Magazinrundschau - Archiv

Atlantic

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Magazinrundschau vom 12.07.2016 - The Atlantic

Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen oder den buchstäblich nahe liegenden Forschungsgegenstand vor lauter Tipparbeit am Rechner nicht. Dem Literaturwissenschaftler Matthew Kirschenbaum ist es glücklicherweise aufgefallen, dass die Literaturgeschichte der digitalen Textverarbeitung bislang auffällig unterbeleuchtet geblieben ist. Im Gespräch mit Robinson Meyer gibt er ausführlich Auskunft über sein großes Forschungsprojekt und spart auch nicht mit tollen medienhistorischen Anekdoten: Ausgebuddelt hat er beispielsweise den seinerzeit immens erfolgreichen Thrillerautor Len Deighton, der sich Ende der 60er Jahre einen frühen Word Processor von IBM leisten konnte: "Das Gerät, der MT/ST, hatte keinen Bildschirm. Alle Anschläge wurden auf Magnetband gespeichert. Dieses Material konnte dann von kundiger Hand überarbeitet werden, so wie wir es heute mit einer Textverarbeitung machen. In Zusammenarbeit mit seiner Sekretärin, einer Frau namens Ellenor Handley, schrieb Len Deighton also den 1970 veröffentlichten Roman 'Bomber' auf einer MT/ST. Diese Anordnung war auch sehr typisch. Oft war es die Sekretärin, meistens eben eine Frau, die lernte, das Gerät zu bedienen. Wenn man so will, war sie diejenige, die den Text eigentlich verarbeitete. ... Der 'Bildschirm' war das Stück Papier in der Selectric-Schreibmaschine. Man schrieb darauf - vom Gerät her dieselbe Schreibmaschine, die man beispielsweise in 'Mad Men' sieht, ein sehr berühmtes Exemplar aus den 60ern - und wenn man sich vertippte, drückte man einfach die Rücktaste. Auf dem Papier in der Maschine sah das scheußlich aus, aber auf dem Magnetband wurde die richtige Buchstabensequenz gespeichert. Im Anschluss steckte man ein frisches Blatt Papier in die Schreibmaschine und wie ein mechanisches Piano druckte sie dann den eigentlichen Text aus."

Hier der von IBM 1967 in Auftrag gegebene Werbefilm für die MT/ST von Jim Henson:


Magazinrundschau vom 21.06.2016 - The Atlantic

Terrence Rafferty versucht den Erfolg von Krimi-Autorinnen wie Gillian Flynn, Paula Hawkins, und Tana French zu ergründen, die mit ihren Psychothrillern die Bestseller-Listen anführen. Sie passen perfekt in unsere Zeit, meint Rafferty, wenn sie die größten Effekte mit ihrer Sprache und mit unzuverlässigen ErzählerInnen erzielen: "Anders als Highsmith and Rendell, die ihrer dunklem Kunst meist im trockenen, kühlen Ton der dritten Person nachgingen, neigen die heutigen Autorinnen zu einer instabilen Mischung aus schrillen ersten Personen: tyrannisch, anklagend, rechtfertigend, ein bisschen verzweifelt. Diese vertrackten Thriller des 21. Jahrhunderts zu lesen ist ein bisschen wie auf einer Website einen besonders hitziger Kommentar-Thread herunterzuscrollen oder versehentlich in eine Twitter-Fehde zu geraten. Durch diese schäbigen Tweets muss eine Frau gehen! Verglichen mit ihren männlichen Gegenparts scheinen die heutigen Autorinnen vertrauter mit dem Urstrom aus Ich und Es der Sozialen Medien, dem schwammigen Niemandsland, in dem Millionen von selbstgeschaffener Marken um die Oberhoheit kämpfen."

Magazinrundschau vom 14.06.2016 - The Atlantic

Organisiertes Internetverbrechen ist auch nicht mehr das, was es einmal war, erfahren wir von Josephine Wolff. Der gute alte massenhafte Diebstahl von Kreditkartendaten hat als Geschäftsmodell mittlerweile arg an Attraktivität eingebüßt. Lukrativer ist es jetzt, einzelne Rechner und Daten zu kapern, unzugänglich zu machen und für Freigabe der Hardware und Daten direkt bei der einzelnen geschädigten Partei abzukassieren: Denn "der Inhalt irgendeiner Festplatte dürfte auf dem Schwarzmarkt zwar kaum nennenswerte Beträge bringen. Doch für den Besitzer sind diese Daten wahrscheinlich ein paar hundert, vielleicht sogar ein paar tausend Dollar wert." Wobei die Frage offen bleibt, ob ein Rückkauf der gestohlenen Daten auch wirklich zur Folge hat, dass die Daten bei den Kriminellen gelöscht werden. Gerade im Fall von Unternehmen, die sich auf solche Deals einlassen, handelt es sich also eher um erkauftes Stillschweigen über das Datenleck. "Aus diesem Grund legen die Verkäufer gestohlener Informationen, genau wie echte Verkäufer auf ebay und Amazon, Wert auf ihre Onlinereputation, die den Opfern Aufschluss darüber gibt, ob es sich um 'vertrauenswürdige' Kriminelle handelt, erklärt ein FBI-Beamter. 'Schlussendlich sind auch Diebe abhängig von ihrem Ruf im Untergrund und wenn man ihnen nachsagt, dass sie die Leute übers Ohr hauen, kriegen sie auch keine Kunden."

Magazinrundschau vom 19.04.2016 - The Atlantic

Im Irakkrieg leiden alle. Aber die Sunniten hat es besonders hart getroffen. Eingeklemmt zwischen der schitischen irakischen Führung und der sunnitischen Isis werden viele von beiden Seiten attackiert. Anand Gopal beschreibt das in einer Reportage am Beispiel der Familie von Falah Sabar. Sie waren vor Isis, die sie der Kollaboration mit der Regierung bezichtigten, aus der irakisch-sunnitischen Provinz Anbar durch die Wüste nach Bagdad geflohen, wo die schiitische Mehrheit sie mit Misstrauen beäugte. Bis eines Tages die Männer der Familie von einer Miliz abgeholt und auf einem Schulhof buchstäblich abgeknallt wurden. Sieben starben, nur der Vater überlebte schwer verletzt. "Die Erinnerung an diese Nacht und an seine Söhne hat sich in Falahs physisches Sein eingegraben. Bei unserem Treffen betrat er humpelnd den Raum gestützt von seinem Cousin und Neffen. Er kann langsam wieder etwas sprechen, aber nur mit Schwierigkeiten, deshalb beantwortet er meine Fragen größtenteils mit Pantomime oder schriftlichen Antworten. Er hält den Kopf gesenkt, die Handballen gegen die Schläfen gepresst. 'Mein Gehirn', sagt er, 'mein Gehirn läuft aus.' Es gibt keine genauen Zahlen darüber, wie viele Sunniten von Anti-Isis-Kräften in den letzten zwei Jahren getötet wurden. Die überwältigende Präsenz irakischer Sicherheitskräfte und schiitischer Milizen in dem regierungskontrollierten Gebieten macht es riskant, diese Frage zu untersuchen. Doch ein Netzwerk von unter dem Radar arbeitenden NGOs und Menschenrechtsaktivisten haben Fälle dokumentiert. Sie behaupten, dass - in bestimmten Gebieten zumindest - Anti-Isis-Kräfte so viele Sunniten getötet haben könnten wie Isis."

Magazinrundschau vom 15.03.2016 - The Atlantic

Für einen monumentalen, wirklich alle wichtigen Aspekte und auch die Kritik abdeckenden Artikel über Barack Obamas Außenpolitik jettet Jeffrey Goldberg mit dem Präsidenten in der Air Force One mal hierhin mal dorthin, unterhält sich mit ihm im Weißen Haus oder in der Präsidentensuite auf Staatsbesuch in Malaysia. Der Nahe Osten, um es gleich zu sagen, ist nach dem Scheitern des Arabischen Frühlings für Obama uninteressant geworden. Die Konflikte dort kann Amerika nicht lösen, sagt er. Europa nervt, weil es gern den Moralapostel spielt, aber selten Taten folgen lässt (die Tatsache, dass Libyen ein solches Desaster ist, schreibt Obama vor allem dem mangelnden Engagement der Europäer zu). Kurz: der Nahe Osten ist jetzt unser Problem. Obama interessiert sich für Lateinamerika, für Afrika und vor allem für Asien - denn dort liegt für ihn die Zukunft. Verglichen damit schneidet der Nahe Osten schlecht ab: "'Es gibt Länder, die unfähig sind, Wohlstand und Chancen für ihre Bevölkerung zu schaffen. Es gibt gewalttätige, extremistische Ideologien, die durch die sozialen Medien befeuert werden. Es gibt Länder, die kaum zivile Traditionen haben, so dass, wenn autokratische Regime zerbrechen, die einzigen Ordnungsprinzipien sektiererische sind. Südostasien dagegen', fährt er fort, 'ist trotz aller Probleme - der enormen Armut und Korruption - voller wetteifernder, ambitionierter, tatkräftiger Menschen, die sich jeden einzelnen Tag abstrampeln, um ein Geschäft aufzubauen, eine Erziehung zu bekommen, einen Job zu finden und eine Infrastruktur aufzubauen. Der Kontrast ist ganz schön groß.' ... Dann machte er eine Beobachtung, die, wie ich bald verstand, typisch ist für seine düstere, viszerale heutige Auffassung vom Nahen Osten - nicht die Art, die ein Weißes Haus, das immer noch auf Hoffnung und Wandel setzt, würde bekanntmachen wollen. 'Wenn wir nicht mit ihnen reden', sagt er, sich auf die jungen Asiaten, Afrikaner und Lateinamerikaner beziehend, 'weil wir zu beschäftigt damit sind herauszufinden, wie wir den bösartigsten, nihilistischsten, gewalttätigsten Teil der Menschheit zerstören, abriegeln oder kontrollieren können, dann verpassen wir den Anschluss.'"

Magazinrundschau vom 22.03.2016 - The Atlantic

Nicholas Dames, Professor für Literaturwissenschaft an der Columbia University, legt einen höchst gewichtigen Essay über William Eggintons' Cervantes-Biografie "The Man Who Invented Fiction" und anti- oder autofiktionale Romane von Chris Kraus und besonders Karl-Ove Knausgard vor. Folie ist die Romantheorie Richard Rortys, die besagt, dass uns Romane Empathie lehren, was Dames durch Egginton bestätigt sieht: "Eggintons Cervantes ist ein psychologischer Porträtmaler, seine Schlüsseltechnik ist ein Parallaxe-Effekt. Unser Leserstandpunkt wird dreidimensional, indem er zwischen das Missverständnis einer Situation durch einen Protagonisten und das ganze andere Verständnis dieser Situation durch eine zweite Romanperson positioniert wird. So gewinnt das fikionale Universum Tiefe. Wir lernen, wie unterschiedlich Dinge wahrgenommen werden, je nachdem wo und in wessen Schuhen wir stehen." Genau dieser Effekt aber wird von Knausgard durch sein radikal persönliches Schreiben verweigert: "Warum sollten wir einer Stimme lauschen, die unsere Empathie nicht will? (...) Weil diese Erfahrung daran erinnert, wie die Welt ohne Bewusstsein der Perspektiven anderer aussieht, egal, wie tröstend oder belastend sie sind."

Außerdem: Ta-Nehisi Coates freut sich über Neuausgaben von Comics mit schwarzen Superhelden.

Magazinrundschau vom 01.03.2016 - The Atlantic

Auch wenn Naji Abu Nowars in der Rubrik "bester fremdsprachiger Film" nominierter "Theeb" bei den Oscars leer ausging, markiert schon dessen bloße Existenz einen Quantensprung für das arabische Kino, schreibt Nadine Ajaka: Bei dem Film handelt es sich um die erste unabhängig jordanische Produktion seit 50 Jahren. Überhaupt befinde sich das Kino der gesamten arabischen Region im Auftrieb: "'Theeb' ist lediglich der neueste Film einer ganzen Welle von komplexen und künstlerisch wertvollen Filmen aus dem Nahen Osten und dem nordafrikanischen Raum. Die Zugänglichkeit der Produktionsmittel und der Siegeszug der digitalen Distribution hat etwas ins Rollen gebracht, von dem sich einige Experten und Filmemacher übereinstimmend ein Goldenes Zeitalter des arabischen Kinos versprechen. ... Innerhalb der letzten zehn Jahre sind streitsüchtige Filmemacher mit wirklich Grenzen überschreitenden Filmen auf der Bildfläche erschienen und das sogar inmitten des sozialen und politischen Chaos, wie es für weite Teilen des modernen Nahen Ostens typisch ist."

Außerdem eine kuriose, aber tatsächlich sehr erhellende Lektüre: J. Weston Phippens Reportage über den Kaktusschmuggel in den USA, der mehr und mehr Kakteenarten in die Liste der vom Aussterben bedrohten Pflanzen aufsteigen lässt: Sehr begehrt ist zum Beispiel der riesige, "Saguaro" genannte und insbesondere aus dem Westernkino bekannte Riesenkaktus Carnegiea gigantea, der dummerweise nicht gerade schnell wächst: "Die ersten zehn Jahre seines Lebens misst er gerade mal einen Zoll. Es dauert 75 Jahre, bis er seine berühmten Arme ausfährt. Da Hausbesitzer aber einen Saguaro bereits in ihrem Vorgarten stehen haben wollen, bevor sie über 80 Jahre alt sind, stehlen Verbrecher sie aus der Wildnis."

Und: Wenn ein glühender Etatist wie der schottische Philosoph Alistair Duff auf die radikale Staatsskepsis im Silicon Valley trifft, kann das ja nichts werden. Im Gespräch mit Kaveh Waddell erklärt er, warum die IT-Konzerne sich unbedingt staatlicher Kontrolle beugen sollten (man könnte meinen, die staatlichen Schnüffelprogramme im Zuge von NSA und Konsorten sollten ein gesundes Maß an Skepsis walten lassen) und bedauert, dass die digitale Revolution noch kein Pendant zum Sozialismus, der als Reaktion auf die industrielle Revolution entstanden ist, hervorgebacht hat.

Magazinrundschau vom 22.12.2015 - The Atlantic

Ungeheuer faktenreich, aber sehr gut lesbar erzählt David Epstein von propublica in Atlantic, wie amerikanische Sicherheitskräfte unter Dave Herrod von der Drug Enforcement Administration das mexikanische Drogenkartell AFO nach jahrelangem Kampf vor etwa zehn Jahren besiegt haben - die in dem Artikel zitierten Grausamkeiten der Drogenbosse lassen Tarantino, Scorsese und die "Sons of Anarchy" dabei als Waisenknaben dastehen. Das deprimierende Resümee liefert Epstein schon nach einigen Seiten seiner epischen Reportage: Herrod ist "stolz über Kühnheit und Zähigkeit, die es erlaubten, das Kartell zu zerstören, er weiß, dass er Morde und Entführungen verhinderte. Aber wenn er zurückblickt, hat er nicht das Gefühl des glasklaren Triumphes, das die Presseerklärungen vebreiteten. Herrod und die anderen Beamten sind desillusioniert. Die Neutralisierung der AFO hat nur Joaquin Guzman - alias 'El Chapo' - und seinem heute kaum noch besiegbaren Sinaloa-Kartell das Terrain geebnet... 'Drogenbekämpfung, wie wir sie kennen', sagt mir Herrod, 'funktioniert nicht.'"

Außerdem: Die Republikaner mögen noch so laut schreien, die Amerikaner rücken insgesamt immer weiter nach links, meint Peter Beinart in einem ausführlichen Essay.

Magazinrundschau vom 24.11.2015 - The Atlantic

Willy Shih und Henry McGee porträtieren den Immobilien-, Hotel- und Kinotycoon Wang Jianlin, der in Qingdao, nördlich von Schanghai, für acht Millarden Dollar einen der größten Studiokomplexe der Welt errichtet, amerikanische Kinofirmen wie AMC kauft und in China 5.000 Kinoleinwände besitzt. Er scheint an die Stelle Hollywoods treten zu wollen in einem Moment, da Hollywood - wie die Medien- und Musikindustrie - als sterbende Branche gilt. Die Idee hat ihre Logik: "Mit dem Wohlstand wird China zu einer Nation von Kinozuschauern. Die Einnahmen sind im Jahr 2014 um ein gutes Drittel gestiegen, und in diesem Jahr sogar noch schneller. Da die amerikanischen Kinoeinnahmen eher stagnieren, wird erwartet, dass China innerhalb von fünf Jahren der internationale Box-office-King ist. Ein Problem werden Filmemacher aus den USA in China allerdings haben: "Die chinesischen Behörden verbieten in Filmen, die in China gezeigt werden, Nacktszenen, heftige Gewalt, Gespenster, Zeitmaschinen und andere Themen, die dem staatlichen Büro für Presse, Radio, Film und Fernsehen unangemessen erscheinen."

Außerdem: Terrence Rafferty feiert den größten lebenden Schauspieler: Max von Sydow.

Magazinrundschau vom 08.12.2015 - The Atlantic

Die Frage ist nicht, ob wir vollautomatisierte Autos haben werden, sondern wann - und: welche. Apple, Google und Uber arbeiten derzeit unabhängig voneinander, mit sichtlichem Hochdruck und teils unter enormer Geheimniskrämerei an Technologie und Konzepten, erfahren wir von Adrienne Lafrance: Während Google seine Datensilos in den Dienst einer tatsächlich vollautomatischen Lösung stellen will, arbeiten die Mitbewerber an Zwischenformen, die auf der Grundlage menschlich-individueller Restverantwortung fußen. Sollte sich das Konzept erstmal durchgesetzt haben, könnte das weitreichende Folgen haben, meint Lafrance: "Große Umbrüche in der Transporttechnologie neigen dazu, menschliche Auffassungen von Zeit neu einzurichten. Die Zeitzonen in den USA wurden bekanntlich als Reaktion auf die Eisenbahn eingerichtet, die das Land vernäht hat. 'Welche Veränderungen müssen jetzt eintreten in unsrer Anschauungsweise und in unsern Vorstellungen', schrieb Heinrich Heine 1843. 'Sogar die Elementarbegriffe von Zeit und Raum sind schwankend geworden. Durch die Eisenbahnen wird der Raum getötet, und es bleibt uns nur noch die Zeit übrig.' ... Erweckte die Eisenbahn noch den Eindruck, den Raum zwischen Abfahrts- und Ankunftsort einzudampfen, stellen fahrerlose Autos die Freisetzung neuer Zeitfenster in Aussicht, was jenen Leuten zupass kommt, die ansonsten damit beschäftigt wären, auf den Wagen des Vordermanns zu starren."