MargitCarstensen ist tot. In den Siebzigern zählte sie zu den wichtigsten und präsentesten Schauspielerinnen aus der Fassbinder-Family. Unvergessen sind ihre Performances in "Martha" und "Die bitteren Tränen der Petra von Kant", später arbeitete sie auch für Christoph Schlingensief in prägnanten Rollen. Unter den Fassbinder-Schauspielerinnen war sie "die mit der aristokratischsten, ladyhaftesten Ausstrahlung und mit dem sibyllinischsten Lächeln", schreibt Christine Dössel in der SZ. Carstensen hatte "eine zittrige Nervosität" und "die Ausstrahlung einer wehen Salonschönheit. Für Rainer Werner Fassbinders Melodramen und extrakünstliche Ästhetik brachte sie eine kongeniale Aura mit. Die von ihm verlangte Künstlichkeit konnte sie bis ins Puppenhafte treiben, wobei sie stets geheimnisvoll wirkte, unergründlich noch in der devotesten Rolle." In der Weltblickt Hanns-Georg Rodek auf die mitunter von starken Konflikten geprägte Zusammenarbeit zwischen Fassbinder und Carstensen.
In einem Filmdienst-Essay befasst sich Patrick Holzapfel anlässlich des Kinostars von LauraCitarellas "Trenque Lauquen" (unser Resümee) mit dem zeitgenössischen KinoArgentiniens, das "reich, wundersam und eigenwillig daherkommt." Man könne "getrost sagen, dass die Kinematografie dieser von Geschichte und ökonomischen Wirklichkeiten geschundenen Nation den eingeschlafenen Möglichkeiten fiktionalen Erzählens mannigfach Wege aufzeigt, die es lohnt, weiter zu verfolgen." Insbesondere die Produktionsfirma El Pampero Cine tritt hier hervor: Unter anderem "Mariano Llinás, Alejo Moguillansky oder Laura Citarella erproben dort seit 2002 ein gleichermaßen auf Innovation und Tradition schielendes Kino, das sich nicht nur inhaltlich und formal, sondern auch in Bezug auf Produktionsmechanismen von industriellen Vorgehensweisen abhebt. Unabhängigkeit wird zur Essenz filmischer Arbeit erklärt, Freiheit bleibt als sich formal übertragendes Gefühl dieser Unabhängigkeit."
Besprochen werden AxelRanischs "Orphea in Love" (ZeitOnline, unsere Kritik hier), die BluRay-Ausgabe von Sogo Ishiis "Crazy Thunder Road" aus dem Jahr 1980 ("eine lustvoll gestaltete Fratze eines seriösen Films", schwärmt Robert Wagner auf critic.de) und der neue "Spider-Man"-Animationsfilm (Standard, mehr dazu bereits hier).
Dem Wesen des Geheimnisses auf der Spur: "Trenque Lauquen" von Laura Citarella Rund um die argentinische Kleinstadt Trenque Lauquen häufen sich die rätselhaften Ereignisse: Unter anderem taucht ein Gestaltwandler aus einem See auf. Regisseurin LauraCitarella lässt diese Geheimnisse in ihrem gleichnamigen Film lange stehen, schreibt Bert Rebhandl in der FAZ. "Offenheit ist das wichtigste Prinzip in diesem außergewöhnlichen zweiteiligen vierstündigen Erzählkunstwerk, in dem es vor allem darum zu gehen scheint, Spuren auszulegen, die sich dann in der Landschaft verlaufen." Es ist ein Film, der zwar "deutlich in die offene Wildnis der unbezähmbaren Fantasie" führt, doch "von einer surrealistischen Beliebigkeit findet sich hier nichts. Stattdessen gibt es an der Naht zwischen den beiden Teilen auch einen politischen Gegenwartsbezug, als nämlich rund um die 'Lagune' auch Spekulationen über unrechtmäßige Privatisierung auftauchen."
Es gibt kaum "Vergleichbares im Kino von heute", findet Rüdiger Suchsland auf Artechock: "Wir haben es mit einem großen, sehr ungewöhnlichen Werk zu tun, das keine Zusammenfassungen oder Vereinfachungen zulässt, das ein Rätsel ohne mögliche Lösung präsentiert, und eher das Wesen des Geheimnisses erforscht - des Geheimnisses der Liebe, des Kinos, der Identität selbst." Auch Tagesspiegel-Kritiker Andreas Busche staunt über "ein seltenes Exemplar aus dem Reich der Kinomythen".
Weitere Artikel: Die Welt hat Daniel Kothenschultes Ende der Zehnerjahre geführtes Gespräch mit dem kürzlich verstorbenenKennethAnger online nachgereicht. Besprochen werden AxelRanischs Opernfilm "Orphea in Love" (Tsp, critic.de, mehr dazu hier), Ti Wests Horror-Hommage "Pearl" (critic.de, unsere Kritik hier), der Animationsfilm "Spider-Man: Across the Multiverse" (Tsp, Filmdienst, Welt, mehr dazu bereits hier), AstarElkayams "Two" über den Kinderwunsch eines lesbischen Paars (taz) und David Wagners "Eismayer" (taz).
Selbstironisch und bodenständig: "Orphea in Love" von Axel Ranisch Axel Ranisch hat mit "Orphea in Love" ein Opern-Kino-Mashup gedreht und den Orpheus-Mythos dabei gut durchgequirlt. Perlentaucherin Olga Baruk hatte ihre helle Freude daran: Der Berliner Regisseur Ranisch hat "eine großartige Komödie geschrieben (in Ko-Autorschaft mit Sönke Andresen und Dennis Pauls) und inszeniert. Sie ist komisch, lustvoll, rasend und ein bisschen Herzkino-like. bodenständig und warm. Sie macht sich über die aufgeblaseneLeere mancher moderner Theaterinszenierungen lustig und handelt vor allem davon, dass die wahre Kunst nicht zwangsläufig große Bühnen oder besondere Zugangsvoraussetzungen braucht, und dass das Schöne für alle da ist." SZ-Kritiker Fritz Göttler lässt sich von MirjamMesak als Orphea gerne mitreißen: Diese spielt "ohne jede Spur von Divenhaftigkeit, dynamisch wie die Kinofrauen der Fünfziger, Debbie Reynolds, Moira Shearer, Jean Seberg. Unerschrocken rennt sie, wie vom Höllenfürsten verlangt, gegen die sieben Türen an, die in ihre Jugend führen."
Außerdem hat Egbert Tholl für die SZ mit Ranisch über seinen Film gesprochen. Der wurde vor allem für seine Impro-Filme für wenig Geld bekannt. "Rückwirkend, nachdem ich meine ersten Opern inszenierte, musste ich feststellen, dass ich meine Filme schon immer wie Opern gedreht habe. Ich bin immer von der Musik ausgegangen." Für ihn zählt die "Sinnlichkeit in der Oper, dieser Moment, wenn die Zeit stehen bleibt und ich mich im Schutz der Dunkelheit komplett gehen lassen darf, das ist für mich der Zauber der Oper. Ich kann nicht leiden, wenn diese Offenheit von der Regie missbraucht wird, um mir einen Spiegel vorzuhalten. Deswegen sind meine Operninszenierungen auch kitschig, und meine Filme sinds auch. Aber da ist schon genug Nonsens drin - ohne Selbstironie würde Kitsch keinen Spaß machen." Bedrucktes, magisches Papier: "Spider-Man: Across the Spider-Verse" ist ein Meilenstein des Zeichentrickfilms Mit Marvel-Superheldenfilmen kann man FR-Kritiker Daniel Kothenschulte eigentlich jagen. Eine Ausnahme macht der Zeichentrickfilm-Experte allerdings für die Animationsfilm-Interpretation von Spider-Man, die mit "Across the Spider-Verse" nun in die zweite Runde geht: Dieser Film "ist nicht weniger als ein Meilenstein in der Geschichte des Animationsfilms. ... Es ist wie 1920, als die Macher des expressionistischen Stummfilms 'Das Kabinett des Dr. Caligari' verkündeten: 'Das Filmbild muss Graphik werden.'" Im Zuge werden fortlaufend "immer weitere künstlerische Stile eingeführt, manche zweidimensional, andere plastisch aber immer wieder wird daraus auch bedrucktes, magischesPapier - jener unendliche Imaginationsraum, der einst für wenige Cents verkauft wurde. ... Die Idee eines multiperspektivischen Universums ist durch sich unendlich öffnende Bildräume repräsentiert, eine Art digitaler Piranesi."
Außerdem: Cosima Lutz schreibt im Filmdienst zum Tod des Schauspielers PeterSimonischeck (weitere Nachrufe hier). Die Welt bringt ein bislang unveröffentlichtes Gespräch mit Kenneth Anger, das Daniel Kothenschulte Ende der Zehnerjahre mit dem kürzlich verstorbenen Experimentalfilmer geführt hat (Nachrufe auf Anger hier). StefanCantz, Drehbuchautor des ersten "Manta, Manta"-Films vor über 30 Jahren, verklagt die Produzenten von Til Schweigers "Manta, Manta 2", berichtet David Steinitz in der SZ: Diese hätten seine Grundlagenarbeit für das Sequel nicht entlohnt.
Besprochen werden TiWests Kunst-Horrorfilm "Pearl" (Perlentaucher, Tsp, ZeitOnline), die Horrorkomödie "Renfield" mit NicolasCage als Dracula (Presse), die Wiederaufführung von LucBessons "Im Rausch der Tiefe" (FR), der argentinische Kollektiv-Film "Trenque Lauquen" (SZ) und RobSavagesStephen-King-Verfilmung "The Boogeyman" (SZ). Außerdem informiert die SZ, welche Filme sich wirklich lohnen.
Ungehobelte Kraft: "Touki Bouki" DjibrilDiop-Mambétys senegalesischer Film "Touki Bouki" aus dem Jahr 1973 kommt wieder in die deutschen Kinos. Der Film handelt von einem jungen Paar, das in Dakar von einem Leben in Paris träumt, bei der Realisierung dieser Träume allerdings auf Hindernisse stößt. "In langen, stummfilmartigen Passagen entwickelt der Film eine originäre, brachialeBildsprache", schreibt Stefan Volk im Filmdienst. "Das expressionistische, pantomimisch-komödiantische Spiel der Protagonisten irritiert nur solange, bis man sich in die eigenwillige, oft groteske Erzählwelt Mambétys eingefunden hat. ... Bilder der Wirklichkeit und Traumvorstellungen verbinden sich zu einer lyrischoszillierendenTragikomödie. Die gedehnten, träumerischen Wahn- und Wunschepisoden, in welche die Realität unversehens hineingleitet, erinnern an das poetisch schwebende Kino Andrej Tarkowskys. Das rauschende Meer durchdringt ähnlich wie bei 'Solaris' den Film als zentrales Leitmotiv. Lange, weite Einstellungen, extreme Auf- und Untersichten fordern eingespielte Sehgewohnheiten heraus und verleihen 'Touki Bouki' einen spröden Zauber, eine ursprüngliche, ungehobelteKraft."
Außerdem: Joachim Huber bedankt sich im Tagesspiegel bei Amazon für fünf Staffeln "Wonderful Mrs. Maisel". Standard-Kritiker Bert Rebhandl empfiehlt dem Wiener Publikum das Festival "Screenwise", das sich mit Fragen des Queerfeminismus in Film und Medienwissenschaften befasst. Stephan Ahrens schreibt im Filmdienst zum Tod von KennethAnger (weitere Nachrufe hier).
Besprochen werden AxelRanischs Oper-Kino-Mix "Orphea in Love" ("Der um sich greifenden Beliebigkeit ist irgendwann nicht einmal mehr die phänomenale Hauptdarstellerin gewachsen", seufzt Lukas Foerster im Filmdienst, taz), LauraCitarellas "Trenque Lauquen" (Filmdienst), DavidWagners "Eismayer" (Filmdienst) und RobMarshalls Realverfilmung des Disneyklassikers "Arielle" (NZZ, unsere Kritik hier).
Trägt gleich beide Siegerfilme in Cannes: Sandra Hüller, hier in "Anatomy of a Fall" Mit einer Goldenen Palme für JustineTriets Gerichtsdrama "Anatomie eines Falls" (unser Resümee) und dem Großen Jurypreis für Jonathan Glazers Holocaustdrama "The Zone of Interest" (unser Resümee) ist das Filmfestival in Cannes zu Ende gegangen. In beiden spielte SandraHüller, die damit - trotz Favoritenstatus - keine Palme gewinnen konnte: Pro Film nur eine Palme, lautet eine Regel an der Croisette. Triet ist überhaupt erst die dritte Frau in der Geschichte des Festivals, die mit einer Goldenen Palme ausgezeichnet wird: Vielleicht ja "ein Zeichen, dass in Cannes tatsächlich eine neue Ära angebrochen ist und sich der Wandel, gegen alle Widerstände, möchte man fast sagen, verstetigt", mutmaßt Andreas Busche im Tagesspiegel, nachdem auch vor zwei Jahren der Preis an eine Frau ging. In anderer Hinsicht bleibt Busche skeptisch: "Ein 'Festival der Entdeckungen' hatte Frémaux angekündigt, dieses Versprechen konnte Cannes 2023 nicht erfüllen. Es war ein großartiger, stellenweise aber noch zu restaurativer Jahrgang - was sich perspektivisch, im Anbetracht eines schwindenden Arthouse-Publikums, als gewagte Strategie erweisen könnte." Dem kann Maria Wiesner in der FAZnur beipflichten: Diese "Ausgabe des Filmfestivals fühlt sich wie ein kleiner Abschied von alten Legenden an", es "braucht Nachwuchs".
Die Entscheidung für Triets Film hält Hanns-Georg Rodek in der Welt zumindest "auf den ersten Blick" für eine "erstaunliche Wahl, denn 'Anatomie' hat nichts von dem Zeitgeist, der seit Jahren aus den Siegern großer Festivals spricht: Im Cannes der Vorjahre gewannen etwa 'Triangle of Sadness' (Reich versus Arm), 'Titane' (Gender), 'Parasite' (Klassenkampf), 'Shoplifters' (neue Familienformen), 'The Square' (soziale Medien), 'Ich, Daniel Blake' (das unmenschliche Sozialsystem)." Rüdiger Suchsland von Artechockwill sich über die Auszeichnung von Triets Film nicht ärgern, er fand ihn einfach nur belanglos: "Vorläufig bleibt hier einfach mal Achselzucken". Anke Leweke ärgert sich auf ZeitOnline nicht nur darüber, dass Jonathan Glazers Film lediglich der Zweitplatzierte ist, sondern auch, dass Sandra Hüller nun auch, wie damals bei "Toni Erdmann", an der Croisette nicht ausgezeichnet wurde: Sie "Hüller spielt Frauen, an denen wir uns abarbeiten - und die wir deshalb nicht mehr loswerden". Und trotzdem, dies war Hüllers Festival, schreibt Tobias Kniebe in der SZ: Die internationale Presse feierte die deutsche Schauspielerin. Und sie "trägt beide Filme - glorreicher kann man als Schauspielerin kaum gewürdigt werden. Entsprechend königlich war ihr Strahlen auf der Bühne: Kein Hauch von Bedauern darüber, dass sie nicht zusätzlich auch noch zur 'Besten Darstellerin' ausgerufen wurde."
FR-Kritiker Daniel Kothenschulte erlebte einen "außergewöhnlichenFestivaljahrgang, der alle Spielarten des Kinos mit einer Leidenschaft umarmte, die Direktor Thierry Frémaux geradezu archetypisch verkörpert". Es war ein hoffnungsvoller Jahrgang für die Filmkunst, findet Tim Caspar Boehme in der taz: "Eine Krise des Erzählens, von der in Zusammenhang mit der Berlinale im Frühjahr viel die Rede war, ließ sich in Cannes allenfalls als Randerscheinung wahrnehmen."
Besprochen werden Laura Poitras' Dokumentarfilm "All the Beauty and the Bloodshed" über die Künstlerin NanGoldin (Jungle World, unsere Kritik hier), die Westernserie "1923" mit HelenMirren und HarrisonFord (FAZ), die Robert-de-Niro-Komödie "Und dann kam Dad" (Standard), der neue Pixar-Film "Elemental" (Welt) und die Netflix-Serie "Fubar" mit Arnold Schwarzenegger (Welt).
Was Kino auch sein kann: kunstlose Kunst in "The Old Oak" Mag ja sein, dass Cannes in diesem Jahr mehr denn je alte Männer und Platzhirsche der Filmkunst präsentiert hat, schreibt Andreas Busche im Tagesspiegel. Aber dafür lag eben auch ein "goldener Glanz über dem Festival". Und dann kam zum Ende auch noch KenLoach mit "The Old Oak" über Spannungen in einer ehemaligen Bergarbeiterstadt im Norden Englands, als dort Flüchtlinge aus Syrien ankommen. "Es wurde in den vergangenen Tagen viel über den Zustand der Filmkunst gesprochen, die in diesem Jahr seit Langem wieder mal dem eigenen Anspruch des Cannes Festivals entspricht. Wie kann die Filmkritik hier also einem Film gerecht werden, der weder ästhetisch ambitioniert ist noch erzählerisch Neuland betritt. Sondern der mit einfachsten Mitteln so vehement und empathisch etwas über den Zustand der Welt erzählt, dass es im Kinosaal anschließend für einen Moment ganz still wird? ... Zwischen all der Filmkunst in diesem Jahr wird einem plötzlich wieder bewusst, was Kino eben auch sein kann."
Außerdem vom Festival: Für den Filmdienstunternimmt Josef Lederle Streifzüge durch die Nebensektionen des Festivals, um zu überprüfen, ob es "neben seinen vielen Rollen auch Stoffe und Denkweisen präsentiert, die sich gängigen Mustern entziehen". Tobias Kniebe plauscht in der SZ mit der neuen Präsidentin des Festivals, IrisKnobloch. Besprochen wird Wim Wenders' "Perfect Days" (taz, ZeitOnline, Filmdienst, mehr dazu bereits hier). Außerdem liefertArtechock fleißig Notizen und Podcasts vom Festival.
Abseits vom Filmfestival in Cannes: Alexander Menden geht in der SZ auf die Knie vor den Dialogen der sich eben ihrem Ende nähernden HBO-Serie "Succession", der es tatsächlich nochmal gelungen ist, ein weltumspannendes Popkultur-Phänomen zu werden: "Das ist es, was Succession zu einem so komplexen, befriedigendenErlebnis macht: Armstrong und seinem Team ist es gelungen, über vier Staffeln hinweg Menschen zu zeigen, deren Leben so grotesk und abgehoben ist, dass sie sich durch ihre schiere Existenz selbst parodieren. Und die dennoch, trotz mangelnder Fallhöhe, in ihrer Versehrtheit die exemplarische Tragik und Eloquenz eines dynastischen Renaissance-Dramas erreichen. 'Ich bin ein Mann, an dem man mehr gesündigt, als er sündigte', klagt König Lear. Das würde Logan Roy - zu Unrecht - sicher auch für sich in Anspruch nehmen. Aber er würde immer hinzufügen: 'Fuck off'."
Besprochen werden der auf Paramount gezeigte Neo-Western "1923" mit HelenMirren und HarrisonFord (Tsp), die Amazon-Fantasyserie "Der Greif" nach dem gleichnamigen Roman der Hohlbeins (FAZ, ZeitOnline), Peter Thorwarths auf Netflix gezeigte Nazi-Groteske "Blood & Gold" (Tsp, SZ),
Lust am Okkultismus: "Lucifer Rsing" von Kenneth Anger Die Feuilletons trauern um den Avantgarde-Filmer, Queer-Cinema-Pionier und den berüchtigten Hollywood-Gossip-Meister KennethAnger (auf internationale Nachrufe verwiesen wir bereits gestern). Er war "der ungeheuerlichste Filmemacher der Welt", schreibt Katharina J. Cichosch in der taz. "Anger lieferte Avantgarde in jeglicher Hinsicht: Gay Cinema, Underground, Okkultismus, Mediensatire - tauchte alles auf, weit bevor es Einzug in den Filmmainstream erhielt. Die Vermählung aus Popmusik und Film? Hat er schon in den 50ern vorweggenommen. Generationen an Filmemacher:Innen zehrten von seiner Ästhetik. Seine Filme folgten stets dem Credo: Je mehr Oberfläche, umso mehr Abgrund." FAZ-Kritiker Claudius Seidl erblickt in dem Filmkünstler den "AlbtraumHollywoods, einen der Männer, vor denen Eltern ihre Kinder und Lehrer ihre Schüler warnen. Es schien ihn eine Schwärze zu umgeben, ein Dunkel, vor dem sich jeder anständige Mensch erst einmal fürchtet, bevor er eine unbeleuchtete Gasse oder einen tiefen Keller betritt. Kenneth Anger war die Verkörperung aller unamerikanischen Umtriebe - und zugleich war er dabei natürlich so amerikanisch, wie es die Filme von David Lynch und Martin Scorsese sind oder die Rückseiten der Bilder von Paul Schrader und Quentin Tarantino." Weitere Nachrufe schreiben Barbara Wurm (Standard), Jürg Zbinden (NZZ) und Willi Winkler (SZ). Wenn das Glück in den Augen strahlt: "Perfect Days" von Wim Wenders In Cannes hatte WimWenders' zweiter Film seinen Auftritt (die Kritiken zu seinem Porträt über Anselm Kiefer resümierten wir hier): Sein in Japan entstandener "Perfect Days" erzählt von dem Toilettenputzer Hirayama, mit dem offenbar so mancher Festivalfilmkritiker gerne tauschen möchte, so glücklich und beseelt wirkt er in all seinem Tun. Gespielt wird er von KojiYakusho, der in Japan als Filmstar gefeiert wird, wie Daniel Kohtenschulte in der FRinformiert: Der von ihm dargestellte Hiarayama "vollbringt seine Arbeit mit der Würde eines einsamen Samurai, wobei ihm allerdings die japanische Liebe zu Ästhetik im Alltag zugute kommt. Viele der öffentlichen Klohäuschen in Tokio sind bewunderte Meisterwerke funktionaler Architektur, und selbst die Uniform des Personals wirkt ausgesprochen stilvoll. ... Neben Kaurismäkis liebenswertem Beitrag ist es schon die zweite Chaplineske im Wettbewerb, und man bewundert die Selbstverständlichkeit abseits aller Prätention." Mit diesem Schauspieler hat Wenders einen echten Glückstreffer gelandet, findet Maria Wiesner in der FAZ. Yakusho "spielt den wortkargen Hirayama mit ausdrucksstarken Augen, in denen man Momente kurzer Freude sogar hineinhuschen sieht, wenn der Rest des Gesichts beim Untertauchen im öffentlichen Onzenbecken unter der Wasserfläche verschwindet." SZ-Kritiker Tobias Kniebe erlebte einen "Film der Kontemplation und Genügsamkeit, noch minimalistischer als sonst bei" Wenders. Und für Marie-Luise Goldmann ist dieser Film der "vielleicht perfekteste aller Wim-Wenders-Filme". Die NZZ hat mit Wenders gesprochen.
Tim Caspar Boehme von der tazsah derweil in Cannes NanniMorrettis "Il sol dell'avvenire", in dem sich Morretti selbst in der Rolle eines Regisseurs inszeniert.
Weitere Artikel: Für ZeitOnlinespricht Patrick Heidmann mit der Dokumentarfilmemacherin LauraPoitras über deren Dokumentarfilm "All the Beauty and the Bloodshed" (unsere Kritik) und den Niedergang des Investigativjournalismus in den USA. Kurt Sagatz spricht im Tagesspiegel mit SebastianMarka, der für Amazon Wolfgang und Heike Hohlbeins Fantasyroman "Der Greif" als Serie adaptiert hat.
Besprochen werden RobMarshalls Realverfilmung des Disney-Zeichentrickklassikers "Arielle, die Meerjungfrau" (Standard, unsere Kritik hier), die Netflix-Serie "Fubar" mit ArnoldSchwarzenegger (ZeitOnline, Presse, FAZ) und die zweite Staffel der ARD-Serie "MaPa" (BLZ).
Ondulierte Zuckerwatte im pastelfarbenen Puppenhaus: Wes Andersons "Asteroid City"
"Augenblicklich dominiert in Cannes eine berückende Kombination von Style & Stars", schreibt Josef Lederle im Filmdienst. Der Grund: WesAndersons "Asteroid City" hatte Premiere - und der verschrobene US-Autorenfilmer fährt in seinem Ensemblefilm mal wieder eine ganze Fußballmannschaft an Stars auf. Es geht um ein Kaff in New Mexiko in den Fünfzigern, in dessen Nähe mal ein Meteorit heruntergekommen ist. Das "Spiel mit Farben, Einstellungen und Bildausschnitten" macht den Film "zu einem schwelgerischen Kino der puren Schaulust", freut sich Lederle. Andreas Busche vom Tagesspiegeltaucht zwar tief ein in die "saturierten Pastellfarben eines hyperartifiziellen Westernsettings." Aber "die Selbstbezüglichkeit der Schauwerte ... produziert nicht mehr als hübsch ondulierteZuckerwatte. Wenn Stars in diesen überbordend ausgestatteten Kino-Dioramen ausdruckslos ihre Sätze aufsagen (ein Highlight ist ein sprachloser Jeff Goldblum als spindelbeiniger Außerirdischer), stellt sich leicht Genügsamkeit ein." Für Standard-Kritikerin Valerie Dirk steht der Film für eine Tendenz des Festivals in seiner zweiten Woche: "Der Realismus hat sich aus den Kinosälen der Croisette verabschiedet, nachdem die Anfänge von Authentizität und realen Begebenheiten geprägt waren." Marie-Luise Goldmann und Jan Küveler streiten in der Welt, ob Anderson mit diesem Film nun seinen Höhepunkt erzielt hat oder seinen Niedergang einläutet.
Kino über den Genuss: "La Passion de Dodin Bouffant" Rüdiger Suchsland von Artechockschwärmt von Tran An Hunghs "La Passion de Dodin Bouffant": "Auf den ersten Blick handelt es sich um staatstragendes französisches Starkino mit Juliette Binoche und Benoit Magimel in den Hauptrollen. Auf den zweiten Blick aber ist dies sehr viel mehr: Nämlich ein Film über die Kunst; über Geschmack; über die feinen Unterschiede; über Eleganz und Anmut; über alles das, was dem allermeisten Kino fehlt und vielleicht unserer Zeit überhaupt fehlt. Über den grassierenden Bewusstseins- undKulturverlust."
Mehr vom Festival: Dunja Bialas sammelt für Artechock Verstreutes auf. Bert Rebhandl porträtiert im Standard die Schauspielerin LilyGladstone, die im neuen, in Cannes gezeigten Scorsese-Film "Killers of the Flower Moon" alle Kritiker in ihren Bann zog (unser Resümee). Marie-Luise Goldmann muss für die Welt die Lupe rausholen, um die Festivalfilme mit queerem Inhalt im Programm zu finden.
Abseits der Croisette: Philipp Meier empfiehlt in der NZZ Filme aus dem Programm des japanischen Festivals Ginmaku in Zürich. Karl Fluch porträtiert im Standard die Schauspielerin HalleBailey, die in Rob Marshalls (Besprechungen beim Perlentaucher, im Filmdienst und in der FR) Realverfilmung des Disney-Animationsklassikers "Arielle, die Meerjungfrau" die Titelrolle spielt. Karsten Essen schreibt im Filmdienst zum Tod von HelmutBerger (weitere Nachrufe hier).
Besprochen werden LauraPoitras' Dokumentarfilm "All the Beauty and the Bloodshed" (Perlentaucher, taz), zwei (hier und dort online stehende) WDR-Dokumentarfilme über die rassistischen Anschläge in Solingen 1993 (FAZ), die Netflix-Serie "Fubar" mit ArnoldSchwarzenegger (TA), die Netflix-Serie "The Diplomat" (TA) und eine Barschel-Doku auf RTL+ (FAZ). Und eine traurige Nachricht aus den USA: Der Avantgarde-Filmer, Queer-Cinema-Pionier und unzuverlässige Hollywood-Historiker KennethAnger ist im gesegneten Alter von 96 Jahren gestorben. Erste Nachrufe liefern Variety, der Hollywood Reporter, die New York Times und die Washington Post. Eine Empfehlung wert ist außerdem diese Staffel des Podcasts You Must Remember This, in der es um Kenneth Angers umstrittene "Hollywood Babylon"-Bücher geht.
So gut wie früher: Aki Kaurismäkis "Fallen Leaves" Seit Montag hat AkiKaurismäkis Arbeiterklassen-Trilogie aus den Achtzigern einen vierten Teil, jubelt Daniel Kothenschulte in der FR: "Fallen Leaves" hatte im Wettbewerb von Cannes Premiere, der Film handelt (wie üblich bei Kaurismäki) in dunklen Pastellfarben von der sich vorsichtig entfaltenden Liebe zwischen zwei Arbeitslosen: "Im Universum des von ihm selbst geschaffenen, oft kopierten lakonischen Melodrams bewegt sich Kaurismäki mit schlafwandlerischer Sicherheit. Es ist, wie wenn sich unsere Lieblingsrockband von früher mit einem neuen Album zurückmeldet - was dabei aber höchst selten geschieht: Es ist so gut wie früher." Der Film spielt erneut "in einer geschlossenen, dem heroischen Losertum geweihten Aki-Kaurismäki-Welt, die nur an manchen Ecken an das reale Helsinki erinnert", schreibt Tobias Kniebe in der SZ: "Aber immerhin gibt es darin Radionachrichten, scheinbar ganz real aus der Zeit der Dreharbeiten eingeblendet. Sie handeln von russischen Raketen auf ein ukrainisches Einkaufszentrum und den toten Zivilisten im zerbombten Theater von Mariupol. Und sie passen dann doch zum Elend der Heldin, einer schüchternen Aushilfskraft, die immer wieder ihren Job verliert. In ihrer kleinen Wohnung zu Hause warten nur diese düsteren News - und die Einsamkeit." Tim Caspar Boehme macht in der taz bei so viel Wiedererkennungseffekt Einwände laut: "Zu vieles wirkt nach abgespulter Routine."
Es ist das Festival der alten Männer, stellt Hanns-Georg Rodek (65) in der Welt fest: Ein Großteil der gefeierten Filmemacher ist deutlich über 70 oder kratzt demnächst an dieser Schwelle. Über 60 sind dann eh nochmal ein paar mehr. "Cannes weiß, dass es damit ein Problem hat, in zehn Jahren wird keiner der großen Autorenfilmer mehr drehen, aber Cannes braucht sie als Marke, sie sind das Lebensblut des Festivals, nicht die Hollywood-Blockbuster, die man allerdings gerne mitnimmt. Die kommenden Almodóvars und Wenders' wachsen nicht mehr automatisch auf Bäumen, das neue Kino organisiert sich nicht mehr um Starregisseure, sie müssen aufgepäppelt werden."
Mit seiner harten Politik gegenüber den Streamern - wer in Cannes gezeigt werden will, muss seine Filme im Anschluss auch im Kino zeigen - hat Festivalleiter Thierry Frémaux genau richtig gehandelt und aufs richtige Pferd gesetzt, findet Rüdiger Suchsland auf Artechock: Es zeigt sich, dass er "gestern schon Politik für morgen gemacht hat. ... Denn jetzt kriechen alle Streamer zu Kreuze, jetzt geht es ihnen schlecht. Es gibt eine Kannibalisierung zwischen den Streamern, die alle ums Überleben kämpfen. Sie häufen alle riesige Schulden übereinander, und es ist schon jetzt klar, dass es zu einer Flurbereinigung kommt."
In der FAZ macht Maria Wiesner erste thematische Stränge im Wettbewerb aus: "Gleich vier Wettbewerbsbeiträge beginnen eine Korrespondenz überKontinenteundKulturkreise hinweg. Es geht darum, wie Menschen miteinander reden (oder nicht mehr dazu in der Lage sind), wann sie einander manipulieren und wie sie Kinder in diese Spiele hineinziehen." Konkret meint sie HirokazuKore-Edas "Monster" (über einen Lehrer, der sich Missbrauchsvorwürfen ausgesetzt sieht), JustineTriets "Anatomy of a Fall" über eine Schriftstellerin, die bezichtigt wird, ihren Mann ermordet zu haben, JessicaHausners "Code Zero" über sektenartige Ernährungsdogmen, die sich an einer Schule ausbreiten, und NuriBilge Ceylans "About Dry Grasses", in dem es ebenfalls um einen Lehrer und Missbrauchsvorwürfe geht.
Jenseits von Cannes besprochen werden LauraPoitras' Dokumentarfilm "All The Beauty and The Bloodshed" über die Künstlerin Nan Goldin (FAZ, mehr dazu bereits hier), die Horrorkomödie "Renfield" mit NicolasCage als Dracula (Standard, taz), RasmusDinesens Dokumentarfilm "Terroir - Eine genussvolle Reise in die Welt des Weins" (Filmdienst), die neunte Folge der letzten Staffel der HBO-Serie "Succession" (TA) und die Serie "Juan Carlos - Liebe, Geld, Verrat" (taz).
Sandra Hüller stellt sich der Jury ein zweites Mal in diesem Wettbewerb: "Anatomy of a Fall" Halbzeit in Cannes und gute Laune bei Tagesspiegel-Kritiker Andreas Busche, "weil der Wettbewerb in diesem Jahr auf der ganzen Linie überzeugt". Mit JustineTriets Gerichtsdrama "Anatomy of a Fall" gesellt sich ein weiteres Highlight hinzu - es ist (nach Jonathan Glazers "The Zone of Interest", mehr dazu hier und in Hanns-Georg Rodeks Besprechung in der Welt) der zweite Film dieses Wettbewerbs, in dem Sandra Hüller eine Hauptrolle spielt: Hier gibt sie eine Schriftstellerin, die bezichtigt wird, ihren Ehemann ermordet zu haben. In den Mittelpunkt des Films rückt dabei "die Anatomie einer Ehe. Die Wahrheitssuche, ob Mord oder Suizid, legt Schicht für Schicht eine komplizierte, nach einem tragischen Unfall sich langsam auflösende Beziehung offen. ... Es ist ein schauspielerischer Drahtseilakt, weil Hüllers Figur nie um die Sympathien der Jury im Gerichtssaal buhlt. 'Anatomy of a Fall' will sich keiner absoluten Wahrheit annähern", auch "weil zwischenmenschliche Beziehungen, zwischen Charakterschwächen, persönlichen Kränkungen, Egoismen sowie einer Vielzahl vertrauter Momente, am Ende immer ein Konstrukt subjektiver Erfahrungen bleiben. Gut möglich, dass Sandra Hüller in diesem Jahr ihre Palme erhält." Auch tazler Tim Caspar Boehme sieht Hüller in Höchstform: Sie "verkörpert diesen egoistischen Künstlertypus mit einer bis ins Kleinste nuancierten Ambivalenz, zwischen manipulativ und verletzlich schwankend". Auf Artechockwinkt Rüdiger Suchsland eher ab: Hüllers erster Auftritt im Festival war viel besser, dieser hier ist nur "solide, der Film als Ganzes erinnert aber mehr an gehobenes Fernsehen".
Geteilte Essstörungen unter Wohlhabenden: "Club Zero" Mit JessicaHausners Schuldrama "Club Zero" hatte eben ein weiterer Palmenfavorit Weltpremiere, schreibt Valerie Dirk im Standard. Der Film handelt davon, wie ein neues Schulfach "BewusstEssen" zu sektenartigen Verstrickungen führt. Diese "formalistische Kunstkinosatire auf die Nahrungszwänge der Bessergestellten" inszeniert die Regisseurin "in gewohnt distanzierenden, durchkomponierten Bildern mit Liebe zum designten Detail, während der Percussion- und Gesangssoundtrack die Spannung hält und Gesellschaftshorror - etwas offensiver als Tati - mit Humor versetzt. ... Trotz Satire und typisierten, auf Distanz bleibenden Figuren, hat sich auch ein Funke emotionale Tiefe in 'Club Zero' geschlichen, nämlich dann, wenn er den gefährlichen Konkurrenzdruck einer geteilten Essstörung erfahrbar macht und die Ratlosigkeit von Eltern, deren Kinder in selbstzerstörerisches Verhalten abdriften, Ernst nimmt."
Abseits von Cannes: Sandra Kegel befasst sich für die FAZ mit der Lage von Schauspielerinnen über 40, die kaum noch Rollen finden - und wenn, dann selten interessante. Zwar gibt es namhafte Schauspielerinnen in diesem Alter, die präsent und auszeichnungswürdig bleiben. Doch das sind Ausnahmen, wie eine Studie des Instituts für Medienforschung der Universität Rostock belegt: "Demnach nimmt hierzulande der Anteil von Frauenfiguren, die älter als dreißig sind, ab, während mehr als zwei Drittel der zentralen Figuren über fünfzig männlich sind. Zwar nehme das Personal mit zunehmendem Alter insgesamt ab, doch während dies bei Schauspielern ab fünfzig der Fall sei, würden ihre Kolleginnen bereits ab Mitte dreißig aussortiert. Verstärkt wird diese Entwicklung dadurch, dass Frauenfiguren mit Schauspielerinnen besetzt werden, die wesentlich jünger sind als die Rollenvorlage. 'Das führt bisweilen zu aberwitzigenKonstellationen, dass wir vierundzwanzigjährige Schauspielerinnen sehen, die im Film ein abgeschlossenes Ingenieurstudium haben, außerdem zwei Teenagerkinder und im Beruf auch noch erfolgreich sind', sagt die Schauspielerin Anke Sevenich."
Weitere Artikel: Andreas Busche (Tsp) und Johanna Adorján (SZ) sprechen mit LauraPoitras, deren (im Tagesspiegelbesprochener) Dokumentarfilm "All the Beauty and the Bloodshed" (mehr dazu bereits hier) jetzt in den Kinos anläuft. In der FAZgratuliert Claudius Seidl JoanCollins zum 90. Geburtstag. Besprochen werden A. V. Rockwells "A Thousand and One" (taz), die Realverfilmung des Disney-Animationsfilmklassikers "Arielle, die Meerjungfrau" (Welt, Tsp, Presse), ein Dokumentarfilm über MichaelJ. Fox und dessen Parkinson-Erkrankung (TA) die Comedyserie "German Genius" mit Kida Khodr Ramadan (FAZ) und die ZDF-Serie "WatchMe - Sex sells" über Erotik-Plattformen (taz).
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