Spätaffäre - Archiv

Für die Ohren

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Spätaffäre vom 10.03.2014 - Für die Ohren

Niemand spricht besser französisch als Alain Finkielkraut. Schon deshalb sollte man seine France Cultures-Sendung Répliques immer wieder hören. Hier unterhält er sich mit dem Übersetzer Pierre Deshusses und dem Kritiker Philippe Lançon über die Freundschaft zwischen Stefan Zweig und Joseph Roth, deren Briefwechsel in Frankreich erschienen ist: "Beaucoup de choses auraient pu séparer l'auteur de 'La marche de Radetzky' de celui de la 'Pitié dangereuse', leur lien cependant survécut jusqu'au bout à toutes les épreuves." (52 Min.)

"Ich heiße Ingrid Betancourt, und im Jahr 2002 wurde ich während der Präsidentschaftskampagne in Kolumbien gekidnappt..." Ingrid Betancourt erzählt bei der BBC ihre Geschichte. (27 Minuten)

Spätaffäre vom 07.03.2014 - Für die Ohren

In einer Ursendung bringt Deutschlandradio Kultur Pierre Nottes Hörspiel "Zwei nette kleine Damen auf dem Weg nach Norden", Bearbeitung und Regie von Beatrix Ackers, mit Irm Hermann und Uta Hallant in den Hauptrollen. Zwei Schwestern bringen die Asche ihrer Mutter zum Grab des Vaters - ein komisches Roadmovie mit Blechschäden und Musik. (56 Min.)

Ebenfalls auf Deutschlandradio Kultur unterhält sich der amerikanische Autor Jonathan Lethem mit Matthias Hanselmann über seinen Generationen-Roman "Der Garten der Dissidenten". Er spricht unter anderem über seine jüdische Großmutter, die Kommunistin Rose, über den Sozialismus nach Stalin und was davon übrig blieb sowie über die Verlegenheit der amerikanischen Linken. (11 Min.)

Spätaffäre vom 06.03.2014 - Für die Ohren

"Pop und Kunst - eine Beziehungsgeschichte" lautet der Titel eines Radiofeatures von Georg Seeßlen und Markus Metz für den Bayerischen Rundfunk, in dem es vor allem auch um die Frage des Überlebens in der Popmusik und in der Kunst geht. Sehr offensichtlich parallel zu diesem bereits in der Spätaffäre verlinkten Radiofeature für Deutschlandradio Kultur entstanden, verhält sich dieses Feature dazu hinreichend komplementär - hörenswert! Hier der Link zur Mediathek (50 Min.)

In einem Feature für den ORF befasst sich Barbara Zeithammer mit den Gedichten Michelangelos. Hier zum Nachhören. (39 Min.)

Spätaffäre vom 05.03.2014 - Für die Ohren

Die eigene Geschichte kann einem ganz schön exotisch werden, zumal wenn sie in Rudimenten noch gegenwärtig ist. "1920 wurde das Damenstift für 'bedürftige, ledige, katholische, adlige Fräuleins' in Schloss Ehreshoven gegründet", annonciert der SWR. Und noch heute leben dort 16 Prinzessinnen, Gräfinnen und Baroninnen. 55 Minuten dauert Anja Kempes Feature.

Deutschlandradio Kultur brachte in einer Ursendung das Hörspiel "Das Geld" nach dem gleichnamigen Roman von Émile Zola - in drei Teilen in der Bearbeitung und Regie von Christiane Ohaus. Zolas Roman von 1891 erzählt vom Börsenwahn des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die Pariser Börse gleicht einem aufgeregten Ameisenhaufen: ein ewiger erbitterter Kampf um den Aktienkurs (jeweils 55 Min.).
Stichwörter: Hörspiel, Zola, Emile, SWR

Spätaffäre vom 04.03.2014 - Für die Ohren

"Vor der Revolution waren die Männer das schöne Geschlecht, aufwändiger angezogen als die Frauen und auch sexier angezogen." Barbara Vinken spricht im Kulturcafé des HR 2 über die Wechselfälle der Moden, leider nur 17 Minuten lang.

Dominik Bretschs Feature über syrische Flüchtlinge im Exil steht möglicherweise nicht mehr lange in der Mediathek. Man sollte es unbedingt noch hören - oder zumindest das Gleichnis vom bitteren Tee, ganz am Anfang der 54 Minuten.

1997 produzierte Deutschlandradio Kultur die Hörspielffassung von Ingrid Nolls Erstling "Der Hahn ist tot" (1991) mit Evelyn Hamann & Peter Simonischek in den Hauptrollen: Rosemarie Hirte ist wild entschlossen auf dem Weg zum Glück jedes Hindernis beiseite zu räumen. Abend für Abend geht sie in Witholds Garten, um ihn hinter dem Fenster zu beobachten, während er Abhandlungen über die Vormärzlyrik schreibt oder sich mit anderen Frauen vergnügt ... - Hörspielbearbeitung: Andrea Czesienski - Regie: Ulrike Brinkmann (54 Minuten)

Wie verarbeiteten Künstler den Ersten Weltkrieg? Für den SWR hat Martina Conrad recherchiert. Hier kann man die Sendung nachhören. (28 Minuten)

Spätaffäre vom 03.03.2014 - Für die Ohren

Wem die Idee des Karnevals noch immer fremd ist, dem bringt Harry Lachner mit seinem Essay "Masken der Ordnung" im Deutschlandfunk die Grundzüge der Lachkultur, der Groteske und des dionysischen rausches nahe: "Freiheit entsteht aus dem Geist des Rausches, aus der Blasphemie des Lachens." (30 Minuten)

Auf Deutschlandradio Kultur hat sich Dieter Kassel mit dem Filmemacher Felix Moeller über 40 indizierte NS-Filme und seine Doku "Verbotene Filme - Das verdrängte Erbe des Nazi-Kinos" unterhalten. Sind diese Filme heute noch gefährlich? Felix Möller hat für seine Dokumentation Kinobesucher in Deutschland, Frankreich und Israel befragt (10 Minuten).

Spätaffäre vom 28.02.2014 - Für die Ohren

Zwei Hörspiele auf Deutschlandradio Kultur zu Krieg und Traumata. Zuerst "Die Briefeschreiberin" von Peter Wagner. Der Zweite Weltkrieg ist beendet. Ein Dorf in gespannter Erwartung. Ein LKW soll mit Kriegsgefangenen aus Russland unterwegs sein, die nun in die Heimat zurückkehren. (Regie: Götz Fritsch / Komposition: Wolfgang Danzmayr / Produktion: DLR Berlin/ORF 1996 / 60 Min.). Gleich anschließend ist Erich Kästners "Ringelspiel 1947" zu hören. (Regie: Hanns Korngiebel / Produktion: RIAS Berlin 1947 / 20 Min.)

Für den SWR2 führt Christian Möller durch die Geschichte der Maschinenstürmer und Technikfeinde. Hier zum Nachhören. (27 Min.)

Spätaffäre vom 27.02.2014 - Für die Ohren

Vor einem Jahr starb Stéphane Hessel. "Ein Kind von Jules und Jim" - so überschreiben Antje Starost und Hans-Helmut Grotjahn 1996 ihr Hörporträt des "Vordenkers der jungen, internationalen Protestbewegung" ("Empört Euch", 2010) der letzten Jahre. Seine Eltern, der Schriftsteller Franz Hessel und seine Frau Helen, lebten zeitweise mit Henri-Pierre Roché zusammen. Diese "ménage à trois" bildete die Vorlage für François Truffauts Film "Jules und Jim" (1962) mit Jeanne Moreau, Oskar Werner und Henri Serre. Hessel wurde 1917 in Berlin geboren, ging mit seiner Mutter nach Paris und wurde Franzose, war Mitglied der Résistance, wurde 1944 zum Tode verurteilt und nach Buchenwald deportiert. Nach seiner Befreiung war er an der Gründung der Vereinten Nationen beteiligt. (54 Min.).

Nur wer etwas erlebt, kann etwas erzählen, lautet eine Binsenweisheit. Der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr hat viel zu berichten. "Gerede" heißt sein neues Buch über das Erzählen - auf NDR-Kultur redet er mit Alexander Solloch über "Gerede". (42 Min.)

Spätaffäre vom 26.02.2014 - Für die Ohren

Schon vor ihrer Veröffentlichung haben Heideggers "Schwarze Hefte" wegen einiger antisemitischer Passagen eine erhitzte Debatte ausgelöst. Im SWR diskutieren nun Micha Brumlik, Rainer Marten und Heidegger-Herausgeber Peter Trawny über "die dunklen Seiten des Philosophen". Hier zum Nachhören. (44 Min.)

Für den New Yorker liest Schriftsteller T.C. Boyle eine Kurzgeschichte seines Kollegen Donald Barthelme. Hier zum Nachhören und im folgenden eingebettet (37 Min.)


Gestern starb der Gitarrist Paco de Lucía im Alter von 66 Jahren in Mexiko. Neben Solo-Alben spielte er unter anderem mit Chick Corea, Al Di Meola oder John McLaughlin stilbildende Platten ein. Ein Nachruf auf sueddeutsche.de und ein Gespräch mit dem Musikredakteur von Dradio Kultur Thorsten Bednarz würdigen den Musiker. Hier ist er live beim Montreux Jazz Festival 2012 zu sehen (61 Min.):

Spätaffäre vom 25.02.2014 - Für die Ohren

Der Filmemacher Marcel Ophüls, gerade zur Konferenz "Krieg erzählen" in Berlin, spricht im Interview mit Christine Watty auf Deutschlandradio Kultur über die Möglichkeiten des Dokumentarfilms und der filmischen Kriegsreportage und wie man versuchen muss, "der Wahrheit nachzujagen". Aber was den Krieg angeht, meint Ophüls, ist der Film anderen Künsten nicht überlegen. Zur Not könne man auch über ihn singen, sagt er, und stimmt Brassens Chanson "La guerre de 14-18" an. (17:29 Min)

"Wir kamen damals zusammen, wie zwei Intellektuelle, die am selben Knochen nagen", so erinnert sich Theodor W. Adorno im Rückblick an seine erste Begegnung mit Walter Benjamin 1923 im Frankfurter Café Westend. Als Fortsetzung ihrer Gespräche entwickelt sich ein Briefwechsel, der intensiviert wird durch die Lebensbedingungen des Exils. Hier ein Auszug aus dem Briefwechsel zum Hören, gelesen von Martin Wuttke und Hanns Zischler, kommentiert von Henri Lonitz. (12 Tracks, zusammen ca. 180 Minuten.)