
Die geliebte
amerikanische Populärkultur ist unter George W. Bush auf Zähneklappern, Amerikabeschimpfung und Jammern verfallen. Kein schöner, ja, ein oft genug sterbenslangweiliger Anblick,
findet der Schriftsteller Dietmar Dath. Die ganze Nation, und mit ihr eben auch die Kultur, schmort im eigenen Saft: "Was dabei herauskommt, kann man mit vollem Recht '
flächendeckende Reprovinzialisierung' nennen (bei gleichzeitiger Ausdehnung der politischen und militärischen Weltrüpelei der USA). Die Kulturindustrie erzählt unter derlei Vorzeichen eine Weile nur noch Geschichten vom Hausgemachten, Partikularen: Amerikas große Romane der letzten Zeit handeln von Familienschicksalen, seine Fernsehserien, auch die besten, spielen in überschaubaren, isolierten
räumlichen und zeitlichen Gehegen, alles passiert im Weißen Haus, alles passiert innerhalb von vierundzwanzig Stunden, alles passiert auf einer verwunschenen Insel ohne Kontakt zur Außenwelt. Das Universelle, Totale, Bedeutsame gerät aus dem Blick."
In einem weiteren Artikel
sieht Hicham Ben Abdallah El Alaoui reichlich wenig Fortschritte bei den Demokratisierungsbemühungen in den
arabischen Ländern. Dies die drei Herrschaftsformen, die sich herausgebildet haben: "Völlig
'geschlossene' Regime (wie Libyen, Syrien und einige andere), die nicht einmal den Anschein von Pluralismus erwecken wollen;
'hybride' Regime (wie Algerien, Ägypten, Jordanien, Marokko, Sudan, Jemen), wo die autoritäre Herrschaft mit gewissen Formen von demokratischer Beteiligung koexistiert; und 'offene' Regime, wofür es aktuell nur ein
einziges Beispiel gibt: Mauretanien, wo mit den Wahlen im März 2007 ein wirklicher Machtwechsel stattgefunden hat."