Artikel zur
Rassismus-Debatte in der Sonntags-
FAZ. Obwohl kaum vom Islam und gar nicht vom Kopftuch die Rede ist, wird der Artikel mit einem Foto garniert, das
kleine Mädchen in Kopftuch zeigt. Ist es also auch das Kopftuch, das vor Rassismus zu schützen wäre?, frag Chervel: "Das ist, was mir an der Inflation und Expansion des Rassismus-Begriffs so suspekt ist: Der Antirassismus führt paradoxer Weise zu einer
Sakralisierung der Differenz, ja, zu immer neuen Differenzen, die an immer neue Merkmale geheftet werden, und zu einer absichtlichen Vermischung unterschiedlicher Sphären: Schon die Kritik am Kopftuch, gerade bei kleinen Mädchen und an Schulen, gerät so unter Rassismusverdacht. 'Islamophobie', Rassismus, alles eins."
Die
taz bereitet den
Ausstieg aus der Printausgabe vor,
berichtet Jens Twiehaus von
turi2 und zitiert aus einem Schreiben des noch amtierenden Geschäftsführers der
taz,
Karl-Heinz Ruch, an die Genossenschafter: "Die Verlage registrieren es an den Rückläufen vom Kiosk, die aus dem Zeitungsvertrieb eine
aufwändige Art von Papier-Recycling gemacht haben: die Zeitungen werden am frühen Morgen an die Kioske ausgeliefert, um am Abend zu
neunzig Prozent wieder als Altpapier dort eingesammelt zu werden." Ruch wird zwar nächstes Jahr in Rente gehen, bereitet aber ein "Szenario 2022" vor, nach dem die
taz nicht mehr als Printprodukt exisiteren würde: "Unser Szenario 2022 zeigt, dass mit den Umsätzen der täglich gedruckten
taz auch
erhebliche Kosten für Druck und Vertrieb wegfallen." (Hier der Link zum
taz-Mitgliederinfo 28 als pdf-
Dokument).