
In der aktuellen
Ausgabe des
New York Times Magazines untersucht Jonathan Mahler die Symbiose zwischen dem
CNN-Chef Jeff Zucker und
Donald Trump: "Hätte Trump die Wahl verloren, hätte CNN weiter
ums Überleben kämpfen müssen. So wurde der Sender wichtiger für die nationale Debatte denn je. Der Mann, der dafür verantwortlich ist, ist derselbe, der in wichtigen Teilen Trumps politische Karriere befeuert hat. Es war Zucker, der als NBC-Präsident die Reality-Show "The Apprentice" mit
Trump als Gastgeber ins Programm nahm, als Trump wenig mehr als ein überforderter Immobilienmakler mit einem abstürzenden Casino-Geschäft war. Diese Show wendete Trumps Schicksal mehr als alles andere und verwandelte den B-Promi-Schurken in den
Prime-Time-Milliardär. Und es war Zucker, der als CNN-Präsident die TV-affinen Ereignisse übertrug, all die nachrichtenträchtigen Interviews, Kundgebungen, Debatten, 'großen politischen Verlautbarungen', die nie wirklich welche waren - die Trump zum
republikanischen Aushängeschild machten, als kaum jemand sonst seine Kandidatur ernst nahm … Keiner von beiden wäre ohne den anderen da, wo er heute ist. Trumps Ausflug ins Reality-TV bescherte Zucker einen Prime-Time-Hit, als er ihn dringend brauchte. Heute sorgt Trumps Ausflug in die Politik fortdauernd für die große Story, die Zucker so dringend braucht. Eine
symbotische Beziehung, die so nur in der Welt des Fernsehens gedeihen konnte, wo die Grenzen zwischen Nachricht und Entertainment, Fantasie und Realität immer mehr verwischt werden."
Außerdem: Robert F. Worth
erkundet die Rolle des französischen Sozialwissenschaftlers
Gilles Kepel in der Debatte um Assimilation und Extremismus unter Frankreichs Muslimen. Leslie Jamison
erzählt, wie es sich anfühlt, eine
Stiefmutter zu sein. Carina Chocano
denkt darüber nach, was es bedeutet, "begierig nach etwas" genannt zu werden, in den sozialen Medien wie auf der politischen Bühne. Und Jenna Wortham
fragt, warum Silicon Valley
Online-Belästigungen nicht zu stoppen vermag.