
In der neuen
Ausgabe des
New Yorker erklärt Jeffrey Toobin, was Trumps ehemaliger Spin-Doctor
Robert Stone mit der von Sonderermittler Robert Mueller untersuchten Beeinflussung des amerikanischen Wahlkampfes 2016 zu tun hat: "Die Anklageschrift gegen Stone liest sich wie eine
schwarze politische Komödie über ein seltsames Aktivisten-Paar, Stone und den rechten Schriftsteller
Jerome Corsi, der sich ohne offizielle Verbindungen zur Trump-Kampagne auf eine transatlantische Suche nach Schmutz machte. Die Schrift erhebt keine Anklage gegen Stone wegen Hackings, aber beschuldigt ihn, das Komitee des Geheimdienstes über seine (und Corsis) Anstrengungen belogen zu haben, die
gehackten E-Mails von WikiLeaks zu bekommen. Darüber hinaus wird Stone wegen des Versuchs angeklagt, Randy Credico, eine New Yorker Mediengestalt und ein zeitweiliger Freund Stones, dazu zu bewegen, die Arbeit des Komitees zu stören. Der Anklageschrift zufolge schickte Stone Credico
bedrohliche E-Mails, darunter eine mit dem Satz 'Bereiten Sie sich auf den Tod vor', gefolgt von einem Schimpfwort, um zu verhindern, dass er sein Wissen preisgibt. Er drohte auch,
Credicos Therapiehund, einen Coton de Tulear namens Bianca, zu entführen. Stone hat auf Muellers Anklage mit fiebriger Übertreibung reagiert. 'Wer meint, Muellers Ermittlungen seien bald abgeschlossen, täuscht sich', erklärte er Anfang Februar nach seiner Anklage vor dem Bundesgericht in Washington, DC. 'Das Ganze ist nur ein Vorwand, Trump und Pence zu entfernen und durch 'Leather Face' Nancy Pelosi zu ersetzen. Dann kann sie Hillary Clinton zum VP ernennen, das war von Anfang an der Plan.' Stone schwört, gegen die Anklagen anzugehen. 'Wir werden jedes Beweismittel bekämpfen, jeden Zeugen. Wir werden
nichts zugeben.' Corsi wurde nicht angeklagt, aber im Dezember verklagte er seinerseits Mueller auf 350 Millionen Dollar, u. a. wegen illegaler Überwachungsmaßnahmen."
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