Die Buchmacher - Archiv

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281 Presseschau-Absätze - Seite 21 von 29

Die Buchmacher vom 19.11.2003 - buchreport.express

Schlechte Nachrichten für den stationären Buchhandel. Zum einen hat er im Oktober 2003 mit einem Minus von 6,93 Prozent gegenüber dem Vorjahr abgeschlossen (die ausführliche Analyse hier). Zum anderen flossen mehr als Dreiviertel der sehnsüchtig erwarteten Harry Potter V-Startumsätze am Sortiment vorbei über andere Vertriebskanäle (zum Beispiel Amazon, Bertelsmann Club, Weltbild, Supermärkte, Tankstellen) direkt an den Endkunden. "Es ist beängstigend, wie Carlsen alle Vertriebswege bedient", klagt Buchhändler Sven Grüttefien, der für seine Filialen nur 5000 statt der georderten 10.000 Exemplare zugeteilt bekam, im Buchreport. "Es wäre wünschenswert gewesen, dass der Buchhandel wenigstens bevorzugt beliefert worden wäre."

Carlsen hat aus seinen Fehlern gelernt und Harry Potter V in mehreren Auflagen drucken lassen. "Der Verlag hatte die komplette erste Auflage von zwei Millionen Exemplaren zum Verkaufsstart an den Handel ausgeliefert - und damit trotzdem nur 98 Prozent der Nachfrage gedeckt", berichtet der Buchreport. Die zweite Auflage von 600.000 sei derzeit unterwegs zum Handel, die dritte Auflage in Planung. Harry Potter IV war im Jahr 2000 mit einer Erstauflage von 2,8 Millionen Exemplaren an den Start gegangen. Bis heute sei der Verlag auf Teilen des Vorrats sitzen geblieben und habe somit die Chance, die Erstausgabe zu korrigieren, vertan.

Ein neues Konzept für den in diesem Jahr zum dritten Mal verliehenen Buchpreis "Corine" muss her. Nur 230.000 Zuschauer verfolgten Anfang November die Aufzeichnung der Gala, die unter der Schirmherrschaft der bayerischen Landesregierung steht, im Fernsehen. Damit können die Hauptsponsoren Weltbild, Heyne und HypoVereinsbank nicht zufrieden sein. In kommenden Gesprächen stehe die Finanzierung des Preises im Mittelpunkt, schreibt der Buchreport. "Die ,Corine' steht am Scheideweg", erklärte die Vorsitzende des Landesverbands Bayern, Rosemarie von dem Knesebeck. Die vom Börsenverein in die Diskussion gebrachte mögliche Verschmelzung der "Corine" mit dem Deutschen Bücherpreis kommentierte Knesebeck mit Skepsis: Gespräche zu diesem Thema seien durchweg "ohne konkretes Ergebnis" geblieben.

Ein Rekord-Weihnachtsgeschäft für eBay prognostizierte dessen Vorstandsvorsitzende Meg Whitman kürzlich in der FAZ. Zum Erfolg beitragen sollen auch die Buchhändler mit der bereits begonnenen, bis 15. Dezember befristeten, Aktion "200 Bestseller". In deren Rahmen können die Titel zu gebundenen Festpreisen und versandkostenfrei angeboten werden. Für die Aktion ködere eBay die Partner unter anderem mit einer Gutschrift der Angebotsgebühr, weiß der Buchreport. Das Feedback der Verlage und Buchhändler sei bei der Präsentation der Idee auf der Buchmesse groß gewesen, erzählt Dirk Wagener, eBay Senior Manager Unterhaltung. eBay sei inzwischen eine kritische Masse geworden, sodass die Buchbranche verstärkt die Zusammenarbeit suche.

Personalien: Der Programmgeschäftsführer des Hoffmann & Campe Verlags, Dr. Rainer Moritz, wechselt Ende 2004 in die Geschäftsführung des Hamburger Literaturhauses. Joseph Unruhe hat sich mit dem Unternehmen JU Books International, das sich vornehmlich auf den Import englischsprachiger Literatur konzentriert, selbstständig gemacht. Barbara Ammann übernimmt die Aufgaben von Gaby Marx, die den 130 Sortimenter betreuenden Buchbereich bei der Einkaufsgemeinschaft Branion geleitet hat.

Meldungen: BMG und Sony Music fusionieren vorbehaltlich der Genehmigungen der US-amerikanischen und der europäischen Kartellbehörden. Sony BMG würde die bisherige Nummer 1 nach Umsatz, Universal Music, auf den zweiten Platz zurückdrängen. Die Brönner Umschau Gruppe trennte sich vom Umschau Buchverlag, der nun zur Niederberger Unternehmengruppe gehört. Der Süddeutsche Verlag legt zum 1. Januar 2004 seine juristischen Fachverlage Hüthig und Jehle Rehm zusammen.

Die Buchmacher vom 10.11.2003 - buchreport.express

Die Verkaufsschlacht um Harry Potter V ist eröffnet, der Buchreport hat dem Zauberlehrling ganze 11 (von 40) Seiten reserviert. Einer kann sich jetzt entspannt zurücklehnen: Klaus Fritz. Er übersetzte das 768 Seiten fassende englischsprachige Original ins Deutsche - 13 Wochen hatte er dafür Zeit. "Die Ruhe für diese Höchstleistung fand Fritz, indem er an wechselnden Orten abtauchte: im Gartenhaus, in der Zweitwohnung und sogar der Einsamkeit eines Weinbergs", weiß der Buchreport. Angespornt worden sein dürfte er von Joanne K. Rowling selbst. Die schottische Autorin, die passabel Deutsch sprechen soll, habe Fritz versichert, dass ihr seine Übersetzungen gut gefielen.

Der deutsche Potter-Verlag Carlsen glaubt, dass er, unter der Voraussetzung, dass die Verkaufskurve in Deutschland weiterhin linear steigt, Harry Potter V "locker" fünf Millionen Mal absetzen kann. Zweifler stellen das, laut Buchreport, in Frage, denn die 1024 Seiten Umfang der deutschen Fassung überstiegen das Durchhaltevermögen junger Leser, der Preis von 28,50 Euro liege außerhalb der Jugendbuch-Dimension und im Vorfeld seien in Deutschland schon eine halbe Million Exemplare des Originals verkauft worden.

Joanne K. Rowling hat ihre ganz eigenen Marketingstrategien. Sie leistet sich auch unpopuläre Entscheidungen und scheint damit richtig zu liegen. Den ausländischen Verlagen schickte sie die Wirtschaftsprüfer ins Haus, den einzigen Auftritt ihrer "Lesetour" sagte sie ab, die Internetseiten ihrer Fans ließ sie offline stellen. "Doch all das konnte ihrem Image nicht schaden", kommentiert Peggy Voigt im Buchreport. "Joanne K. Rowling ist und bleibt eine große Kinderbuchautorin (...) Parallel dazu gelingt ihr die brillante Vermarktung der eigenen Fantasie." Beide Fähigkeiten machten sie zu einem Phänomen, so Voigt.

Der Streit zwischen dem Bertelsmann Club und dem Börsenverein um im Club erscheinende preiswertere Parallelausgaben - zeitgleich mit dem Original - ist noch im Gange (Archiv), schon sorgen die Bertelsmänner erneut für Ärger: Sowohl Bohlens "Hinter den Kulissen" als auch Beckers "Augenblick, verweile doch..." sind als gebundene Ausgaben im Club für jeweils knapp drei Euro billiger als das Original zu haben. Vom Konsens zwischen Club und Börsenverein, den Preis zu korrigieren oder eine broschierte Ausgabe anzubieten, sei im Weihnachtskatalog des Bertelsmann Clubs nichts zu sehen. "Chaos beim Club oder berechnendes Kalkül?" fragt der Buchreport.

Meldungen: Die Mayersche, in Köln seit 1998 Marktführer mit ihrem Buchhaus am Neumarkt, eröffnet im kommenden Jahr in der hochfrequentierten Einkaufsstraße Schildergasse eine weitere Filiale - auch mit dem Insolvenzverwalter von Bouvier-Gonski will die Mayersche Buchhandlung Gespräche über die Häuser in Köln und Bonn führen. Nach der Insolvenz der Buchhandlung Kiepert in Berlin ist die Fachbuchhandlung Lehmanns in deren "Haus Hardenberg" eingezogen. Und: die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 05.11.2003 - buchreport.express

Die stationären Buchhändler dürften sich ärgern, denn der amerikanische Online-Buchhändler Amazon pfuscht ihnen ins Handwerk. "Search Inside the Book" heißt eine neue Funktion, die in die Standard-Suche von Amazon.com integriert wurde. Sie liefert nach der Eingabe von Stichwörtern nicht nur Titel und Autoren, sondern nun auch Verweise auf passende Textpassagen. Nach Angaben von Amazon stehen bislang 120.000 Titel aus 190 Verlagen für diese Erweiterung der Standardsuche bereit. Das Resultat nützt dem Kunden allerdings vorerst wenig, glaubt der Buchreport. "Hat er einen allgemein gehaltenen Suchbegriff eingegeben, erhält er eine statistische Ergebnisliste unvorstellbaren Ausmaßes. Über 50.000 Treffer sind bei dieser Volltextsuche keine Seltenheit."

Die Diskussion, weshalb Rufus Beck den fünften Harry Potter-Band für den HörVerlag nicht lesen wird, geht weiter. Nach Spekulationen, der Verlag habe Beck zu wenig Honorar geboten (der HörVerlag widersprach dieser Lesart nicht), dementierte der Schauspieler jetzt in der Abendzeitung und auf seiner Homepage: "Das kommt einer Verleumdung gleich, ich bin mit dem HörVerlag sehr wohl über mein Honorar einig geworden." Doch hätte der HörVerlag plötzlich eine Forderung erhoben, nach der er keine öffentliche Potter-Lesung mehr ohne den HörVerlag machen und auch nie für einen anderen Verlag ein Harry Potter-Hörbuch lesen dürfe. Jetzt soll auf beiden Seiten bis auf weiteres Stillschweigen vereinbart worden, hat der Buchreport erfahren.

Der Buchhändler Gerald Unger, der vor knapp einem Monat im Streit um die Verlagsrabatte im Alleingang eine Musterklage gegen den Klett Verlag einreichte, hält seine Klage aufrecht. Dem Buchreport gegenüber äußert er, er siedle seine Chancen bei 50:50 an, rechne mit einem längeren Verfahren, er habe den Streitwert auf 11.000 Euro erhöht und einen Rechtsanwalt mit Spezialisierung auf Kartell-Recht engagiert.

Die gerade zu Ende gegangene Antiquariatsmesse "Liber Berlin" verzeichnet einen drastischen Ausstellerschwund. Nach 137 Ausstellern zum Messedebüt 2000 sowie 115 Ausstellern im vergangenen Jahr seien es diesmal nur 73 Antiquare, die ihre wertvolle Secondhand-Ware ausgestellt hätten, meldet der Buchreport. "Der gesamten Branche bläst der Wind eiskalt ins Gesicht." Viele Kollegen hätten sich zu sehr auf den Preiskampf im Internet-Handel konzentriert und dabei den traditionellen Kundenkreis aus dem Auge verloren, ließ der Vizevorsitzende des Verbands Deutscher Antiquare, Götz Kocher-Benzing, vernehmen.

Personalien: Comeback nach vier Jahren Pause: Ulrike Kok, die das Kölner Buchhaus Gonski unter dem heute insolventen Filialisten Bouvier aufgebaut hat, ist seit 3. November wieder Filialleiterin. Rüdiger Wischenbart, bis letzten November Pressechef der Frankfurter Buchmesse, ist jetzt Berater bei der US-amerikanischen Buchmesse BookExpo America.

Meldungen: Nach 17 Jahren mit langen Durststrecken schließt der Klett-Cotta-Verlag die Gottfried Benn-Gesamtausgabe (mehr) ab - nächstes Jahr sind auch einzelne Bände erhältlich. Obwohl der Buchmarkt in der Schweiz stagniert (Umsatzrendite 2002: 0,2 Prozent) sind Großbuchhändler wie Fnac und Thalia/Jäggi auf Expansionskurs.

Die Buchmacher vom 29.10.2003 - buchreport.express

Das Kartellamt hat seine Zustimmung der Übernahme des Heyne Verlags durch die Bertelsmann-Tochter Random House in Aussicht gestellt. Andere Verlage und der Handel sind sauer, denn sie befürchten damit einen "bedrohlichen Machtzuwachs" von Bertelsmann. Für Proteste bleibt nicht mehr lange Zeit: Am 28. November will das Kartellamt entscheiden. Dazu der Buchreport: "Dehalb heißt es für alle Beteiligten: Jetzt müssen sie mit ihren Argumenten überzeugen, wenn sie sich nicht über Jahre hinweg warten wollen, bis das Urteil eines ordentlichen Gerichts in letzter Instanz die Übernahmefrage regelt."

Die Autorin ist ihr Erbe angetreten und wird Verlegerin: Ulla Unseld-Berkewiez, die Witwe von Siegfried Unseld, tritt per Gesellschafterbeschluss in die Geschäftsführung der Verlage Suhrkamp und Insel ein und übernimmt den Vorsitz. Ebenfalls in die Geschäftsführung aufgerückt ist der bisherige Programmleiter Rainer Weiss. "Trotz der lange erwarteten Entscheidung bleibt die Zukunft des Verlags ungewiss. Denn die strukturellen Probleme des Verlagshauses in der Frankfurter Lindenstraße sind weiterhin ungelöst", kommentiert der Buchreport.

Wird Köln zur Konkurrenz von Leipzig? Eine Woche vor der Leipziger Buchmesse 2004 und dem dazugehörigen Lesefest "Leipzig liest" geht das Lesefestival LitCologne am Rhein an den Start. Zum insgesamt vierten Mal - und diesmal soll das Programm erheblich erweitert werden. "Die Gründerväter der LitCologne wollen gemeinsam mit der koelnmesse eine Kombination aus Branchentreff, Ausstellung und Kongress zum Thema Hörbuch auf die Beine stellen." Das Kind habe sogar schon einen Namen: ABC. Audio Book Cologne.

Weltbild lässt die Vertriebsmaschine im Vorfeld des Erstverkaufstags (8. November) von "Harry Potter V" heiß laufen. In Kooperation mit der Deutschen Post (hat die nicht tagsüber genug mit der Zustellung zu tun?) schickt der Augsburger Versandbuchhändler tausend Boten auf die Reise, die den Weltbild-Kunden das Buch auf Wunsch zwischen Mitternacht und zwei Uhr morgens zustellen. Kostenlos. "Mit der Sonderaktion will das Unternehmen in die zeitliche Lücke zum stationären Sortiment stoßen", schreibt der Buchreport. Im Laden darf der neue Potter "erst" ab sechs Uhr verkauft werden.

Meldungen: Preisbindungstreuhänder Dieter Wallenfells hat seinen Prozess gegen das Kundenbindungsprogramm von buch.de in der ersten Instanz verloren - der Online-Shop darf Buchkäufer weiterhin mit "Miles & More"-Punkten der Lufthansa belohnen. Der Online-Buchhandel wächst - Amazon machte im 3. Quartal 2003 erstmals außerhalb des Weihnachtsgeschäfts Gewinn. Zum Schluss: die Bestseller.

Die Buchmacher vom 20.10.2003 - buchreport.express

Die Preisbindungsdebatte mit dem Bertelsmann Club ist eskaliert. Eine Einstweilige Verfügung, die der Börsenverein gegen die Buchgemeinschaft erwirkt hat, "untersagt es Bertelsmann nicht nur, preiswerte Club-Ausgaben zeitgleich mit den Originalverlagsausgaben herauszubringen, sondern stoppt auch die Millionen-Kampagne, mit der der Gütersloher Medienkonzern seinen schwer angeschlagenen Buchclub (...) aus den roten Zahlen bringen will." Was hinter den Kulissen abgeht und, welche Risiken es für die Beteiligten und die ganze Branche gibt, lesen Sie hier.

Aufregung um Random House: Die Financial Times Deutschland hatte gemeldet, die Bertelsmann-Tochter wolle der lahmenden Nachfrage von Büchern mit Preissenkungen begegnen. Darüber hinaus, so kündigte die FTD an, beabsichtige Random House, die Leistungen der Händler stärker zu berücksichtigen. Kleinsortimenter und Verlegerkonkurrenz reagierten not amused. Auf Nachfrage des Buchreports bemühte sich Random House-Geschäftsführerin Claudia Reitter, den FTD-Artikel in ein anderes Licht zu rücken: Eine flächendeckende Preissenkung sei nicht geplant. "Vielmehr haben wir eine systematische Pricing-Analyse vorgenommen, aus der wir Schlussfolgerungen für eine differenziertere Preispolitik, vor allem bei Taschenbüchern, ziehen werden." Bei den Konditionen dürfe die Größe einer Buchhandlung nicht allein eine Rolle spielen.

Buchhändler Gerald Unger ist in der Diskussion um Verlagsrabatte der Geduldsfaden gerissen. Er hat im Alleingang eine Musterklage mit dem Ziel, höhere Rabatte für das Kleinsortiment herauszuholen, gegen den Klett Verlag angestrengt. Beim Börsenverein hält sich die Begeisterung in Grenzen. Sowohl die Rechtsabteilung als auch der Sortimenterausschuss seien von der Aktion überrascht worden, erklärt der Buchreport. Der Sortimenterausschuss-Vorsitzende Rudolph Braun-Elwert glaubt nicht, dass das Urteil zu einer allgemeingültigen Aussage kommen wird. "Schade, dass die Klage so schlecht vorbereitet wurde", findet auch Manfred Queißer vom Landesverband Saar. Den ganzen Artikel finden Sie hier.

Michel Friedman hat einen neuen Job. Auf der Buchmesse wurde bekannt, dass der Rechtsanwalt und frühere Fernsehmoderator in die Verlagsbranche geht. Als Herausgeber für das politische Sachbuchprogramm soll er beim Aufbau-Verlag sechs Titel pro Jahr betreuen - darunter zwei eigene Interview-Bücher. Kann man Friedman-Talks zwischen zwei Buchdeckel pressen?

Die Neuerung des Buchverkaufs am Messemontag strapazierte die Nerven vieler Verlagsmitarbeiter. "Eine Absprache fehlte, wie auf einem orientalischen Basar war in Frankfurt an manchen Ständen alles reine Verhandlungssache", beschreibt der Buchreport das bunte Durcheinander. Die Besucher hätten häufig mit Unverständnis darauf reagiert, dass - nachdem sie doch schon Eintritt für die Messe zahlen mussten - wegen der Preisbindung immer noch die Ladenpreise galten und hartnäckig zu feilschen versucht. "Die Forderung nach einer zentralen Messebuchhandlung in Anlehnung an die Leipziger Buchmesse wurde (...) wiederholt gestellt."

Russland zieht Bilanz. Rund 4,5 Millionen Euro hat der Buchmessen-Autritt des Gastlandes gekostet. 130.000 Menschen sollen den russischen Pavillon besucht haben, und damit ist Nina Litwinetz vom Organisationskomitee zufrieden: "Das Interesse des Publikums an russischen Büchern sowie den Veranstaltungen war groß." Litwinetz bedauert jedoch, dass die russischen Verleger vorwiegend Rechte von anderen Verlagen gekauft hätten und nicht umgekehrt.

Personalien: Claudia Weinbrenner-Seibt wurde zur geschäftsführenden Gesellschafterin sämtlicher Unternehmen der Firmengruppe Weinbrenner ernannt.

Meldungen: Die Verhandlungen zwischen Verlegern und Übersetzern zur Vereinbarung gemeinsamer Vergütungsrichtlinien sind endgültig gescheitert - jetzt könnte ein Schlichtungsverfahren bevorstehen. Acht Bücher hat Elke Heidenreich in den gut 80 Minuten ihrer ersten drei "Lesen!"-Sendungen (ZDF) in die Bestsellerlisten gebracht. Welche, und welche Titel es sonst noch in die Top 50 geschafft haben, sehen Sie hier.

Die Buchmacher vom 13.10.2003 - buchreport.express

Der Börsenverein und sein Mitglied Bertelsmann haben Streit. Die Ankündigung, Dieter Bohlens "Hinter den Kulissen" zeitgleich mit der Verlagsausgabe von Random House preisgünstig im Buch-Club herauszubringen war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat. "Vordergründig geht es (...) um die Anforderungen des Preisbindungsgesetzes an verbilligte Parallelausgaben. Im Grunde aber steht die Preisbindung selber auf dem Spiel: Wenn die billige, zeitgleich erscheinende Parallelausgabe zum Regelfall wird, macht das Gesetz keinen Sinn mehr", kommentiert der Buchreport.

Erst mal sieht's für "Hinter den Kulissen" allerdings schwarz aus. Fünf einstweilige Verfügungen und eine weitere verbunden mit der Aufforderung zum Rückruf: Eva Hermann, Michael Bischoff (wer ist das überhaupt?), Jens Riewa, Jenny Elvers und Thomas Anders haben den Verkauf der urprünglichen Bohlen-Fassung gerichtlich gestoppt, nur Bücher mit geschwärzten Textstellen dürfen derzeit gehandelt werden. Der Verlag habe das Buch vor dem Erscheinen von drei Rechtsanwälten prüfen lassen und die Entscheidung des Gerichts stoße auf Unverständnis, berichtet der Buchreport. "Alles Pillepalle", findet Bohlen wohl selbst. Bei der Buchmesse freute er sich über ein enormes Medieninteresse und diktierte den Journalisten: "Wenn zwei Prozent der Deutschen mein Buch kaufen, also 1,6 Millionen, dann bin ich der Hero."

Keinen Konsens gibt es weiterhin zwischen Buchhändlern und Verlagen, was angemessene Verlagsrabatte betrifft. "Der Sortimenterausschuss des Börsenvereins will es (...) auf einen Musterprozess ankommen lassen, um die Pflichten der Verleger, die sich aus dem (...) Preisbindungsgesetz ergeben, auf der Grundlage eines Richterspruchs festlegen zu lassen", schreibt der Buchreport. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation, in der sich Verlage wie Buchhändler gleichermaßen befinden, gelinge es dem Börsenverein nicht mehr, zwischen den Sparten zu vermitteln.

Meldungen: der Europa Verlag sucht einen neuen Partner - die Senator Entertainment AG, die 100 Prozent der Anteile des Hamburger Verlags besitzt, will sich schnellstmöglich aus dem Buchgeschäft zurückziehen. Die Ganske-Gruppe schickt ab 2004 den Reiseverlag Travel House unter der Geschäftsleitung von Thilo Heller an den Start. Das Verlegerduo Monika Thaler und Gert Frederking kaufte den Taschenbuchverlag Sierra / National Geographic von Random House zurück. Zum Schluss: die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 30.09.2003 - buchreport.express

Dass der traditionelle Sortimenter immer mehr Konkurrenz bekommt, ist das Titelthema im Buchreport. Zusammengefasst werden die Entwicklungen der letzten Wochen: Eine dieser "Bedrohungen" ist die Offensive des finanziell stark angeschlagenen Bertelsmann Clubs. Der will "ab sofort wichtige Neuerscheinungen nahezu zeitgleich mit den Originalausgaben, jedoch wesentlich preisgünstiger herausbringen." Außerdem stehe seinen Mitgliedern zukünftig übers Internet das gesamte buchhändlerische Angebot zu Originalpreisen zur Verfügung. Die Clubcenter sollten, mit neuem Design, in bessere Lagen verlegt werden. Weitere Rivalen des Sortimentbuchhandels seien das Versandgeschäft - "der Verkauf sämtlicher Bestseller und Bücher, die zu den Brotartikeln des Buchhandels gehören" - von Weltbild und seine mittlerweile mehr als 229 Filialen sowie die Bertelsmann-Tochter Random House. Ab Herbst 2004 plant Random House einen eigenen Shop-Vertrieb in Supermärkten (siehe Archiv).

Derk Haank, früher Elsevier, hält ab 1. Februar 2004 als CEO seine Hand über das neue Unternehmen Springer Science+Business Media. Unter diesem neuen Firmennamen werden die britischen Private-Equity-Firmen Cinven und Canover ihre beiden Wissenschaftsverlage Kluwer Academic Publishers (Niederlande) und BertelsmannSpringer verschmelzen. "Wie wenig die neuen Besitzer mit der Tradition des wissenschaftlichen Springer Verlages am Hut haben, zeigt die Ankündigung, dass der Sitz des neuen Unternehmens aus steuerlichen Gründen nach Luxemburg verlegt wird", schreibt der Buchreport. Damit könnten die deutsche Standorte Berlin und Heidelberg erheblich an Bedeutung verlieren. Die rund 20 leitenden Mitarbeiter von BertelsmannSpringer bekamen übrigens für ihre "loyale Haltung während der Verkaufsverhandlungen" insgesamt fünf Millionen Euro zum Abschied.

Die vorläufige Bilanz des Schulbuchgeschäfts 2003 fällt durchwachsen aus. Gewinne und Verluste verteilten sich regional unterschiedlich, meldet der Buchreport und zitiert den VdS-Sprecher Rino Mikulic: "In den neuen Ländern war das Geschäft katastrophal." Die Finanznot der öffentlichen Hand und sinkende Schülerzahlen hätten den Schulbuchhändlern die Gerste verhagelt.

John Irving tut es Schriftstellerkollegen wie Isabel Allende, Henning Mankell und Elke Heidenreich nach: Er ist unter die Kinderbuchautoren gegangen. Ein paar Tage auf dem Markt ist "Ein Geräusch, wie wenn keiner versucht, ein Geräusch zu machen" (Diogenes), eine Auskopplung aus Irvings Roman "Witwe für ein Jahr". Die Vertriebler freuen sich über bekannte Autoren, die das Kinderbuch für sich entdecken. "Etablierte Belletristen sind für Kinder- und Jugendbuchverlage eine sichere Bank", sagt Friedbert Stohner, Verlagsleiter von Hanser Kinderbuch im Buchreport. "Bei Kritikern hat man mit diesem Namen schlagartig eine enorme Aufmerksamkeit, die Vertreter brauchen den Buchhändlern nicht mehr viel über den Autor zu sagen und auch die Leser sind mit dem Namen vertraut." Gibt's bald also illustrierte "Stephen Kings" für Sechsjährige?

Zum zweiten Mal in diesem Jahr gerät Hoffmann und Campe in die Schusslinie: Nach Ulla Ackermanns erdichteten Erinnnerungen "Mitten in Afrika" will Herbert Grönemeyer den Verkauf der im Verlag erschienenen, von ihm nicht autorisierten Biografie (siehe auch Perlentaucher-Archiv), von Autor Ulrich Hoffmann stoppen. Sie verletze seine Persönlichkeits- und Urheberrechte, ließ der Sänger über Capital Music verlautbaren. HoCa-Verlagsleiter Rainer Moritz bleibt gelassen: Die Beanstandungen würden geprüft, das Buch sei weiter lieferbar. Moritz springt für die Lektoren in die Bresche, denn sie müssten unter zu großem Zeitdruck arbeiten und dabei Marketing und Vertrieb von Büchern im Auge haben. Außerdem nehme es die Gesellschaft mit der Wahrheit nicht mehr so genau, glaubt er.

Zum Schluss: die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 24.09.2003 - buchreport.express

Das reformierte Urheberrecht ist am 13. September in Kraft getreten - inklusive der bei den Wissenschaftsverlegern so unbeliebte §52a. Aktuell bereiten die Buchmacher sorgfältig den Gang zum Bundesverfassungsgericht vor. "Sie müssen die Richter davon überzeugen, dass die Folgen des Gesetzes für die Unternehmen unerträglich sind", erklärt der Buchreport. "Keine leichte Aufgabe, zumal die Gesetzgegner gleichzeitig daran arbeiten, die Folgen der Vorschrift so erträglich wie möglich zu gestalten."

Die Sortimenter im Börsenverein bereiten eine Klage gegen den Bertelsmann Buchclub vor. Der verstößt nämlich auch nach Gesprächen "im Guten" nicht nur weiter gegen das Potsdamer Protokoll, welches bei Parallelausgaben einen Mindestabstand von sechs Monaten nach dem Erscheinen der Verlagsausgaben vorschreibt. Er bietet die Parallelausgaben auch deutlich billiger an. "Man hat fast den Eindruck, dass der Club kein Interesse an einer einvernehmlichen Lösung hat", wundert sich Börsenvereins-Juristin Birgit Menche im Buchreport.

Die Bertelsmann-Tocher Random House ist mit ihrem Plan, spätestens im kommenden Herbst einen eigenen Buchvertrieb für Supermärkte zu starten, auf heftigen Widerstand gestoßen. "Sortimenter befürchten Umsatzverluste in den Angebotsbereichen, die auch ohne Beratung leicht verkäuflich sind", schreibt der Buchreport. Publikumsverlage sorgten sich, dass die Bertelsmann-Buchgruppe vornehmlich eine Auswahl der hauseigenen Hardcover- und Taschenbuchtitel anbieten werde und damit die Konzentration auf dem Buchmarkt weiter vorantreiben könnte.

Sind Bühnenklassiker bei Theaterbesuchern tatsächlich mehr gefragt als zeitgenössische Stücke? Das zumindest geht aus einer Erhebung des Focus hervor. "Dass sich dieses Bild auch im Geschäft mit Theaterliteratur abzeichnet, hat zunächst ökonomische Gründe: Weil nach 70 Jahren das Urheberrecht erlischt und keine Tantiemen mehr für die Autoren oder deren Ahnen fällig sind, ordern die auf Sparkurs gesetzten Intendanten insbesondere Klassiker bei den Verlagen", erläutert der Buchreport. Im Nischenmarkt, der nicht Theater, sondern Leser direkt mit Theaterliteratur versorge, sei Zeitgenössisches hingegen hoch im Kurs, weiß Rolf Eichacker vom Verlag der Autoren.

Preise: Der 10.000 Dollar schwere National Book Award der USA geht in diesem Jahr an den Horror-Autor Stephen King. Hanna Jensen erhält den mit 5.000 Euro dotierten deutschen Jugendbuchpreis "Buxtehuder Bulle".

Meldungen: Die WAZ-Gruppe, die 40 Prozent des Umsatzes im Ausland erwirtschaftet, zeigt laut dpa Interesse an Zukäufen auch in Deutschland, vor allem im Zeitschriftenbereich. Zum 50-jährigen Bestehen im Oktober soll die Comic-Reihe "Fix & Foxi" wieder aufleben - zunächst im Hardcover bei Pabel Moewig, später im Heftchen-Format.

Und: die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 17.09.2003 - buchreport.express

Random House will als erster Publikumsverlag in Deutschland ab Herbst 2004 nicht nur Bücher produzieren, sondern sie auch in eigener Regie verkaufen. Voraussetzung ist, dass "die geplanten Tests in diesem Herbst und im kommenden Frühjahr die bisherigen Planungen bestätigen." Verkaufen wolle man nicht an den stationären Buchhandel und nicht in Discountern, sondern in Shops in deutschen Supermärkten, heißt es im Buchreport. "Dafür sollen ein eigenes System und eine eigene Marke entwickelt werden."

Die Pop-Sängerin und zweifache Mutter Madonna hat ihr erstes von fünf geplanten Kinderbüchern veröffentlicht, "Die englischen Rosen" (in Deutschland erschienen bei Hanser). Am Erstverkaufstag, 15. September, sollten weltweit mehr als eine Million Bücher im Handel sein. Über das Autorinnenhonorar sei nichts bekannt geworden. "Mit (Andrew) Wylie als Agenten, der für seine exorbitanten Honorarforderungen bekannt ist, ist eine hohe siebenstellige Summe wahrscheinlich", mutmaßt der Buchreport. Auf Madonnas Wunsch werde ihr Erstling auch über eine buchuntypische Schiene abfließen: in 500 Filialen von Gap Kids. Na, raten Sie mal, für welches Bekleidungsunternehmen Madonna derzeit parallel Werbung macht.

Der größte Musikkonzern der Welt, Universal, will die Preise für CDs und Kassetten um 30 Prozent senken - in den USA. Das Medienunternehmen reagiere auf eine bevorstehende Entwicklung, die den Verkauf von Musik und Filmen auf konventionellen Datenträgern stark zugunsten von Downloadservices zurückgehen lasse, so der Buchreport. Auch die deutsche Musikbranche hat bemerkt, dass die Umsätze für CDs noch mehr zurückgehen werden - und erhöht die Preise.

Buchmessen-Splitter: Die über 60 Prozent Gesellschafteranteile der Frankfurter Messegesellschaft verfügende Stadt Frankfurt will den zur Disposition stehenden 40 Prozent-Anteil des Landes Hessen übernehmen - in der Hoffnung, Frankfurt langfristig vor dem Verlust attraktiver Messen bewahren zu können. Eine Buchmesseführung mit dem Zweck angehenden Autoren eine Orientierungshilfe zu geben, bieten das Literatur- und Pressebüro Pauw & Politycki und Die Welt diesmal an. Mit dem parallel zur Buchmesse veranstalteten Festival "Leseland Hessen" zieht die Frankfurter Buchmesse (in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst) mit der Leipziger Messe und "Leipzig liest" gleich - allerdings mit einem deutlich abgespeckteren Programm.

Personalien: Mit dem Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik 2003 wurden Hans-Olaf Henkel und Günter Ederer ausgezeichnet. Dr. Jürgen Wieczorek, zuletzt Geschäftsführer der Verlage Urban & Fischer und des Spektrum Akademischer Verlag, ist jetzt bei der Thieme Verlagsgruppe für "ausgewählte strategische Projekte" zuständig.

Meldungen: Die Dresdner Buchhandelskette Buch & Kunst übernimmt die insolvente Franz Mehring-Buchhandlung in Leipzig, einst die größte Buchhandlung der DDR. Im laufenden Jahr sind, laut einer von ARD und ZDF in Auftrag gegebenen Studie, erstmals mehr Erwachsene online als offline. SciFi, ein neuer Science Fiction-Fernsehsender, ist in Deutschland und Österreich über Premiere zu empfangen. Zum Schluss: die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 10.09.2003 - buchreport.express

Der Streit um Konditionen zwischen Handel und Verlagen spitzt sich zu: "Die Sortimenter der Genossenschaft eBuch greifen jetzt zu einer ungewöhnlichen Form der Selbsthilfe: Sie kürzen einseitig die Rechnungen der Verlage, wenn sie weniger als 25 Prozent Rabatt vom gebundenen Ladenpreis gewähren." Scheinbar mit Erfolg. Die Kürzungen würden von den Verlagen in den meisten Fällen hingenommen, wird eBuch-Geschäftsführer Lorenz Borsche im Buchreport zitiert. Da das Preisbindungsgesetz aber nur "angemessene" Konditionen und keine Mindestkonditionen der Verlage vorschreibt, bewegen sich die kämpferischen Buchhändler rechtlich auf dünnem Eis, geben Preisbindungstreuhänder Dieter Wallenfels und Börsenvereins-Justiziar Christian Sprang zu Bedenken.

Von den USA lernen können die Deutschen womöglich in Sachen Leseförderungsprogramme. Denn die haben in den Staaten Hochkonjunktur. "Dabei arbeiten Großkonzerne wie Coca Cola, Cheerios oder Pizza Hut, Lese-Initiativen und die Buchbranche Hand in Hand", weiß der Buchreport. Nun hat die National Book Foundation noch eins draufgesetzt und den Oktober national zum "Monat des Buches" erklärt. Geplant sind neben der Verleihung des National Book Awards zahlreiche Aktionen: Die Continental Airlines wird zum Beispiel auf allen Flügen Werbespots, in denen prominente Autoren ihre Lieblingsbücher vorstellen, senden. Die US-Printmedien stellen Verlagen kostenlos oder zu Sonderkonditionen Anzeigen zur Verfügung. Und die Library of Congress veranstaltet zusammen mit Präsidentengattin Laura Bush das National Book Festival.

"Leipzig liest" ist langfristig gesichert. Die Einführung des Lesefests im Rahmen der Leipziger Buchmesse vor elf Jahren habe die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr zwar um 46 Prozent steigen lassen und zu einem Bedeutungswandel der Messe geführt, berichtet der Buchreport, dennoch seien hinter der Finanzierung der Veranstaltung immer wieder Fragezeichen aufgetaucht. Nun hätten die Partner - Leipziger Messe GmbH, Bertelsmann Club und mdr - eine grundsätzliche Verpflichtung für "Leipzig liest" verabschiedet, die konkreten Investitionen würden jedes Jahr neu abgesteckt. Eine beachtliche Bilanz kann "Leipzig liest" vorweisen: Dieses Jahr lasen insgesamt 800 Autoren auf 650 Veranstaltungen vor 35.000 Zuhörern.

Nach Ullstein Heyne List trennt sich die Springer AG von weiteren Buchverlagen: Die auf Kunstbücher, -zeitschriften und Ausstellungskataloge spezialisierte Weltkunst Verlag GmbH (u. a. Hirmer, Deutscher Kunstverlag, Philipp von Zabern) wechselt Ende September in den Besitz der Arques-Gruppe. "Arques, bisher im Industrie- und Telekommunikations-Bereich aktiv, betritt mit dem Kunst-Kauf Neuland und verspricht sich einen ,attraktiven Einstieg in den Bereich Medien'", schreibt der Buchreport.

Personalien: Christian Rieker, zuletzt Leiter der Verlage Falken und Mosaik, ist neuer Geschäftsführer des Theiss-Verlags.

Meldungen: Nachdem sich Paulo Coelho jahrelang dagegen gesträubt hat, dass seine Bücher verfilmt werden, beginnen Ende des Jahres unter der Regie von Lawrence Fishburne die Dreharbeiten zu "Der Alchimist" - mit Madonna und Jeremy Irons in den Hauptrollen. National Geographic Deutschland bringt zum September ein neues Reisemagazin namens Traveler heraus. Beim Internetauktionator eBay können sich ab sofort nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und Gewerbetreibende, als "geprüfte Mitglieder" registrieren lassen.

Zu guter Letzt: die Bestsellerlisten.