Magazinrundschau - Archiv

Prospect

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Magazinrundschau vom 03.04.2007 - Prospect

In Großbritannien (und vielleicht mehr noch in den USA) gibt es eine Diskussion über mögliche Reparationszahlungen der britischen Regierung an die Nachfahren der Sklaven. Schließlich haben die Briten enorm vom Sklavenhandel profitiert. Der Historiker James Walvin beschreibt das Dilemma (nur online): "Die Geschichte der Sklaverei ist nicht tot und vorbei. Auf beiden Seiten des Atlantiks ist die Trauer und der Schmerz der Nachfahren der Sklaven immer noch groß - größer, als die meisten Weißen ahnen. Obwohl die Reparations-Debatte mit dieser Stimmung zu tun hat, liegen ihre Wurzeln tiefer. Die Einigung zwischen Deutschland und Israel nach 1948 bildet einen Anfangspunkt, aber ebenso das Bewusstsein, dass 1833 das britische Parlament die Sklavenbesitzer mit 20 Millionen Pfund für den Verlust ihrer Sklaven entschädigt hat. Die Befreiten hingegen erhielten nicht einen Penny." Am Ende kommt Professor Walvin zu der Einsicht, dass Reparationszahlungen nicht möglich (weil viel zu hoch und darum nicht durchsetzbar) wären und schlägt statt dessen vor, die Erforschung der Sklaverei mit mehr Geld zu unterstützen.

In einem Artikel (ebenfalls nur online) zum selben Thema erinnert Arathi Prasad, Mitarbeiter des Abgeordneten Evan Harris, an die Geschichte des "Abolition Act" von 1807. Im Print gibt Richard Dowden, Direktor der Royal African Society, zu, dass die Debatte komplizierter ist, als sie ihm zuerst erschien.

Weitere Artikel: Der Titel ist der "Megalopolis" London und seinem Bürgermeister Ken Livingston gewidmet - mit einem Porträt und einem Interview. Die Schriftstellerin Maureen Freely, selbst in der Türkei aufgewachsen, beschreibt den Kampf zwischen Ultranationalisten und Demokraten in der Türkei. Paul Broks zeigt sich von Nicholas Humphreys evolutionsbiologisch inspirierter Studie über das Bewusstsein mit dem Titel "Seeing Red: A Study in Consciousness" nur halb überzeugt. Und Charles Grant gibt webexklusiv einen Ausblick auf die nächsten zwanzig Jahre der Europäischen Union.

Magazinrundschau vom 27.02.2007 - Prospect

Prospect sucht bei 100 Beiträgern Rat zur "Big Question" - danach nämlich, was nach der Links/Rechts-Spaltung unsere gesellschaftliche Zukunft bestimmen wird. Die Antworten - u.a. auch von Zeit-Herausgeber Josef Joffe und Historiker Eric Hobsbawm - fallen naturgemäß recht unterschiedlich aus. Kurz fasst sich der Politiker Michael Ignatieff: "Alles, was uns widerfährt, kommt unerwartet. Kein Grund, sich dadurch entmutigen zu lassen." Der Soziologe Anthony Giddens glaubt nicht ans Verschwinden der Links-Rechts-Kategorien: "Die Metapher sitzt einfach zu fest in unserem Bewusstsein. Mir scheint die plausibelste Vermutung, dass die Politik sich auf das Leben selbst konzentrieren wird. Lebenspolitik betrifft die Umwelt, die Veränderung von Lebensstilen, Gesundheit, Altern, Identität und Technologie. Es wird vielleicht eine Politik des Überlebens, vielleicht der Hoffnung, vielleicht von beidem etwas."

Weitere Artikel: Der Literaturtheoretiker Terry Eagleton hat Craig Raines T.S. Eliot-Biografie gelesen - und sieht nicht ein, dass große Dichter mit fragwürdiger Gesinnung von ihren Biografen unbedingt immer noch als gute Menschen hingestellt werden müssen.

Magazinrundschau vom 30.01.2007 - Prospect

Francis Fukuyama analysiert die Probleme der westlichen Demokratien im Umgang mit ihren muslimischen Minderheiten. Er ist mit Olivier Roy der Ansicht, dass die radikalislamische Ideologie weniger eine Erscheinungsform der traditionellen muslimischen Kultur als vielmehr der modernen Identitätspolitik ist. Was Identität angeht, hätten vor allem die europäischen Gesellschaften wenig zu bieten. "Die Verbreitung des Relativismus hat es dem postmodernen Menschen viel schwerer gemacht, positive Werte zu behaupten und die Art gemeinsamer Überzeugungen, die sie von Migranten als Voraussetzung für die Staatsbürgerschaft fordern. Die postmodernen Eliten, vor allem die in Europa, fühlen, dass sie Identitäten, die durch Religion und Nation definiert sind, hinter sich gelassen haben und dass sie an einem höheren Ort angekommen sind."

Timothy Garton Ash legt der EU nahe, an einem neuen, glaubwürdigen und tragfähigen Europa-Mythos zu arbeiten, sieht aber auch die Schwierigkeiten eines solchen Unterfangens: "Der Historiker Ernest Renan hat die Nation auf brillante Weise als eine Gemeinschaft des geteilten Gedenkens und des geteilten Vergessens beschrieben. Doch was die eine Nation vergessen will, will die andere in Erinnerung behalten. Je mehr Nationen also der EU angehören, desto bunter wird die Familie der nationalen Erinnerungen und desto schwieriger wird es, Mythen über eine gemeinsame Vergangenheit zu bilden, die von allen geteilt werden."

Prospect hat sein Internet-Angebot weiter eingeschränkt. Die folgenden Artikel sind daher nur ansatzweise zu lesen: Der Bibliotheken-Narr Jonathan Ree fragt sich, ob Googles digitalisierte Bibliothek ("Google Books") ein Segen ist oder ein Fluch. Und James Crabtree porträtiert den politischen Shootingstar Barack Obama.

Magazinrundschau vom 19.12.2006 - Prospect

Der Publizist Will Hutton und der Wirtschaftswissenschaftler Lord Meghnad Desai diskutieren die Frage, ob China tatsächlich die Zukunft gehört. Hutton bestreitet dies und verweist dabei auf "Chinas lediglich partielle Konversion zum Kapitalismus": "Kapitalismus ist viel mehr als nur das Streben nach Profit und die Freiheit, Preise festzulegen, die Chinas Reformen ermöglicht haben. Die effiziente Nutzung der Ressourcen hängt auch von einem Netzwerk unabhängiger Überprüfungs- und Rechenschaftsprozesse ab, die von Menschen aus verschiedenen Zentren der Macht abgewickelt und sowohl vom Gesetz als auch vom Privateigentum unterstützt werden. Ein demokratisches Wahlsystem ist nichts anderes als der Schlussstein einer solchen Struktur."

Desai hingegen glaubt nicht an die notwendige Bindung von Kapitalismus und Demokratie: "Es wäre schön, wenn Individualismus, Freiheit und Pluralismus die notwendige Grundlage des Kapitalismus bilden würden. Tatsächlich geht es aber auch ohne sie. Sicherlich setzt der Kapitalismus Kräfte frei, die autoritäre Regime untergraben können, doch sie tun es auf ungleichmäßige und keineswegs zwangsläufige Art und Weise."

Magazinrundschau vom 21.11.2006 - Prospect

Der ehemalige Tory-Abgeordnete Michael Fry sieht für Schottland nur noch einen Ausweg: die Unabhängigkeit. "Ich bin mir sicher, dass Unabhängigkeit die Schotten glücklicher machen würde. Es ist nämlich eine Schande, dass so viele Schotten aufgrund ihrer untergeordneten Stellung innerhalb der Union meinen, sie müssten die Engländer hassen, und dass dieses Gefühl demzufolge südlich der Grenze erwidert wird. Doch ich glaube, dass die schottische Unabhängigkeit auch für die Briten eine Befreiung darstellen könnte - indem sie es England ermöglicht, seine wirkliche Größe zu ermessen, anstatt in einen Vergrößerungspiegel zu schauen, der seine letzten imperialen Fantasien wiederspiegelt." Die meisten Engländer machten bereit das beste aus ihrem Status als erfolgreiche Mittelmacht.

Weitere Artikel: John Keegan und Bartle Bull bewegt eine formale Frage: Handelt es sich bei den Gefechten im Irak tatsächlich um einen Bürgerkrieg? Denis Macshane vergleicht zwei Bücher zum Irakkrieg: Während er Bob Woodwards "State of Denial: Bush at War, Part III" als provinziell und aufgeblasen abtut, räumt Patrick Cockburns "The Occupation: War and Resistance in Iraq" alle Lorbeeren ab. Andrew Billen gerät völlig aus dem Häuschen über Peter Morgans Dokudramen (zuletzt "The Queen") über die aktuelle britische Politik, in denen Großbritanniens politische Führung sehr menschlich dargestellt werde und dem Zuschauer buchstäblich ans Herz wachse. Und schließlich erinnert Lara Feigel uns Geruchsmuffel an die Lust am Riechen.

Magazinrundschau vom 26.09.2006 - Prospect

Der Abgeordnete Sion Simon weigert sich standhaft, die Labour-Regierung als gescheitert anzusehen. Im Gegenteil, verkündet er in seiner glühenden Hommage an die neue britische Linke, New Labour habe Großbritannien wieder zu sich selbst finden lassen. "Während ich hier sitze und schreibe, scheint die Blair-Ära sich dem Ende zu neigen. Doch all der augenscheinlichen Widerwärtigkeiten, dem sogenannten 'spin', den Fehlern, dem Rufmord zum Trotz habe ich das überwältigende Gefühl, dass Großbritannien dank New Labour wieder zum Anstand zurückgefunden hat. Thatchers Anhänger haben sich geirrt: Die Leute denken nicht nur an sich. Die Leute in Großbritannien halten zusammen und sorgen sich umeinander. Nicht ganz so, wie die Skandinavier es zu tun scheinen oder wie die Kubaner gezwungen sind, es zu tun. Uns liegen unsere Nachbarn am Herzen, auf eine ruhige, praktische, ausgewogene, absolut britische Art. Wir wollen es nicht ständig eingeimpft bekommen, aber wir glauben an die Gesellschaft."

Das sieht Peter Wilby anders. Seiner Meinung nach, hat Labour während seiner Regierungszeit die Gelegenheit versäumt, linke Politik zu machen. Jetzt ist es zu spät, und damit hat Margaret Thatcher gewonnen.

Weiteres: Andrew Brown verreißt Richard Dawkins' religionsfeindliches Traktat "The God Delusion" als "uninteressant, dogmatisch, weitschweifend und sich widersprechend". Stephen Oppenheimer beraubt die Briten ihrer Ahnen (kaum Kelten, dafür viele Basken!). Und schließlich berichtet Josephine Wall von einer ungewöhnlich humorlosen Eskalation in einem Mütter-Chat.

Magazinrundschau vom 29.08.2006 - Prospect

21 Jahre, nachdem Wassilij Grossmans Roman "Leben und Schicksal" erstmals auf Englisch veröffentlicht wurde, mausert sich das Buch über den Zweiten Weltkrieg und Totalitarismus des 1905 geborenen Autors in England zum Bestseller. Übersetzer Robert Chandler sieht Grossman auf einer Ebene mit Tolstoi und Tschechow. "Es gibt kein vollständigeres Bild vom stalinistischen Russland. Die Überzeugungskraft anderer dissidenter Schriftsteller - Schalamow, Solschenizyn, Mandelstam - erwuchs aus ihrer Position als Außenseiter; Grossmans Überzeugungskraft erwächst vor allem aus seiner intimen Kenntnis aller Ebenen der sowjetischen Gesellschaft. In 'Leben und Schicksal' gelingt Grossman, was viele sowjetische Schriftsteller vergeblich versucht haben: das Porträt eines ganzen Zeitalters zu zeichnen. Jeder Charakter, wie lebendig er auch gestaltet ist, repäsentiert eine bestimmte Gruppe oder Klasse und durchlebt ein Schicksal, dass beispielhaft für diese Klasse ist. Schtrum, der jüdische Intellektuelle; Getmanow, der zynische stalinistische Funktionär; Abarchuk und Krymow, zwei von tausenden aus der alten Garde der Bolschewiken, die in den Dreißigern verhaftet wurden."

Weitere Artikel: Peter Bergen untersucht Theorien über die Ursachen für den 11. September und unterteilt sie in "einleuchtende, aber fehlerhafte" und die "glaubwürdigsten". Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit - für Danny Kruger sind die drei Schlagwörter der Französischen Revolution der Horizont der britischen Politik. Doch während die Begriffe Freiheit und Gleichheit schon längst zu einer Art politisches Eigentum geworden sind (die Tories rufen "Freiheit" und Labour antwortet "Gleichheit"), scheint nun ein leidenschaftlicher Kampf darüber entbrannt zu sein, wer den Begriff der Brüderlichkeit besetzen wird. In seiner kurzen Geschichte der Klimaanlage schildert James Fergusson die andauernde Romanze der Amerikaner mit der gekühlten Luft. Das Symposium dreht sich um den Libanon-Krieg.

Nur in der Internet-Ausgabe zu lesen: Ein Dossier zur muslimischen Gemeinschaft in Großbritannien.

Magazinrundschau vom 08.08.2006 - Prospect

Jorge Castaneda, ehemaliger Außenminister Mexikos, beschreibt in einem detailreichen Hintergrundartikel die beiden unterschiedlichen Ursprünge der lateinamerikanischen Linken, die inzwischen fast überall in der Region an der Regierung ist. Die einen kommen eher aus ehemaligen kommunistischen oder prokommunistischen Bewegungen und regieren zum Beispiel in Chile, Uruguay oder Brasilien. Die anderen haben ihren Ursprung im lateinamerikanischen Populismus a la Peron - wie etwa Hugo Chavez in Venezuela. Castanedas Sympathien gehören den ersteren: "Die reformierte radikale Linke ist gut für Lateinamerika. Angesichts der Ungleichheit in der Region, der Armut, der immer noch schwachen demokratischen Tradition und der unfertigen Institutionen bietet diese Linke genau das, was für ein gutes Regieren in der Region gebraucht wird. Chile ist das Beispiel: Der Weg dieser Linken ist der Weg heraus aus Armut, Autoritarismus und sogar aus der Ungleichheit. Die linken Populisten hingegen mit ihrer wenig gefestigten Ideologie (...) sind kaum offen für modernisierende Einflüsse. Für sie ist Rhetorik wichtiger als Substanz."

Prospect verlinkt auch auf ein etwas älteres großes Porträt von Hugo Chavez.

Magazinrundschau vom 27.06.2006 - Prospect

Ehsan Masood stellt Reformbestrebungen innerhalb des Islams vor, die von einer wörtlichen Lektüre des Korans Abstand nehmen und daran erinnern, dass das Wort Allahs im historischen Kontext der ersten muslimischen Gemeinde zu verstehen ist. Solche Reformer gebe es überall in der muslimischen Welt - in Ägypten (der Direktor der Alexandria Bibliothek, Ismail Serageldin), aber auch in Indonesien, Malaysien, Iran und Saudi Arabien will Masood sie gefunden haben. Näher vorgestellt werden uns aber vier hauptsächlich im Westen lebende islamische "Rationalisten", die die Beziehung zwischen muslimischer Minderheit und westlicher Gesellschaft verändern wollen. Das sind der britisch-pakistanische Autor Ziauddin Sardar, der schweizer-ägyptische Tariq Ramadan, der im Iran geborene Abdolkarim Soroush und der in den USA lebende Evangelist Hamza Yusuf Hanson, der sich selbst allerdings eher als Traditionalisten denn als Reformer sehe.

Zu diesem Thema ist auch ein Interview mit Tariq Ramadan zu lesen, in dem dieser darauf hinweist, dass "intellektuelle Kreativität", die sich in der Berücksichtigung gesellschaftlicher Umstände bei der Auslegung des Koran zeigt, kein gotteslästerliches Zugeständnis ist, sondern grundsätzlicher Bestandteil des Islams.

Weitere Artikel: Kamran Nazeer hat das Paradies für engagierte Intellektuelle entdeckt: den höheren öffentlichen Dienst, der mit der Erarbeitung und Umsetzung von politischen Richtlinien betraut ist. Nick Crowe berichtet, wie es um die Musikalität der Briten steht. David Mepham spekuliert über die Art von Außenpolitik, die man vom Blair-Nachfolger Gordon Brown erwarten kann. Lynsey Hanley muss mitansehen, wie die rechtsextreme BNP (British National Party) im Wahlkreis ihrer Kindheit (ein Arbeiterviertel von Birmingham) ihren ersten Gemeinderatssitz außerhalb des Black Country erlangen. Und Fred Pearce berichtet über die Hoffnungen und Illusionen der Kernfusion.

Magazinrundschau vom 25.04.2006 - Prospect

"Wann fand die erste russische Wahl statt? - Als Gott mit Eva vor Adam trat und sagte: 'Los, such' dir deine Frau aus.'" Ben Lewis weiht uns ein in die bunte Welt des Kommunistenwitzes und versucht zu ergründen, warum es so viele davon im Ostblock gab. "Der Kommunismus war eine Humor produzierende Maschine. Denn seine wirtschaftlichen Theorien und sein System der Unterdrückung schufen Situation, die schon an sich komisch waren. Zwar wurden auch unter Faschismus und Nationalsozialismus Witze erzählt, doch diese Systeme brachten keine so absurde und urkomische Wirklichkeit hervor wie der Kommunismus."

Weitere Artikel: "Teilen und heilen" - Sowohl der Westen als auch die irakischen Nationalisten werden einsehen müssen, findet Gareth Stansfield, dass nur radikaler Föderalismus einen Bürgerkrieg im Irak verhindern kann. Englisch ist nur eine von elf gleichberechtigten Landessprachen in Südafrika, weiß RW Johnson, und doch, ist er überzeugt, wird es alle anderen verdrängen. Alex Renton versucht sich an der Ehrenrettung des Glutamats. Fred Pearce erklärt, warum die Meerwasserentsalzung keine ideale Antwort auf die welweit sinkenden Trinkwasserbestände darstellt. Mit einem Porträt gratuliert Richard Reeves John Stuart Mill zum 200. Geburtstag und ernennt ihn prompt zum größten öffentlichen Intellektuellen in der Geschichte Großbritanniens.

Steve Crawshaw erklärt, in Reaktion auf Michael Ignatieffs Beitrag in der April-Ausgabe, warum Folter nicht funktioniert. Nicht die Emanzipation der Frau, entgegnet Rosemary Crompton, sondern der Neoliberalismus ist schuld am Rückgang der Geburtenraten und dem von Alison Wolf in der April-Ausgabe diagnostizierten Niedergang des Altruismus