Als im Jahr 2000
Alexander Kluges "Chronik der Gefühle" erschien, waren die Kritiker
hin und weg. Sie erzählt in Lebensläufen und Geschichten von den Erfahrungen und den Gefühlen, mit denen wir auf Zeit, Epoche und deren Brüche reagieren. Auch das
Hörspiel in 14 Teilen, das 2009 in der Bearbeitung und unter Regie von Karl Bruckmaier als CD-Sammlung bei Anje Kunstmann erschien, erntete
großes Lob. Es folgt der Struktur der Chronik. Jedem Teil steht ein
Minutensong voran, in dem ein Kluge-Zitat zu Techno, Electro oder Pop verarbeitet wurde. Im Kontrast dazu ziehen sich Klangeinheiten aus Wagners "Götterdämmerung" durch das Hörspiel.
Alexander Kluge wirkt als Sprecher mit und reflektiert seine Geschichten. Außerdem sind Hanns Zischler,
Hannelore Hoger, Elfriede Jelinek, Christoph Schlingensief, Wim Wenders, Romuald Karmakar,
Volker Schlöndorff zu hören, im
Bayerischen Rundfunk:
Hier. (zusammen ca. 12 Stunden)
"Haben wir noch Gemeinsamkeiten", fragte
1964 der RIAS eine Gruppe von Schriftstellern aus dem Osten und Westen unmittelbar nach derm
Mauerbau. Es sprechen aus Ost-Perspektive die Autoren
Hermann Kant,
Paul Wiens und
Max Walter Schulz, den Westen repräsentieren
Günter Grass,
Heinz Kramer und
Uwe Johnson.
DRadio Kultur hat die Sendung aus dem Archiv geholt:
Hier. (57 Min.)