Es gibt einige Gründe, nicht mehr auf einen weitere Machtzuwachs von
Google zu setzen,
meint Martin Weigert bei
Netzwertig: "Die mobile Internetnutzung wächst explosionsartig, der PC wird - wenn er überhaupt noch zum Einsatz kommt - zum Second Screen. Für Google, das den Löwenanteil seines Umsatzes mit der Suchwort- und Website-Vermarktung erzielt, brechen schwierige Zeiten an. Denn mobil besuchen User weniger Websites und suchen weniger - stattdessen verbringen sie
ihre Zeit in Apps."
Vor 30 Jahren erschien in den USA das Buch "Hackers" von
Steven Levy. Die darin erstmals formultierte "
Hackerethik" hat in der Szene bis heute Gültigkeit. Regel 1 lautet etwa: "Der Zugang zu Computern und allem, was einem zeigen kann, wie diese Welt funktioniert, sollte unbegrenzt und vollständig sein." In der
taz erzählt Levy Tilman Baumgärtel, wie er darauf kam: "Hacker betrachteten Autoritäten als Leute, die
Geheimnisse behalten und sie von Computern fernhalten wollen. Wenn diese Art von Macht zentralisiert ist, kann sie auch immer missbraucht werden, dachten sie. Computer verleihen Leuten, die sie besitzen, Macht. Wenn man sie verbreitete,
verteilt man die Macht."
Da Links lediglich auf ihr Ziel, nicht aber auf ihre Quelle verweisen, ist die
Glaubwürdigkeit von Informationen im Internet oftmals schwer einzuschätzen, meint die
Autorin und IT-Sicherheitsexpertin
Yvonne Hofstetter in der
Zeit. Abhilfe soll eine automatische
Zweiwegeverlinkung schaffen: "Wer den Ursprung einer Information kennt, kann sich ein Urteil über den Urheber bilden, seine Zuverlässigkeit, Kompetenz und Vertrauenswürdigkeit. Das Kopieren von Informationen würde obsolet, weil der Weg zum
Original stets offenstünde. Wir wüssten jederzeit, wer auf unsere Webseite verlinkt, wer unsere Interessen teilt und welche unserer Informationen relevant ist, weil eben viele Links zu ihr zurückführen." Schon
Jaron Lanier hatte solche Fantasien, mehr
hier.