Die Öffentlichkeit rätselt noch, ob der
Attentäter von Würzburg, der drei Frauen mit Messerstichen umgebracht hat, ein islamistisches Motiv hatte. Aber ein Motiv ist klar und seltsamerweise kaum benannt,
konstatiert Emma in einem nicht gezeichneten Kommentar: "Beim
Motiv '
Frauenhass' .. existiert offenbar immer noch ein blinder Fleck. Und das ist kein Zufall. Bei allen Gesetzen, die den Hass auf eine bestimmte Bevölkerungsgruppe ahnden sollen,
fehlen sie,
die Frauen. Egal, ob bei der 'Volksverhetzung' oder bei den 'Hassverbrechen'. Oder auch jetzt wieder beim Gesetz gegen 'verhetzende Beleidigung', das der Bundestag in der vergangenen Woche verabschiedete. Nationale oder ethnische Herkunft, Religion, Behinderung, sexuelle Orientierung - alle diese Gruppen sind als schützenswert im Gesetz aufgeführt. Doch die
größte Gruppe fehlt: die Frauen."
Die renommierte Autorin
Kathrin Schmidt (Buchpreis 2009 für
"Du stirbst nicht") ist der Partei "Die Basis" beigetreten und vertritt Gaga-
Positionen zu Corona, berichten Cornelius Pollmer und Marie Schmidt in der
SZ. In einem Essay zur Frage, ob Kinder gegen Corona geimpft werden sollen, "stellt sie eine Assoziation zu Experimenten an Menschen in der NS-Medizin her . ...'Es liegt mir fern, das heutige Impfgeschehen mit den NS-Menschenversuchen gleichzusetzen', heißt es weiter, doch die argumentative Struktur des Essays widerlegt seine Autorin." Vorher war Schmidt zur
Stadtschreiberin von Dresden ernannt worden, weshalb sich die SZ-Autoren jetzt die Frage stellen, ob "eine Autorin, die einem
durch keine Vernunft mehr einzuholenden Teil des Meinungssprektrums zuneigt, in einem solchen Renommier-Posten erträglich" ist? Muss man aushalten, meinen die beiden am Ende, zum Glück gibt es in Dresden ja auch die Kulturbürgermeisterin
Annekatrin Klepsch von der Linkspartei, die sagt, "die Empörungswelle, die dort vor Schmidts Antrittslesung ausbrach, habe sie animiert, diese Lesung erst recht zu besuchen und dort auch
eine Rede zu halten."
Die
Delta-Variante zeigt, dass die Coronakrise keineswegs zu Ende ist. Sie grassiert besonders in Großbritannien, wo sich auch
doppelt Geimpfte anstecken (allerdings keine schweren Symptome entwickeln). Und gleichzeitig werden heute zum Klassiker Deutschland-England
60.000 Fans ins Wembley-Stadion gelassen, notiert Michael Hanfeld in der
FAZ: "Es ist nicht nur suboptimal, was die Uefa da treibt, es ist verantwortungslos und gefährlich, man darf sagen,
verbrecherisch. Während für den Herbst mögliche Schulschließungen zur Debatte stehen, lässt der Uefa-Chef Aleksander Čeferin
2.500 Fußballbonzen ins Wembley-Stadion einfliegen und fordert die britische Regierung auf, dass die VIPs auf Quarantäne-Vorschriften pfeifen dürfen."