9punkt - Die Debattenrundschau - Archiv

Gesellschaft

2782 Presseschau-Absätze - Seite 164 von 279

9punkt - Die Debattenrundschau vom 23.05.2019 - Gesellschaft

Zeit-Redakteur Thomas E. Schmidt schreibt einen kritischen Artikel an die Adresse der eigenen Leserschaft: Das Milieu, das grün wählt und das er offenbar noch als Avantgarde ansieht: "Politische Avantgarden haben immer so funktioniert: Was ihnen inneren Halt gab, war das Misstrauen anderen und sich selbst gegenüber. Eine Faust musste die Wahrheit umschließen, sonst drohte die zu entwischen. Aus Verzicht musste Sinn werden, und die Emanzipation ließ sich nur durch Unterwerfung erreichen. Im grünen Fall heißt das: Die technische Naturbeherrschung kann nur überwunden werden, indem man die eigene innere Natur beherrscht."

Die "Glauben und Zweifeln"-Seite der Zeit lässt zum Kopftuch diskutieren. Nurhan Soykan vom Zentralrat der Muslime und die Theologin Johanna Rahner sind gegen ein Verbot des Kopftuchs für Mädchen. Abdel Hakim Ourghi, von der Initiative Säkularer Islam aber mahnt: "Kein kleines Mädchen käme vor der Pubertät von allein auf die Idee, dass es seinen Körper verschleiern oder seine Haare mit einem Tuch bedecken müsste - damit sein Körper nicht zum Objekt der Begierde wird. Ein Mädchen aber, das mit Kopftuch in den Kindergarten oder in die Grundschule geht, hat gelernt, warum es sich verhüllen muss. Seine Freiheit wird früh unterdrückt, damit sie später nicht vermisst werden kann." Susanne Schröter unterstützt seinen Standpunkt. Und die Redakteurin Evelyn Finger beobachtet: "Es ist .. seit einiger Zeit Mode geworden, den Islam gegen Kritik zu immunisieren, indem man seine Kritiker ächtet: als islamfeindlich, rassistisch, religionsfeindlich, diskriminierend, rechts und was man sonst an K.-o.-Wörtern entsichern kann. Und wenn einem gar nichts mehr einfällt, dann halt menschenverachtend."

Auf Zeit Online fordert der an einem Gymnasium im Ruhrgebiet unterrichtende islamische Religionslehrer Mansur Seddiqzai, eine Abschaffung, zumindest aber eine Reform der "Idschaza" - also jenes islamischen Beirats, in dem aktuell noch im Probelauf vor allem Vertreter von Islamverbänden zusammenkommen, um angehenden Religionslehrern eine gewissensbasierte Lehrerlaubnis zu erteilen. Mit dem Professor für islamische Theologie Mouhanad Khorchide habe der Beirat nur einen liberalen Vertreter: "Nach dem Verzicht der Ditib auf ihren Sitz im Beirat in Folge der Spitzelvorwürfe steht er im Beirat nun sechs Mitgliedern gegenüber, die eher dem konservativem Spektrum zuzuordnen sind. (…) Immerhin fünf der derzeit sieben Beiratsmitglieder sind Frauen. Eine fortschrittliche Frauenquote. Aber alle tragen sie Kopftuch. Damit repräsentieren sie nur gut 30 Prozent der muslimischen Frauen in NRW. Einige meiner Mitbewerberinnen haben mir erzählt, dass sie deshalb untereinander diskutierten, ob sie für das Idschaza-Gespräch ein Kopftuch aufziehen sollten, obwohl sie im Alltag keines tragen."

Für die NZZ ist der marokkanische Schriftsteller Kacem El Ghazzali nach Kairo ins Merit-Verlagshaus gereist, um dort in einer den Pariser Aufklärungssalons ähnelnden Atmosphäre über Freiheit und Religionskritik zu diskutieren und Frauen zu beobachten, die ihren Schleier bei Betreten von Merit wie "Müll" auf den Boden werfen. Merit sei das Gegenteil amerikanischer "Safe Spaces", meint er: "Merit, die Frauen Irans, die liberalen Aktivisten Saudiarabiens und alle Freunde der Freiheit in der muslimischen Welt konfrontieren uns mit einem beunruhigenden Paradox: Wir leben in einer Zeit, in der die Stimmen der westlichen sogenannten Progressiven immer lauter werden, um Kunst und Literatur zu zensieren. Sie tun dies mit dem Vorwand, dies habe aus Respekt vor den Einstellungen und Gefühlen sensibler Menschen zu geschehen. Derweil melden sich in der islamischen Welt immer mehr mutige Stimmen, die sich sämtlichen Formen der Zensur, Schikane und der Überwachung entgegenstellen."

Weiteres: Ebenfalls in der NZZ schildert Marc Neumann, wie sich die University of the Arts in Philadelphia hinter ihre streitbare feministische und als Trans auftretende Professorin Camille Paglia stellt, der nach einer Vorlesung von Trans-Aktivisten Transfeindlichkeit vorgeworfen wird.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 22.05.2019 - Gesellschaft

Der Autor Max Czollek, der mit "Desintegriert euch!" eine viel beachtete Verteidigung von Multikulti vorlegte, polemisiert in der taz gegen die Idee der Jüdischen Gemeinde, "Prävention durch Dialog" zu betreiben, um so das Problem muslimischen Antisemitismus anzugehen - ihn stört schon der Begriff Prävention. Aber auch er selbst setzt auf "Dialog", etwa im Rahmen des Programms "Dialogperspektiven" des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks: "Eine Grundlage seines Erfolgs dürfte sein, dass hier eben nicht nur die jüdische und muslimische Seite, sondern Menschen ganz unterschiedlicher religiöser und weltanschaulicher Identitäten einen Dialog über gesellschaftliche Themen führen. Das ist sinnvoll, denn Islamismus und Antisemitismus, Rassismus und Hass auf Muslime sind keine Eigenschaften bestimmter Gruppen, sondern Probleme der deutschen Gesellschaft."

James Angelos legt in der New York Times unterdessen eine riesige Reportage über den "Neuen deutschen Antisemitismus" vor. Unter anderem kommt er auf die Geschichte des Jungen Solomon zurück, der an einem Berlin-Friedenauer Gymnasium von muslimischen Mitschülern heftigst gemobbt wurde, während sich die Schulleitung nur halbherzig für den Jungen einsetzte, und er spricht auch mit Solomons Eltern Gemma and Wenzel Michalski: "Für die Michalskis war dies alles ein Zeichen, dass die Deutschen nach dem Krieg nie wirklich mit dem Antisemitismus fertig wurden. Deutschland hatte Synagogen wiederaufgebaut und Mahnmale für die Opfer des Holocaust eingeweiht, sagt Wenzel: 'Für viele Leute in der Mittelschicht heißt das: 'Wir haben's geschafft, wir haben mit dem Antisemitismus abgeschlossen.' Aber niemand hat sich damit innerhalb seiner eigenen Familie auseinandergesetzt. Die großen, harten, schmerzhaften Fragen wurden nie gestellt.' In Wenzels Sicht agierten die muslimischen Schüler, die ihren Sohn quälten, in einer Umgebung, die bereits von einheimischem Antisemitismus getränkt war."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 20.05.2019 - Gesellschaft

Ralph Ghadban, ehemals Sozialarbeiter, heute eines der besten Kenner der "arabischen Clans", der sogenannten Mhallamiye, erklärt im Gespräch mit Reiner Burger von der FAS, warum dieses Phänomen extremer Kriminalität auch eine Frucht der Immigrationspolitik der Kohl-Ära ist. Schon damals setzte man auf "Restriktionen wie die Kürzung der Sozialhilfe, die Unterbringung in Sammelunterkünften oder die Arbeitsverbote... um unliebsame Wirtschaftsflüchtlinge zur Ausreise zu bewegen. Auch die Schulpflicht fiel weg. Was haben die Politiker sich damals dabei eigentlich gedacht? Eine ganze Generation von Analphabeten wuchs heran! Dabei war klar, dass die Mhallamiye allein schon deshalb bleiben würden, weil sie keine Papiere hatten und als staatenlos galten."

Zumindest in Amerika entspricht dem Aufstieg des Populismus ein tatsächlicher, auch tragischer Niedergang vor allem bei der ärmeren weißen Bevölkerung, schreibt der Politologe Klaus Segbers auf der Gegenwartsseite der FAZ: "In den Vereinigten Staaten stieg die Selbstmordrate bei Frauen mittleren Alters (von 45 bis 64 Jahren) in den vergangenen 30 Jahren um 63 Prozent. Bei Männern dieser Altersgruppe betrug der Anstieg 43 Prozent. Insgesamt steigerte sich die Selbstmordrate von 1999 bis 2014 um 24 Prozent. Unter männlichen Weißen stieg die Suizidrate stärker als in jeder anderen Ethnie oder Geschlechtsgruppe. Jüngste Forschungen beleuchten die Notlage der weniger gebildeten Weißen und zeigen eine Zunahme der Todesfälle durch Rauschgifte, Selbstmord, Lebererkrankungen und Alkoholvergiftungen."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 18.05.2019 - Gesellschaft

Soll auch in deutschen Grundschulen das Kopftuch für Kinder verboten werden? Auf keinen Fall, meint Malte Lehming im Tagesspiegel, der mit Schrecken konstatiert, dass viele in Deutschland Säkularismus wollen: "Die Ansicht, Religion sei ausschließlich Privatsache, ist weit verbreitet. Zum 70. Jahrestag des Grundgesetzes ist das ein erstaunlicher, ja erschreckender Befund." Und er beharrt: "Im Unterschied zu vielen autoritären Staaten entscheiden in Deutschland die Eltern über die geistige und seelische Entwicklung ihrer Kinder. Das umfasst deren religiöse Erziehung."

Außerdem: Ebenfalls im Tagesspiegel wendet sich Seyran Ates gegen die Idee des Berliner Senats, mit der Muslimbrüderschaft zu kooperieren, um heimkehrende IS-Zöglinge zu deradikalisieren: "Die Muslimbruderschaft ist bei dieser Entwicklung Teil des Problems, nicht Teil der Lösung."

Im Interview mit der NZZ erklärt die Soziologin Cornelia Koppetsch, die gerade das Buch "Die Gesellschaft des Zorns" veröffentlicht hat, warum die Wähler der AfD diverser sind, als die Linke es gern hätte, und warum die kosmopolitische Linke so stark zum Feindbild vieler Wähler geworden ist: "Die Kosmopoliten, also die urbane, akademische Mittel- und Oberschicht, sind heute das, was früher die Bildungsbürger, die Vertreter der Hochkultur waren: die kulturell herrschende Klasse und damit ganz natürliche Zielscheibe für die neuen Protestmilieus. Die Kosmopoliten stehen für grenzüberschreitende Öffnung und kulturelle Vielfalt. Zwar sind sie nicht die effektiv Herrschenden - dies sind die ökonomischen Eliten -, aber ihre Werte, etwa Kreativität, Diversity, Weltläufigkeit und Individualismus, sind zunehmend in den kapitalistischen Mainstream eingewandert und verleihen diesem nun eine kulturell-progressive Note. Es ist ein neues Rechtfertigungsregime. Dies erklärt vielleicht auch, warum die kosmopolitische Linke als Systemkritiker und Sozialreformer für viele Menschen unglaubwürdig geworden ist und stattdessen rechte Protestparteien Zulauf bekommen."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 17.05.2019 - Gesellschaft

In der SZ ist die Schriftstellerin Jagoda Marinic genervt von jenen Deutschen mit Migrationshintergrund, die sich über die Frage "Woher kommst du?" empören: "Es gibt in der US-Literatur über Rassismus das Konzept der Farbenblindheit: 'color blind'. Insbesondere Vertreter der Linken meinen es besonders gut und möchten Differenzen nicht wahrhaben oder sehen. Wir sind gleich - das möchte dieser Ansatz behaupten. Doch Gleichheit zu behaupten, wo es Differenzen gibt, löscht die Erfahrungen der Minderheiten aus. Es ist befremdlich, wenn nun in Deutschland viele Minderheiten eben genau diese Farbenblindheit einfordern, um sich nicht ausgegrenzt zu fühlen." Außerdem fordert sie, Deutschland als Einwanderungsland im Grundgesetz zu verankern.

Weitere Artikel: Nachdem das österreichische Parlament am gestrigen Donnerstag ein Kopftuchverbot an Grundschulen beschlossen hat, will auch die Bundesregierung ein Kopftuchverbot für Kinder an Schulen prüfen, meldet Zeit Online unter Bezug auf Stimmen aus CDU/CSU und SPD. "Dass kleine Mädchen Kopftuch tragen, ist absurd - das sehen auch die meisten Muslime so. Alle Maßnahmen, die Mädchen davor schützen - vom Elterngespräch bis zum Verbot - sollten geprüft und angegangen werden", sagte die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU) der Bild-Zeitung.

9punkt - Die Debattenrundschau vom 16.05.2019 - Gesellschaft

Die Renaturierung Berlins schreitet dank der schieren Untätigkeit der Stadt voran, notiert Andrew Müller in der taz. Das nützt unter anderem der Nachtigall: "Zum einen sind die klimatischen Bedingungen in Berlin perfekt - die Nachtigall fühlt sich im milden Tiefland wohl und hat dort die besten Bruterfolge, wo es weder zu trocken noch zu feucht ist. Zum anderen hinterlassen die mageren Budgets der Grünflächenämter verwilderte Flächen, ungepflegte Parkanlagen und überwucherte S-Bahn-Trassen. Das bietet der Nachtigall Raum zum Balzen, Brüten und Futtersuchen."



Die Zeit-Online-Kolumnistin Mely Kiyak wirft Kritikerinnen des Kopftuchs "Geltungssucht", " Verachtung" und "totalitäres" Gebaren vor: "Hier wird sowieso etwas Feminismus genannt, was mit Befreiungstheologie besser umschrieben wäre. Die islamkritischen (auch so ein alberner Begriff, aber das zu erklären, wäre ein anderer Text) Feministinnen wären gerne eine Stimme für die Unterdrückten. Aber die vermeintlich unterdrückten Frauen unter dem Kopftuch haben auch Besseres zu tun, um auch noch als Karrierekick für all jene Frauen missbraucht zu werden, die mit ihrer Ethnologie oder wo auch immer sonst sie arbeiten offensichtlich gewaltig unterfordert sind." Kiyak schlägt stattdessen vor, es bei der Unterwerfung zu belassen: "Man kann Menschen nicht gegen ihren Willen befreien. Und niemand hat das Recht, ihnen überhaupt Befreiungsbedarf zu unterstellen."

NGOs sind heute Akteure von beträchtlicher Macht, die sogar den Einfluss von Medien oder Parteien übertreffen kann, schreiben der PR-Berater Hasso Mansfeld und der Medienrechtler Frederik Ferreau in Meedia: "Bereits heute können NGOs über eine Fülle von Sonderrechten verfügen - von der finanziellen Förderung durch Ministerien über Anhörungen in Parlament und Regierung bis hin zu Verbandsklagerechten vor den Gerichten als 'Anwälte' von Umwelt, Verbrauchern und Minderheiten. Die Inanspruchnahme solcher Rechte müsste eigentlich an die Erfüllung gesteigerter Transparenz- und Rechenschaftspflichten gebunden sein. Die Realität enttäuscht aber zumeist diese Erwartung."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 15.05.2019 - Gesellschaft

Enteignung ist nicht die Lösung für den Wohnungsmangel, meint Joachim Käppner in der SZ. Dann müsste der Staat nur teuer für eben die Wohnungen bezahlen, die er gerade für einen Spottpreis verkauft hat. Mehr sozialer Wohnungsbau würde eher helfen: "Er ist kein Allheilmittel, von allen Mitteln der Heilung aber das wirksamste. Damit es wirklich hilft, wäre vieles nötig, vor allem natürlich: sehr viel mehr Geld vom Bund; dazu die Kontrolle, damit die Länder dieses Geld nicht zweckentfremden. Neben den Bodenpreisen hat eine auswuchernde Baubürokratie die Kosten steigen lassen, die sich gründlich entschlacken ließe. Und nicht zuletzt bräuchte es wieder eine Architektur mit sozialem Gestaltungswillen wie damals, als Baureformer Ernst May forderte: 'Schafft uns Wohnungen, die, wenn auch klein, doch gesund und wohnlich sind - und liefert sie vor allem zu tragbaren Mieten!'"

9punkt - Die Debattenrundschau vom 14.05.2019 - Gesellschaft

In einem Leitartikel über neumodisch altlinke Töne, wie sie etwa jüngst von Kevin Kühnert kamen, beschreibt Welt-Autor Richard Herzinger en poassant den aktuellen Zustand der Debatte: "Empören sich Linke einmal mehr über 'provokativ' in die Welt gesetzte Aussagen aus dem rechten Spektrum, freut sich dieses höhnisch darüber, die 'politisch Korrekten' erneut in die 'Schnappatmung' getrieben zu haben. Von genau der wird dann aber seinerseits das rechte Meinungssegment befallen, sobald ein Linker eine stramm sozialistische These raushaut. So zeigt man mit Fingern aufeinander und erfreut sich in Wahrheit am gemeinsam aufgeführten argumentativen Nullsummenspiel in der Endlosschleife."

9punkt - Die Debattenrundschau vom 13.05.2019 - Gesellschaft

Große Empörung löst auf Twitter ein Artikel des FAS-Wirtschaftsredakteurs Rainer Hank aus, der Greta Thunbergs Interventionen mit den Kinderkreuzzügen des Mittelalters vergleicht: "Kindliche Armut schlägt kirchlichen Reichtum. Kindlichkeit, Unschuld und Armut sind Bilder und Metaphern, die offenbar bis heute stark wirken und die konkurrierende Einschätzung fanatischer, verführter, unreifer Apokalyptiker schlägt. Die Kinder haben es geschafft, dass ihre Umwelt sie als willenlose Instrumente Gottes darzustellen vermochte."
Stichwörter: Thunberg, Greta, Mittelalter

9punkt - Die Debattenrundschau vom 11.05.2019 - Gesellschaft

Im Tagesspiegel lästert Sidney Gennies über den Craftbeer-Hype, der natürlich aus den USA übernommen wurde, wo es als eine Art Notwehr gegen die ungenießbare Konzernplörre erfunden wurde. Ist in Deutschland mit seinen vielen kleinen und guten Brauereien völlig überflüssig, meint Gennies. Und: "Dass es mit dem Handwerk (Ausnahmen soll es geben!) nicht so weit her ist, sieht man an zweierlei. Erstens: am Trend, einigen Kreationen Früchte, Kräuter, Gewürze oder andere Zutaten beizumischen, die dem Reinheitsgebot zuwiderlaufen, um Geschmack ins Bier zu kriegen. Zweitens: daran, dass die Mehrheit der Craftbiere IPAs sind, 'India Pale Ales'. Die schmecken zwar aufgrund ihres hohen Hopfenanteils nach Seife, was man mögen muss, sind aber mit wenig Aufwand zu brauen, weil sie zu den obergärigen Bieren gehören."
Stichwörter: Craft Beer