Im New Yorker
MoMA gibt es ab heute drei Tage lang ein Screening von
Michael Roemers Film "Nothing but a Man" aus dem Jahr 1964. Im Blog des Museums
schreibt Kurator Charles Silver, wenige Tage, nachdem der Oscar erstmals an einen schwarzen Regisseur verliehen wurde: "'Nothing but a Man' entstand auf dem
Höhepunkt der Bürgerrechtsbewegung und kam in dem Jahr heraus, in dem Dr. King seine berühmte Rede hielt. Der Film spielt in Birmingham, einer Stadt, die im Leben von Dr. King eine Schlüsselrolle einnahm. Drei Wochen nach seiner Rede wurde dort eine Kirche in die Luft gesprengt, vier Kinder starben. Spike Lee hat die Tragödie in seinem Film 'Four Little Girls' nachgezeichnet. Für mich verkörpert 'Bothing but a Man' eine
Authentizität, einen Naturalismus, der mich schon vor fünfzig Jahren tief bewegt und bis heute nichts von seiner Wirkung verloren hat. Vielleicht ist es anmaßend von mir als Weißem, aber die beiden Männer, die den Film realisierten, waren auch weiß: Michael Roemer war in seiner Kindheit
vor den Nazis geflohen, was zweifellos zu der Sensibilität gegenüber den Geschnissen beitrug, von denen der Film erzählt." Auf
Youtube ist der Film zu sehen (92 Min.):
Gestern vor drei Jahren nahm die
Reaktorkatastrophe in Fukushima ihren Lauf. Bei
Arte sind dazu gleich drei interessante Dokumentationen zu sehen: "Fukushima - Chronik eines Desasters" (
hier, 48 Min.) zeichnet die Geschnisse im Einzelnen nach, "Die Welt nach Fukushima" (
hier, 78 Min.) untersucht den Umgang mit Kernenergie seit 2011 und für die Reportagereihe "X:enius" (
hier, 26 Min.) wurde das kontaminierte Gebiet um das Atomkraftwerk besucht. Alle drei sind bis Freitag in der Mediathek abrufbar.