9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

Medien

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9punkt - Die Debattenrundschau vom 30.01.2019 - Medien

Den französischen Medien brachten die Gilets jaunes (die die Medien hassen) einen ungeahnten Aufschwung, berichtet Jürg Altwegg in der FAZ. Und ein alter bekannter mischt auch mit: "RT (vormals Russia Today) versucht, sich als Leitmedium der 'Gilets Jaunes' zu profilieren. Seine Redakteure interviewen ohne Zurückhaltung auch jene Vertreter der Revolte, die groteske Verschwörungstheorien verbreiten und als notorische Antisemiten und Rassisten bekannt sind."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 29.01.2019 - Medien

In Deutschland möchte Mathias Döpfner Journalisten aus den sozialen Medien holen (unser Resümee). In den USA behauptete der New-York-Times-Kolumnist Farhad Manjoo, dass Twitter den Journalismus zerstöre. Leute, die selbst mächtige Plattformen haben, können leicht meckern, erwidert Jeff jarvis bei Medium. Die Journalisten sollten das Gespräch suchen, statt sich von den Hallräumen der Öffentlichkeit abzuwenden. Und "ich stimme dem technologischen Determinismus und der moralischen Panik, die dem Instrument die Schuld geben, nicht zu. 'Twitter ruiniert den amerikanischen Journalismus', sagt Manjoo. Nein, Journalisten sind für den Zustand des amerikanischen Journalismus verantwortlich. Sie haben niemanden zu beschuldigen, außer sich selbst, wenn sie sich zu früh mit unbestätigten Informationen und voreiligen Schlüssen auf eine Geschichte stürzen..."

Die Preise für Printzeitungen in den USA haben sich in den letzten zehn Jahren drastisch erhöht, und noch mehr, wenn man über einen längeren Zeitraum blickt, schreibt Joshua Benton im Neimanlab mit Blick auf eine Studie zum Thema: Ein New-York-Times-Abo kostete 2001 130 Dollar und heute 1.000 Dollar. "Der größte Preistreiber war die Los Angeles Times, die vor zehn Jahren bei ziemlich niedrigen 104 Dollar startete und heute 624 Dollar für die Lieferung nach Haus verlangt. Aber insgesamt erhöhten Zeitungen ihre Preise um den Faktor 2 bis 2,5. Einzelausgaben in der Woche haben sich sogar grob verdreifacht." Benton geht nicht auf die Frage ein, ob sich nicht auch gleichzeitig noch der Inhalt der Zeitungen verknappte (wie das in Deutschland vielfach der Fall sein dürfte). Er schließt: "Mehr Geld aus den loyalsten Kunden herauszuholen, ist eine gute Sache. Es ist buchstäblich der einzige strategische Schachzug, der im letzten Jahrzehnt wirklich funktionierte."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 28.01.2019 - Medien

Jürn Kruse stellt in der taz eine Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung über die Lage der Freien in den öffentlich-rechtlichen Anstalten vor. "Zentrale Ergebnisse: 94 Prozent der Befragten fühlen sich gegenüber Festangestellten benachteiligt. 66 Prozent bekommen laut eigener Aussage für die gleiche Arbeit weniger Geld als Festangestellte. 70 Prozent der Befragten wären lieber festangestellt."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 26.01.2019 - Medien

Buzzfeed hat in dieser Woche zweihundert Mitarbeiter entlassen, Verizon Media bei der HuffPost und bei Yahoo News achthundert. Außerdem gibt es Gerüchte, dass Buzzfeed mit dem Video-Dienst Group Nine fusionieren können. In der Columbia Journalism Review sieht Alex Pareene schwarz: "Für eine Branche, die an Entlassungen gewöhnt ist, sollte dies inzwischen normal erscheinen. Doch in dieser Woche fühlt es sich apokalyptischer als üblich an. Denn diese 'Korrekturen' betreffen die digitalen Medien, die bisher als die Überlebenden galten." Pareene fordert daher, die Plattformen zu regulieren: "Über Jahre subventionierte die amerikanische Post die Lieferung von Zeitschriften und Magazinen über vergünstigte Preise. Hätte sie operiert wie heute die Plattformen oder ISP, dann hätten die Leser beim Postamt zahlen müssen, um Esquire geliefert zu bekommen, und das Magazin hätte keinen Pfennig gesehen."

In der SZ ist Jürgen Schmieder nicht nur begeistert von neuen Docudramas wie "Surviving Kelly" oder in "Leaving Neverland", in denen Prominenten ungeheuer emotionalisiert der Prozess gemacht wird: "Es ist wichtig, dass es diese Dokumentarfilme und -serien gibt, als Plattformen für Opfer, als Anstoß für Debatten, als Auslöser für Ermittlungen. Diese Werke allerdings erheben jedoch bisweilen nicht nur die Anklage, es findet vielmehr eine Art öffentliche Verhandlung statt, eine verfilmte Paralleljustiz mit oftmals sehr deutlich ausgesprochenen Urteilen - und sie verführen den Zuschauer aufgrund der Dramaturgie dazu, dieses Urteil zu übernehmen, nicht selten verbunden mit dem Hinweis, dass sich Promis ohnehin durchs Justizsystem schlängeln würden, ohne jemals ernsthaft zur Verantwortung gezogen zu werden."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 25.01.2019 - Medien

Michael Bröcker, seit 2014 Chefredakteur der Rheinischen Post, widerspricht bei kress.de Mathias Döpfner, der neulich als Chef der Springer Verlags und Hauptlobbyist der Zeitungsverleger gefordert hatte, dass sich Journalisten aus sozialen Netzwerken zurückziehen sollten (unter anderem weil ihre Präsenz dort eher ihnen selbst als den Verlegern nutze, unser Resümee). "Abstinenz ist keine Lösung", meint dagegen Bröcker - schon weil das Leben nun mal in den Netzen tobt: "Die sozialen Netzwerke sind die Gartenpartys und Stammtische des 21. Jahrhunderts. Es wird geschimpft und gezetert, es wird gelogen, verleumdet und professionell desinformiert, aber es ist auch viel Kluges und Anregendes dabei. Wie im realen Leben auch. Und die Mitgliederzahlen wachsen. Es wäre Zukunftsverweigerung, wenn Redakteure sich dem verweigern.... Geprüfte Informationen sind eine kostbare, weil knappe Ware im Netz. Wir brauchen mehr davon."

Außerdem: Ann Marie Lipinski bespricht für die New York Times das neue Buch des ehemaligen Guardian-Chefredakteurs Alan Rusbridger, der in "Breaking News - The Remaking of Journalism and Why It Matters Now" auf zwanzig Jahre Medienwandel und Zeitungskrise zurückblickt.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 21.01.2019 - Medien

Die geplante europäische Urheberrechtsreform ist vorerst gescheitert: am Einspruch von elf Ländern, darunter Deutschland, meldet Zeit online. In der Welt ist Christian Meier empört: Google und Youtube haben sich mit Anzeigen gegen die Reform ausgesprochen. "In den vergangenen Tagen waren in den sozialen Netzwerken Screenshots von Google-Suchseiten aufgetaucht, die an vielen Stellen weiß waren. Die Botschaft dahinter: So könnte eine Google-Suche mit einem Leistungsschutzrecht aussehen, nämlich unvollständig. Auch die Verbreitung dieser Bilder ist freilich Teil des Kampfes um die Reform, die amerikanische Tech-Unternehmen stärker als bisher in die Verantwortung nehmen soll. ... Drohungen dieser Art sind Teil des erbittert geführten Kampfes inner- und außerhalb der politischen Arena, bei dem die Unternehmen auch ihre Nutzer auf der ganzen Welt mobilisieren wollen, um ihre wirtschaftlichen Interessen zu wahren." Das käme den Zeitungen natürlich nie in den Sinn!

Die Argumentation der europäischen Zeitungen zum Leistungsschutzrecht auf Zitate könnte auf die Zeitungen selbst zurückfallen, meint Ronnie Grob, der sich in der NZZ gegen die Idee wendet, Zitatschnipsel rechtlich zu schützen: "Denn könnte nicht jeder, der in einer Zeitung zitiert wird, behaupten, die Zeitung verdiene hier Geld mit einer Leistung, die sie nicht selbst erbracht habe? Wer folglich seine Leistung, also die Aussage, mit einem 'Leistungsschutzrecht' schützen will, schickt einfach eine Rechnung an die Zeitung, die das Zitat genutzt hat. Von der Automatisierung abgesehen ist es exakt das gleiche Vorgehen. Es wäre das Ende einer freien Kommunikation."

Libération präsentiert ein Riesen-Onlinedossier zur Frage, warum das Vertrauen in den Journalismus zurückgegangen ist. Anlass sind die Attacken, denen Journalisten von Seiten der Gelben Westen ausgesetzt waren - die bis hin zu körperlichen Angriffen gingen: "Die Bewegung der Gilets jaunes konfrontiert die Medien mit dem Misstrauen, dem sie in einem großen Teil der Öffentlichkeit ausgesetzt sind", heißt es in der Einleitung: "Das Wort ist schwach: In diesem Stadium wäre es besser, über Wut, Abscheu und sogar Hass zu sprechen. Bei Journalisten wird die Situation als ungerecht wahrgenommen. Noch nie zuvor waren Journalisten so gut ausgebildet wie heute, so versiert in ethischen Fragen und so bewusst, dass Information auch Fallstricke bietet." In dem Dossier werden 25 Journalisten um eine Analyse gebeten, woher der Hass kommt - ein Punkt ist, dass die Journalisten sozial eine sehr homogene Gruppe bilden.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 19.01.2019 - Medien

Ziemlich abgestoßen schildert Boris Reitschuster in der FAZ, wie russische Medien den Mord an Oppositionspolitiker Boris Nemzow ausschlachten und vor allem seine letzte Begleiterin verunglimpfen.
Stichwörter: Russische Medien

9punkt - Die Debattenrundschau vom 15.01.2019 - Medien

Meedia publiziert dankenswerter Weise ein sehr lesenswertes dpa-Interview mit Springer-Chef und Verlegerpräsident Mathias Döpfner, der recht klare Worte zur Relotius-Affäre findet ("Das Problem, dass einstweilen aus dem 'Sturmgeschütz der Demokratie' ein 'Luftgewehr der Fantasie' geworden ist, das muss der Spiegel lösen") und ein erstaunliches Statement zur Präsenz von Journalisten in sozialen Netzen abgibt: "Die eigene Präsenz von Journalisten in sozialen Medien erscheint mir zunehmend problematisch. Die Idee, dass der Vertreter einer Medienmarke rein privat twittern oder auf Facebook posten kann, ist absurd. Kein Mensch kann das unterscheiden. Ein Chefredakteur oder Redakteur ist dort keine private Person. Deshalb wird viel zu schnell geschrieben, was am Ende der Marke abträglich ist. Am Ende dienen diese Aktivitäten allenfalls der Person, sehr selten dem von ihr vertretenen Medium. Ich empfehle allergrößte Zurückhaltung, wenn nicht gar vollkommene Enthaltsamkeit."

Wie fremd die Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen sind, wenn man an die Nutzeroberflächen von Netflix gewöhnt ist, hat taz-Autor Tilman Baumgärtel erfahren, als er die Folgen der gerade wiederholten "Holocaust"-Serie in den ARD-Mediatheken suchte: "Hier wird man von einer schematischen Ordnung und hölzernen Rubriken empfangen, durch die man sich selbst hindurch navigieren muss: Serien, Comedy, Dokumentarfilme, 'Tagesschau'. Wer eine bestimmte Sendung sucht, weiß besser Bescheid über die Struktur der öffentlich-rechtlichen Anstalten."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 12.01.2019 - Medien

Am Dienstag zitierten wir eine Kolumne von von Götz Aly, der das Schweigen der Juroren all der vielen Journalistenpreise für Claas Relotius kritsierte (unser Resümee). Namen nannte Aly nicht. Auf Facebook zirkuliert die vollständige Version von Alys Artikel, bevor der folgende Absatz der kollegialen Rücksichtnahme durch die Chefredaktion der Berliner Zeitung zum Opfer fiel: "Diejenigen, die Relotius in den verschiedensten Jurys blindlings hochgejubelt haben, hüllen sich in Schweigen - so, als hätten sie mit dem Fall überhaupt nichts zu tun. Lügen funktionieren aber dann besonders gut, wenn der Lügner - gleich dem Hauptmann von Köpenick - genau das tut, was sein Publikum erwartet. In jenen Jurys, die Lügenwerke von Claas Relotius zigfach auszeichneten, saßen unter anderem, hier in alphabetischer Reihenfolge genannt: Gehard Fürst (Bischof, Diözese Rottenburg-Stuttgart), Tina Hassel (ARD), Brigitte Huber (Chefredakteurin, Brigitte), Claus Kleber (ZDF), Friedrich Küppersbusch (TV-Produzent), Markus Lanz (Moderator), Caren Miosga (ARD), Ines Pohl (Chefredakteurin, Deutsche Welle), Evelyn Roll (Journalistin, Autorin); Theo Sommer (vormals Chefredakteur der Zeit), Jörg Thadeusz (Moderator, WDR), Ulrich Wickert (Stifter). Die Liste ließe sich erheblich verlängern, zumal es im Fall des viermal an Relotius verliehenen Deutschen Reporterpreises noch üppig besetzte Kommissionen zur Vorprüfung der eingereichten Texte gab."

Auch das Reporter-Forum, das Relotius mehrfach ausgezeichnet, hat die Texte von seiner Website genommen, berichtete schon vor ein paar Tagen Kurt Sagaz im Tagesspiegel. Das gilt auch für "Texte in der Süddeutschen Zeitung, die an das Reporter-Forum die 'dringende Aufforderung' geschickt hat, die nominierten Beiträge von der Seite zu nehmen." Beim Reporter-Forum datiert die letzte Meldung vom 20. Dezember, mit dem Versprechen: "Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden."

Dem Neuen Deutschland geht es nicht so gut. Das Überleben der Zeitung hängt von der Linkspartei ab. Und dann ist da noch die Frage, wem das höchst wertvolle Grundstück gehört, wo die Zeitung ihren Sitz hat. Anne Fromm berichtet für die taz: "Zu DDR-Zeiten, als das nd noch Propagandaorgan war, arbeiteten dort mehr als 500 Menschen, eine Million Exemplare wurden täglich verkauft, überregionale Konkurrenz gab es praktisch nicht. Heute sind es bei hundert Mitarbeitern noch gut 22.000 Exemplare, Tendenz sinkend. Alle Tageszeitungen kennen diese Entwicklung. Nur läuft sie beim nd schneller ab, weil die Leserschaft älter ist und stirbt. Der Großteil der nd-Leser sind alte Ostdeutsche. Manche in der Linkspartei sagen, dass die Zeitung vor allem in Ostberliner Altenheimen stark sei."

Der russische Propagandasender Russia Today hat ein Problem: Er sucht eine europäische Sendelizenz. Trotz des Engagements eines ehemaligen MDR-Chefredakteurs (unser Resümee) dürft RT deutsch wegen seiner staatlichen Finanzierung allerdings keine Chance auf eine Sendelizenz in Deutschland haben, schreibt Timo Niemeier bei dwdl.de: "Übrigens hat auch die Deutsche Welle, die aus dem Bundeshaushalt finanziert wird, keine deutsche Rundfunklizenz. Die braucht sie aber auch nicht, weil sie ja ein Auslandssender ist. RT muss sich bald aber wohl ganz zwangsläufig um eine Lizenz in einem europäischen Land kümmern, will man auch nach dem Brexit europaweit empfangbar bleiben. Derzeit ist der Sender bei der britischen Ofcom lizenziert."

Außerdem: Meedia berichtet, dass die einst mit großem Trara gestartete deutsche Ausgabe der Huffington Post eingestellt wird. "Die Maßnahme kommt auch deshalb überraschend, weil Burda erst im vergangenen Oktober den Umzug der HuffPo in die Haupstadt angekündigt und zum Jahreswechsel auch weitgehend vollzogen hatte." Noch immer ist die Reichweite herkömmlicher Medien stärker als jene von alternativen Kanälen, schreibt Rainer Stadler in der NZZ.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 11.01.2019 - Medien

Felix Stephan versucht für die SZ den Unterschied zwischen einer literarischen Reportage, die den Namen verdient, und jenem weltanschaulichen Gefühlsjournalismus, der Claas Relotius einen solchen Erfolg sei seinen Kollegen und Vorgesetzten brachte, herauszuarbeiten. Die einen "formulieren die eigene Voreingenommenheit, stellen erkenntnisstiftend ihre eigene Ratlosigkeit aus, ihr Staunen und, wenn nötig, Unverständnis. Bei Relotius hingegen passt immer alles zusammen, eins führt zum anderen, alles fügt sich zu einem Ganzen, als hätte es die vergangenen 150 Jahre Erzähl- und Erkenntnistheorie nicht gegeben."

Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen sieht die Kritik am Twitter-Ausstieg des Grünen-Politikers Robert Habeck als Symptom einer hysterisierten Öffentlichkeit, in der die Medien nicht unbedingt die Heldenrolle spielen. Die oft hämische Kritik an Habeck  sei "Ausdruck einer fatalen Neigung zur Sofort-Skandalisierung von Stilfehlern. Und es wird offenbar, dass Dauerkommunikation und Ad-hoc-Erreichbarkeit inzwischen als politische Kernkompetenzen gelten - frei nach dem Motto: 'Nur wer rund um die Uhr auf Sendung ist, erfüllt die Anforderungen der neuen Zeit. Aber wer mal daneben liegt, den machen wir so richtig fertig!'"

Das sind auch so Medienmeldungen. Der ehemalige MDR-Chefredakteur Wolfgang Kenntemich geht zum russischen Propagandasender RT Deutsch, berichtet turi2 unter Bezug auf eine nicht online stehende Bild-Meldung: "Bild-Chefreporter Peter Tiede zitiert aus einer Mail Kenntemichs: Demnach sei er im Auftrag einer Anwaltskanzlei dabei, einen Beirat für RT Deutsch zu bilden. Deutschen Verhandlungspartnern biete er an, Russland könne Repressalien gegen die Deutsche Welle lockern, falls die Sendelizenz erteilt wird. Kenntemich, der früher selbst für Bild schrieb, äußert sich nicht."

Nachdem die Branche bei Claas Relotius nicht so genau hinsah und ihn lieber mit Preisen überhäufte, fragt sie beim Schriftsteller Robert Menasse um so dringender nach. Kann es sein, dass er noch irgendwo ungenau zitiert hat? Martin Reeh hat für die taz nun recherchiert , dass ein Jean-Monnet-Zitat Menasses nicht aufzufinden ist.