"Ein Buch wie
Sprengstoff",
urteilt der ehemalige
CNN-Chef Walter Isaacson über "State of War" von
James Risen. Das auf anonymen Quellen basierende Buch (hier eine
Kostprobe) erkundet die verborgene Geschichte der
CIA und der Bush-Administration. Abhören, Foltern - wie weit ging das, wie lange und in wessen Namen? Risens Antworten, so
vermutet Isaacson, seien "zu
achtzig Prozent wahr". Mehr sei nicht drin auf diesem Feld der Geschichtsschreibung: "Wie ein impressionistisches Gemälde stützt sie sich auf Punkte von variierender
Schattierung und Intensität. Einige stammen aus 'undichten Stellen', andere aus den Erinnerungen und Gedanken der Beteiligten. Stück für Stück entsteht so ein Bild. Es ist an uns, die Punkte zu verbinden und einen Sinn zu entdecken in dieser Landschaft."
Kennen Sie
Malcolm Gladwell? Der Mann ist ein Tausendsassa: Gefragter Journalist und Wirtschaftsberater mit 40.000 Dollar-Lesehonoraren, Mitarbeiter des
New Yorker, Autor der Bestseller "The Tipping Point" (
Leseprobe) und "Blink" (
Leseprobe) und mit seinem
Stilmix aus sozialwissenschaftlicher Fallstudie und grell-komischer anekdotischer Charakterschau Erfinder eines neuen literarischen Genres. Rachel Donadio stellt uns den Mann mit der
wildesten Mähne im westlichen Publikationszirkus vor (
hier). "In Zeiten fortschreitender Spezialisierung ist Gladwell der
Vermittler schlechthin, zwischen der New Yorker literarischen Welt und dem übrigen Amerika, zwischen liberal und konservativ, Mann und Frau, oben und unten." (Mehr im
Audiointerview)
Außerdem in der Review: Der abschließende Teil von Taylor Branchs monumentaler
Trilogie über
Martin Luther King und seine Zeit (
Leseprobe "At Canaan's Edge"). Und Dave Itzkoff zeigt sich "zu Tode erschrocken" von
Stephen Kings neuem
Roman "Cell" (
Leseprobe). - Ein mysteriöser Ton im Handy verwandelt eifrige Mobiltelefonisten in
Zombies.

Was passiert, wenn wir lügen? Und wie lässt es sich erkennen? Im
Magazin der
New York Times geht Robin Marantz Henig diesen spannenden Fragen nach: "Unglücklicherweise erfassen die gängigen Detektoren nicht
die Lüge selbst, sondern die Angst vor ihr ... So kommen die gefährlichsten Lügner davon: Die, die es nicht kümmert zu lügen, die, die nicht wissen, dass sie es tun, die, denen man es beigebracht hat, und diejenigen, die nichts zu verlieren haben, wenn sie erwischt werden - die für die Sache sterben würden, weil sie daran glauben."
Weitere Artikel: Außerdem
stellt uns Sara Corbett den Puerto-Ricanischen
Raggaeton-Star
Daddy Yankee anhand der nach ihm benannten Sneakers vor: "Ein hübsches Stück, mehr Lifestyle- als Sportschuh und dazu geschaffen, Yankee so gut zu repräsentieren, wie es ein genähtes Stück Leder nur vermag." Der
Turnschuh kann auch singen (
hier und
hier). Und Rob Walker wirft einen
Blick auf die rasch wachsende Gemeinde der in internationalen Ligen organisierten, in gut dotierten E-Sports-Meisterschaften konkurrierenden
Computerspiel-Athleten und ihrer Fans.