Die Buchmacher - Archiv

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281 Presseschau-Absätze - Seite 28 von 29

Die Buchmacher vom 27.05.2002 - buchreport.express

Der buchreport bringt neue "Wasserstandsmeldungen" aus dem Hause Libro: Die Banken "schießen auf keinen Fall weiteres Überlebens-Bargeld ein"; das angeschlagene Unternehmen kann die Mai-Gehälter an seine 2.275 Mitarbeiter noch zahlen, "schafft aber schon die Urlaubsgelder und Juni-Gehälter nicht mehr"; Gespräche mit weiteren Investoren werden geführt; die Wiener Morawa & Styria Buchhandels GmbH habe ein "gewisses Interesse" an der Übernahme einiger Amadeus-Filialen bekundet, komme als Interessent abe kaum in Betracht, "denn die ausgewählten Filialen sind Filetstücke und lassen jene Sorgenkinder über, die nicht zuletzt die Insolvenz von Libro ausgelöst haben".

Die Osiandersche Buchhandlung in Tübingen will künftig die Uni-Kliniken der Stadt mit Büchern und anderen Waren beliefern, berichtet der buchreport. "Dabei will er mit möglichst vielen Tübinger Einzelhändlern zusammenarbeiten, die jeweils ihre Produkte und Dienstleistungen in einem gemeinsamen Katalog anbieten und über eine zentrale Logistik ausliefern." Da die Buchhandlung über die notwendige Logistik verfüge, wolle sie auch die Bestellabwicklung für die anderen Firmen übernehmen. Die bestellten Waren sollen bereits am nächsten Morgen beim Patienten sein. Der buchreport macht folgende Rechnung auf: "In der Tübinger Universitätsklinik verarzten 8.000 Beschäftigte in 17 Kliniken und 2.000 Betten 66.000 stationäre und 200.000 ambulante Patienten pro Jahr." Irgendwie kommt das Blatt unterm Strich auf "rund 300.000" potenzielle Kunden. Die "ambulanten" Patienten müssen dann eben am nächsten Tag noch einmal in die Klinik kommen, um ihre Bestellung abzuholen.

Ein längerer Beitrag beschäftigt sich mit dem Thema Wertschöpfungskette. Es sei "lange, lange" her, dass die Verlage lediglich Taschenbuch- und Buchclub-Lizenzen verkauften. Damals war die Reihenfolge klar: "Zuerst die Originalausgabe, dann mit 12 bis 18 Monaten Abstand die Club-Ausgabe, dann die Taschenbuchausgabe und schließlich eine Sonderausgabe, die in aller Regel von Originalverlag in eigener Regie veranstaltet wurde." Anders als früher sei die Sonderausgabe heute ein Markenartikel und erscheine höchstens sechs Monate nach der Originalausgabe. (Und das ist noch nicht alles: Mittlerweile erscheinen sogar zwei Originalausgaben zur selben Zeit. Dazu mehr im Börsenblatt.) Unter den Sonderausgaben leiden die Taschenbücher. "Das Gerede von der Optimierung der Verwertungskette verschleiert lediglich die schleichende Verdrängung des Taschenbuch", sagt Rudolf Frankl, Marketing-Chef bei dtv und Sprecher der AG Taschenbuch. Probleme hat allerdings auch der Buchhandel, weil längst auch andere Vertriebswege genutzt werden. "Motto: Wo ein Markt ist, ist auch ein Buch."

Ausführlich berichtet der buchreport über die Umsatzrückgänge im Einzel- sowie im Buchhandel, weniger ausführlich (aber immerhin) über das fünfjährige Bestehen des Literaturhaus München. Außerdem erfahren wir, dass Warner Books bei der Vermarktung des neuen Titels des Bestseller-Produzenten James Patterson mit einem Limonadehersteller kooperiert.

Schließlich: die Bestseller.
Stichwörter: Bargeld, Dtv, Lang Lang

Die Buchmacher vom 21.05.2002 - buchreport.express

Heyne-Ullstein-List-Chef Christian Strasser hatte den Buchhändlern versprochen, er werde dafür sorgen, dass der Bertelsmann Club seine "aggressive Werbung" für den John-Grisham-Titel "Die Farm" einstellt (mehr dazu im Börsenblatt). Daraus wurde wohl nichts. Der buchreport berichtet jedenfalls über eine Meldung der Zeitschrift werben & verkaufen, nach der Bertelsmann "eine groß angelegte Neukunden-Kampagne" plane, in deren Mittelpunkt der Grisham-Titel stehen solle. "Die Club-Strategen wollen bis Ende Juni TV-Werbespots auf fast allen Sendern schalten. Anzeigen für die Buchgemeinschaft und ihr aktuelles Zugpferd werden außer in Spiegel und Focus auch in Programm- und sogar in Computerzeitschriften erscheinen. Die gesamte Aktion soll einen Mediawert von knapp 50 Millionen Euro haben - die mit Abstand größte Buchkampagne in der Branchengeschichte."

"Auch das noch", stöhnt der buchreport. "Das Bundeskartellamt in Berlin soll die Preise der Fach- und wissenschaftlichen Verlage untersuchen." Niedersachsens Wissenschaftsminister Thomas Oppermann hatte sich mit einer entsprechenden Bitte an die Behörde gewandt (hier seine Pressemitteilung). Oppermann sei der Auffassung, dass "die Verlage insbesondere in den Bereichen Natur- und Ingenieur-Wissenschaften sowie Medizin ihre marktbeherrschenden Stellungen" ausnutzen. In kurzen Zeitabständen hätten die Verlage die Preise für Abonnements um bis zu 30 Prozent erhöht. Oppermann argumentiere, dass die meisten Autoren von Wissenschaftsverlagen als Hochschullehrer ohnehin schon von der öffentlichen Hand finanziert würden und es sich daher bei ihren Schriften "im weiteren Sinne um quersubventionierte Veröffentlichungen handele". Die überhöhten Preise, die die Hochschulbibliotheken nun zahlen müssten, gingen abermals zu Lasten der Steuerzahler. Der buchreport stellt die gestiegenen Preise in einen Zusammenhang mit den gekürzten Bibliotheks-Etats. Infolge von Abo-Abbestellungen seien Auflagen gesunken und die Preise von Zeitschriften und Büchern gestiegen. Oppermann wolle mit seinen Vorwürfen "beim Wähler Punkte machen", glaubt das Blatt. Die Fachverlage weisen die Kritik ebenfalls zurück und räumen maximal unter zehn Prozent Preissteigerungen ein.

Der buchreport berichtet außerdem über den Streit um das neue Konditionenmodell der DVA und über die AWS-Tagung, bei der es um das Thieme-Konditionenmodell ging (siehe Börsenblatt). Der Chef des Barsortiments KNO/KV, Oliver Voerster, glaubt, dass die Transportkosten durch Einführung der Lkw-Maut um bis zu zehn Prozent steigen werden. Die Zukunft des österreichischen Medienhändlers Libri ist weiter in der Schwebe (bis 30. Juni werden 20 Millionen Euro benötigt, im Gespräch ist ein nochmaliger Verzicht der Gläubiger, das Börsenblatt hat dazu ebenfalls einen Artikel). Und schließlich meldet der buchreport, dass das letzte der britischen "Gentleman Publishing Houses" verkauft wurde: John Murray gehört jetzt WH Smith (die FAZ berichtete bereits darüber).

Dann weist der buchreport auf einen Streit in Österreich hin: Gegen das Buch "Unsere Klestils" haben der österreichische Bundespräsident Thomas Klestil und seine Ehefrau Margot Klestil-Löffler gleich zwei Mal Klage eingereicht. Die erste war erfolgreich; jetzt muss noch entschieden werden, ob Klestil-Löffler "eine verschlossene Egomanin, die in rhythmischen Abständen diplomatisches Parkett in qualmende Trümmerhaufen" verwandelt, genannt werden darf. Dem Buch schade der Rummel nicht, so der buchreport. Seit dem 9. April sei es mehr als 20.000 Mal verkauft worden.

Schließlich: die Bestseller.

Die Buchmacher vom 13.05.2002 - buchreport.express

Aufmacher des buchreport ist die wirtschaftliche Situation der Branche: "Jetzt wird's eng: Wieder minus 5,5 %", titelt das Blatt. Die Zahl beschreibt den Umsatzrückgang im stationären Buchhandel im Vergleich zum Vorjahres-April. Seit nunmehr acht Monaten sei der Buchhandel gegenüber dem Vorjahr im Rückstand. Kumuliert ergebe sich für die ersten vier Monate des Jahres 2002 ein Minus von 3,8 Prozent. Und: "Bis zum Beginn des Herbstgeschäftes vergehen mindestens noch sechs Monate, die angesichts der angespannten Lage insbesondere für viele kleine Buchhandlungen nur schwer zu überbrücken sind." Die angespannte Lage spiegele sich auch in den Anmeldungen für die Buchhändlertage in Braunschweig: "Obwohl eine richtungsweisende Verbandsreform beschlossen werden soll, hat die Teilnehmerzahl einen neuen Tiefstand erreicht." (Die Reform wurde dennoch beschlossen.)

Nach der Verleihung des Büchner-Preises an den Schriftsteller Wolfgang Hilbig hat der S. Fischer Verlag die Neuausgabe des Hilbig'schen Gedichtbandes "Bilder vom Erzählen" vorverlegt. Das Buch soll nun im August 2002 statt erst im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Erstmals war der Band zu Hilbigs 60. Geburtstag im August vergangenen Jahres erschienen. Ebenfalls im August werde es ein Fischer-Taschenbuch mit Erzählungen des Autors geben, so der buchreport. Dieses Buch soll die Texte aus "Aufbrüche", "Grünes grünes Grab" und "Die alte Abdeckerei" vereinen.

Der insolventen Buch-Kette Libro drohe der endgültige Konkurs, schreibt der buchreport. Nur ein sofortiger Überbrückungskredit könne das Unternehmen am Leben erhalten.

Kostenwahrheit beim Bücherversand: Nach Amazon hat auch BOL eine Versandkostenpauschale eingeführt: Bei Bestellungen unter 20 Euro sind künftig drei Euro für den Versand zu zahlen.

In Italien ist die "biblioteca di Repubblica" ein voller Erfolg. Mit ihrer Mittwochs-Ausgabe hat La Repubblica nach 15 Wochen insgesamt zehn Millionen Bücher unters Volk gebracht. "Beinahe eine halbe Million Italiener kaufen jeden Mittwoch zusammen mit ihrer Tageszeitung einen Roman"; das seien mehr als 80 Prozent der 620.000 Repubblica-Leser. Der Corriere della Serra hat die Idee nun aufgegriffen: Seine Reihe heißt "Grandi Romanzi" und soll 30 Titel umfassen.

Die Idee einer Buchhandels-Dachgesellschaft ist gescheitert. Die Unternehmensberatung Cell Consulting zog sich aus dem von ihr initiierten Projekt zurück. Cell Consulting hatte 90 kleinere und mittlere Buchhandlungen angeschrieben und vorgeschlagen, mit der Gründung einer Dachgesellschaft Kosten zu senken. 17 Buchhändler hätten Interesse signalisiert, im Frühjahr habe man sich treffen wollen. Doch: "Es sei nicht einmal möglich gewesen, zwischen den Händlern Konsens über einen Tagungsort herzustellen, geschweige denn über einen Termin", schreibt der buchreport.

Weitere Beiträge: Einen ganzseitigen Artikel widmet der buchreport den Finanzen des Börsenvereins. Obwohl das Sparziel von 842.000 DM um 247.000 DM übertroffen worden sei, stehe der Börsenverein nach wie vor "mit dem Rücken zur Wand". Und Anja Sieg berichtet von der BookExpo America sowie von einer Studie, die dem amerikanischen Buchmarkt anhaltend magere Zeiten prophezeit.

Schließlich gibt es noch die Bestseller.

Die Buchmacher vom 06.05.2002 - buchreport.express

Die Expansionspläne von Thalia und die Einigung im Club-Ausgaben-Streit sind natürlich auch für den buchreport die Top-Themen. In einem Kommentar zum Club-Streit schreibt David Wengenroth: "Der Kompromiss zwischen den Bertelsmännern und dem Börsenverein sieht nur auf den ersten Blick wie eine echte Einigung aus. In Wirklichkeit haben sich die Streithähne vor der Notwendigkeit, sich in der Sache auf einen gemeinsamen Nenner zu einigen, kapituliert." Beide Parteien hätten durchaus die Möglichkeit gehabt, "im Gesetz eine Regelung unterzubringen, die einen Ausgleich der gegenläufigen Interessen enthalten hätte. Aber sie haben anders entschieden. Sie haben beschlossen, eigener Sachkunde und Konsensfähigkeit weniger zu trauen als dem Sachverstand branchenfremder Zivilrichter." ("Viele Gewinner" sieht dagegen Börsenblatt-Chefredakteur Hendrik Markgraf in seinem Kommentar.)

Nach Thalia und Hugendubel hat nun auch die Mayersche Buchhandlung Sanktionen gegen Heyne angekündigt. Heyne hatte den Titel "Die Farm" von John Grisham als Vorab-Lizenz an den Club gegeben. Die Mayersche steht im buchreport-Ranking der größten Buchhandlungen auf Platz sieben; Thalia und Hugendubel nehmen die Plätze eins und zwei ein. (Die Boykotte und Boykott-Androhungen scheinen Wirkung zu zeigen: In seiner Online-Ausgabe veröffentlich das Börsenblatt einen Offenen Brief von Ullstein-Heyne-List-Verleger Christian Strasser, in dem dieser ankündigt, seine Verlagsgruppe wolle vorerst keine neuen Lizenzen für Club-Premieren vergeben.)

Der Anteil des Online-Geschäfts am Buchhandel wird in den nächsten vier Jahren von drei auf elf Prozent steigen. Das ist ein Ergebnis der "Medien-Studie 2006", die von der Hypo-Vereinsbank und der Mercer Management Consulting vorgelegt wurde. Weitere Ergebnisse: Die Garantiesummen für etablierte Bestseller-Autoren sind in den vergangenen zehn Jahren um das Fünfzigfache gestiegen. Mittlere Verlage "mit unzureichenden Ressourcen und Strukturen werden im Wettbewerb nicht bestehen können". Und die Ausgaben der Deutschen für Bücher stagnieren; "neue Umsatzquellen können nur außerhalb des Marktes (Film, TV, Internet) generiert werden."

Dass Bestseller-Autoren teuer sind, hat zuletzt Random House Deutschland gemerkt. Die Verlagsgruppe soll vier Millionen Dollar für die nächsten beiden Romane von Elizabeth George bezahlt haben, meldet der buchreport. Offiziell wird diese Summe nicht bestätigt. "Fest steht, dass sich der Erwerb derart teurer Rechte heutzutage nur noch auszahlt, wenn die Zweitverwertungsmaschine (Goldmann-Taschenbuch, Club-Ausgaben) richtig läuft. Denn der Abverkauf im Sortiment dürfte diesen Einsatz nicht wieder einspielen."

Die Städte Hamburg und Bad Hersfeld haben eine Idee aus den USA aufgegriffen: "Eine Stadt liest ein Buch". In Bad Hersfeld soll im September "Der Vorleser" von Bernhard Schlink "zum gemeinsamen Leseerlebnis werden", so der buchreport. Hamburg hat sich für den 9. und 10. November "Der Mann im Strom" von Siegfried Lenz ausgesucht.

Und hier der Link auf die Bestsellerliste.

Die Buchmacher vom 29.04.2002 - buchreport.express

Ein interessantes Detail im Streit um den Grisham-Titel "Die Farm" will der buchreport in Erfahrung gebracht haben: Anders als Heyne dies bei der "Farm" getan hat werden dem Blatt zufolge die Bertelsmann-Verlage ihre potenziellen Bestseller nicht zuerst an den Bertelsmann-Club geben. Dieser Entscheidung habe der Chef der Bertelsmann-Verlage Peter Olson "höchstpersönlich zugestimmt". Olson habe damit ausschließen wollen, dass seine deutschen Buchverlage vom Sortiment mit Sippenhaft belegt werden. In der Online-Ausgabe des Börsenblatts dementiert Bertelsmann / Random House diese Meldung allerdings. Mehr vermutlich in der nächsten Woche.

Für den Buchhandel spielt Ullstein-Heyne-List-Verleger Christian Strasser derzeit den Buhmann; er war es, der die "Farm"-Lizenz an den Club gab. Nun hofft Strasser auf die Solidarität seiner Kollegen: Er rechnet mit einer Solidaritätsadresse von Verlegern, die zum Öhringer Kreis gehören. "In dieser nicht offiziellen Verlegerrunde treffen sich seit Jahr und Tag (...) Chefs und Meinungsbildner, um sich über die Entwicklung der Branche auszutauschen", erklärt der buchreport. Ob Strasser mit einer Kollegenadresse allerdings den Boykott von Thalia und Hugendubel vom Tisch bekomme, "bleibt dahingestellt", so das Blatt weiter.

Beim Streit um die Club-Ausgabe der "Farm" geht es auch um die künftige Gesetzeslage: Bertelmann-Club und freier Buchhandel sind uneins, wie Paragraph fünf, Absatz fünf des künftigen Preisbindungsgesetzes aussehen soll. In seiner bisherigen Fassung sieht der Paragraph lediglich vor, dass eine Club-Ausgabe billiger sein darf; von einem zeitlichen Abstand, den der Club einhalten muss, ist keine Rede. Hier hat der Club nun zwei Kompromissvorschläge vorgelegt. Variante 1: Der betreffende Passus wird so gefasst, dass der Club zwei von drei Bedingungen einhalten muss: zeitlichen Abstand, andere Ausstattung und/oder Club-Mitgliedschaft. Damit hätte der Club immerhin sicher gestellt, dass er seine günstigeren Ausgaben zeitgleich anbieten kann. (Nach der aktuell geplanten Fassung muss nur eine Bedingung erfüllt sein.) Variante 2: "Die 'Lex Buchclub' wird ganz aus dem Gesetz gestrichen, dafür wird in einem Anhang zum Gesetz auf die bisherige Branchenpraxis verwiesen." (Auch das Börsenblatt hat zu diesem Thema eine Meldung, und zwar hier.)

Bliebe Paragraph fünf, "so wäre dies die vorweggenommene Aufhebung der Preisbindung", schreibt Bodo Harenberg in einem Kommentar. Denn "Weltbild oder Hugendubel würden im Handumdrehen ihre Kunden mit Sondervereinbarungen in eigenen Clubs an sich binden und ebenfalls Originalausgaben preiswerter feilhalten." Risiken für den gebundenen Ladenpreis ließen sich nur dann ausschließen, wenn alle Beteiligten "höchst traditionell die Gepflogenheiten der Vergangenheit" aufrecht erhielten. "Das wird jedoch kaum möglich sein."

Abzocke? Rund 600 Buchhändler haben vor wenigen Tagen eine Abmahnung von einer Bochumer Anwaltskanzlei zugeschickt bekommen. Darin wurde gefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben und 969,01 Euro zu überweisen. Die Anwälte vertreten einen Bürobedarfhändler aus Herne. Sie stützen sich auf das neuen Teledienstgesetz. "Diese Vorschrift verpflichtet die Betreiber von Internet-Seiten, in ihren Angeboten eine ganze Reihe von Angaben zu machen. So müssen Händler nicht nur einen E-Mail- und Telefonkontakt nennen, sondern auch einen Vertretungsberechtigten ihres Unternehmens sowie Handelsregister- und Umsatzsteuernummer. (...) Die abmahnenden Anwälte begründen ihre Forderung damit, dass durch die Lückenhaftigkeit der Websites ihrem Mandanten (...) ein Wettbewerbsnachteil entstehe." Der Börsenverein prüfe, ob hier ein Fall von Rechtsmissbrauch vorliege. Mehr hier.

Die Meldungen über Insolvenzen von Buchhandlungen häufen sich, der buchreport hat ein paar der letzten Monate zusammengestellt. Am häufigsten seien Geschäfte in Berlin betroffen gewesen. Die Buchhandelsfläche habe sich dort von 50.000 auf 85.000 Quadratmeter erhöht, vor allem kleine Sortimente im Kiez seien von den "großen Playern" wie Hugendubel, Thalia, Dussmann, KaDeWe und auch Kiepert bedroht.

Und hier die Bestseller.

Die Buchmacher vom 22.04.2002 - buchreport.express

Mit dem richtigen Gespür für einen Branchen-Aufreger hat der buchreport die Schlagzeile "Gebrauchte Bücher werden Preisbrecher" auf seiner Titelseite platziert. Amazon.com wie auch Amazon.de haben einen neuen Service: "Wer auf der Website von Amazon ein beliebiges Buch sucht, sieht neben den bibliografischen Daten für die preisgebundene Verlagsausgabe automatisch, ob und zu welchem Preis Amazon-Kunden dieses Buch aus ihren Beständen verkaufen wollen." Langfristig könne dieses Angebot das Kaufverhalten der Kunden grundlegend ändern, meint der buchreport. Das weckt natürlich die Urängste einer ohnehin furchtsamen Branche. In den USA hat die Autorenvereinigung Authors' Guild ihre 8.200 Mitglieder zum Boykott von Amazon aufgerufen, "konnte aber nicht einmal verhindern, dass Autoren inzwischen ihre Belegexemplare zu Niedrigpreisen bei Amazon selbst angeboten haben." Dass auch österreichische Autoren Angst vor Amazon haben, teilt das Börsenblatt in einer Notiz mit: Durch das neue Verkaufsmodell des Internet-Buchhändlers entwickle sich ein direkter Konkurrenzmarkt, meint die österreichische IG Autorinnen Autoren. "Dadurch werde es für Verlage immer schwerer, die Risiken bei neuen Titeln einzuschätzen; Autoren müssten künftig mit finanziellen Einbußen rechnen. Sollte das Geschäftsmodell Bestand haben, so wird außerdem gewarnt, könnten nur noch Bestseller überleben."

Urängste, Teil zwei: Im Streit um das geplante Preisbindungsgesetz "lässt der Bertelsmann Club auch hinter den Kulissen seine Beziehungen spielen". Der Streit dreht sich um die Club-Ausgaben (mehr dazu unten); der aktuelle Gesetzentwurf sieht eine Club-freundliche Regelung vor, dies wiederum erzürnt den freien Buchhandel. "In einem Schreiben an Abgeordnete des Bundestages, das buchreport vorliegt, formuliert der Tübinger Rechtsprofessor Wernhard Möschel die Club-Position. (...) Möschel formuliert drastisch. So nennt er die vom Börsenverein angestrebte Änderung der Vorschrift einen 'eher beschämenden Vorgang'. Das Wirtschaftsministerium habe sich mit der Lockerung des Parallelausgaben-Paragrafen 'zu Recht bemüht, wenigstens Restspuren von Wettbewerb aufrechtzuerhalten'." Das faktische Monopol auf billigere Bücher für die Clubs soll Wettbewerb in die Preisbindung bringen?

Dann erklärt der buchreport noch, wer eigentlich in der Arbeitsgemeinschaft Buchgemeinschaften organisiert ist, die sich so vehement für die Clubs einsetzt. Das sind neben dem Bertelsmann Club nur die Büchergilde Gutenberg, die Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt und die Buchgemeinschaft Herder, die aber kaum noch der Rede wert sei. Gemessen an seiner Konkurrenz müsse sich der Bertelsmann Buchclub wie Gulliver bei den Zwergen vorkommen - "nur sind die anderen Buchgemeinschaften noch viel kleiner als die Zwerge in Gullivers Geschichte".

"Harry Potter" Nummer 5 lässt noch ein wenig auf sich warten. Das Erscheinen von "Harry Potter and the Order of the Phoenix" sei für Juni geplant gewesen, doch daraus werde nichts. Joanne K. Rowling schreibe noch an dem Buch, mit dem Manuskript rechne der Verlag frühestens im Herbst, vielleicht sogar erst gegen Ende November, Anfang Dezember, sagte eine Sprecherin des britischen Potter-Verlags Bloomsbury.

Weitere Meldungen: Trotz gnadenloser Verrisse will der Börsenverein auch im kommenden Jahr Deutsche Bücherpreise verleihen. "Das Rahmenprogramm bedürfe allerdings gründlichster Überarbeitung", zitiert der buchreport den Sprecher des Börsenvereins, Eugen Emmerling. Und nachdem Oprah Winfrey ihren Buchclub eingestellt hat, will NBC die Lücke füllen und an die Show "Today" einen eigenen Buchclub anhängen.

Hier der Link auf die Bestsellerliste.

Die Buchmacher vom 15.04.2002 - buchreport.express

Durch den Streit um die Club-Ausgabe von Grishams "Farm" steht nach Ansicht des buchreport der Branchenkonsens zur Preisbindung auf dem Spiel. Das Thema ist brisant, da derzeit ein Preisbindungsgesetz vorbereitet wird, in dem auch die Rolle der Buchclubs geregelt werden soll. Paragraph 5 sieht vor, den Clubs zu gestatten, Bücher künftig zeitgleich mit dem Buchhandel, aber billiger als dieser anzubieten. Der Buchhandel will diese Regelung verhindern. Nun hat auch die Bertelsmann-Club-Verlegerin Anita Offel-Grohmann einen offenen Brief geschrieben, und zwar an den Börsenverein. Sie fordert den Börsenverein auf, sich für den Club-freundlichen Paragraphen im Gesetzentwurf der Bundesregierung einzusetzen. Dabei müsste der Buchclub-Verlegerin klar sein, dass der Börsenverein in dieser Frage keinen Spielraum habe, meint der buchreport: "Zu groß ist der Widerstand gegen die 'Lex Buchclub' aus dem Sortiment". Anders als beim Streit um das Urhebervertragsrecht "könnte die Branche im anstehenden Gesetzgebungsverfahren mit zwei Stimmen sprechen" und so an Einfluss verlieren: "Denn nicht nur der Börsenverein, sondern auch die Bertelsmänner haben Drähte in die Berliner Politik. Und im Moment scheinen sie wild entschlossen zu sein, diese auch zu nutzen."

Mit "Erzähl mir doch nich, dasset nicht jeht" hat der Mitteldeutsche Verlag einen Bestseller gelandet. Das Buch von Kathrin Finke erinnert an die brandenburgische SPD-Politikerin Regine Hildebrandt. "'Hildebrandt wollte ihre autobiografischen Erinnerungen bei uns publizieren, doch sie hat das Manuskript vor ihrem Tod im November 2001 wohl nicht mehr fertig stellen können', erzählt Geschäftsführerin Veronika Schneider. (...) Am 15. März wurde der Titel der Öffentlichkeit vorgestellt, drei Tage später war die Erstauflage vergriffen."

Als das Literarische Quartett aufhörte, trauerten die Verlage um einen Umsatzbringer. Sehr viel härter hat es die amerikanische Buchbranche getroffen: Talk-Lady Oprah Winfrey schließt ihren Buchclub. "Der Rückzug kommt nicht etwa, weil die überzeugte Leseratte über Nacht die Lust am Lesen verloren hätte", schreibt der buchreport. "Die Begründung der 47-Jährigen ist vielmehr eine schallende Ohrfeige für die US-Verlage, die sich seit 1996 auf Winfreys Schützenhilfe verlassen konnten": Es gebe zu wenig gute Bücher, die es wert seien, in ihrer Talkshow vorgestellt zu werden.

Weitere Meldungen: Holtzbrinck verordnet seinen Verlagen Urban & Fischer und dem Spektrum Akademischer Verlag (SAV) eine neue Führungsstruktur. Die Buchverlage der Ganske-Gruppe (Hoffmann und Campe sowie Gräfe und Unzer) sind von den Sparmaßnahmen des Unternehmens nicht betroffen. Die juristische Datenbank Legios erhebt künftig keine Grundgebühr mehr. Random House hat acht Millionen Dollar für die nordamerikanischen Rechte am neuen Roman von Charles Frazier bezahlt.

Und hier der Link auf die Bestsellerliste.

Die Buchmacher vom 08.04.2002 - buchreport.express

Die Ulrike-Meinhof-Tochter Bettina Röhl muss ihren Vorschuss für das nie veröffentlichte Buch "Sag mir wo du stehst" nicht an Kiepenheuer & Witsch zurückzahlen. Eine entsprechende Klage des Kölner Verlages wurde zurückgewiesen, meldet der buchreport. Kiepenheuer & Witsch hatte den Vertrag mit Röhl gekündigt, nachdem diese ihre Kampagne gegen Joschka Fischer - ebenfalls ein KiWi-Autor - gestartet hatte: "Wir können nicht hinnehmen, dass eine Autorin gegen einen Autor des Verlages einen öffentlichen Vernichtungszug unter ständiger falscher Bezugnahme auf das in unserem Verlag angekündigte Buch führt", erklärte KiWi im Januar 2001. Die bereits gezahlten 321.000 DM kann Röhl nun behalten, der Verlag könnte sogar gezwungen sein, ihr Buch zu veröffentlichen, so der buchreport weiter.

Der buchreport widmet sich wieder einmal den Fernsehsendungen "rund um Bücher" und diagnostiziert magere Quoten: "Marcel Reich-Ranicki Solo" sahen am 12. März 720.000 Zuschauer. Noch weniger Quote macht "Das Philosophische Quartett" mit Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski: Am 24. März schauten nur 270.000 zu. Die Bertelsmann-Sendung "Willkommen im Club" mit Gaby Hauptmann und Lea Rosh lockte am Ostersonntag ganze 60.000 aus dem Bett. Und bei "Bücher, Bücher" im Hessen-Fernsehen waren es am 23. März sogar nur 30.000. Das Fazit des buchreport: Offenbar sei allein eine Sendung wie "Das Literarische Quartett" geeignet gewesen, das Publikum tatsächlich zu mobilisieren.

Drei Knackpunkte hat das geplante Preisbindungsgesetz in seiner derzeitigen Planungsversion: Erstens sollen die Anforderungen für billigere Parallelausgaben gelockert werden: "Nutznießer wären vor allem die beiden großen Wettbewerber Club und Weltbild, die sich bisher schon auf diesem Markt tummeln." Zweitens soll die Preisbindung für Bücher aufgehoben werden, die älter als zwei Jahre sind, wenn der Verlag kein Remissionsrecht gewährt: "Diese Regelung soll den Sortimentern die Möglichkeit geben, ihre Ladenhüter loszuwerden." Tatsächlich betreffe die Vorschrift aber nicht nur Ladenhüter, sondern auch Longseller - allerdings weniger die Spitzen-Longseller als vielmehr Titel von den "hinteren Rängen der Bestsellerlisten". Drittens ist kein Bußgeld für Verstöße gegen das Preisbindungsgesetz vorgesehen.

Bestseller gibt es natürlich auch in diesem Heft.

Die Buchmacher vom 01.04.2002 - buchreport.express

In der langen Reihe der geliebten Schiffs- und Kriegsmetaphern sieht der buchreport demnächst einen Kahn absaufen, weil er unter der Wasserlinie "ein Leck von der Größe eines Scheunentores" aufweist. Gemeint ist das Schiff mit Namen Buchpreisbindungsgesetz, das die Bundesregierung vorgelegt hat und dem sich das express-Heft ausführlich widmet (hier der Leitartikel). Die anfängliche Euphorie sei mittlerweile "blankem Entsetzen" in der Branche gewichen, und das in erster Linie, weil der Regierungsentwurf Buchclubs freie Bahn verspricht: Im 5. Absatz von §5 sei festgeschrieben, dass Clubs wie der von Bertelsmann oder Weltbild in Zukunft jedes Buch "zeitgleich zum Buchhandel, trotzdem aber zu günstigeren Preisen anbieten kann", schreibt der buchreport. Folgen: Das neue Gesetz würde Buchgemeinschaften, so David Wengenroth in seinem Kommentar, "reichlich Munition für die Werbung liefern" - die "angeschimmelte Club-Idee würde dadurch aufpoliert." Leidtragende seien die kleinen und mittleren Sortimenter, "die das Gesetz eigentlich schützen soll".

Zweiter Schwerpunkt des Hefts ist die Leipziger Buchmesse, zu der der buchreport eine Nachlese anbietet: "Daddeldidu in Leipzig, Glamour in L.A.", textet buchreport-Herausgeber Bodo Harenberg in seinen "Sechsundsechzig Wörtern" zum Butt-Oscar-Vergleich. "Nena, Nana, Nino" ist die schöne Headline zum ausführlichen, erwartungsgemäß vernichtendem Artikel über die Verleihung des Deutschen Bücherpreises - aus ihm erfahren wir, dass von den 390.000 TV-Zuschauern laut media-control gerade einmal 100.000 bis zum Finale übrig geblieben sind. Demgegenüber habe sich, wie buchreport in einem weiteren Artikel berichtet, die Leipziger Buchmesse gut positioniert. "In der Konzentration", schreibt ein Anonymus, "auf die Kernkompetenz 'Publikumsmesse' besteht ihre Überlebenschance" - zweitrangig sei dabei zunächst, ob sie rote oder schwarze Zahlen schreibt.

Ein "teures Tauziehen" ist nach einem jahrelangen Streit über die Zulässigkeit der deutschen Buchpreisbindung dadurch beendet worden, dass die EU-Kommission auf eine Kartellstrafe gegen den Börsenverein, Random House und das Barsortiment KNO verzichtet. Die Kompromissformel der Kontrahenten lautet, so der buchreport: "Die Festpreise gelten nur in Deutschland; verkauft ein Händler die Bücher ins Ausland, sind die Preise nicht gebunden." Den Börsenverein soll der Streit rund 2 Millionen Euro gekostet haben.

Weitere Artikel: "Die 100 größten Buchverlage in Deutschland, Österreich und der Schweiz" sind mit 0,6 Prozent erstmals ins Minus gerutscht (Vorjahr: 4,4 Prozent Plus). Die Verlagsgruppe Ullstein, Heyne, List kürzt radikal die Zahl der Novitäten - als Reaktion auf die Umsatzeinbußen des Axel Springer Verlags, zu dem die Münchner Buchverlage gehören. Volker Schwarz, seit 1974 Leiter des Nomos Verlags, verlässt diesen zum Jahreswechsel. Der Aufbau-Verlag meldet 1 Million Euro Verlust für 2001. Econ bringt am 17. Mai einen neuen Lafontaine im Buchformat heraus - Arbeitstitel: "Politik braucht Prinzipien. Eine bessere Welt ist möglich". John Grisham hat sich zum meistgelesenen und bestverdienenden Schriftsteller gemausert: Angeblich alle zwei Sekunden, so das österreichische Nachrichtenmagazin "News", wird eines seiner Bücher (Gersamtauflage: 112 Millionen) verkauft. Die Schweizer Buchhändler sind nach einer Umfrage zu 96 Prozent gegen längere Öffnungszeiten. Und Verbrechen zahlen sich stärker denn je aus, zumindest für Verlage - meldet der buchreport mit Hinweis auf den Krimi-Schwerpunkt im neuen buchreport-Magazin.

Und hier die Beststeller.

Die Buchmacher vom 18.03.2002 - buchreport.express

Der Buchhandel sieht sich "düpiert", berichtet der buchreport: Die CD-Rom "Brockhaus Lexikon 2002", die im Handel 51,10 Euro kostet, ist der neuen Ausgabe der Zeitschrift PC-Welt kostenlos beigelegt (wenn auch ohne 150 Videos und 12 Stunden Tondokumente). Dies sei kein Einzelfall. "Viele andere Nachschlagewerke auf CD-Rom werden derzeit zu Preisen zwischen fünf und 30 Euro verscherbelt, aber auch Bücher sind zu Preisen zu haben, die bisher als unvorstellbar galten". Der Niedrigpreis-Ramsch sei eine Antwort auf die Kaufzurückhaltung vieler Kunden. Sauer sind die Buchhändler, weil die Verlage ihre verbilligten Bücher und CD-Roms über branchenfremde Vertriebswege verramschen.

Zum fünfjährigen Jubiläum des Neuen Marktes bringt der buchreport eine Bestandsaufnahme fünf buchhandelsnaher Aktien. Die Dino Entertainment AG zählte "für kurze Zeit zu den Stars unter den Börsen-Newcomern. Dann geriet das Verhältnis von Kosten und möglichen neuen Kapitalzuflüssen komplett aus den Fugen." Im November 2001 wechselte das Papier an den geregelten Markt. Bei der Baumhaus Medien AG sicherte sich Verleger und Vorstandschef Bodo Horn-Rumhold "mit Rückkauf von 1,5 Millionen Aktien aus den Fonds zweier Venture-Capital-Gesellschaften die operative Sperrminorität und will Baumhaus jetzt in einen 'mittelständischen und unabhängigen Verlag' verwandeln." Buch.de verließ den Neuen Markt erst kürzlich. Mediantis (mittlerweile von Booxtra übernommen) wechselte bereits im Oktober 2001 an den geregelten Markt: "Von den 37,99 Millionen Euro, die dem Unternehmen beim Börsengang in die Kassen gespült wurden, waren bei Booxtra-Übernahme im September 2001 nur noch 11,5 Millionen Euro übrig." Schließlich Libro: Nach der Insolvenz des Unternehmens wurde die Aktie im Verhältnis 1:134 umgetauscht. In der vergangenen Woche erreichte der Wert mit 40 Euro seinen bisherigen Tiefststand.

Der Friedrich-Glauser-Krimipreis geht in diesem Jahr an Thomas Glavinic für seinen Roman "Der Kameramörder". Den Ehrenglauser für sein Gesamtwerk erhält Gerhard Neumann, das beste Debüt des Jahres ist "Die russische Spende" von Christoph Spielberg, der beste Kurzkrimi "Die Burschl aus Tirol" von Nessa Altura. Für "Kommissar Pillermeier und die falschen Weihnachtsmänner" von Lilli Thal gibt es den Kinder- und Jugendkrimipreis.

Schließlich die Bestseller.
Stichwörter: Glavinic, Thomas, Ramsch