Ist die Welt
nach dem 11. September wirklich eine andere? In einem
Essay erklärt der Politikwissenschaftler
Francis Fukuyama, dass zumindest die Sicherheitspolitik der USA heute nicht fantasievoller ist als im Kalten Krieg.
Edward Shils unter dem Eindruck der Ära McCarthy entstandendem Buch "The Torment of Secrecy: The Background and Consequences of American Security Policies" von 1956 entnimmt Fukuyama, "dass die USA Bedrohungen von außerhalb schon früher gern übertrieben und sich
Verschwörungstheorien ausgedacht haben. Dies rechtfertigte die Schaffung eines Geheim-Staates, der die Grundrechte und den freien Datenaustausch aushöhlte, die Fundamente des Erfolges für die USA als Gesellschaft ... Solche Erfahrungen zeigen, dass die Regierung ihren Kenntnisstand
transparent machen muss; nur so können wir die anstehenden Herausforderungen richtig einschätzen."
William Kennedy
stellt Cormac McCarthys neuen Roman "The Road" vor, der in biblischen Bildern schildert, wie Vater und Sohn die Welt sehen - nach der Apokalypse: "Alle Farben, außer des Feuers und des Blutes, existieren nur noch in der Erinnerung oder in Träumen. Feuerstürme haben Städte und Wälder verschlungen ... Wilde Orchideen stehen, aschfarbene Abbilder ihrer selbst, wartend, dass der Wind sie zu Staub macht." (Hier ein
Feature zu McCarthy)
Außerdem: Tom Reiss
erinnert der Detailreichtum in den Memoiren des Historikers
Fritz Stern (
Auszug "Five Germanys I Have Known") an
Stefan Zweigs "Die Welt von Gestern". Und Thomas Mallon
bespricht Biografien "der beiden
Hepburns" (William J. Manns "Kate" und Donald Spotos "Enchantment") und findet, Audrey und Katharine könnten verschiedenartiger nicht sein.

Was der Renaissance die Zentralperspektive war, ist uns der "lange Zoom" - bestes Beispiel: Google Earth. Oder
Spore, das neue Spiel des SimCity-Machers Will Wright, das fürs
New York Times Magazine Steven Johnson
probegespielt hat: "Zuerst bist du ein Einzeller ... Hast du genug 'DNA-Punkte' gesammelt, wird es spannend - du kannst den "Kreaturenschöpfer" benutzen ... Im nächsten Level kommt das fertige Geschöpf in ein vollfunktionsfähiges Ökosystem ... Schließlich erlangst du eine UN-ähnliche Perspektive, wenn es darum geht, einen ganzen von rivalisierenden Zivilisationen zerrütteten Planeten zu einen. Hast du das "Krieg der Zivilisationen"-Stadium Richtung "Ende der Geschichte" verlassen, gewährt das Spiel dir die ultimative Hegelsche Belohnung: Ein Raumschiff. Los geht?s zu anderen Planeten ..."
Weiteres: Mark Sundeen
porträtiert den demokratischen Spitzenpolitiker und Gouverneur von Montana,
Brian Schweitzer. In einem unter die Haut gehenden
Text untersucht Charles Siebert beunruhigende Veränderungen im
Seelenleben der Elefanten.