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Heute in den Feuilletons

Hinten im Emmental

Die kommentierte Kulturpresseschau. Wochentags um 9 Uhr, sonnabends um 10 Uhr.
12.04.2008. In der Berliner Zeitung attestiert Tilman Spengler der chinesischen Regierung wilhelminische Züge. Für eine stabilere Weltwirtschaft empfiehlt die NZZ die globale Installierung kleiner Westentaschen-Napoleons nach schweizerischem Vorbild. In der Welt berichtet Raji Abdullah über die missliche Lage der Künstler in Bagdad. Benjam Barber verdammt den Konsumismus in der taz. Und die FAZ besucht Deutschlands Alphablogger und findet zu ihrer Erleichterung keine Konkurrenten vor.

Berliner Zeitung, 12.04.2008

Im Interview erklärt der Schriftsteller und Sinologe Tilman Spengler, warum sich die chinesische Führung nach außen hin niemals empfänglich für Druck zeigen würde: "Da setzt sie eine sehr starre, konfuzianisch grimmige Miene auf: das Gesicht zur 'chinesischen Lösung'. Manche Beobachter überrascht das. Die chinesische Kulturgeschichte kennt ja seit dem Kriegsphilosophen Sunzi so viele kunstvolle Strategievarianten, dass die gegenwärtige Reaktion eher einfallslos erscheint, fast vertraut wilhelminisch in ihrem 'immer feste druff'."

Außerdem notiert der gerade in Berlin lesende israelische Schriftsteller Assaf Gavron einige Dinge, die er in Israel niemals zu sehen bekommen hätte: "Klassische Musik, die ohne Unterlass aus Lautsprechern am Hamburger Hauptbahnhof gespielt wird; Prostituierte im Hamburger Rotlicht-Viertel, die wegen der Kälte wie Skilehrer angezogen sind." Lutz Lichtenberg staunt über den vom Perlentaucher dokumentierten Briefwechsel zwischen SZ-Rezensent Burkhard Müller und dem Germanstik-Professor Jochen Hörisch: "Tatsächlich herrscht in dem Briefwechsel ein Ton vor, der nach Kneipenrauferei und Offizierskasino klingt."

NZZ, 12.04.2008

"Was ist schweizerisch?" Der Bankier und Milizoffizier Konrad Hummler empfiehlt der Welt und der Weltwirtschaft eine kleinteilige, stabile und fehlerarme Organisation, wie es mit der Miliz in der Schweiz auch geklappt hat. Symbol dieser Zeit ist für ihn der nach Alkohol riechende Matrizendrucker. "Obschon seit Jahren ausgemustert und durch moderne Druckzentren ersetzt, den ganz speziellen süßlichen Geruch des Milizprinzips gab es immer noch. Wer erinnert sich, die Nüstern zum Methylgenuss gebläht, denn nicht unweigerlich an vergangene Tage, als man weit hinten im Emmental, in einer Hinterstube des 'Rössli' oder des 'Hirschen', als kleiner Kompanie-Napoleon Tagesbefehle entwarf, um damit, umgedruckt eben, die Kriegstauglichkeit seiner Truppe zu steigern? Der Umdruckapparat war sozusagen das alkoholbetriebene Medium jener Tausende und Abertausende von Kompaniekommandanten, die alle ihrer eigenen Einheit ihren ganz speziellen Stempel aufdrückten, ohne dabei aber die Erfordernis der Selbstähnlichkeit militärischer Verbände zu verletzen."

In der Beilage Literatur und Kunst versucht der Literaturwissenschaftler Peter Bürger die Eigenheit des als sperrig geltenden Malers Felix Vallotton herauszuarbeiten. Der Philosoph Ralf Konersmann fordert, die Veränderung ds Klimas nicht nur den Naturwissenschaften zu überlassen, sondern als Veränderung unserer Kultur zu begreifen und zu antizipieren. Peter von Matt überlegt, was die Rechtshistorikerin Marie Theres Fögen mit dem Satz gemeint haben könnte: "Wenn ein Jurist zur Feder greift, wird die Welt noch ein wenig ärmer." Ilma Rakusa interpretiert Giorgio Morandis Bild "Landschaft".

Besprochen werden die Schau "Ferdinand Hodler. Eine symbolistische Vision" im Kunstmuseum Bern, William Forsythes 1988 zum ersten Mal präsentiertes Ballett "Impressing the Czar" zur Eröffnung des Tanzfestivals Steps in Basel, die Aufführung dreier Schönberg-Einakter unter Max Kober in Leipzig und Bücher, darunter Carl Djerassis "Vier Juden auf dem Parnass", J. M. Coetzees "Tagebuch eines schlimmen Jahres" sowie Harald Welzers Untersuchung "Klimakriege. Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird" (mehr in unserer Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Welt, 12.04.2008

Der Schriftsteller Michael Kleeberg preist in der Literarischen Welt Hermann Hesses Meistererzählung Kinderseele" "Diese kleine, in Zeiten höchster Bedrängnis verfasste Erzählung ist in all ihrer ostentativen Beiläufigkeit, in ihrem Verzicht auf Fiktionalisierung, in der wegwerfenden Geste des Schlusses, die etwas skizzenhaftes vortäuscht, ein Kunstwerk geworden, wie es auch den größten Kollegen Hesses höchstens ein- zweimal im Leben glückte. Das Chaos, der Kampf in der Seele jedes Heranwachsenden, die unentrinnbare Hassliebe zwischen den Generationen ist hier auf 30 Seiten in Vollendung geschildert und analysiert und für alle Zeiten gültig festgehalten. 'Kinderseele' ist für mich ein, wenn nicht der Gipfelpunkt deutscher Novellistik im zwanzigsten Jahrhundert."

Im Feuilleton zeichnet Birgit Svensson auf, was der in Berlin lebende irakische Theaterregisseur Raji Abdullah über die Situation der Künstler in Bagdad zu berichten hat: "Sechs Monate lang hat der Wahlberliner als Beauftragter des irakischen Kulturministeriums in Bagdad Bestandsaufnahme gemacht. Er sollte feststellen, wer von den bekannten Künstlern, Musikern, Malern und Schriftstellern noch lebt und noch in Bagdad ist. Seine Bilanz ist vernichtend: 'Künstler und Schriftsteller leiden unentwegt!' Viele seien völlig verarmt, die meisten könnten überhaupt nicht mehr arbeiten. Ein berühmter Schauspieler habe nicht einmal die Mittel, um genügend Essen und Medikamente zu kaufen."

Weiteres: Uta Baier würdigt den Domschatz von Halberstadt in seiner Bedeutung als größten noch an seinem Ursprungsort erhaltenen Schatz des Mittelalters. Gemeldet wird, dass Bayreuth-Chef Wolfgang Wagner seine Bereitschaft signalisiert hat, seinen Posten für seine beiden Töchter, Katharina Wagner und Eva Wagner-Pasquier zu räumen. Sven Felix Kellerhoff findet, dass der "Zug der Erinnerung" vor allem der Selbstdarstellung seiner Initiatoren diene, weswegen die Bahn ganz richtig damit liege, ihn auf den Ostbahnhof abgeschoben zu haben. Kellerhoff erzählt auch nach, wie Polylux einem Fake des Kommandos Tito von Hardenberg aufgesessen ist. Gerhard Charles Rump berichtet vom Wiesbadener Kunstsommer. Besprochen werden Mariah Careys neues Album "E=MC²" und der RTL-Zweiteiler Das jüngste Gericht".
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SZ, 12.04.2008

Arne Perras glaubt, dass Robert Mugabe noch längst nicht bereit ist, als Staatspräsident Simbabwes abzutreten - und dass ihm jede ideologische Krücke recht komme: "Mugabe belebt das Gespenst der Kolonialherren immer wieder, und er rückt sich selbst in die Nähe eines antiimperialen Märtyrertums. Schon in früheren Wahlkämpfen erinnerte er an die Helden des ersten Chimurenga, denen die Briten den Kopf abschlugen. Nun wollten sie auch seinen Kopf, warnte er. Die Frontstellung, die Mugabe konstruiert, ist klar: Weiße Verschwörer nutzen die MDC, um den edlen Hüter von Simbabwe zu stürzen."

Weitere Artikel: Gottfried Knapp bestaunt das neue Osloer Opernhaus: Außen Eisscholle, innen Gottfried Semper und Olafur Eliasson. "Sensation" in Bayreuth: Wolfgang Wagner scheint bereit, seine Töchter Katharina und Eva als Nachfolgerinnen zu akzeptieren - Reinhard J. Brembeck findet, dass sie sich "nicht übel" ergänzten. Silke Lode erläutert die Hintergründe zu Rael al-Saeeds Anti-'Fitna' Film "Schisma", der hier auf YouTube zu finden ist. Jens Bisky war auf einer Berliner Tagung, auf der über Ausstellungskonzepte für außereuropäische Kunst diskutiert und vor dem französischen Modell des Musee du Quai Branly gewarnt wurde, das freilich oft als Vorbild für das zukünftige Humboldt-Forum genannt wird. Daniel Birnbaum - designierter Leiter der nächsten Kunst-Biennale von Venedig - hat sich mit dem Künstler Paul Chan unterhalten, der sich in seinem Werk mit den Katastrophen der Gegenwart (von 9/11 bis New Orleans) auseinandersetzt. Von einem Experiment, das nicht einmalig bleiben soll, berichtet Wolfgang Schreiber: Daniel Barenboim und Simon Rattle haben für ein Konzert ihre Orchester getauscht und jeweils Debussys "Pelleas et Melisande" dirigiert. Fritz Göttler gratuliert Hardy Krüger zum Achtzigsten.

Für die Literaturseite hat Alexander Menden den Schriftsteller Hanif Kureishi in London besucht. Rezensionen gibt es zu Sergio Pitols autobiografischem Prosaband "Die Kunst der Flucht" und einem Sammelband über Franz von Assisi als "Zeitgenossen für eine andere Politik" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Besprochen werden Constanze Macras' Tanzprojekt mit Migrantenkindern "Hell on Earth" und Wayne Wangs Film "Mr. Shi und der Gesang der Zikaden".

Im Aufmacher der SZ am Wochenende singt Fritz J. Raddatz eine Hymne auf seine Teil-Wahlheimat Sylt. Annette Ramelsberger berichtet über die jetzt erstmals veröffentlichten Protokolle von Kindern, die den Holocaust überlebten. Willi Winkler hat R.E.M.-Sänger Michael Stipe in Paris getroffen und war auch dabei, als dieser seiner Mentorin Patti Smith bei der Vernissage einer ihr gewidmeten Ausstellung begegnete. Auf der Historien-Seite geht es um den Collage-Künstler John Heartfield. Joseph von Westphalen erzählt die Geschichte und - viel spannender - Nachgeschichte seines größten Verkaufsflops "Sinecure". Im Interview spricht Torwarttitan Oliver Kahn wirklich ausschließlich über: "Golf".

TAZ, 12.04.2008

Im Interview mit Robert Misik erklärt der amerikanische Politikwissenschaftler Benjamin Barber, was das Schlechte ist am "Konsumismus": "Nichts ist schlecht am Einkaufen, nichts ist schlecht am Kapitalismus, nichts ist schlecht am Kommerz. Schlecht ist, wenn es nichts anders als Shopping mehr gibt, wenn wir dauernd dem Kommerz ausgesetzt sind. Wenn der Kommerz alle Lebenswelten durchdringt, Tag und Nacht, dann ist das schlecht." Auch nicht gut ist, dass der Konsumismus uns "infantilisiert": "Erwachsene Menschen, die vernünftige Entscheidungen zu treffen imstande sind, müssen zu kopflosen Kindern gemacht werden, die an der Supermarktkasse nur 'Ich will, ich will!' rufen."

Für die Kultur hat sich Patricia Hecht mit dem israelischen Autor Assaf Gavron über seinen Roman "Ein schönes Attentat" und palästinensisch-israelische Befindlichkeiten unterhalten. Cristina Nord weiß als "Moby Dick"-Leserin, warum ein weißer Eisbär wie Knut ein "Totmacher" sein muss. In der EM-Kolumne schreibt Ralf Leonhard über das Gastgeberland Österreich, das sich noch nie auf sportlichem Wege für eine EM-Endrunde qualifiziert hat.

Auch die zweite taz hat ein Interview zu bieten: Der neue Programmleiter des New Yorker Goethe-Instituts Stephan Wackwitz hat nichts als Gutes über seine neue Heimat zu sagen. Steffen Grimberg staunt, dass der "Besucher-Warteraum Deutscher Bundestag" ein Raucherzimmer ist. Jürgen Roth kann nur den Kopf schütteln über die Bayern-kritischen Reaktionen auf eines der "denkwürdigsten Fußballspiele aller Zeiten" (FC Getafe - Bayern: 3:3 n.V.).

Besprochen werden Wayne Wangs Film "Mr. Shi und der Gesang der Zikaden" und Constanze Macras' neue Choreografie "Hell on Earth" sowie Bücher, darunter Achim Wohlgethans Bericht "Endstation Kabul. Als deutscher Soldat in Afghanistan" und Alister McGraths Antwort auf Dawkins & Co "Der Atheismus-Wahn" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

Fürs taz mag (kein Interview!) war Georg Blume mit dem chinesischen Unternehmensberater Wang Wenning in Afrika unterwegs: "Er ist Chinas McKinsey zwischen Kairo und Kapstadt - und damit Angstgegner aller westlichen Entwicklungshelfer in Afrika. Für die meisten afrikanischen Unternehmer ist er dagegen ein großer Hoffnungsträger. " Sam Wild schildert Gentrifizierungstendenzen - und den Kampf dagegen - in Peking und Washington D.C.

Und Tom.

FR, 12.04.2008

Düster sieht es aus für Italien, findet Peter Michalzik vor der befürchteten Wiederwahl Silvio Berlusconis. Das Land ist politisch am Ende: "Man muss einen Schritt weiter gehen und dem Umstand ins Auge blicken, dass Italien, vielleicht neben Weißrussland, das erste Land Europas ist, das keine Politik mehr hat... In Italien ist der Staat nur noch dazu da, jenen, die es schaffen, ein Teil von ihm zu werden, ein sicheres und luxuriöses Auskommen zu sichern. Die Karriere als Politiker ist da besonders attraktiv. Die Abgeordnetengehälter sind exorbitant, vergleichbar nur mit den größten und reichsten Nationen der Welt. Der Staat ist der Kuchen, von dem sich jeder ein so großes Stück nimmt, wie er kann."

Weitere Artikel: Ebenfalls Peter Michalzik bereitet auf das heute beginnende Multikunstfestival Frankfurter Positionen vor, bei dem es nichts als Uraufführungen zu bestaunen gibt. Marcia Pally schildert in ihrer Kolumne, wie sich New York gerade in zahlreichen einst heruntergekommenen Vierteln mit viel Geld den Anschein von Armut gibt. Über die Rückkehr von Füchsen und Wildschweinen nach Berlin und von Wölfen nach Brandenburg denkt Petra Kohse nach.

Besprochen werden eine Ausstellung in Bad Homburg und Frankfurt mit Porzellan aus der Zaren- und Revolutionszeit, eine Frankfurter Aufführung von Haydns Oratorium "Die Schöpfung" unter dem Dirigenten Heinz Holliger, ein Frankfurter Kammermusik-Konzert mit den Brüdern Capucon, Mark Stewarts Comeback-Album "Edit", Sidney Lumets Film "Tödliche Entscheidung" sowie Peter Stamms neue Erzählungen "Wir fliegen" (mehr dazu in der Bücherschau des Tages ab 14 Uhr).

FAZ, 12.04.2008

Thomas Thiel besucht für die Wochenendbeilage die drei deutschen Alphablogger Don Alphonso, Robert Basic und Tillmann Allmer, um sich davon zu überzeigen, dass sie zum Glück keine Konkurrenz für ihn und seine Kollegen vom Qualitätsjournalismus sind. "Die großen Enthüllungsgeschichten sucht man in den deutschen Blogs bisher vergeblich. Auch schwindet die Vertrauenswürdigkeit eines Kommentators, der sich 'Erzählbär' oder 'Ollimoppel' nennt und in einem Medium namens 'Senfsessel' berichtet. Allen Rückzugstendenzen ins Unverbindliche und Private zum Trotz gibt es eine unendliche Debatte über den Anspruch der Blogosphäre, eine subversive kritische Gegenposition zu den etablierten Medien einzunehmen, eine Gegenöffentlichkeit zu sein... Ist ein Entkommen aus diesem Diskurs möglich, der die von den etablierten Medien herangelieferte äußere Realität zerstückelt und sich nicht selten in gegenseitigen Beleidigungen verfängt?"

Desweiteren schreibt Autor Thomas Hürlimann über ehemalige Dozenten und die Bedeutung der Treppe für sie und uns, während Andreas Platthaus die Comic-Autorin Isabel Kreitz vorstellt. Ganz hinten unterhält sich Felicitas von Lovenberg mit der Schriftstellerin Silvia Bovenschen, die der Gesellschaft ein "Bedürfnis nach Schutzräumen" attestiert.

Auf die Titelseite hat es die Aufnahme eines Blattes geschafft. Im Feuilleton erklärt Freddy Langer, dass es sich bei dem im späten 18. Jahrhundert aufgenommenen Bild vielleicht um die älteste Fotografie der Welt handelt. Dem ägyptischen Dichter Hilmi Salem wird der ihm vor einem Jahr verliehene Literaturpreis wegen eines angeblich blasphemischen Gedichts wieder aberkannt, informiert Joseph Croitoru. Martin Kämpchen erwartet beim olympischen Fackelzug am 17. April in Delhi Rekordproteste. Christoph Müller begrüßt ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, nach dem die Privatisierung der Gefängnisse ihre Grenzen hat. Melanie Mühl porträtiert die Familie Wehrli, die freiwillig auf einer schweizerischen Alp lebt. Falk Jäger verleiht David Chippefields Hotel am Hamburger Hafen schon jetzt Wahrzeichenstatus. Oliver Jungen berichtet, wie FAS-Kollege Volker Weidermann sein "Buch der verbrannten Bücher" in Frankfurt vorstellte.

Die Schallplatten- und Phonseite wartet mit dem zweiten Album "Consolers of the Lonely" der Bluesrocker Raconteurs auf, Gonzales' Album "Soft Power" und Stücke von Wilhelm Fitzenhagen, aufgeführt von Jens Peter Maintz am Cello und Paul Rivinius am Klavier,

Besprochen werden der Auftakt von Max Raabes neuer Tournee "Heute nacht oder nie" im Berliner Admiralspalast ("Max Raabe aber gleitet einfach hinein in dieses Lied, als käme er auf Schlittschuhen über die Milchstraße herbeigesegelt."), eine Schau über die Stilllebenmalerei Hollands im Frankfurter Städel, eine Ausstellung über den Tiermaler Jean-Baptiste Oudry im Staatlichen Museum Schwerin und Bücher wie Lukas Bärfuss' Roman "Hundert Tage" (mehr in unserer Bücherschau des Tages).

In der Frankfurtert Anthologie bespricht Hans Christoph Buch Paul Zechs Gedicht "Wir haben nirgend eine Heimat mehr..."

"Auch das Gewehr will manchmal vespern gehen.
Dann hat man Zeit, das Hinterland sich anzusehn.
..."