Die Buchmacher - Archiv

buchreport.express

281 Presseschau-Absätze - Seite 22 von 29

Die Buchmacher vom 01.09.2003 - buchreport.express

Der Poker um die Verlagsgruppe Ullstein Heyne List (UHL) geht weiter. UHL-Geschäftsführer Christian Strässer sei jetzt als Sprecher einer Bietergemeinschaft beim Kartellamt vorstellig geworden. Diese wolle entweder die Komplettübernahme von Ullstein Heyne List (falls das Kartellamt die Übernahme durch Random House grundsätzlich untersagt) oder die Übernahme von Ullstein Econ List (falls das Kartellamt die Random House-Übernahme von Heyne durchgehen lässt) oder die Übernahme von nur Heyne (falls sich eine solche Konstellation nach der Prüfung von Angeboten anderer Interessenten ergeben sollte). "Es wäre nicht das erste Mal, dass Strasser in letzter Minute ein großer Deal gelingt", kommentiert der Buchreport.

Verlage profitieren von Bild. Nachdem Bohlen, Effenberg und der Dalai Lama mit Hilfe der Boulevard-Zeitung Bestsellerautoren geworden seien, fragten verstärkt Verlage wegen möglicher Vorabdrucke an, hat Bild-Chefredakteur Kai Dieckmann dem Buchreport bestätigt. Bild lasse sich aber nicht instrumentalisieren, das vordergründige Interesse liege in der Story: "Wir sind keine Vermarktungsplattform für Bücher, wir wollen spannende Geschichten bringen und gute Schlagzeilen." Über die Konditionen von Vorabdrucken habe sich Dieckmann ausgeschwiegen.

Der Musikbranche geht es schlecht, deshalb haben Musikverkäufer den Hörbuch-Markt im Visier und locken mit Werbekampagnen und Umsonst-Zugaben. "Das sollte den Buchhändlern (...) Sorgen machen, denn damit droht ihnen Konkurrenz auf einem zukunftsträchtigen Feld, das eigentlich niemand so gut beackern kann wie sie", schreibt David Wengenroth in seinem Kommentar. Das Hörbuch erlaube den Sortimentern, ihr Know-how für den Verkauf literarischer Inhalte zu nutzen.

Meldungen: Auch die Lückenfassung von Maxim Billers "Esra" (Kiepenheuer & Witsch) darf nicht vertrieben werden, entschied das Gericht, weil sie das Persönlichkeitsrecht der beiden in dem Roman dargestellten Klägerinnen immer noch verletze. Der 1762 erstmals gegründete Hartknoch Verlag, bekannt geworden mit Werken von Kant und Herder, geht in der lettischen Hauptstadt Riga neu an den Start. Horror-Autor Stephen King setzt sich künftig in einer Kolumne der Zeitschrift Entertainment Weekly mit Popkultur auseinander. Das Word Wide Web ist ab Jahresende auch für die Umlaute ä, ö, ü in Internetadressen empfänglich.

Zum Schluss: die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 27.08.2003 - buchreport.express

50 Tage vor der Frankfurter Buchmesse ist der Rückgang der Ausstellerzahlen gestoppt. Die Erhöhung der Standmieten um durchschnittlich 7,5 Prozent und die Preispolitik der Hotels - bei vielen erneute Anhebung der Tarife und Durchbuchungszwang - sorgen bei den Ausstellern aber weiterhin für Ärger. Die daraus resultierende Absage der amerikanischen Holtzbrinck-Verlage Henry Holt und St. Martin's Presse sei ein herbes Signal gewesen, zitiert der Buchreport Messe-Chef Volker Neumann. Er wolle seinerseits ein positives Signal setzen und verspricht Preiserhöhungen bis 2010 nur in Größe der Inflation. Und die Hotels?

Keine Zukunft hat "Futura Mundi": Der Kongress, der in diesem Jahr zum zweiten Mal im Rahmen der Frankfurter Buchmesse stattfinden sollte, ist abgesagt. Dahinter stehe eine Richtungsentscheidung, schreibt der Buchreport. "Der im Juli 2002 geschasste Messedirektor Lorenzo Rudolf hatte den Zukunftskongress als Alternative zu den traditionellen Länderschwerpunkten aus der Taufe gehoben. Das Symposium mit prominenten Referenten aus Politik und Kultur sollte die Buchmesse auf lange Sicht als intellektuelles Forum profilieren." Der neue Buchmesse-Direktor, Volker Neumann, wollte auf das Gastland-Prinzip nicht verzichten, da es "große Chancen für den interkulturellen Austausch bietet."

Deutsche Internetnutzer sind zunehmend bereit, für bestimmte Inhalte im Netz zu bezahlen. Der Erfolg von kostenpflichtigen Inhalten im Internet hänge vor allem von der richtigen Preisfestsetzung ab, berichtet der Buchreport und beruft sich auf eine Studie des Verbands deutscher Zeitschriftenverleger. In der Studie kam heraus, dass ein einzelner Artikel den Lesern im Schnitt 0,29 Euro Wert sei - eine reine Nachricht sogar bis zu einem Euro. Für ein Abonnement publizistischer Inhalte allgemeiner Art würden die befragten Nutzer durchschnittlich bis zu 1,11 Euro im Monat zahlen.

Meldungen: Das Internetportal "Phonoline" soll mit 99 Cent pro runtergeladenem Titel kostenpflichtiger Nachfolger des platt gemachten Musiktauschdienstes Napster werden - es startet, sobald die beteiligten deutschen Musikfirmen es geschafft haben, ihre Interessen unter einen Hut zu bringen. Der schweizer Ringier-Verlag (u. a. bekannt durch die Berichterstattung über die fingierte Sex-Affäre von Thomas Bohrer) will noch vor Weihnachten ein politisch-kulturelles Monatsmagazin auf den Markt bringen. Der Kölner Fachverlag Dr. Otto Schmidt bietet jetzt in der Rechsprechungsdatenbank aus-portal.de kostenfreie Informationen rund um arbeits- und sozialrechtliche Themen an, u. a. auch Vertragsmuster und Linklisten.

Personalien: Antonius Huerkamp, bislang Geschäftsführer der Bertelsmann-Tochter empolis, ist neuer Geschäftsführer der Tanto Xipolis GmbH (gegründet von Holtzbrinck und Brockhaus AG). Dr. Ralf Ueding, Geschäftsführer des Hoffmann & Campe Verlags, verlässt das Unternehmen und wird ab 1. Januar 2004 die Geschäftsführung des ADAC-Verlags übernehmen. Der Autor Christoph Hein erhält in diesem Jahr den mit 22.000 Euro dotierten "Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur".

Und zum Schluss: die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 18.08.2003 - buchreport.express

Der Göttinger Steidl Verlag will seinem Autor Günter Grass ein Archiv einrichten, meldet der Buchreport. Es soll Arbeiten des Literaturnobelpreisträgers enthalten, "Umschlagenwürfe sowie alle Arbeiten an Satz und Korrekturen". Außerdem will Verleger Gerhard Steidl an seinen eigenen Fundus, der eine Sammlung von Grass-Skulpturen und -Grafiken enthält, gehen und die Verlags-Archivalien damit ergänzen. Eine Konkurrenz für das im vergangenen Jahr eröffnete Günter Grass-Haus in Lübeck? Nein, eine Ergänzung, heißt es.

Das fünfköpfige Team des Siedler Verlags muss die Koffer packen und bis zum Jahresende von Berlin nach München umziehen - unters Dach der Random House-Zentrale. So will es Random House-Geschäftsführer Klaus Eck. Das Programmprofil des inhaltlich eng mit der Hauptstadt verbundenen kleinen Verlags solle gewahrt werden, es gehe vor allem darum, Kosten zu sparen.

Preisbindungstreuhänder Dieter Wallenfells klagt mal wieder. Diesmal gegen Bonusaktionen von Amazon und Buch.de. Internet-Martkführer Amazon ködere Neukunden mit einem Startgutschein über fünf Euro, den sie auf den Kauf preisgebundener Bücher anrechnen lassen könnten, so der Buchreport. Bei Buch.de könnten Kunden, die am Miles & More-Programm der Lufthansa teilnehmen, die erworbenen Bonusmeilen beim Buchkauf einsetzen. Aber: "Nach Ansicht des Treuhänders sind Prämiensysteme nur dann mit der Preisbindung vereinbar, wenn sie keine Auswirkungen auf den vom Käufer gezahlten Buchpreis haben."

Und: k.west ist der Titel einer neuen Kulturzeitschrift, die im Oktober auf den Markt kommen und monatlich im Klartext-Verlag erscheinen soll. Zwei ehemalige Kulturredakteure der SZ wollten damit die Lücke eines NRW-Feuilletons schließen.

Personalien: Daniel Brücher, Geschäftsführer des Dorling Kindersley Verlags, verlässt das Unternehmen "aus gesundheitlichen Gründen" - vorerst übernimmt der kaufmännische Geschäftsleiter, Dr. Thomas Goossens, Brüchers Aufgaben. Ralf Daab, Leiter des Buchbereichs im teNeues Verlag, gibt seinen Posten zum Jahresende an Marion Martin ab und macht sich mit dem Verlag daab publishing selbstständig.

Zum Schluss: die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 12.08.2003 - buchreport.express

Weitere KulturKaufhäuser nach dem Berliner Modell will die Dussmann-Gruppe eröffnen. Gegen den Branchentrend hat das Medien-Kaufhaus in 2002 nach eigenen Angaben ein sattes Umsatzplus von elf Prozent erwirtschaftet, im Buchbereich sogar noch mehr. Über Wien und München sei in der Vergangenheit als mögliche Standorte nachgedacht worden, konnte der Buchreport der KulturKaufhaus-Sprecherin entlocken. Voraussetzungen für die Filialen müssten sein: 1A-Lage in einer interessanten Großstadt und Öffnungszeiten bis 22 Uhr. Wir sehen uns beim nächtlichen Bücherbummel am Marienplatz und am Prater...

Es tut sich was bei den Verhandlungen über die Übersetzer-Vergütung. Der neue Vorschlag der Verleger will den Übersetzern bei Hardcovern, zuzüglich zum Mindesthonorar pro übersetzter Seite, eine Absatzbeteiligung von einem Prozent des Netto-Ladenpreises bieten. Die Gegenseite bleibt trotzdem erst mal bei der Forderung nach drei Prozent.

Die Staatlichen Museen Berlin und der DuMont Literatur und Kunst Verlag kooperieren und bringen im Herbst unter dem Namen "SMB DuMont" zwölf Titel auf den Markt, weitere Publikationen sind geplant. "Die Kölner haben sich in ein ehrgeiziges Großprojekt eingeklinkt", kommentiert der Buchreport. Über eine Milliarde Euro seien für die auf zehn Jahre angelegte Gesamt-Instandsetzung der Museen veranschlagt. DuMont wolle die Umsetzung aller Pläne mit Publikationen begleiten, heißt es.

Das dürfte auch Ostalgiker aus dem Westen begeistern: "Die ddr-box ist ein neuer Online-Shop, der Bücher und Nonbooks rund um die DDR im Sortiment führt und eine Warenkunde zu typischen Produkten anbietet." Initiatoren sind der Eulenspiegel-Verlag, das Versandhaus Kolibri und die Werbeagentur TXT.

Weitere Meldung: Das Land Hessen, dem 40 Prozent der Frankfurter Messe GmbH gehören, will seinen Anteil verkaufen - am liebsten an einen international agierenden Investor. Die restlichen 60 Prozent der Stadt Frankfurt stehen nicht zur Disposition.

Zum Schluss: die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 28.07.2003 - buchreport.express

Die 55. Frankfurter Buchmesse (8. bis 13. Oktober) hat das Kino entdeckt, schreibt der Buchreport. "Mit dem 'Forum Film & TV' will sich die Messe als Schnittstelle zwischen der Film- und Buchbranche etablieren." Geplant sind: ein 400 Plätze fassendes Kino auf der Messe, ein Filmcafe, in dem die Verlage Bücher zu Filmen vorstellen, die Gala zur Verleihung des mit 177.000 Euro dotierten Hessischen Film- und Kinopreises parallel zur Buchmesse und das Filmfestival "Celebrating Literature in Cinema".

Rund drei Monate, nachdem Schriftstellerin Elke Heidenreich mit ihrer Literatursendung "Lesen!" auf Sendung gegangen ist, kündigt ein weiterer Schriftsteller ein TV-Solo an. In "cult.date - Gute Leute, gute Bücher" lädt Bodo Kirchhoff "prominente Amateure" zum literarischen Plausch. Die Pilotsendung läuft am 11. Oktober um 22:50 Uhr im Hessen Fernsehen.

Und: David Wengenroth wundert sich in seinem Kommentar, dass die Verlage bei über 70.000 Neuerscheinungen im Jahr immer mehr mit Orientierungshilfen für die Buchhändler geizen.

Personalien: Neuer Leiter des Verlags Dieter Zimpel, des Media Daten Verlags und Geschäftsleiter der GWV Fachverlage wird Jan Peter Kruse.

Weitere Meldungen: Internetsuchdienste dürfen nach einem BGH-Urteil alle frei verfügbaren Internetseiten über direkte Links zugänglich machen, auch wenn sie über "Deep Links" die Startseiten umgehen, auf denen in der Regel Werbung platziert ist. Nachdem die Antiquariatsmessen in Hamburg, München und Wien letztes Jahr abgesagt wurden, melden sich die Hamburger in diesem Jahr mit neuem Konzept, um mehr Aussteller zu locken, zurück.

Zu guter Letzt: die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 21.07.2003 - buchreport.express

"Beginnt im Herbst der Preiskampf?" fragt der Buchreport auf seinem Titel und wittert bevorstehende "Niedrigpreisofferten gegen Kaufverweigerung". Preisbindungsschlupflöcher seien die altbekannten fremdsprachigen Originalausgaben, Clubausgaben, Hörbücher und Kalender. Der Internet-Auktionator eBay entwickle sich außerdem zur Konkurrenz für das Sortiment. "Der Börsenverein und Preisbindungstreuhänder Dieter Wallenfells erwischen etwa pro Woche einen Preissünder. Wie viele schwarze Schafe sich allerdings auf der Plattform tummeln, weiß niemand."

"Fünf Jahre, nachdem das Bundesverfassungsgericht die Rechtschreibreform für rechtmäßig erklärt hat, herrscht in den Verlagen weiter Uneinheitlichkeit", bemerkt der Buchreport. Gegner der Reform sind beispielsweise Grass, Enzensberger, Walser und Rühmkorf, die weiter nach "altem Gusto" schreiben. Nur im Kinder- und Jugendbereich seien die Verlage zunehmend auf einer einheitlichen, der neuen ortografischen Linie. Ab August 2005 ist die neue Rechtschreibung für Schüler und Behörden verbindlich, "Schriftsteller können jedoch auch dann noch weiterschreiben, wie sie wollen."

Zugriff auf 50.000 religiöse Bücher und Medien haben Nutzer des neuen Internet-Portals buchreligion.de, eingerichtet von der evangelischen und der katholischen Kirche sowie ihrer Medienverbände. Direkt beteiligt sind bisher 137 konfessionelle Verlage. Kunden hätten - im Verbund mit rund 250 Buchhandlungen - die Möglichkeit, Bücher online bestellen und sie sich dann nach Hause oder in ihre Buchhandlung bringen lassen, berichtet der Buchreport. "Karlheinz Kern, Vorsitzender der Vereinigung Evangelischer Buchhändler und Verleger, erhofft sich von dem neuen Portal auch eine Stärkung des stationären Buchhandels. Es soll die Reichweite der einzelnen Buchhandlungen verstärken, also nicht in Konkurrenz mit ihnen gehen."

Ab dem 4. August wird ebookportal.de online sein. Hier können User "das Angebot der wichtigsten E-Shops durchforsten. Nach Angaben von Initiator Hans Kreuzfeldt ist das Portal das Erste, das als eine Art Meta-Suchmaschine nahezu den gesamten Bestand deutschsprachiger E-Books erfasst."

Und Andrea Czepek sieht in ihrem Kommentar zum Fachbuchhandel "noch immer Raum für Expanisonen."

Weitere Meldungen: Die geplante Gewerbesteuerpflicht sorgt bei Freiberuflern für Unruhe, trifft aber nur die "Spitzenschreiber". Der Freibetrag liegt derzeit bei 24.500 Euro. Oprah Winfrey verkauft wieder Bücher und der US-Buchmarkt dankt es ihr. Das Markenbewusstsein der Deutschen schwindet nach der aktuellen "Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse 2003". Beim Spracherwerb von Kleinkindern sind elektronische Medien wirkungslos.

Und schließlich: die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 07.07.2003 - buchreport.express

Die Bonner Buchhandelsgruppe Bouvier-Gonski hat Insolvenz angemeldet. Die Branche sei geschockt, schreibt der buchreport. "Nicht irgendeine Buchhandlung ist zahlungsunfähig geworden, sondern eine erste Adresse: (...) Mit neun Buchhandlungen hat Bouvier-Gonski im vergangenen Jahr 55 Mio Euro Umsatz gemacht und Platz 11 im buchreport-Ranking 'Die 100 größten Buchhandlungen' belegt." Große und kleine Buchhändler fragten nun: "Ist nur bei Bouvier-Gonski etwas schief gelaufen oder ist diese Insolvenz ein Symptom für den Handel mit Büchern? Einige der Probleme, die bei Bouvier-Gonski schließlich zum Antrag auf Insolvenz geführt haben, sind auch anderen Inhabern von großen wie kleinen Buchhandlungen sehr wohl bekannt. Allen voran sind es die Mieten, die in den letzten Jahren insbesondere bei denjenigen Filialisten gestiegen sind, die ihre Expansion auf große Flächen schnell vorantreiben wollten, deren Kalkulation aber bei lahmender Konjunktur nicht aufgeht." Die Bouvier-Insolvenz sei bereits "der zweite Donnerschlag in der Gipfelregion der Großen, die im Wettbewerb jahrelang ungehemmt auf die Wachstumskarte setzten"; im vor einem Jahr hatte es die Berliner Buchhandlung Kiepert erwischt, Platz 15 im buchreport-Ranking von 2001.

Der Streit um die Club-Ausgabe von Hillary Clintons Erinnerungsbuch "Gelebte Geschichte" geht wohl vor Gericht. "'Das ist ein eindeutiger Rechtsbruch', urteilt der Vorsitzende des Sortimenter-Ausschusses, Rudolph Braun-Elwert, 'wenn der Club das nicht zurücknimmt, werden wir rechtliche Schritte einleiten.'" Der Bertelsmann-Club sieht sich dagegen in Übereinstimmung mit dem Preisbindungsgesetz: Das Gesetz mache "keine genauen Angaben zum Preisabstand zwischen Verlagsausgabe und Parallelausgabe", sagt Club-Sprecher Rocco Thiede. Allerdings verstößt der Preisabstand gegen das so genannte Potsdamer Abkommen, nach dem Parallelausgaben von aktuellen Titel höchstens 15 Prozent billiger sein dürfen. "Im Kern geht es bei der sich anbahnenden Auseinandersetzung denn auch darum, ob der Club bei der Preisgestaltung für seine Parallelausgaben überhaupt an die Potsdamer Kriterien gebunden ist."

Der buchreport hat sich bei Buchhändlern umgehört, ob und wann der neue "Harry Potter" lieferbar und wie teuer er ist. "Die Mayersche hat ihn, Thalia hat ihn nicht. Hugendubel hat ihn in manchen Filialen, Weltbild hat ihn bald wieder. Petersen und KNO gucken vorerst in die Röhre, Libri kann liefern." Für den Import ist Penguin Deutschland zuständig. Geschäftsführerin Edith Strommen erklärt: "Die Druckereien und Lager in England schieben Tages-, Nacht- und Wochenendschichten. Wenn die Händler als Liefer-Datum für ihre Kunden zwei bis vier Wochen angeben, ist das wohl eher eine Vorsichtsmaßnahme." Ach ja: Den billigsten "Harry Potter" gibt es bei buch.de (14,44 Euro).

Weitere Meldungen: Der frühere BertelsmannSpringer-Verleger Jürgen Richter tritt in den Vorstand der VEMAG ein; das Kölner Unternehmer ist ein "stiller Riese", zu dem "13 eingetragene Medienunternehmen wie z.B. Naumann & Göbel, Komet, Honos, Schwager & Steinlein, Delphin, Fackelträger, Apollo, Sybex und einige Imprints wie z.B. Naturalis gehören" (mehr hier). Der Blackwell Verlag hat sein veterinärmedizinisches Programm an die Thieme-Tochter MVS verkauft (Blackwell Deutschland soll sich künftig "auf englischsprachige Publikationen und die Herausgabe von Zeitschriften im Auftrag von Fachgesellschaften konzentrieren"). Und die Verlagsgruppe Heyne Ullstein List zieht aus der Paul-Heyse- und der Goethestraße in die Bayerstraße 71-73.

Schließlich: die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 29.06.2003 - buchreport.express

Einen "doppelten Kulturschock" erlebten die Buchhändler am Erstverkaufstag des neuen "Harry Potter", so der buchreport auf seiner Titelseite. "Erstens entwickelte sich zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Buchhandels ein englischsprachiger Titel zum absoluten Verkaufsrenner. Zweitens war einen Tag lang die deutsche Buchpreisbindung praktisch ausgehebelt: Vor allem die großen Filialisten lieferten der kleinen und mittelständischen Konkurrenz mit 'Harry Potter and the Order of the Phoenix' einen heftigen Preiskampf." Gleich am ersten Tag seien schätzungsweise 450.000 Exemplare verkauft worden - der gesamte Bestand, der nach Deutschland exportiert worden waren. Damit "schießt der englische Schmöker aus dem Stand auf Platz 1" der Spiegel-Bestsellerliste Belletristik. Eigens für "Harry Potter" wurden die Kriterien für die Aufnahme in die Spiegel-Liste verändert: "Aufgenommen werden nun auch fremdsprachige Titel." Doch die Modifikation ist halbherzig: Gibt es von dem Titel eine deutsche Übersetzung, "so platziert sich die erfolgreichere der beiden Ausgaben".

Trotz des Erfolges habe Harry Potter den deutschen Buchhandel gespalten, heißt es weiter: "Denn das Rennen um die Kundengunst haben vor allem Amazon und die großen Filialisten, die das Publikum mit Kampfpreisen angelockt haben, gemacht. Nur ein Trost bleibt den kleinen Sortimentern, die im Preisrennen nicht mithalten konnten: Viel verdient haben die Großen an dem Ansturm nicht, denn der Preiskampf hat ihre Margen weitgehend aufgezehrt." Offenbar waren nur wenige Kleinsortimenter so pfiffig wie vier Offenbacher Buchhändler: Sie taten sich zu einer Einkaufsgemeinschaft zusammen, bestellten gemeinsam und boten "The Order of the Phoenix" für 15 Euro an. "Die örtlichen Filialisten Gondrom und Weltbild haben das Buch für 16,80 Euro verkauft."

Des weiteren befasst sich der buchreport mit den Potter-Lieferengpässen. Außerdem listet er die Rekordzahlen auf: In den ersten 24 Stunden nach Verkaufsstart wurde das Buch in den USA fünf Millionen Mal verkauft, in Großbritannien in den ersten 48 Stunden eine Million Mal. Amazon.com verkaufte innerhalb von 48 Stunden eine Million Exemplare. Die Aktie des britischen Potter-Verlags Bloomsbury "knackte im Juni mit 9,50 £ das 52-Wochen-Hoch".

Im Kommentar fragt sich David Wengenroth, ob die Filialisten mit "Harry Potter and the Order of the Phoenix" vielleicht auf den Geschmack gekommen sind. Künftig "könnten es die Bestseller von Donna Leon, Minette Walters, John Grisham oder Michael Moore sein, die in Deutschland als Original Furore machen". Auch an anderen Produkten könnten die Großbuchhändler "die Möglichkeiten des Preismarketings durchexerzieren. Zum Beispiel an Hörbüchern und Kalendern, die per se nicht preisgebunden sind". Die Beispiele von kleinen Buchhändlern, die etwa in Einkaufsgemeinschaften am Preiskampf teilnahmen, zeigten, dass auch der "preisbindungsfreie Konkurrenzkampf" nicht grundsätzlich ohne die Kleinsortimenter stattfinden müsse.

"Der Bertelsmann Club geht auf Konfrontation zu Börsenverein und Preisbindungstreuhänder Dieter Wallenfels", schreibt der buchreport. Bereits knappe zwei Wochen nach Erscheinen von Hillary Clintons Buch "Gelebte Geschichte" erscheint eine Club-Ausgabe. "Brisant daran: Die gebundene Clubversion mit Schutzumschlag ist deutlich billiger als die Buchhandelsausgabe des Verlages." Econ verlangt 24 Euro für die 600-Seiten-Selbstdarstellung, Clubmitglieder müssen nur 19,95 Euro hinblättern. "Noch eklatanter fällt die Differenz zum 'Gold-Preis' aus, den der Club besonders treuen Kunden offeriert: Sie zahlen für den Wälzer nur noch 15,96 Euro." Mit diesem Angebot setze sich der Club über die so genannten Potsdamer Kriterien hinweg, die nach Auffassung des Treuhänders Bestandteil des Buchpreisbindungsgesetzes sind. Wallenfels zufolge dürfen Buchgemeinschaftsausgaben normalerweise erst sechs Monate nach der deutschen Erstausgabe erscheinen. "Davon gibt es zwar eine Ausnahme für Titel mit erhöhter Aktualität. 'Wenn diese Clubausgaben aber im gleichen Monat erscheinen wie die Verlagsversion, dürfen sie höchstens 15 Prozent billiger sein', erklärt der Jurist."

Die Initiatoren der "Public Library of Science" (PloS) wollen "die Sache jetzt selbst in die Hand nehmen", schreibt der buchreport. "Sie haben zwei eigene Zeitschriften gegründet ('PloS Biology' und 'PloS Medicine'), die ab Oktober online erscheinen und kostenfrei zugänglich sein werden." Nobelpreisträger Harold Varmus wolle damit beweisen, dass sich sein Modell des freien Zugangs zu wissenschaftlichen Artikeln finanzieren lässt. Die Autoren zahlen 1.500 US-Dollar für eine Veröffentlichung, behalten aber ihre Urheberrechte.

Weitere Meldungen: Klett baut den ÖBV um und denkt darüber nach, Teile der Verlagsgruppe zu verkaufen. Der Niederländer Derk Haank, bislang Vorstandsvorsitzender des Wissenschaftsverlags Elsevier, wird Chef des neuen Fachverlagsriesen Springer. Bertelsmann macht Immobiliengewinne in New York. Thomas Middelhoff ist nicht mehr arbeitslos ("Jetzt investiert er wieder", titelt der buchreport). Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat die von den Wissenschaftsverlagen bekämpften Paragrafen 52a und 53 des geplanten Urheberrechtsgesetzes übernommen. Und Oprah Winfrey hat ihren Buchclub wiederbelebt.

Hier der Link auf die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 23.06.2003 - buchreport.express

Schwerpunkte des Heftes sind der Erstverkaufstag des neuen "Harry Potter" und der kontinuierliche Anstieg des Buchimports vor allem englischsprachiger Titel. Diese Entwicklung mache deutschen Verlagen zu schaffen. "Insbesondere die internationalen Bestseller werden schon vor Erscheinen der deutschen Übersetzungen im Original gekauft und schmälern damit die Umsätze der deutschen Rechteinhaber", schreibt der buchreport. Die Originalfassung des vierten "Harry Potter" wurde in Deutschland 450.000 Mal verkauft, mehr als 300.000 Exemplare des fünften Bandes "dürften nach Deutschland exportiert worden sein". - Weltweit werden in den nächsten Wochen vermutlich zehn Millionen Exemplare von "Harry Potter and the Order of the Phoenix" über die Ladentische gehen, schätzt der buchreport. Die Startauflage lag bei 13 Millionen.

Auch als Hörbuch bricht der neue "Harry Potter" alle Rekorde. Random House Audio ist mit 575.000 Exemplaren an den Start gegangen. "Zum Vergleich: Hörbücher der Bestseller von John Grisham oder Danielle Steel erreichen Spitzenauflagen von 250.000 Exemplaren." 26 Stunden und 30 Minuten dauere das Hörvergnügen; die 23 CDs kosten 75 US-Dollar.

Auch mit ihrer zweiten Sendung hat Elke Heidenreich wieder die Bestsellerlisten aufgemischt. "So hat das öffentliche Lob der TV-erfahrenen Literatin die Märchensammlung 'Idioten' von Jakob Arjouni (Diogenes) auf Platz 2 der aktuellen Spiegel-Bestsellerliste Hardcover Belletristik katapultiert. Vor der Sendung hatte das im März erschienene Buch nur Rang 34 der Bestsellerliste erreicht. Eine weitere Empfehlung in "Lesen!" hat dem Erzählband 'Sommergäste in Trouville' von Undine Gruenter (Hanser) zum Neueinstieg auf Platz 3 der Bestsellerliste verholfen. Der Lesetipp ihres Gastes Marcel Reich-Ranicki, 'Ich und Kaminski' von Daniel Kehlmann (Suhrkamp), belegt nunmehr Platz 15 im aktuellen Ranking." In einem Fall habe sich das Publikum einer Empfehlung allerdings verweigert: Die von Heidenreich gelobte Werkausgabe von Max Aub findet sich nicht auf der Bestsellerliste. "Das dürfte auch am Preis liegen: Die sechsbändige Sammlung kostet 149,90 Euro." Aubs Roman "Bittere Mandeln", den Elke Heidenreich (für den Eichborn-Verlag überraschend) als Einstieg für Aub-Anfänger empfohlen hatte, "schlägt mit 34,90 Euro zu Buch - und war allerdings schon vor der Sendung nicht lieferbar". Derweil sind Heidenreichs Empfehlungen der ersten Sendung von den Bestsellerlisten noch nicht verschwunden: "Ein alter Traum von Liebe" von Nuala O'Faolain steht auf Platz vier, "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" von Eric-Emmanuel Schmitt auf Platz fünf. "Doppelleben" von Tim Parks ist etwas abgefallen; das Buch steht derzeit auf Platz 20.

Die Entscheidung des Kartellamts zur Übernahme von Ullstein Heyne List durch Random House ist erneut vertagt worden. "Hintergrund des neuen Aufschubs: Die Suche nach einem Kompromiss hat begonnen. 'Wir sind in Gesprächen mit den Verfahrensbeteiligten über Möglichkeiten, die Fusion zu genehmigen', erklärt der zuständige Referent von der 6. Beschlussabteilung der Kartellbehörde." Random House hat vorgeschlagen, Ullstein Heyne List in Etappen zu übernehmen. "Die Verlage Heyne, Propyläen und Südwest sollen demnach sofort unter das Random-House-Dach kommen. Die Übernahme von Econ, Ullstein, List und Claassen soll zunächst zurückgestellt werden Die Verlage sollen vorübergehend beim Verkäufer Axel Springer AG verbleiben oder an einen Interims-Eigentümer gehen. Gleichzeitig wird Random House aber ein Gerichtsverfahren einleiten, um die Erlaubnis zur Übernahme der gesamten Ullstein-Heyne-List-Gruppe zu erstreiten." In einem Kommentar schreibt der buchreport, dieses Modell könne die Gefahr einer Marktbeherrschung "schon deswegen nicht zerstreuen, weil Heyne nach wie vor auf der Wunschliste der Bertelsmänner steht. Denn gerade dieser Taschenbuchverlag ist Stein des Anstoßes für die Gegner der Fusion gewesen."

In den USA kontrollieren zwei Buchketten 45 Prozent des Marktes: Barnes & Noble und Borders. Denselben Anteil erreichen die fünf größten US-Verlagsgruppen: Random House, HarperCollins, die Penguin Group, Simon & Schuster sowie die AOL Time Warner Book Group kommen zusammen auf einen kumulilerten Gesamtumsatz von 4,102 Milliarden Dollar oder einen Marktanteil von 45 Prozent. Dies ergab ein Ranking von Publishers Weekly, aus dem der buchreport zitiert. Ein Blick in die Bestsellerliste des US-Branchenmagazins bestätige die Dominanz der großen Gruppen: "Bei den 'Großen Fünf' sind neun der zehn erfolgreichsten Romane erschienen. Chancen haben die kleineren Mitbewerber höchstens beim Sachbuch. Sechs der zehn Top-Titel stammen nicht vom Führungsquintett."

Weitere Meldungen: Der Verwaltungsrat der Schweizer Valora AG hat Geschäftsführer Reto Hartmann entlassen; der Geschäftsführer der deutschen Valora-Tochter K-Group, Detlef Horndasch, hat das Unternehmen ebenfalls verlassen. Die K-Group betreibt in Deutschland 124 Bahnhofsbuchhandlungen. Der Eichborn-Verlag reduziert seine Titelproduktion; "Wir werden auch um betriebsbedingte Kündigungen nicht herumkommen", sagt Eichborn-Chef Matthias Kierzek. Die Klett-Gruppe prüft die ÖBV-Verlage Residenz, Deuticke und Brandstätter auf ihre Rentabilität, ein Weiterverkauf der Verlage ist nicht ausgeschlossen. Und zum "Bücherbummel auf der Kö" in Düsseldorf kamen fast 500.000 Besucher.

Hier noch einmal der Link auf die Bestsellerlisten.

Die Buchmacher vom 16.06.2003 - buchreport.express

Die Novitäten der Herbstprogramme brauchen "viel Marketing-Power", titelt der buchreport. "Nur starke Impulse können die Kaufverweigerung der Konsumenten aufbrechen und Neugier wecken. (...) In ihren Werbehinweisen sind die Verlage bisher jedoch kaum über die Ankündigung von Anzeigen (die oft genug im letzten Augenblick den allgemeinen Sparmaßnahmen zum Opfer fallen) sowie langweiligen Streifenplakaten und Deckenaufhängern hinausgekommen. Abgerundete, ausgefeilte Kampagnen, die punktgenau auf einzelne Titel zugeschnitten sind, gibt es kaum."

Zum zweiten Mal in Folge bilanziert der Buchhandel am Ende eines Monats ein Umsatzplus: "Nach +5,10 Prozent im April verzeichnen die Buchhändler im Mai immerhin +2,95 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Aufeinanderfolgen zweier Monate mit positiver Umsatzentwicklung hat in der Trendstatistik derzeit Seltenheitswert: Zum letzten Mal gelang den Buchhändlern in März und April 2001 ein solcher positiver Doppelschlag." Das Ergebnis sei jedoch weit weniger erfreulich, als es zunächst den Anschein habe: Vor allem zwei zusätzliche Verkaufstage seien für die Umsatzentwicklung verantwortlich.

Der buchreport lobt Elke Heidenreichs zweite "Lesen!"-Sendung. "Die Wahl des Gastes war ebenso mutig wie klug. Heidenreich holte sich Marcel Reich-Ranicki, den Übervater des Literaturfernsehens, in die Sendung, umarmte damit den, an dem sie trotz des völlig anderen Ansatzes unweigerlich gemessen wird, und nahm gleichzeitig den Kritikern den Wind aus den Segeln". Die Verlage hatten sich vorbereitet; Diogenes etwa hatte die "Idioten" von Jakob Arjouni nachdrucken lassen. "Völlig berechenbar ist der Erfolg allerdings nicht: 'Leider hat Frau Heidenreich Aubs "Die besten Absichten" mehr ins Licht gerückt als "Bittere Mandeln", auf das wir eigentlich eingestellt waren. Jetzt sind "Die besten Absichten" schon vergriffen', klagte Eichborn-Vertriebsfrau Sigrid Schmitt am Tage nach der Sendung."

Auch in den USA und in Großbritannien sorgt der neue "Harry Potter" im Buchhandel für Ärger: Die US-Buchhändler befürchten Lieferengpässe. "Während der BookExpo America in Los Angeles machte die Runde, dass Scholastic problemlos Vorbestellungen für über 16 Millionen Bücher hätte entgegennehmen können." Tatsächlich werden 8,5 Millionen Exemplare an den US-Buchhandel ausgeliefert. Derweil sind die unabhängigen britischen Buchhändler sauer, "weil sie mit den Preisabschlägen der großen Buchketten und Supermärkte nicht mithalten können".

Weitere Meldungen: Das Resümee des ersten langen Samstags nach dem neuen Ladenschlussgesetz entspricht den Erwartungen: "Profitiert haben vornehmlich Innenstädte - mit ihren Kaufhäusern und Handelsketten - und Shoppingcenter." Die 17 Amadeus-Filialen, die Thalia aus der Libro-Konkursmasse übernommen hat, sollen bis Weihnachten modernisiert werden; Termine für Neueröffnungen sollen in "absehbarer Zeit" genannt werden. Arnold R. Bahlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von BertelsmannSpringer, verlässt die Fachinformationsgruppe zum 30. Juni und scheidet zugleich aus dem Vorstand der Bertelsmann AG aus. Die Stadt Nürnberg bekommt noch in diesem Jahr ein Literaturhaus. Die Buchverlage des Medienkonzern AOL Time Warner werden nicht verkauft; der anvisierte Kaufpreis von mindestens 400 Millionen Dollar sei nicht zu realisieren gewesen.

Außerdem gibt der buchreport auf zwölfeinhalb Seiten einen Überblick über die Herbstprogramme. Der kann hier leider nicht präsentiert werden.

Schließlich: die Bestsellerlisten.