Montag, 02.10.2006
Heute in den Feuilletons
02.10.2006 Die Berliner Zeitung beobachtet die digitale Revolution auf dem Büchermarkt. Die taz schildert anlässlich des Buchmessenschwerpunkts das komplizierte Verhältnis zwischen dem Englischen und den Regionalsprachen in der indischen Literatur. Außerdem besucht sie die umfassende Ausstellung über deutsche Juden in der Emigration. Die NZZ führt uns durch die brodelnde Kunstszene Schanghais. Der Tagesspiegel war dabei, als der Nobelpreis für Reportageliteratur verliehen wurde.
Bücherschau des Tages
02.10.2006 Mit Kritiken zu Werner Biermann: "Strauß" in der SZ, Thomas Schuler: "Strauß" in der SZ, Leo Perutz: "Der Meister des Jüngsten Tages" in der FAZ, Ole Martin Hoystad: "Kulturgeschichte des Herzens" in der SZ und Konrad Adam: "Die alten Griechen" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
02.10.2006 Heute u.a.: Der Gossenreport - Schluss mit der Sportschau - Das Alter ist ein Massaker - Digitale Wölfe im analogen Schafspelz - Heiße Rufnummern-Revue - Ein Stück zwischen Himmel und Hölle - DDR-Kinderbuch-Klassiker wieder erhältlich - Zukunft im Netz? + Rache ist Bockwurst. Von Rüdiger Dingemann
Link des Tages
02.10.2006 Warum fördert die Aventis Foundation den Lettre Ulysses Award nicht weiter? Und warum interessiert sich der deutsche Journalismus so wenig für Reportagen? Von Thierry Chervel
In eigener Sache
02.10.2006 Der nicht-englische Patient: Signandsight.com und Litrix.de laden zu einer Podiumsdiskussion über Weltliteratur im digitalen Zeitalter. Auf der Frankfurter Buchmesse am 7. Oktober 2006.
Mittwoch, 04.10.2006
Heute in den Feuilletons
04.10.2006 Die taz hofft, dass sich auch ein paar Bischöfe den "Idomeneo" in Berlin ansehen. Die NZZ berichtet über eine Frankfurter Diskussion zur digitalen Zukunft der Buchbranche. In der FR beschreibt Kiran Desai Indien als rasenden Mischmasch. Die Berliner Zeitung hält nichts von weiblichen Formen der Deeskalierung. In der FAZ stellt sich Ayaan Hirsi Ali die Reformation des Islam vor. Die SZ kritisiert die Literaturkritik.
Bücherschau des Tages
04.10.2006 Mit Kritiken zu Sasa Stanisic: "Wie der Soldat das Grammofon repariert" in der FR, Werner Biermann: "Strauß" in der FAZ, Peter Wapnewski: "Mit dem anderen Auge" in der FR, Ayaan Hirsi Ali: "Mein Leben, meine Freiheit" in der FR und Thomas Schuler: "Strauß" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
04.10.2006 Heute u.a.: Hans Kollhoff: Schaut auf diese Stadt - Bewahrung des Digitalen im Analogen - Google zeigt Interesse an Volltextsuche online - Die Fragen von Katharina Hacker seien unsere Fragen - Salman Rushdie: Indien ist reifer, als viele glauben - US-Medien erwirtschaften 268 Mrd. Dollar - Mit 40 zum alten Eisen - Firefox-Sicherheitslücke nur ein Scherz - Vom leeren Leben + Der aufgehörte Dichter. Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 05.10.2006
Heute in den Feuilletons
05.10.2006 Die Zeit stellt den American Streber vor. Die NZZ steht staunend vor dem gräulichen Chamois-Ton, in dem Olafur Eliasson die Räume für den Blauen Reiter gestrichen hat. Die taz hat sich in Frankfurt von Frank-Walter Steinmeier erklären lassen, dass Kultur ein Mittel der Ausgrenzung sein kann. Im Tagesspiegel knipst Feridun Zaimoglu das Licht der Aufklärung aus. Die SZ sieht in Spanien reihenweise Mohammed-Köpfe explodieren.
Bücherschau des Tages
05.10.2006 Mit Kritiken zu Sasa Stanisic: "Wie der Soldat das Grammofon repariert" in der NZZ, Juri Andruchowytsch: "Moscoviada" in der SZ, Sasa Stanisic: "Wie der Soldat das Grammofon repariert" in der ZEIT, György Dalos: "1956" in der ZEIT und Thomas Hettche: "Woraus wir gemacht sind" in der ZEIT.
Medienticker-Archiv
05.10.2006 Aktualisiert: Oskar Pastior ist tot - Rennen um Spitzenpositionen - Schreiberneid: Es gibt mehr gute als prominente Autoren - Kleinfelds Kommunikations-Gau - Erinnerungskultur aufrecht erhalten - Hans Kollhoff: Keine Eierpampe, bitte - Bücher online: Krieg und Frieden am PC - Verlage fordern Rechtsschutz im Netz - Öffentlich-rechtliche Einsicht - Idomeneo wieder auf der Bühne + Die Sehnsucht nach Härte. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 06.10.2006
Heute in den Feuilletons
06.10.2006 In der FAZ schreibt Michael Lentz zum Tod von Oskar Pastior über die befreiende Wirkung des Nichtverstehens. Die NZZ wirft ein herzhaftes "kurva orszag" nach Ungarn. Die SZ klagt über den Vormarsch der Einkaufscenter in die Innenstadt. Auf dem Empfang des Suhrkamp-Verlags in Frankfurt kommt der taz plötzlich die Zentralperspektive in der Literaturszene abhanden.
Die Buchmacher
06.10.2006 Über welches Thema auf der Frankfurter Buchmesse am meisten diskutiert wird. Wie sich das kleine gallische Dorf (Börsenverein-Volltextsuche) gegen das römische Imperium (Google, Amazon) zur Wehr setzt. Und warum Leser laut Martin Walser zwar unsterblich, Leseförderung aber tot ist.
Bücherschau des Tages
06.10.2006 Mit Kritiken zu Imre Kertesz: "Dossier K." in der SZ, Erik Orsenna: "Eine Geschichte der Welt in 9 Gitarren" in der SZ, Slavoj Zizek: "Parallaxe" in der SZ, Oskar Pastior: "...sage, du habest es rauschen gehört" in der FR und Erich Loest: "Der Mörder saß im Wembley-Stadion" in der FAZ.
Samstag, 07.10.2006
Heute in den Feuilletons
07.10.2006 Die taz erinnert die Kollegen daran, dass der Islamismus in Deutschland kein feuilletonistisches Großereignis ist, sondern konkret. Außerdem erklärt Christian Semler, warum der Maoismus für bourgeoise Revoluzzer so attraktiv war. Die FR beobachtet auf der Buchmesse, wie sich Chuzpe und comme il faut sehr elegant verbinden lassen. Die Welt beschreibt, wie christliche Fundamentalisten in den USA nach Kinderseelen fischen. In der SZ prophezeit Heinz Bude eine Invasion der Gehhilfen.
Bücherschau des Tages
07.10.2006 Mit Kritiken zu Uwe Johnson / Fritz J. Raddatz: "Liebes Fritzchen - Lieber Groß-Uwe" in der FAZ, Olaus Magnus: "Die Wunder des Nordens" in der TAZ, Nicole Krauss: "Kommt ein Mann ins Zimmer" in der FAZ, Wolf Lepenies: "Kultur und Politik" in der TAZ und Helmut Krausser: "Eros" in der NZZ.
Link des Tages
07.10.2006 Am 7. Oktober wurde in Moskau die russische Journalistin Anna Politkowskaja ermordet in ihrem Wohnhaus aufgefunden. Sie war eine der schärfsten Kritikerinnen Putins und des Tschetschenienkriegs. Ein Linkdossier.
Montag, 09.10.2006
Heute in den Feuilletons
09.10.2006 Happy Birthday, Mister President! Der Mord an der kritischen Journalistin Anna Politkowskaja just zu Putins Geburtstag wirkt, als habe ein Vasall ihm den Kopf des Erzfeinds serviert, meint die FAZ. Außerdem schreibt die FAZ über die seltsame Rolle Michail Gorbatschows in Politkowskajas Zeitung Nowaja Gaseta. Die SZ und Welt regen an, dass Angela Merkel bei Wladimir Putins morgigem Besuch in Deutschland ein wenig über Demokratie plaudert. Mit Politkowskaja ist das moralische Russland endgültig gestorben, schreibt die taz. Der Standard findet, dass Österreich jetzt Energie-Autarkie anstreben sollte. In den vergangenen Jahren ist Russland zum dritttödlichsten Land für Journalisten geworden, meldet die Moscow Times.
Bücherschau des Tages
09.10.2006 Mit Kritiken zu Tadeusz Rozewicz: "In der schönsten Stadt der Welt" in der FAZ, Maria S. Rerrich: "Die ganze Welt zu Hause" in der FAZ, Michael Knoche: "Die Bibliothek brennt" in der SZ, Karlijn Stoffels: "Marokko am See" in der SZ und Claude Baumann: "Ausgewaschen" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
09.10.2006 Heute u.a.: Angst vor dem Buch-Aldi - Buchgestaltung auf dem Prüfstand - Die Nazi- Zeit verkommt zum Genre - Google will YouTube übernehmen - Die Zukunft des Internets heißt Handy - Keiner ist so schlau wie wir alle zusammen - Big Brother, Survivor und Panorama - Die Wurzeln des Desasters + Das ist das Ende. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 10.10.2006
Magazinrundschau
10.10.2006 Vanity Fair spürt dem Massaker von Haditha nach. Al-Sharq al-Awsat staunt, dass muslimische, intellektuelle Frauen das Bild des Islam in Amerika bestimmen. Outlook India pfeift auf die Tarnkappe der Fiktion. Der Spiegel weiß, was Putin in Deutschland einkaufen will. In Semana steht Orhan Pamuk zu seiner Bürgerlichkeit. du widmet sich Rebecca Horn. Cui prodest - wem nützt es, fragt die Gazeta Wyborcza nach dem Mord an Anna Politkowskaja. In der Weltwoche erklärt Lorenzo de Medici, warum es in Ordnung geht, dass sein Geschlecht ausstirbt. Die New York Times spielt Spore.
Heute in den Feuilletons
10.10.2006 Wir bitten um Pardon für den Ausfall unserer Seite - ein übler Absturz unseres Providers hat uns komplett aus dem Netz geworfen. Mit Verspätung also die Feuilletons vom Tage: Nach dem Mord an Anna Politkowskaja erklärt Anne Applebaum in der Welt die russische Tradition, mit wenigen Morden das ganze Land in Schrecken zu versetzen. Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht Imre Kertesz über das tödliche Paradox, Freude beim Schreiben zu empfinden.Die taz beerdigt nach einem Besuch der Art Beijing den chinesischen Trend des zynischen Realismus.
Bücherschau des Tages
10.10.2006 Mit Kritiken zu Michael Roes: "Weg nach Timimoun" in der NZZ, Bernhard J. Dotzler: "Diskurs und Medium" in der SZ, Alfred Döblin: "Gedächtnisstörungen bei der Korsakoffschen Psychose" in der SZ, Peter Janich: "Was ist Information?" in der NZZ und Klaus Wagenbach: "Franz Kafka" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
10.10.2006 Heute u.a.: Volltextsuche online und die Buchhandlungen - Der Sound rauchender Colts - Er war die Legende: DDR-Rocker Klaus Renft gestorben - Yahoo eröffnet erstes europäisches Forschungszentrum - 70 Prozent aller Haushalte haben einen Computer, doch nur 50 Prozent der österreichischen + Neurotiker im Frühling. Von Rüdiger Dingemann
Essay
10.10.2006 "Es gibt in Tschetschenien immer mehr geradlinige Einzeller. Jemanden zu töten bedeutet für sie gleichviel wie Tee zu schlürfen. Einen Menschen zu verstehen, der im voraus zum Feind erklärt wurde, weil er anders lebt, ist für einen Einzeller unmöglich." Der Perlentaucher übersetzt eine der letzten Reportagen Anna Politkowskajas für die Nowaja Gazeta. Die Reporterin porträtiert hier eine Ausnahme: Buwadi Dachijew, den stellvertretenden OMON-Kommandant der Tschetschenischen Republik, der an der Grenze zu Inguschetien erschossen wurde.
Mittwoch, 11.10.2006
Heute in den Feuilletons
11.10.2006 In der taz widerspricht der Historiker Saul Friedländer seinem Kollegen Götz Aly: Hauptziel des Holocaust sei nicht die Auspressung, sondern die Vernichtung der Juden gewesen. Die Welt berichtet über das erste Filmfestival, das Antrittsgelder für anreisende Hollywoodstars bezahlt - es eröffnet am Freitag in Rom. Der Tagesspiegel erklärt, was Blixa Bargeld unter einem Divinationssystem versteht. Die FAZ liest Wladimir Sorokins gerade in Russland erschienenen Roman "Der Tag des Opritschniks", eine finstere Satire über die Moskauer Staatselite. Die NZZ beobachtet einen mangelnden Zusammenhalt unter den Muslimen.
Bücherschau des Tages
11.10.2006 Mit Kritiken zu György Dalos: "1956" in der FR, Kiran Desai: "Erbin des verlorenen Landes" in der FR, Paul Lendvai: "Der Ungarnaufstand 1956" in der FR, Mario Vargas Llosa: "Das böse Mädchen" in der FR und Sergio Pitol: "Die göttliche Schnepfe" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
11.10.2006 Aktualisiert: Straubs Alterego: Zum Tod von Daniele Huillet - Die Rüpel sind immer die anderen! - Böse große Verlage, arme kleine Übersetzer - GEZ für Computer: TV-Blocker soll Gebühr verhindern - Skype-Erfinder planen Video-Webseite - Meine Glotze, deine Glotze - Literaturnobelpreis: Deckname Harry Potter - Man Booker Preis für Kiran Desai + Auf dem Holzweg: Oliver Kahn als Moderator. Von Rüdiger Dingemann
In eigener Sache
11.10.2006 FAZ und SZ klagen gemeinsam gegen den Perlentaucher. Der Perlentaucher wehrt sich.
Donnerstag, 12.10.2006
Heute in den Feuilletons
12.10.2006 Im Tagesspiegel erklärt der Philosoph Michail Ryklin die Botschaft des Mordes an Anna Politkowskaja. In der FAZ fordert die tschetschenische Journalistin Mainat Abdullajewa den Westen auf, nicht jedes Mal verschämt wegzuschauen, wenn in Russland Journalisten ermordet werden. In der Zeit sieht Mike Davis nach dem Fall der Berliner Mauer viele neue Mauern wachsen. NZZ und taz porträtieren Booker-Preisträgerin Kiran Desai. Die FR beobachtet, wie Intellektuelle den Zerfall des Intellektuellen beobachten. Für die SZ hat Günter Grass mit seiner Einstweiligen Verfügung gegen die FAZ nur einen Pyrrhussieg errungen.
Bücherschau des Tages
12.10.2006 Mit Kritiken zu Alexander Masters: "Das kurze Leben des Stuart Shorter" in der FAZ, Niall Ferguson: "Krieg der Welt" in der ZEIT, Friedrich Christian Delius: "Bildnis der Mutter als junge Frau" in der SZ, Kiran Nagarkar: "Gottes kleiner Krieger" in der NZZ und Hannah Arendt: "Über das Böse" in der ZEIT.
Medienticker-Archiv
12.10.2006 Aktualisiert: Literaturnobelpreis für Orhan Pamuk - Kurzes Gedächtnis vom "Letzten Menschen" - Druck auf Yahoo und Microsoft wächst - Kerstin Grethers Pop & Lifestyle - Zeitungsverleger gegen Google, Yahoo und Perlentaucher - Bertelsmann-Chef über die Zukunft - Reale Enttäuschungen und Gefahren in der virtuellen Welt + Webauftritt des Vatikan gefährdet. Von Rüdiger Dingemann
Meldungen
12.10.2006 Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an den türkischen Autor Orhan Pamuk. Herzlichen Glückwunsch!
Link des Tages
12.10.2006 Der Nobelpreis für Literatur geht an den türkischen Schriftsteller Orhan Pamuk. Ein Linkdossier.
Freitag, 13.10.2006
Heute in den Feuilletons
13.10.2006 Orhan Pamuk überall! Die SZ bringt (auch online) das letzte Kapitel aus seinem demnächst erscheinenden "Istanbul"-Buch. Er ist der Autor, der "dem Westen den Osten und dem Osten den Westen" erklären kann, sagt Pamuk-Verleger Michael Krüger ebenfalls in der SZ. Die FR sieht im Nobelpreis für Pamuk ein Plädoyer für eine europafreundliche Türkei. Die NZZ erklärt, warum Pamuk nicht malt. Und im Tagesspiegel erzählt der Komponist Tayfun Erdem, warum Pamuk nicht liest, aber liebt. Für Frank Schirrmacher in der FAZ ist Pamuk der Westen. Auch die taz gratuliert.
Bücherschau des Tages
13.10.2006 Mit Kritiken zu Elena Tregubova: "Die Mutanten des Kreml" in der FAZ, Norbert Hoerster: "Was ist Recht?" in der FAZ, Georges-Arthur Goldschmidt: "Der Stoff des Schreibens" in der FAZ und Artur Becker: "Das Herz von Chopin" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
13.10.2006 Heute u.a.: Grass fragt: Wird man wissen, wer Schirrmacher war? - Das Religiöse ist politisch - Google will bei Stundenplangestaltung mitreden und belehrt Lehrer über Google - Zensur-Lapsus: Wikipedia ist in China wieder zugänglich - Debatte ums Urheberrecht - Streit um Perlentaucher - TV-Spots bieten neuen Medien die Stirn - Sympathy for the Devil + Lauter Laues. Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 14.10.2006
Heute in den Feuilletons
14.10.2006 Hannah Arendt wäre heute hundert geworden und veranlasst die Feuilletons zu den üblichen Würdigungen. Heraus fallen die Berliner Zeitung, die Hannah Arendts Sexappeal verfällt, und die taz, die dorthin geht, wo über Arendt noch gestritten wird - nach Israel. Die taz bringt außerdem eine Pornobeilage, die ganz ohne Pornos auskommt. Die NZZ beobachtet saure bis gehässige Reaktionen auf den Nobelpreis für Orhan Pamuk in der Türkei, und Hans Magnus Enzensberger erinnert sich an seinen Förderer Alfred Andersch. Die SZ besucht Orhan Pamuk in Istanbul.
Heute in den Feuilletons
14.10.2006
Bücherschau des Tages
14.10.2006 Mit Kritiken zu György Dalos: "1956" in der NZZ, : "Der Islam am Wendepunkt" in der NZZ, Paul Lendvai: "Der Ungarnaufstand 1956" in der NZZ, Emily Dickinson: "Wilde Nächte" in der FAZ und Wolfgang Ullrich: "Habenwollen" in der TAZ.
Montag, 16.10.2006
Die Buchmacher
16.10.2006 Wie buchreport "Focus" und das Börsenblatt "Bunte" sein wollen. Warum seit der Frankfurter Buchmesse ein Ruck durch den Buchhandel geht. Und weshalb die Branche durch die Digitalisierung der Bücherinhalte im Zugzwang ist.
Heute in den Feuilletons
16.10.2006 Die kulturjournalistischen Sonntagsdienste haben sich kein Bein ausgerissen. Immerhin: In der taz erklärt Kurt Wagner, der Sänger der Band Lambchop, warum der Süden der USA ein absolut poetisches Land ist. In der SZ meint Abbas Beydoun, dass die Uno-Truppen im Libanon nicht Israel verteidigen sollten. Die Welt feiert die Wiedereröffnung des Bodemuseums in Berlin.
Bücherschau des Tages
16.10.2006 Mit Kritiken zu Thomas Hürlimann: "Vierzig Rosen" in der SZ, Jan Peter Bremer: "Still Leben" in der SZ, Elena Tregubova: "Die Mutanten des Kreml" in der SZ, Michael Breen: "Kim Jong-Il" in der SZ und : "Verfassung, Patriotismus, Leitkultur" in der SZ.
Medienticker-Archiv
16.10.2006 Heute u.a.: Google dringt in alle Lebensbereiche vor - Medien-Giganten setzen Youtube unter Druck - Die Maschine lieben - Bertelsmann plant MySpace-variante - Saure Gurke für ARD-Naturwunder - Medienwissenschaft statt Philosophie? + Aus der Tiefe des Raumes. Von Rüdiger Dingemann
Virtualienmarkt
16.10.2006 Diese Woche fällt die Entscheidung der Ministerpräsidenten über die PC-Gebühr. Sie könnte auch eine Debatte über die zunehmend diffuse Legitimationsgrundlage und mediokren Online-Angebote der Öffentlich-Rechtlichen anstoßen.
Dienstag, 17.10.2006
Magazinrundschau
17.10.2006 Im NRC Handelsblad blickt Ian Buruma auf larmoyante Neocons und fragt stirnrunzelnd: Wo bleibt die Debatte? In der Gazeta Wyborcza erklärt Neocon Norman Podhoretz den islamischen Fundamentalismus zum neuen Totalitarismus. Auch der Economist macht einen neuen Faschismus aus - in Putins Russland. In al-Sharq al-Awsat fordert der Historiker Abdesselam Cheddadi die arabische Welt auf, ihren Ibn Khaldun wieder zu lesen. Der Spectator sieht Südafrika in ernsten Schwierigkeiten. Express stellt die neue Philosophie vor, die eine alte ist. Der New Yorker rühmt deutsche Universitäten des 19. Jahrhunderts.
Heute in den Feuilletons
17.10.2006 Gabor Steingart erklärt den Weltkrieg der Ökonomien nun auch in der FAZ. In der Welt plädiert Ulf Poschardt gegen schwaches Denken. Die Welt porträtiert außerdem den jüdischen Satiriker und Cowboy Kinky Friedman, der Gouverneur von Texas werden will. In der SZ nimmt Kurt Flasch nochmals die Regensburger Rede des Papstes auseinander. Der Tagesspiegel erklärt, was es mit Kai Hensel auf sich hat.
Bücherschau des Tages
17.10.2006 Mit Kritiken zu Ernst-Wilhelm Händler: "Die Frau des Schriftstellers" in der NZZ, György Dalos: "1956" in der SZ, Gary Shteyngart: "Snack Daddys abenteuerliche Reise" in der NZZ, Nadine Gordimer: "Fang an zu leben" in der SZ und Chico Buarque: "Budapest" in der NZZ.
Medienticker-Archiv
17.10.2006 Heute u.a.: US-Medienbranche unberechenbarer als je zuvor - Zensur durch Mord - Der Zeitschriftenmarkt schwächelt - Schulen ans Netz: Initiative feiert Geburtstag - Leuchttürme und unklare Aussichten - Der letzte Pogo in New York - Wer hat Angst vor Elfriede J.? - Noch ein McVirus dazu? Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 18.10.2006
Heute in den Feuilletons
18.10.2006 Taz und FAZ sind sich einig: Der Begriff der Unterschicht trifft, weil er zutrifft. Heinz Bude in der SZ sieht es ähnlich. Und die FR schlägt angesichts der Probleme der Politiker mit dem Begriff vor, den Begriff des Politikers in "Mensch mit Wahrnehmungsproblemen" umzumünzen. Außerdem sagt Herfried Münkler im Tagesspiegel angesichts wahnsinniger Regimes im Besitz des Apokalypseinstruments ein neues atomares Wettrüsten voraus. Und in der Welt streiten Berliner Architekten über die Frage, wo's gemütlich ist.
Bücherschau des Tages
18.10.2006 Mit Kritiken zu Kiran Desai: "Erbin des verlorenen Landes" in der NZZ, Gert Loschütz: "Die Bedrohung" in der FR, Jürgen Becker: "Die folgenden Seiten" in der FR, Francois Weyergans: "Drei Tage bei meiner Mutter" in der NZZ und Nora Bossong: "Gegend" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
18.10.2006 Heute u.a.: Über die Kante gekippt: Großer wilder Mann - Burda+Holtzbrinck: Die neuen Kabelnetzbetreiber - Geheime Bestseller - Wikipedia-Gründer fordert Wikipedia heraus - Sommerloch führt zu Umsatzminus im Buchhandel - Volltext-Projekte von Börsenverein und Google + Einstein war nicht allein + Lebenshilfe Luftgitarre. Von Rüdiger Dingemann
Donnerstag, 19.10.2006
Heute in den Feuilletons
19.10.2006 Die taz empfiehlt das Modelabel für die Unterschicht, die auf sich hält: Picaldi. In der FAZ feiert Neil MacGregor, Leiter des British Museum, das neue Bode-Museum als europäischen Skulpturengarten. In der FR plädiert Georg Klein für eine kenntliche Mary Shelley. Die NZZ ergründet das Wesen der Kunst Diddys: Geschäftsmann! Peng! Die Zeit verhält sich mittels eines verglasten Lastwagens in Sofia dekonstruktivistisch zur Welt. Stefan Krohmers Film "Sommer 04" inspiriert die Kritiker von FR und SZ zu Hymnen.
Bücherschau des Tages
19.10.2006 Mit Kritiken zu Felicitas Hoppe: "Johanna" in der ZEIT, Christoph Twickel: "Hugo Chavez" in der ZEIT, Nora Bossong: "Gegend" in der NZZ, Orhan Pamuk: "Der Blick aus meinem Fenster" in der ZEIT und Gabor Steingart: "Weltkrieg um Wohlstand" in der ZEIT.
Medienticker-Archiv
19.10.2006 Heute u.a.: Yahoo hat seine Anti-Google-Technik fertig - TV-Sender Vox: Perfekt berieselt - Das Internet als Krankheit - Medienwächter wollen andere Rundfunkfinanzierung - Wikipedia-Mitgründer will alles besser machen - Gerd Schulte-Hillen: Konsolidierung in der Verlagsbranche hat erst begonnen - Medientage eröffnet - Wenn das Buch zu Ende ist + So kann es nicht weitergehen! Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 20.10.2006
Heute in den Feuilletons
20.10.2006 Die FR hat einen Trost für das akademische Proletariat parat: Prekariat ist noch nicht Unterschicht. In der FAZ kritisiert Niall Ferguson ein neues amerikanisches Gesetz, das Kriegsgefangene zu Rechtlosen macht. Die SZ rügt den Provinzialismus der deutschen Verfassungsrichter, die der Stadt Berlin raten, 60 Milliarden Euro am Kultur- und Bildungsetat einzusparen. Die Welt begibt sich auf die Spuren der ältesten Zivilisation Südamerikas. Die NZZ untersucht die Affäre Tony Judt. In der taz verteidigt der amerikanische Historiker Paul Kennedy seine These vom kommenden Niedergang der USA. Und die Berliner Zeitung protokolliert Robbie Williams' stream of consciousness.
Bücherschau des Tages
20.10.2006 Mit Kritiken zu Arne Roß: "Pauls Fall" in der FAZ, Günter Kunert: "Irrtum ausgeschlossen" in der SZ, : "Landschaftstheorie" in der FAZ und : "Der Campus-Knigge" in der SZ.
Medienticker-Archiv
20.10.2006 Heute u.a.: Die Kunst des Arschloch-Managements - Kritiker wettern gegen Gebühren- Kungelei - Zornige Bühnenkämpferin will nur Ruhe - Schiller war ein Killer - Vom kalten Krieg nach Afrika - Kirch stellt Strafanzeige gegen Ackermann + Medientage: Zwischen Netzneutralität und Sammeln von User-Daten und Deregulierungs- und Regulierungswünsche. Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 21.10.2006
Heute in den Feuilletons
21.10.2006 György Konrad erinnert sich in der NZZ, wie sie Budapest 1956 zu einer einzigen Wandzeitung machten. Die Welt spekuliert, warum Janos Kadar die russischen Panzer hereingelassen hat. Die FR ruft das arme Berlin zum Spielen auf, während die Berliner Zeitung nicht glauben kann, dass die Hauptstadt 159 Euro pro Kopf für Kultur ausgibt. Die SZ schaut in die prekären Abgründe der Gesellschaft, die taz verwirft das Märchen vom Selfmademan. Die FAZ beschäftigt sich lieber mit tranchierten Augäpfeln und Rebecca Horn.
Bücherschau des Tages
21.10.2006 Mit Kritiken zu Peter Longerich: "Davon haben wir nichts gewusst!" in der TAZ, Christoph Peters: "Ein Zimmer im Haus des Krieges" in der TAZ, Wolf Haas: "Das Wetter vor 15 Jahren" in der TAZ, Walter Muschg: "Tragische Literaturgeschichte" in der FAZ und Frank Bajohr / Dieter Pohl: "Der Holocaust als offenes Geheimnis" in der TAZ.
Montag, 23.10.2006
Die Buchmacher
23.10.2006 Wie Koch, Neff mit Karstadt einen Paradigmenwechsel im Zwischenbuchhandel einleiten will. Wer den Donnerstag zum Event machen will. Warum der Buchhandel dringend eine auskömmliche Marge braucht. Weshalb Verlagsvertreter den Kürzeren ziehen. Was Nina Hagen und die 7 Zwerge lesen.
Heute in den Feuilletons
23.10.2006 Jo! Putin ist ein lupenreiner Demokrat, und dabei bleibt Gerhard Schröder laut Spiegel-Gespräch. Die taz porträtiert die 21-jährige französische Erfolgsautorin Faiza Guene - die Francoise Sagan der Banlieue. In der SZ erklärt Tony Judt den Unterschied zwischen Länder- und Wirtschaftslobbys. Die NZZ ist verbittert: Walter Benjamin, der Antiakademiker, ist längst zum Opfer neuer Akademiker geworden.
Bücherschau des Tages
23.10.2006 Mit Kritiken zu György Dalos: "1956" in der SZ, Paul Lendvai: "Der Ungarnaufstand 1956" in der SZ, Mark Malseed / David A. Vise: "Die Google-Story" in der NZZ, Dieter Jähnig: "Maßstäbe der Kunst- und Geschichtsbetrachtung Jacob Burckhardts" in der FAZ und Alexis de Tocqueville: "Kleine politische Schriften" in der FAZ.
Medienticker-Archiv
23.10.2006 Heute u.a.: Piep piep piep: wir ham' uns alle lieb! - Fünf Jahre iPod - Erschossen hat ihn der Rolf - Telekom senkt eigene Ziele für Internet-TV - Online-Marketing: Das unsichtbare Virus - Computer von 2007 an gebührenpflichtig - Er sei der Brecht des Fernsehens + Kein Witz: Sexfilme aus der Schweiz. Von Rüdiger Dingemann
Dienstag, 24.10.2006
Magazinrundschau
24.10.2006 Atlantic Monthly bewundert die Manipulationsfähigkeit Hillary Clintons. In Outlook India protestiert Arundhati Roy gegen die Todesstrafe für Mohammed Afzal. Im Guardian erklärt Jay McInerney, wie billiger Wein den Gaumen schult. Elias Khoury interpretiert den Nobelpreis für Orhan Pamuk in Al Ahram als Rache des Textes am Autor. Bernard-Henri Levy will Putins Gewissensbiss sein. In Elet es Irodalom denken Peter Nadas und Peter Esterhazy über die Revolution von 1956 nach. Die Gazeta Wyborcza erinnert daran, dass es 1956 auch in Polen eine kleine Revolution gab. Die New York Times fährt nach Afghanistan.
Heute in den Feuilletons
24.10.2006 Die taz konstatiert eine Annäherung von Kunst- und Modekritik bei gleichzeitigem Bedeutungsverlust der Kunstkritik. Die FR erklärt, wie es dem Künstler Stephen Willats gelang, die Zeit anzuhalten und zwar ausgerechnet in Berlin-Gropiusstadt im Jahr 1979. Die FAZ behauptet, dass acht Perkussionisten in Donaueschingen ihre strukturierende Pflicht taten. Die Welt applaudiert Harold Pinters Krapp. In der SZ empfiehlt Joachim Kaiser Takt angesichts von übergewichtigen Operndiven.
Bücherschau des Tages
24.10.2006 Mit Kritiken zu Silvia Bovenschen: "Älter werden" in der NZZ, Holm Friebe / Sascha Lobo: "Wir nennen es Arbeit" in der SZ, Stephen King: "Love" in der FAZ, Walther Rathenau: "Walther Rathenau: Gesamtausgabe" in der FAZ und Plutarch: "Dialog über die Liebe" in der SZ.
Medienticker-Archiv
24.10.2006 Heute u.a.: Wikipedia will Geld ausgeben - 100-Millionen-Dollar-Wunschzettel für Wikipedianer - Lifestyle für Hunde - Mehr Pressefreiheit in Bolivien als in Deutschland - Prekäre Marktforschung - Wenn die Unterschicht einzieht - Google- Marktwert steigt über 150 Milliarden Dollar - Fallaci vermacht Bibliothek dem Vatikan + Will Kaminer Wowereit beerben? Von Rüdiger Dingemann
Mittwoch, 25.10.2006
Heute in den Feuilletons
25.10.2006 In der FR freut sich Frank Castorf nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts gegen Berlin auf eine Wiederkehr der sozialen Schärfe in der Hauptstadt. Die NZZ schildert die Vorzüge des Bahnverkehrs im Aargau. Die SZ bringt einen Auszug aus Peter Nadas' großem Roman "Parallelgeschichten" zum Ungarn-Aufstand. In der Welt schreibt Zsuzsa Bank zum gleichen Thema. Die FAZ stellt fest: Noch nie war die Kulturrevolution in China so tabu.
Bücherschau des Tages
25.10.2006 Mit Kritiken zu Henri Michaux: "Wer ich war" in der FR, Florian Illies: "Ortsgespräch" in der NZZ, Nadine Gordimer: "Fang an zu leben" in der FAZ, Dezsö Kosztolanyi: "Die Abenteuer des Kornel Esti" in der FR und Otto de Kat: "Sehnsucht nach Kapstadt" in der FR.
Medienticker-Archiv
25.10.2006 Heute u.a.: Mit dem Ex durchs Web - Und die Gitarre spielt dazu - Bild, Spiegel und Glotze - Realsatire auf KNV-Bibliographie? - Umberto Eco findet USA geschichts- und maßlos - IBM verklagt Amazon - 25 Millionen Zeitungen werden täglich verkauft - Google ist an der Wall Street mehr wert als IBM - Postmoderne Philosophie gewinnt + Der Troll als Leser. Von Rüdiger Dingemann
Vom Nachttisch geräumt
25.10.2006 "Ich saß in entlegenen Abteilungen auf dem Boden und las." Über Leibniz' Briefe an die Jesuiten in China, Karl Buchholz' Buchhandlung in Bogota, die Begeisterung deutscher Maler für Indianer, Gudrun Ensslins Briefe an ihre Schwester, Christopher Pinneys Geschichte des indischen Kunstdrucks und einen Roman von Linn Ullmann, der ins Reich der absoluten Unterwerfung führt.
Donnerstag, 26.10.2006
Heute in den Feuilletons
26.10.2006 In der Zeit behauptet Wolf Biermann: Die Deutschen verraten Israel. Die Berliner Zeitung spekuliert über gesundheitsschädliche, aber effiziente Formen der Vergangenheitsbewältigung, die angeblich von Jürgen Habermas eingeführt wurden. In der SZ erklärt Michel Wieviorka, warum die Jugendlichen in den Banlieues keine gemeinsame Erzählung über die Krawalle im letzten Jahr erfunden haben. In der NZZ plädiert Tahar Ben Jelloun für menschenwürdige Lebensbedingungen in Marokko.
Bücherschau des Tages
26.10.2006 Mit Kritiken zu Imre Kertesz: "Dossier K." in der ZEIT, : "Das Auge des Dritten Reiches" in der ZEIT, Gary Schwartz: "Das Rembrandt Buch" in der ZEIT, Sönke Zankel: "Die Weiße Rose war nur der Anfang" in der FAZ und Ali Smith: "Die Zufällige" in der SZ.
Medienticker-Archiv
26.10.2006 Heute u.a.: Was Preisbindung uns noch wert ist - Neue Suchmaschine: Die Nutzer steuern den Crawler - Robert Menasse: Die politischen Eliten sind hilflos - Buch-Retter erhalten Internet-Award - PwC sieht die Digitalisierung für Bücher positiv - Neues von/über Amazon - Vernäht und zugeflixt! - Ein Schwein von einem Mann + Claus Peymann schreit Schweine an. Von Rüdiger Dingemann
Freitag, 27.10.2006
Heute in den Feuilletons
27.10.2006 Jürgen Habermas hat keine Zettel gegessen, auch und gerade keine Zettel aus seiner Hitlerjugendzeit. So das einhellige Urteil unserer Feuilletons nach harter Recherche. Die FAZ nennt die diesbezügliche Cicero-Geschichte "dämlich". Und in der SZ erzählt Hans-Ulrich Wehler wie's wirklich war. Die NZZ findet die Begeisterung für Blogs und Blogger naiv. In der taz erklärt György Dalos, warum weder Rechte noch Linke den Aufstand der Ungarn gegen die Sowjets 1956 für sich reklamieren können. Die FR ist enttäuscht von den Memoiren von Altkanzler Gerhard Schröder.
Bücherschau des Tages
27.10.2006 Mit Kritiken zu Oscar A. H. Schmitz: "Das wilde Leben der Boheme" in der FAZ, Mary Shelley: "Frankenstein oder Der moderne Prometheus" in der SZ, Alexander Pechmann: "Mary Shelley" in der SZ, Gerhard Schröder: "Entscheidungen" in der FR und Gerhard Schröder: "Entscheidungen" in der SZ.
Medienticker-Archiv
27.10.2006 Heute u.a.: Besser als keine Arbeit - Immer auf der Spur von Zensur - Die Zukunft des Radios - Der Übersetzer, der von den Lippen abliest - Dittsche weiß, was Angst ist - Bild sei Dank - YouTube entfernt illegale Bundesliga-Videos + Unmöglich ist nichts, außer diesem Video ... Von Rüdiger Dingemann
Samstag, 28.10.2006
Heute in den Feuilletons
28.10.2006 In der Welt warnt Robert Kagan: Amerika hat den Expansionismus in den Genen. Und Georg M. Oswald erledigt die Memoiren des Altkanzlers Gerhard Schröder mit einem Blick auf Rousseau. In der FR sieht der Philosoph Otfried Höffe den Urheberschutz durch digitale Techniken gefährdet. Die Berliner Zeitung freut sich, wie der Komiker Sacha Baron Cohen die Vorurteile der Amerikaner (wir haben ja keine!) entblößt. In der NZZ erinnert Dan Diner an die Suezkrise.
Bücherschau des Tages
28.10.2006 Mit Kritiken zu Felicitas Hoppe: "Johanna" in der TAZ, Necla Kelek: "Die verlorenen Söhne" in der NZZ, Botho Strauß: "Mikado" in der FAZ, Bernd Schroeder: "Hau" in der TAZ und Ralf Rothmann: "Rehe am Meer" in der FAZ.
Montag, 30.10.2006
Heute in den Feuilletons
30.10.2006 Elfriede Jelineks Stück "Ulrike Maria Stuart" löst gemische Gefühle aus. Die FR lobt bohrende Intensität und kritisiert Geschwätzigkeit. Für die NZZ schüttet Regisseur Nicolas Stemann die Jelinek mit dem Bade aus. Laut SZ genießt sie ihre Schändung aber wie nur je eine Märtyrerin. In der FAZ erklärt der Deutschland-Korrespondent von Al Dschasira, Aktham Suliman, warum der deutsche Streit um die Berliner "Idomeneo"-Inszenierung für ihn kein Thema war. In der SZ wäscht der Germanist Peter Strohschneider seinen Kollegen Geisteswissenschaftlern, die sich so über die Exzellenzintitative aufregen, das dramatisch umwölkte Haupt.
Bücherschau des Tages
30.10.2006 Mit Kritiken zu : "Augenzeugen" in der SZ, Istvan Eörsi: "Im geschlossenen Raum" in der FAZ, Alexander Kissler: "Der geklonte Mensch" in der FAZ, David Foster Wallace: "In alter Vertrautheit" in der SZ und Hajo Schumacher: "Die zwölf Gesetze der Macht" in der SZ.
Medienticker-Archiv
30.10.2006 Heute u.a.: Neue Medienöffentlichkeit - Die Erregungsgesellschaft - Bei Bild arbeiten auch gute Journalisten - Wikipedia für die US-Geheimdienste - Buchmarkt entwickelt sich positiv - Online-Versand geht zu Lasten anderer Vertriebswege - Das Imperium schlägt zurück - Von Karteikarten zum vernetzten Hypertext-System + Die Haltbarkeit der Wurzelmusik. Von Rüdiger Dingemann
Post aus der Walachei
30.10.2006 Die letzte Post aus der Walachei. Hilke Gerdes zieht zurück nach Deutschland. Und berichtet zuvor über junge Filmemacher, neue EU-Regeln und große Hoffnungen.
Bücherbrief
30.10.2006 Der Aufstand in Ungarn 1956, die Amtszeit Gerhard Schröders, die Soziologie der U-Bahn und alte Lichtspielpaläste. Gewichtiges und Federleichtes im späten Herbst.
Dienstag, 31.10.2006
Magazinrundschau
31.10.2006 The New Republic fordert die Europäer zu umfassender Meinungsfreiheit auf - auch die Leugnung des Holocaust soll erlaubt sein. In Le Point hält Bernard-Henri Levy dagegen: die Negation sei schon Teil des Verbrechens. Outlook India begutachtet Schönheitssalons in Slums. Der Merkur beschreibt den Zusammenhang zwischen der kulturellen Arroganz des Islam und wirtschaftlichem Misserfolg. Der New Yorker porträtiert den Computerspielerfinder Will Wright. Im NRC Handelsblad erzählt der Reporter Vik Franke, wie er in Afghanistan zurückschoss. Der Spectator spottet über die braven Thatcher-Kinder. In der Gazeta Wyborcza beschreibt Adam Michnik den Unterschied zwischen der polnischen und der ungarischen Revolution. Die New York Times erklärt Akademikern, wie sie Google für sich nutzen können.
Heute in den Feuilletons
31.10.2006 Die für ihre Rezensionen berühmte taz geißelt Kulturbanausen in den übrigen Feuilletons. Die NZZ misst Größen beim Potenzgerangel Schweizer Architekten. Die Welt denkt über wahrhaftige politische Sprache nach. In der FR beschreibt Artur Becker den deutsch-polnischen Missverstand. Die FAZ protestiert gegen neue Einheitsschulen in Berlin. In der SZ beschreibt Andrzej Stasiuk den schönsten Feiertag in Polen: Allerseelen.
Bücherschau des Tages
31.10.2006 Mit Kritiken zu Suketu Mehta: "Bombay" in der NZZ, Stefan Moses: "Ilse Aichinger" in der SZ, Istvan Eörsi: "Im geschlossenen Raum" in der NZZ, Frans de Waal: "Der Affe in uns" in der SZ und Dieter Birnbacher: "Bioethik zwischen Natur und Interesse" in der FR.
Medienticker-Archiv
31.10.2006 Heute u.a.: Zeitungen verlieren weiter an Auflage - Bücher im Wert von 800.000 Euro gestohlen - Soldat, Du sollst nicht bloggen! - Armer Kamikazespatz - Sie haben einen einfachen Bürger sehr glücklich gemacht ... - Globale Diplomatie für die Informationsgesellschaft - Toll, dass noch jemand Rockopern komponiert - Kapaunenstopfen in Neuwahnstein + Druck! Mich! Aus! Von Rüdiger Dingemann