Alice Schwarzer wendet sich auf
emma.de gegen den von Laura Lucas bei den
Uebermedien vorgebrachten Vorwurf, dass
Emma beziehungsweise die Leserschaft der
Emma rechts seien (unser
Resümee) - eine solche Konstruktion komme nur zustande, weil man Dissidentinnen des Islams wie
Necla Kelek oder
Seyran Ates schlicht mal der Rechten zurechnet. "Bisher ist
Emma leider eine der raren Stimmen in diesem Land, die kritisch über den
Missbrauch des Islam und die Lage der Frauen in den islamischen Communitys und Ländern berichten - was schon aus Solidarität mit den demokratischen MuslimInnen geboten ist. Denn sie sind
die ersten Opfer der Fundamentalisten; diese
rechten Islamisten, mit denen weite Teile der westlichen Linken seit nun bald vierzig Jahren so fatal sympathisieren."
Stefan Koldehoff
wirbt bei
dlf.de um Verständnis dafür, dass Medien die Geschichte der in einer Höhle eingeschlossenen
thailändischen Kinder mit solcher Ausführlichkeit widerspiegeln, während die
Flüchtlingsschicksale - so der häufige Vorwurf in den sozialen Medien - kaum beleuchtet werden. Auch Medien lieben Geschichten, die sich
als Drama darstellen lassen, mit
Helden und Bangen um einen
positiven Ausgang so Kodehoff. Die Flüchtlingstragödie bietet so etwas nicht: "Es gibt keine Gesichter, keine Geschichten, keine Bilder - höchstens dann einmal, wenn der Körper eines kleinen Jungen wie des
zweijährigen Aylan Kurdi mit rotem Hemd, blauer Hose und Kinderschuhen tot an einen Strand gespült wird. Für diese Kinder gibt es, anders als für die in der Höhle,
nicht einmal Hoffnung, denn zum Thema werden sie meist erst, wenn und weil ihr kurzes Leben bereits zu Ende ist. Die Helden, die sie vor dem Tod retten wollen, dürfen mit ihren Schiffen viele Häfen nicht mehr anlaufen. Wenn sie es doch tun, riskieren sie Geldstrafen oder Haft:
Europa 2018."