Spätaffäre - Archiv

Für die Ohren

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Spätaffäre vom 07.04.2014 - Für die Ohren

Über den Philosophen Walter Benjamin und seine Schwägerin, die "Rote Hilde" unterhalten sich auf NDRkultur Ulrich Wickert und Uwe-Karsten Heye, der eine Biografie der Familie Benjamin geschrieben hat. "Wenn man auf diese Familie schaut, dann war klar, dass sie alle in eine Welt hineinragen würden, die von ihnen alles verlangen würde, was man überhaupt von einem Menschen verlangen kann", sagt Heye und beschreibt in dem Interview, wie aus seiner Faszination für Hilde Benjamin, die ehemalige Justizministerin der DDR, ein Buch entstand. (40 Min.)

"Der Flaneur als Lebensform", ein Gespräch beim SWR mit Tina Saum, Sylvia Stöbe und Andreas Urs Sommer über die Renaissance des Flanierens in unseren Städten. Aus dem Programmtext: "Der Flaneur alten Typs hat ein schlechtes Image. Er gilt als Snob oder Dandy und: Er ist Ästhet. Er konnte es sich leisten. Wie sieht der moderne Flaneur aus? Was tut er, wo ist sein Revier, wie erobert er sich die Stadt als Lebensraum zurück? Der moderne Flaneur als Bürger und Kritiker, nicht als Edelmann oder Künstler - ist er nur eine Wunschfigur?" Hier zum Nachhören. (44 Min.)

Spätaffäre vom 04.04.2014 - Für die Ohren

"Spring is sprung", meldet Laura Barton im Guardian und verweist auf eine Reihe kleiner Schriftsteller-Essays bei BBC 3 über den Frühling: "Was mich am meisten beeindruckte war, wie schön es war, die Essays zu hören. Jeder Autor spricht in der Sprache der Landschaft, die er beschreibt, es scheint als würde das Vokabular des Frühjahrs so wie die Erde selbst erblühen." Hier der Essay von Michele Roberts über den Frühling in Posen. Hier der Überblick über vier weitere Essays von Ross Raisin (in den Yorkshire Wolds), John Walsh (ein Dorf namens Steep), Kirsty Gunn (Sutherland) und Philip Hoare (Sholing). Jeder der Essays dauert etwa 15 Minuten.

Schauriger Grusel aus dem WDR-Hörspielangebot: In Klaus-Peter Wolfs und Thomas Leutzbachs Hörspiel "Der Flüsterer" stellt ein Anrufer einer Lehrerin nach und droht mit schlimmen Konsequenzen, wenn sie seinen Anweisungen nicht folgt. Hier - wie auch einige andere aktuelle Hörspielproduktionen des WDR - zum Nachhören (54 Minuten).
Stichwörter: Hörspiel, WDR

Spätaffäre vom 03.04.2014 - Für die Ohren

James Joyces "Dubliner" als Hörspiel. er Protest der Leser der ersten drei im Irish Homestead abgedruckten Geschichten war so heftig, dass sich die Zeitschrift weigte, eine vierte zu drucken. Heute gelten die 15 Erzählungen als idealer Zugang zu seinem Gesamtwerk; thematisch verweisen sie auf den "Ulysses", der zunächst als eine weitere Geschichte der Dubliner geplant war. Nach der Übersetzung von Dieter E. Zimmer bearbeitete Ulrich Lampen die Erzählungen für den Bayerischen Rundfunk. Die Inszenierung löst den Prosatext in mehrere Stimmen auf (u.a. Bibiana Beglau, Brigitte Hobmeier, Sylvester Groth und Thomas Thieme). Das Hörspiel kennt keine Szenen, keine Rollen und keinen Erzähler: Die Stimmen teilen sich die subjektive Erzählperspektive. (12 Folgen à 46 Min.)

Hans-Ulrich Treichel gab NDRKultur im Gespräch mit Martina Kothe Auskunft über seinen neuen Roman "Frühe Störung" über eine missglückter Mutter-Sohn-Bindung und spricht über Theorie und Praxis des Schreibens. (40 Min.)

Spätaffäre vom 02.04.2014 - Für die Ohren

Dass die Simpsons mehr darstellen als nur eine weitere Cartoonserie ist längst bekannt. In seinem für den SWR entstandenen Radiovortrag "Serielle Mythenfabrik" legt der Kunsthistoriker Henry Keazor nun die inhaltliche Komplexität der Serie frei und verortet sie in einem popkulturellen und politischen Referenznetz. Hier in der Mediathek zum Nachhören. (27 Min.)

Rainer Praetorius portärtierte auf NDRKultur in einem Feature den Regisseur Stanley Kubrick "Ein Leben für den Film". Er habe das Kino revolutioniert, seine Werke verschafften ihm einen festen Platz in der "Ruhmeshalle des Films". (53 Min.)
Stichwörter: Mediatheken, Kubrick, Stanley, SWR

Spätaffäre vom 01.04.2014 - Für die Ohren

Helmut Kopetzky über sein Feature "Feinde wie wir. Jugend auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs" auf rbb Kulturradio: "Viele machten sich älter damals, um den Krieg nicht zu verpassen. Ich las Berichte über 14-jährige 'Kriegsfreiwillige', militärisch verkleidete Schuljungen, schön und kraftstrotzend wie die rotbackig bemalten Zinnsoldaten, mit denen sie kurz zuvor noch gespielt hatten. Viele sollten niemals 'richtige Männer' werden. Ihre 'Feinde', die mir aus den Dokumenten und Interviews entgegen marschierten, waren ebenso jung: die 'volunteers' der Massenarmee des britischen Kriegsministers Kitchener; die halb verhungerten serbischen Schuljungen, die gruppenweise Richtung Front pilgerten - tagelang, zu Fuß..." Hier zum Nachhören. (54 Min.)

"Lautgedicht, elektronische Musik und intermediale Komposition" lautet der Titel eines Gesprächs, das Julian Doepp für den Bayerischen Rundfunk mit dem Avantgarde- und Experimental-Komponisten Josef Anton Riedl geführt hat. Für seine Arbeiten (hier eine Hörprobe) greift Riedl auf ungewöhnliche Materialien zur Klangerzeugung zurück. In dem Gespräch bietet er einen ausführlichen Einblick in seine Arbeitsweise: Hier zum Nachhören. (25 Min.)

Spätaffäre vom 31.03.2014 - Für die Ohren

Minimalismus pur: In der Reihe "Klangkunst" präsentiert Deutschlandradio Kultur das Hörstück "Murmel", das der Aktionskünstler Dieter Roth 1974 zunächst für das Theater geschrieben hat. Die 176 Seiten Text kommen mit einem einzigen Wort aus: Murmel. - Grace Yoon hat das Theaterstück bearbeitet, die Musik komponiert und auch Regie geführt. - Zu hören sind u.a. Martin Engler, Meike Schmitz, Hans Peter Hallwachs sowie der Chor Capella Vocale München (44 Minuten).

Deutschlandradio Kultur beschäftigt sich mit Buchmarkt und dem Ersten Weltkrieg. Die zahlreichen Neuveröffentlichungen untersuchen nicht nur die Schuldfrage, sondern vor allem die Vorgeschichte der "größten Katastrophe" des 20. Jahrhunderts (30 Minuten).

Spätaffäre vom 28.03.2014 - Für die Ohren

"Schwindet die Macht der Bilder?", fragt sich beim SWR eine Gesprächsrunde angesichts dessen, dass akustische Signale immer weiter in unseren Alltag vordringen. Vor dem Mikrofon begegnen sich der Kulturwissenschaftler Thomas Macho, die Publizistin Dr. Gaby Hartel und Torsten Belschner von der Dataphonic GmbH. Hier kann man das Gespräch hören. (44 Min.)

Neu im WDR-Konzertplayer: Eine Aufführung von Karlheinz Stockhausens "Momente" (1972) vom WDR Rundfunkchor Köln. Die Leitung hatte Peter Eötvös. (143 Min.)



Spätaffäre vom 27.03.2014 - Für die Ohren

Als im Jahr 2000 Alexander Kluges "Chronik der Gefühle" erschien, waren die Kritiker hin und weg. Sie erzählt in Lebensläufen und Geschichten von den Erfahrungen und den Gefühlen, mit denen wir auf Zeit, Epoche und deren Brüche reagieren. Auch das Hörspiel in 14 Teilen, das 2009 in der Bearbeitung und unter Regie von Karl Bruckmaier als CD-Sammlung bei Anje Kunstmann erschien, erntete großes Lob. Es folgt der Struktur der Chronik. Jedem Teil steht ein Minutensong voran, in dem ein Kluge-Zitat zu Techno, Electro oder Pop verarbeitet wurde. Im Kontrast dazu ziehen sich Klangeinheiten aus Wagners "Götterdämmerung" durch das Hörspiel. Alexander Kluge wirkt als Sprecher mit und reflektiert seine Geschichten. Außerdem sind Hanns Zischler, Hannelore Hoger, Elfriede Jelinek, Christoph Schlingensief, Wim Wenders, Romuald Karmakar, Volker Schlöndorff zu hören, im Bayerischen Rundfunk: Hier. (zusammen ca. 12 Stunden)

"Haben wir noch Gemeinsamkeiten", fragte 1964 der RIAS eine Gruppe von Schriftstellern aus dem Osten und Westen unmittelbar nach derm Mauerbau. Es sprechen aus Ost-Perspektive die Autoren Hermann Kant, Paul Wiens und Max Walter Schulz, den Westen repräsentieren Günter Grass, Heinz Kramer und Uwe Johnson. DRadio Kultur hat die Sendung aus dem Archiv geholt: Hier. (57 Min.)

Spätaffäre vom 26.03.2014 - Für die Ohren

Für den Bayerischen Rundfunk hat sich Stephanie Heinzeller mit dem syrischen Archäologen Mamoun Fansa über die Schäden des syrischen Bürgerkriegs am historischen Erbe des Landes unterhalten. Sein trauriger Befund zur Stadt Aleppo: "Wenn man die Bilder sieht, was von der Altstadt noch übrig geblieben ist, kann man sagen, das ist verloren." Hier zum Nachhören. (40 Min.)

Radio in der Medienkonvergenz: Denken und Machen - ein Gespräch zwischen Katharina Agathos und dem Medienwissenschaftler Wolfgang Hagen beim Bayerischen Rundfunk. Hier in der Mediathek (42 Min.)

Spätaffäre vom 25.03.2014 - Für die Ohren



Eine Zeitreise ins Schwabing Ende der 60er Jahre, in einem Feature von Friedemann Beyer für den Bayerischen Rundfunk: "Im Sommer 1967 brachten die beiden Brüder Anusch und Temur Samy das Lebensgefühl des 'Swinging London' nach München. In Schwabing eröffneten sie das 'Drugstore', Deutschlands ersten 'Beatschuppen', es folgten das legendäre 'Blow up' und das 'Citta 2000'." Hier zum Anhören. (53 Min.)

Das Hörspiel "Was sie trugen" gehört in die Reihe "Krieg und Traumata" von Deutschlandradio Kultur und entstand nach einer Erzählung von Tim O'Brien, der seine Erlebnisse im Vietnamkrieg in einer Sammlung von Geschichten verarbeitete. Über den Erzählband schrieb James McKenzie 1999 in der Berliner Zeitung: "Die Absicht dieses Erzählers besteht in dem entschiedenen Versuch, das Erzählen selbst am Leben zu erhalten, obwohl er weiß, daß es Dinge gibt, die er nicht mitteilen kann. Die Kriegserfahrung ist die brennende Kerze, um die dieses Buch kreist; das Gelingen seiner Stories liegt unzweifelhaft darin, daß sie nie zu nah an die Flamme kommen." In der Bearbeitung von Marion Czogalla & Gaby Hartel und in der Regie von Harald Krewer sind u. a. Christian Redl, Tino Mewes, Nicolai Despot, Trystan Pütter zu hören (70 Min.)