(Via
turi2)
Boris Reitschuster, der kritisch über Russland berichtet, wird über alle Kanäle mit Hass- und Mordbotschaften verfolgt, von denen er einige bei der deutschen
Huffington Post paradieren lässt. Und niemand tut etwas dagegen,
schreibt er: "
Facebook zeigt für solche Hassbotschaften Verständnis. Auf die Beschwerde über eine der obigen Bemerkungen kam die Nachricht: 'Wir haben den von dir wegen glaubhafter Gewaltandrohung gemeldeten Kommentar geprüft und festgestellt, dass er nicht gegen unsere
Gemeinschaftsstandards verstößt.' Die Staatsanwaltschaften ermitteln nicht, weil sie die Absender der Hassbotschaften nicht ermitteln können oder wollen - dazu müsste Facebook deren Daten herausrücken. In dem bisher einzigen Fall, in dem eine Morddrohung gegen mich vor Gericht ging, wurde der
Angeklagte freigesprochen und machte sich im Prozess auch noch lustig über mich: Die Botschaft kam zwar eindeutig von seinem Computer, aber dass auch er selbst davorgesessen habe, sei nicht nachweisbar, entschied das Gericht."
Inzwischen
fordert laut
Zeit online der Deutsche Richterbund von Bundesjustizminister
Heiko Maas, sein geplantes Gesetz gegen rechtswidrige Postings durch eine Verpflichtung der sozialen Medien zu ergänzen, die
Namen anonymer Verfasser von Hasskommentaren an die Betroffenen herauszugeben: "Der Richterbund kritisiert, Maas' Gesetzentwurf sehe zwar Auskunftsstellen vor - sie blieben aber freiwillig, da keine Sanktion drohe, wenn sie nicht eingerichtet würden. 'Rechtswidrige Kommentare schnell zu löschen, kann nur eine Säule im Kampf gegen Hass und Hetze im Netz sein', sagte (Geschäftsführer Sven) Rebehn. 'Wer strafbare Inhalte online stellt, der muss dafür auch
effektiv strafrechtlich verfolgt werden können.'"
Alan Posener
greift in der
Welt einen
Artikel des
Bildblog über ein
Geert-Wilders-Porträt des
WDR auf, das in mehrerer Hinsicht peinlich ist. Erstmal rein handwerklich, weil der Sender vor der wichtigen Wahl im direkten Nachbarland nur fähig war, eine Doku der
BBC zu kaufen, die bereits
ein paar Jahre alt war. Zweitens, weil darin unterstellt wurde, dass Wilders ein Lobbyist extremer Zionisten sei - als Beleg wurden Äußerungen eines umstrittetenen Imams angeführt. Die
BBC hatte diese Passagen längst getilgt, nicht der
WDR, der auf Kritik nur recht pampig reagierte, den unbearbeiteten Film dann aber nach "
einigen Rückmeldungen" aus seiner Mediathek zurückzog. Posener kritisiert, dass der Film nun nicht mehr in der beanstandeten Version
zu sehen ist: "Richtig wäre es gewesen, den Film in der
ursprünglichen Fassung in der Mediathek zu belassen und gleichzeitig dort die ausführliche Kritik zu veröffentlichen. Das nennt man Transparenz. Man hätte ja auch die beanstandeten Stellen in einer
WDR-Sendung wie 'Hart aber fair' zeigen und diskutieren lassen. Vorausgesetzt, die Auseinandersetzung mit dem modernen Antisemitismus wäre einem wichtig."