Spätaffäre - Archiv

Für die Augen

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Spätaffäre vom 24.02.2014 - Für die Augen

"The Lodger" von 1926, eine frühe Bearbeitung des Jack-the-Ripper-Stoffs und zugleich ein frühes Meisterwerk von Alfred Hitchcock. Der hatte zwar schon zuvor einige Filme gedreht, hält aber "The Lodger" selbst für den ersten "wirklichen" Hitchcock-Film. Bis heute hat der Film wegen seiner expressiven Bildsprache und seiner avancierten Inszenierung nichts von seiner Faszinationskraft eingebüßt. Da auf ZDF gerade eine recht sehenswerte "Ripper"-Serie der BBC läuft, passt das doch. Via CineNet legal auf Youtube (71 Min):



(via)Ein Fundstück aus den BBC-Archiven: "Signs of Vigorous Life", eine halbstündige Dokumentation aus dem Jahr 1976 über den Neuen Deutschen Film, bzw. dessen zentrale Protagonisten. Auch als Stück Zeitgeschichte interessant. (32 Min.)


Spätaffäre vom 21.02.2014 - Für die Augen

In dem Dokumentarfilm "Tamikrest - A Desert Blues" folgt der Filmemacher Peter Braatz der algerischen Band Tamikrest. Aus dem Programmtext: "Ihre Väter griffen zur Waffe, sie kämpfen lieber mit der Gitarre: Die algerische Band Tamikrest verarbeitet die Sehnsüchte der jungen Tuareg. Sie spielen ihren Blues der Wüste." Hier kann man den Film sehen. (79 Min)

Penguin will die Restauflage von Wendy Donigers Buch "The Hindus: An Alternative History" in Indien einstampfen lassen und hat sich nicht bis zur letzten Instanz gegen Verbotsbestrebungen gewandt. Der Fall löst in Indien nach wie vor Empörung aus. Im indischen Sender CNN IBN äußert sich Taslima Nasreen in einem 23-minütigen Interview: "Ich verurteile Penguin dafür, dass der Verlag nicht zu seiner Autorin steht. Als Schriftstellerin erwarte ich, dass Penguin für Meinungsfreiheit einsteht." Nasreen konzedediert, dass die Lage für Verlage in Indien nicht einfach sei und fordert sie darum auf, für eine Abschaffung des britischen Kolonialgesetzes einzutreten, das heute Paragraf 295 A des indischen Gesetzbuchs bildet. Siehe dazu auch Anja Seeligers Beitrag im Ententeich.



Jill Emerys und Jean-Michel Carrés Dokumentation, die auf Arte und anderen Sendern gelaufen ist, blickt auf die letzten zehn Jahre in der Ukraine, ist aber noch vor den aktuellen Ereignissen gedreht worden - sie zeigt ziemlich unglaubliche Szenen in ukranischen Gerichten, im Parlament und eine ausgelassene Tanzveranstaltung auf dem Majdan. Auf Youtube ist sie noch zu sehen (99 Min.).

Spätaffäre vom 20.02.2014 - Für die Augen

Arte bringt Céline Sciammas wunderbaren und behutsam inszenierten Film "Tomboy" über ein 10-jähriges Mädchen, das einen Umzug zum Anlass nimmt, sich seiner neuen Umgebung als Junge auszugeben. Hier unsere Kinokritik. (79 Min.)

Auf archive.org findet sich die vierteilige Doku-Serie "The Century of the Self", in der Adam Curtis anhand von Archivmaterial den Einfluss der Ideen Sigmund Freuds auf die Entwicklung des Kapitalismus und der Konsumgesellschaft in den USA nachzeichnet. (240 Min.)

Spätaffäre vom 19.02.2014 - Für die Augen

Heute vor zwanzig Jahren starb Derek Jarman. Schwer gezeichnet von seiner Aids-Erkrankung unterhält sich der britische Maler und Regisseur in Ken McMullens auf Youtube zu sehender Dokumentation "There We Are, John" aus dem Jahr 1993 mit John Cartwright vom British Arts Council. Gefragt, ob sein letzter Film "Blue" ihn an seine Ursprünge in der Malerei zurückgeführt habe, antwortet Jarman: "Er hat seine Wurzeln in der Malerei und ist durchaus der Film eines Malers. Dennoch ist er ein Film, und das ist interessant, denn technisch gesehen dürfte er keiner sein. Er müsste ein Experiment sein. Aber das ist er nicht, nichts an ihm ist experimentell." (30 Min.)


Nur noch heute im Online-Angebot von ZDF.Kultur: Christoph Schlingensiefs "Kirche der Angst vor dem Fremden in mir", der Mitschnitt einer Theaterperformance, in der sich der Künstler mit seiner Krebserkrankung auseinandersetzt. Hier in der Mediathek. (88 Min.)

Bei KoreanFilm auf Youtube finden wir auch Filme des Altmeisters Im Kwon-Taek, darunter auch seinen Film "Festival", den die Berlinale vor einigen Jahren in einer Hommage präsentierte. Ekkehard Knörer schwärmte damals im Perlentaucher von der "Multizentralität des Erzählens" in diesem Film. (106 Min.)

Spätaffäre vom 18.02.2014 - Für die Augen

Arte bringt einen Klassiker des Hollywoodkinos von Frank Borzage: "In einem anderen Land" entstand 1932 nach einem Drehbuch von Ernest Hemingway. In der Hauptrolle: Gary Cooper. Laufzeit: 85 Minuten.


Mit Tilda Swinton auf dem Rad durch Berlin: ZDFkultur bringt den Dokumentarfilm "The Invisible Frame". Hier weitere Infos. Laufzeit: 60 Minuten.

In seiner ARD-Sendung "Druckfrisch" interviewte Denis Scheck die Lyrikerin Ann Cotten zu ihrem neuen Erzählungsband "Der schaudernde Fächer". Die Autorin wurde in Iowa geboren, ist in Wien aufgewachsen und lebt heute in Berlin. Ihre narrativen Texte leben nicht so sehr vom Plot, sondern von einer Sprache, "die als Erzählstrom einer globalisierten Generation" daherkomme, meint Scheck. Zuletzt wurde Cotton der Adalbert-von-Chamisso-Preis & der Wilhelm-Lehmann-Preis zugesprochen. Schwerpunkt des Gespräches war "Literatur als Haut des Widerstandes gegen den Kapitalismus" ... (7:34 Min)

Spätaffäre vom 17.02.2014 - Für die Augen

Katzen sind das beliebteste Haustier der Welt. Schon im letzten Jahr präsentierte die BBC diese anderthalbstündige Dokumentation zum Thema:



In seiner letzten Sendung hat sich Gert Scobel auf 3sat mit Bioinformatik beschäftigt, deren Anwendungsmöglichkeiten an ethische Grenzen stoßen. Die noch junge Wissenschaft versucht das Geheimnis des Lebens zu entschlüsseln. Doch was ist Bioinformatik? Der Bioinformatiker Thomas Dandekar, der Wissenschaftsphilosoph Klaus Mainzer und der Mediziner Matthias Wjst geben Antworten: Sie erläutern den Aufbau der gigantischen Datenvolumina und diskutieren die Risiken von Humanbiobanken, darüber hinaus berichten sie über Versuche, die DNA als Datenspeicher zu nutzen. (57:55 Min.)

Und Arte führt in die Welt der experimentellen Fotografie der zwanziger Jahre. (26 Min.)

Stichwörter: 3sat, Katzen

Spätaffäre vom 14.02.2014 - Für die Augen

Heute vor 25 Jahren verhängte Ajatollah Chomeini die Fatwa gegen Salman Rushie, daran erinnerte Jochen Hieber heute in der FAZ. Und er wies auf die sehr informative und sehenswerte 90-minütige BBC-Dokumentation "Salman Rushdie and The Satanic Verses" aus dem Jahr 2009 hin. Sie enthält Archivmaterial aus den Jahren 1988 bis 1998, in dem neben dem Schriftsteller selbst auch seine Freunde, Kollegen und Personenschützer zu Wort kommen sowie einige erbitterte Gegner des Buches.



George Clooneys neuer, bei der Berlinale gezeigter Film "Monuments Men" ist bei der Kritik gnadenlos durchgefallen. Als er vor über zehn Jahren sein Regiedebüt "Confessions of a Dangerous Mind" in Berlin präsentierte, war dies noch anders (wobei unser Kritiker Ekkehard Knörer seinerzeit auch leisen Zweifel anmeldete). Arte präsentiert den Film in seiner Mediathek (105 Min.).

Spätaffäre vom 13.02.2014 - Für die Augen

Die Berlinale (hier unser Festivalblog) geht gemächlich ihrem Abschluss entgegen. Für die Zuhausegebliebenen holt Arte das Festival unterdessen in die Wohnstuben. Zum Beispiel mit der neu restaurierten Fassung von Robert Wienes Stummfilmklassiker "Das Cabinet des Dr. Caligari", die vor wenigen Tagen beim Festival uraufgeführt wurde (77 Min.):


Passend dazu präsentiert der Kultursender einen vom Filmkritiker Rüdiger Suchsland erstellten Dokumentarfilm darüber, wie mit Caligari "der Horror ins Kino kam" (52 Min.).


Im Jahr 2002 ging der Goldene Bär an das packende Nordirland-Drama "Bloody Sunday" des damals noch weitgehend unbekannten britischen Regisseurs Paul Greengrass (der anschließend so großartige Filme drehte wie den zweiten und dritten Teil der Bourne-Reihe, die 9/11-Rekonstruktion "United 93" und zuletzt "Captain Phillips"). Auf Youtube ist "Bloody Sunday" legal und in voller Länge bei netzkino zu sehen (133 Min.).

Spätaffäre vom 12.02.2014 - Für die Augen

Für dctp unterhält sich Alexander Kluge mit dem Kulturhistoriker Christian Holtorf über das erste transatlantische Kabel, das 1858 mit riesigem Aufwand zwischen Europa und USA verlegt wurde, nur um schon nach vier Wochen den Geist aufzugeben. Zu dem Thema hat Holtorf auch ein Buch geschrieben. Die Sendung dauert 24 Minuten.



Noch immer in der Arte-Mediathek: Asghar Farhadis Berlinale-Gewinner "Nader und Simin" (hier im Übrigen eine Doku über die Entstehung des Films). Jetzt kann man dort auch seinen Debütfilm "Feuerzauber" aus dem Jahr 2006 sehen (Farsi mit deutschen Untertiteln, 98 Min.):


Spätaffäre vom 11.02.2014 - Für die Augen

Arte befasst sich mit der Geschichte des Verlags Gallimard: "Im Reich der Bücher", ein Dokumentarfilm von William Karel (93 Minuten).



Schlangengottesdienste in den amerikanischen Südstaaten. Der Filmemacher Al Clayton schreibt auf Youtube: "Diese Gottesdienste erschienen mir so ungewöhnlich, dass isch sie nicht aus meinem Gedächtnis löschen konnte. So besuchte und dokumentierte ich unterschiedliche 'Jesus name'-Kirchen in Alabama und Georgia. Bei diesen Gottesdiensten, wird mit Schlangen hantiert, es gibt Zungenreden, Strychnin, brennende Fackeln, die unter Händen und Füßen gewedelt werden, laute, sehr laute Musik, Tanzen, Leute , die sich auf dem Boden wälzen, richtig aufregend." Ein kleiner Blick in den Bible Belt.