Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 11.02.2026, 11.37 Uhr
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  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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Sortiert nach Datum | Rubriken

Mittwoch, 02.01.2019

Efeu - Die Kulturrundschau

Ein stummer Gast, eine lauernde Angst

02.01.2019 Der Tagesspiegel besichtigt feministische Kunst in Berlin, die nicht mal mehr süßes Babyrosa scheuen muss. Die SZ hört mit Jimmie Allen und Kane Brown, dass Country wieder schwarz wird. Die taz preist die deutsch-amerikanische Lyrikerin Lisel Müller. In ihren Nachrufen auf den Schriftsteller Edgar Hilsenrath erinnern sich die Feuilletons auch etwas betreten daran, wie lange Hilsenrath für seine Holocaust-von der deutschen Kritik Romane geschmäht wurde.

9punkt - Die Debattenrundschau

Der ausgebreitete rote Teppich

02.01.2019 Atlantic Monthly wirft einen Blick auf die Lage der amerikanischen Medien: Besser wird sie nicht. In der Welt fragt der Psychiater Joachim Bauer: Ist Claas Relotius vielleicht nur ein Symptom? Die taz zeigt, wie rumänische Nationalisten gegen die deutsche Minderheit Stimmung machen. Die Zeit fürchtet, dass die AfD in allen drei diesjährigen Wahlen in den neuen Ländern stärkste Kraft werden könnte.

Magazinrundschau

Das verletzliche Geschlecht

02.01.2019 Der New Yorker stellt das demokratische Gleichheitskonzept der Philosophin Elizabeth Anderson vor. Outlook India rührt an das Tabu der Menstruation. In New Republic erklärt Tavi Gevinson, warum ihr persönlicher Stil als Journalistin in eine Sackgasse führte. The Atlantic analysiert den Frauenhass der Rechtspopulisten. Legt der Brexit die Fehler im politischen System Britanniens bloß, fragt sich die London Review. Resident Advisor hört Techno aus Teheran.

Medienticker

Empörungsspirale

02.01.2019 Verschärferung: Vietnams massive Internetkontrolle - Zensur: Netflix streicht Comedy-Folge in Saudi-Arabien - 5G-Frequenzen: Telekom klagt gegen Bundesnetzagentur - Plattform für Bürgerinteressen: Eine Lobby für alle, die keine Lobby haben - Satire: Espritbefreites Bloßstellungsentertainment + Colette, Mary Shelley & Co.: Filme über Schriftstellerinnen.

Bücherschau des Tages

Dass Normen Gewissheit bedeuten

02.01.2019 Die FAZ hält heute allein die Stellung: Leicht enttäuscht bespricht sie Eduardo Albinatis Roman "Die katholische Schule". Aber von Ethel Matala de Mazza lernt sie einiges über den Anteil populärer Forman an der Entstehung der Moderne, und bei Eva Illouz sucht sie Antwort auf die Frage: "Warum Liebe endet".

Donnerstag, 03.01.2019

9punkt - Die Debattenrundschau

Etwas für Florette, nicht für Dreschflegel

03.01.2019 In der FAZ streiten Horst Bredekamp und der Afrika-Historiker Jürgen Zimmerer über Wohl und Wehe der Kolonialkunst. Und Monika Grütters bekundet laut dpa, dass sie mit der Rückgabe nicht länger warten will. In La Règle du Jeu preist Bernard-Henri Lévy ein Buch Daniel Schneidermans, das die Reaktionen der internationalen Presse auf Hitler analysiert. In Zeit online erklärt der Soziologe Matthias Quent, warum der Anschlag von Bottrop als Terrorakt zu bezeichnen ist. Und die Türken verlassen die Türkei in Scharen, berichtet die New York Times.

Efeu - Die Kulturrundschau

Waterboarding für Frauen. Sehr tough

03.01.2019 Der Tagesspiegel erinnert daran, dass Europas neue Kulturhauptstadt Matera vor nicht allzu langer Zeit ein einziges Elend war. Die NZZ kritisiert das Schauspielhaus Zürich als heterogene, weiße, bildungsbürgerlich-einige Bastion der Kultur. Die SZ sieht das genauso für das Münchner Haus der Kunst. Der Guardian entdeckt neue Musiker fast nur noch über Spotify. Und die Schriftstellerin Christina Viragh nimmt in der NZZ Abschied von Ungarn und seinen Szikramanók.

Medienticker

Was kommt, was bleibt?

03.01.2019 Das Medienjahr 2018 ... - Bild-Zeitung: Premiumblatt der Vorverurteilungen - Brasiliens Kunstszene: Im Visier des neuen Regimes - Datenkrake China: Wo Staat und Firmen alles speichern - Apple: Hat sich der Chef in China verzockt? - Studie: Tagesschau vernachlässigt "Dritte Welt" + Der literarische Jahrgang 1929: Der Messias kommt immer zu spät...

Bücherschau des Tages

Wie Perlen, meint sie

03.01.2019 Viel Literarisch-Autobiografisches heute: von Tomas Espedal aus dem norwegischen Bergen, von Yves Bonnefoy über die französische Sprache, von Sergej Lebedew über den deutschen Zweig seiner Familie und von Andrea Camilleri aus dem faschistischen Sizilien und seine Zeit als Theaterregisseur. Außerdem: Peter Jakubowski und Robert Kaltenbrunner entwerfen "Die Stadt der Zukunft".

Freitag, 04.01.2019

Efeu - Die Kulturrundschau

Kunst als Rohstoff

04.01.2019 In der taz trägt der japanische Musiker Haruomi Hosono exotisches Vogelgezwitscher von den USA nach Hawaii, nach Okinawa und dann in die ganze Welt. Die FAZ sucht die Wildnis in der Frankfurter Schirn. Die NZZ lernt von dem irakisch-schweizerischen Schriftsteller Usama Al Shahmani, wieviele Facetten der Begriff "Heimat" hat. In der SZ fürchtet der chinesische Science-Fiction-Autor Cixin Liu, das Internet könnte eine neue Kulturrevolution befördern.

9punkt - Die Debattenrundschau

Potenziell problematische Wörter

04.01.2019 Die Gemeinsamkeit von Trump und Putin liegt vor allem darin, dass sie als Oligarchen agieren, sagt Timothy Snyder in der Berliner Zeitung. Die Relotius-Affäre wäre ohne den Antiamerikanismus in der Spiegel-Redaktion, den Relotius nur bediente, nicht möglich gewesen, schreibt James Kirchick in Atlantic. Die New York Times erzählt, wie Internetzensur in China organisiert wird. In der NZZ beklagt die Historikerin Ute Frevert die Effekte der sozialen Medien. Man könnte sie vergesellschaften, schlägt die taz vor.

Medienticker

Im Westen was Neues

04.01.2019 Aktualisiert: Mehr netto vom brutto: Google soll 20 Milliarden Euro auf die Bermudas transferiert haben - Netzpolitik: Was Amazon alles über uns weiß - Hackerangriff auf hunderte Politiker - Brasilien: Was erwarten Autoren unter dem Präsidenten Jair Bolsonaro? - Glücksbringer: Michel Houellebecqs neues Buch "Serotonin" - Alexander Kluges & Ben Lerners "Schnee über Venedig" - Ulla Meinecke: Unermüdliche Dichterin des Pop + Hörfunktipps fürs Wochenende.

Bücherschau des Tages

Sein überaus vorteilhaftes Selbstbild

04.01.2019 Die taz liest bewegt Juan Pablo Villalobos' Erzählungen "Ich hatte einen Traum" über Jungenliche aus Mittelamerika, die sich allein in die USA geschlagen haben.  Der Dlf stellt sich mit Svein Jarvolls "Australienreise" einem Monstrum der klassischen Moderne. Der Dlf Kultur preist  Helen Oyeyemis zwischen Komik und Magie flirrenden Erzählungen "Was du nicht hast, das brauchst du nicht". Und die SZ lernt von A.J. Steigers Buch "Jeder von uns ist ein Rätsel", außergewöhnliche Persönlichkeiten nicht vorschnell zu labeln.

Samstag, 05.01.2019

Efeu - Die Kulturrundschau

Muss man wirklich so deutlich werden?

05.01.2019 Die Literaturkritiker hielten es nicht aus bis Montag und stürzen sich auf Michel Houellebecqs neuen Roman "Serotonin". "Etwas Kränkeres hat Houellebecq nie erfunden", beschwert sich der Tagesspiegel. Die SZ spricht von einem "unglücklich gealterten Textsack", "hyperzeitgenössisch", ruft dagegen die Welt. Aber alle sind doch angerührt von dem Lebensschmerz, den sie im Roman spüren. Außerdem: Hyperallergic feiert den Brutalismus als Liebe zur Unvollkommenheit. Die Berliner Zeitung besucht die neue Bibliothek von Helsinki und ruft: Berlin, nimm dir ein Vorbild.

9punkt - Die Debattenrundschau

Der digitale Dissens

05.01.2019 Nach dem großen Datenraub rät Netzpolitik zur digitalen Selbstverteidigung, fordert von der Politik aber auch "Privacy by Default". In der FAZ vermutet Frank Rieger die Hinterleute in der Doxing-Ecke. In der taz fragt Hans Ulrich Gumprecht, was Politik eigentlich noch bewirkt. In der Washington Post sorgt sich Anne Applebaum um Amerikas öffentlichen Dienst als einem Grundpfeiler der Demokratie. Das Nieman Lab bereitet die Medien auf ein miserables Jahr vor.

Bücherschau des Tages

Tief und schön

05.01.2019 Die SZ ruft dazu auf, Maya Angelou zu lesen, die in "Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt" mit Wucht von ihrer Kindheit in den Südstaaten erzählt. In Guillermo Arriagas "Der Wilde" erkennt sie den großen Mexiko-Roman. Die NZZ lernt D.H. Lawrence als großen Lyriker kennen, sieht bei David Foster Wallace, was intellektuell tiefsinnige Essays sind, und freut sich, dass der Comics jetzt auch Geschichte kann. Und FAZ, SZ und Welt bestätigen mit höchst unterschiedlichen Reaktionen: Der neue Houellebecq ist ein echter Kracher.

Montag, 07.01.2019

9punkt - Die Debattenrundschau

Mathematischer Pluralismus

07.01.2019 Ein neuer Streit über die Rolle der SPD? "Noske, der wird schießen", titelt die FAS hundert Jahre nach dem Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Die New York Times berichtet, dass die chinesische Regierung systematisch uigurische Intellektuelle verschwinden lässt. Die Times schildert auch die Spaltung zwischen amerikanischen und israelischen Juden. Die jüngste "Doxing"-Affäre um geleakte Daten von Politikern, Journalisten und Prominenten sorgt nach wie vor für Debatten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Unbefugte Berufsausübung

07.01.2019 Die taz lernt im Friedrichshafener Zeppelin-Museum, was das Bauhaus heute entwerfen würde: Eine A-Z Living Unit zum Beispiel oder Wohnmodelle in Startup-Ästhetik. Die SZ freut sich über die Entweihung des Kunstkomikers Marcel Duchamps in Stuttgart. Die NZZ schildert, wie Kubas Künstler das Recht auf Vulgarität, schlechten Geschmack und Mittelmäßigkeit verteidigen. Die FAZ erlebt in Menlo Park einen Traum aus veganem Apfeleis und Gojibeerensaft.

Medienticker

Katastrophenpublizistik

07.01.2019 Jahresrückblick auf das  Buchhandelsjahr 2018 - Heribert Prantl über Berichterstattung zu Vorfällen wie in Amberg - Nach erfundener Auschwitz-Rede: Rheinland-Pfalz überprüft Ehrung, Menasse hält Aufregung für "künstlich" & Aleida Assmann zu Robert Menasse -  Hackerangriff: warum die AfD nicht Teil des Leaks ist - Youtube Advertising 2018: Welcher Spot hat massiv Geld verbrannt & welcher hat gezündet + Apple trollt die Tech-Branche in Las Vegas.

Bücherschau des Tages

Auch noch von praktischem Nutzen

07.01.2019 Mit dem letzten Schwung an Houellebecq-Besprechungen spürt die taz heute sogar einen feministischen Geist durch "Serotonin" wehen. Die FAZ lobt Anne Goldmanns feinsinnigen Gewaltroman "Das größere Verbrechen". Mit Tito Topins dystopischen Roman "Tanzt! Singt! Morgen wird es schlechter gehen" amüsiert sie sich dagegen ganz prächtig. Der Dlf Kultur lässt sich Jessa Crispins wildes Manifest "Warum ich keine Feministin bin" gern gefallen. Und die SZ würdigt Andrej Angricks Dokumentation "Aktion 1005".

Dienstag, 08.01.2019

Magazinrundschau

Du verstehst mich einfach nicht

08.01.2019 Der New Yorker lernt verstehen, wie Viktor Orban die EU ausbootet. Und er lernt von Meisterdieb Vjeran Tomic die Kunst des stillen Einbruchs. In HVG betrachtet der Schriftsteller Gergely Péterfy das populistische Teufelchen in seinem Innern. New Republic fragt entgeistert, wie die Linke auf die gelben Westen hereinfallen kann. Der New Statesman amüsiert sich über die Rache der Biografen an den Erben berühmter Schriftsteller. In Film Comment erklärt Kameramann Fabrice Aragno, wie Jean-Luc Godard seine Bilder zum Zittern bringt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die berühmten falschen Freunde

08.01.2019 In La Dépêche,der Tageszeitung aus Toulouse, spricht Michel Serres über den Riss "zwischen der Gesellschaft, wie sie entstanden ist, und den Institutionen, wie sie geblieben sind". Vier Jahre nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo wollen die Franzosen zur Tagesordnung übergehen und verstehen nicht, wie fragil die Demokratie ist, sagt Riss im Figaro. Aufmacher in Deutschland: Robert Habeck hört auf zu twittern. Und die Medien zensieren sich im Fall Relotius.

Efeu - Die Kulturrundschau

Schweigen gehört zum Handwerk

08.01.2019 Die SZ stellt betreten fest, dass Strawalde, der Kompromisslose unter den großen DDR-Malern, erst jetzt seine erste Retrospektive bekommt. Die peruanische Künstlerin Teresa Burga war auch nicht gerade vom Betrieb gefördert, ergänzt die FAZ. In der taz plädiert die Unternehmerin Guya Merkle für fairen Schmuck. Die Tell-Review unterzieht Houellebecq dem gefürchteten Page-99-Test. Die NZZ wärmt sich am Ölofen der Änderungsschneiderei.

Medienticker

Versuchskarnickel

08.01.2019 Datenklau: Zwanzigjähriger gesteht & Markus Beckedahl meint "Das war kein Super-Hacker" - Bye bye, Twitter & Facebook: Theodor Fontane würde heute twittern - Wie Verlage mit den letzten Printleserinnen Roulette spielen - Zuckmayer-Medaille für Robert Menasse: Eine erfreuliche Nachricht, meinen Rainer Moritz & Sigrid Löffler + "Das weiße Haus des Exils": Thomas Manns Enkel Frido blickt zurück & nach vorn.

Bücherschau des Tages

Mit einer existenziellen Volte

08.01.2019 Die SZ lässt sich von Vladimir Sorokin zum Book'n'Grill mitnehmen, bei dem Klassiker verfeuert werden, um der russischen Dekadenzija Filets und Steaks zu servieren (wenn auch ohne Blattgold).  Die FAZ erlebt mit Yu Huas Roman "Schreie im Regen" eine Kindheit zur Zeit der Kulturevolution. Die NZZ bewundert die Zartheit, mit der Daniel Wisser in "Königin der Berge" über den Tod schreibt. Und Dlf Kultur lässt sich von Didier Fassin erklären, warum eine rigide Strafpraxis der Demokratie schadet.

Mittwoch, 09.01.2019

9punkt - Die Debattenrundschau

Gegen die Sintflut des Gedruckten

09.01.2019 In der Presse entschuldigt sich Robert Menasse für sein falsches Walter-Hallstein-Zitat und hält doch an seiner Ansicht fest. In der SZ empört sich Eva Menasse über den "puristischen Reinigungsfuror" einiger Kritiker im Umgang mit ihrem Bruder Robert. Bei Meedia hat der Blogger Fefe kein Mitleid mit Politikern, die selber immer mehr Daten sammeln und sich aufregen, wenn ihre Daten geleakt werden. Im Tagesspiegel zeigt Alexander Kluge, wie Immanuel Kant das Internet seiner Zeit mit den Mitteln des Internets schlug.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Tschirpen der Vögel im Dschungel

09.01.2019 Die FAZ berichtet, dass Norman Foster in New York die nächste Stufe in Kampf der Wolkenkatzer zündet. In der SZ mahnt der Schauspieler Jürgen Holtz zu einer Demut, die ihr Talent nicht verkauft. Über das Gebaren der Schwedischen Akademie kann die SZ nur noch den Kopf schütteln. Die taz beobachtet, wie Netflix jetzt auch den Filmmarkt in Nigeria aufrollt. Der Standard wiegt sich zu den Avantgarde-Metal-Klängen des indonesischen Duos Senyawa. Die Berliner Zeitung vermisst Heiner Müller.

Medienticker

Mit Leidenschaft so heiß wie Gulaschsaft

09.01.2019 Oh G0d, wie peinlich: So verrannte sich Bild-Chef Julian Reichelt mit seiner Russen-Theorie - Rechtsextreme Bolsonaro-Regierung: Brasilianische Autoren erwägen Flucht - Facebook sperrt Nutzer, die Welt-Artikel geteilt haben - Wird 2019 wirklich besser? Was Social-Media-Experten erwarten - Österreich-Update: Warum der ORF nicht die Hälfte seiner Zuschauer verloren hat - Social-Media-Nutzung: Schnell agieren & Themen setzen + Theater-Nachtkritik: "König Ottokars Glück und Ende" in Wien.

Bücherschau des Tages

Wie ein langer, trauriger Countrysong

09.01.2019 Die NZZ liest mit Vergnügen Gerard Mortiers Essays über Oper, Kunst und Politik. Außerdem empfiehlt sie zwei Jugendbücher, die das Fantastische für die Erkundung der menschlichen Natur nutzen. Die SZ zieht mit Larry Browns "Joe" in einen Trailerpark im Mississippi-Delta. Die FAZ lernt durch Herbert Blank und Inge Thöns Ferdinand Ostertag kennen, den Besitzer der ersten Exilbuchhandlung im Vor-Vichy-Paris. Dlf Kultur erliegt dem Charme einer Tangramkatze.

Donnerstag, 10.01.2019

Efeu - Die Kulturrundschau

Höllisch einfach

10.01.2019 Die Filmkritiker bestaunen atemlos das kleine, somnambule Glück der späten DDR in der Verfilmung von Ingo Schulzes Roman "Adam und Evelyn". Der Tagesspiegel fürchtet eine Re-Stalinisierung von Polens Filmindustrie und applaudiert einer Ausstellung über DDR-Pop in Frankfurt/Oder. Die NZZ gibt sich den Polyrhythmen der Jazzmusikerin Luzia von Wyl hin. Die FAZ feiert das Wunder von Münster, einen Altar der Comic-Künstlerin Anke Feuchtenberger.

9punkt - Die Debattenrundschau

Gift für die lernwilligen Algorithmen

10.01.2019 Vor einer Moscheesteuer muss ein Verbot der Auslandsfinanzierung von Moscheen kommen, fordert die Islamforscherin Susanne Schröter in der Zeit.  Und in Köln versucht Tayyip Erdogan gleich selbst, eine Islamkonferenz zu gründen, berichtet der Tagesspiegel. Unter all den illiberalen Demokratien in Osteuropa ist die Slowakei das gallische Dorf, freut sich die New York Review of Books. Aus der Türkei verschwinden die Bewohner, konstatiert Bülent Mumay in der FAZ. Und Netzpolitik feiert mit Karl Valentin die Gemeinfreiheit.

Medienticker

"Niveau ist kein Maßstab"

10.01.2019 Aktualisiert: Nach mir die Sintflut: Wenn der Reporter mit dem Fallschirm kommt - Medienkritik: Den Hass benennen - "Paradise Papers"-Recherche: Türkisches Gericht verurteilt Journalistin wegen Diffamierung -  Flimmern & Rauschen: "Bild" freut sich zu früh + Fernsehen: Einschalten zum Gebet.

Bücherschau des Tages

Leuchtender Weltbote

10.01.2019 Die FAZ reist mit Daniel Defoes "Consolidator" zum Mond und lernt die Entstehung des modernen Britanniens kennen. Die NZZ verzichtet künftig lieber auf Fleisch nach der Lektüre von Frederic Lenoirs "Brief an die Tiere". Dlf-Kultur und Zeit verfallen der Bildkraft in Gerald Murnanes "Grenzbezirken". Die Zeit bekommt Lust auf's Zeitunglesen mit dem Bilderbuch "Ein Blatt im Wind".  Als literarische Feinkost preist der Dlf-Kultur auch Eckhart Nickels Dystopie "Hysteria". Und der Dlf begibt sich mit Pierre Guyotat auf eine grausam-poetische Reise an den Rand des Wahnsinns.

Freitag, 11.01.2019

Efeu - Die Kulturrundschau

Ausbeutung der Vergangenheit

11.01.2019 Der Standard staunt im Wiener Dommuseum, wie gut die Passion Christi und feministische Körperpolitik zusammenpassen. Gibt es nicht mehr als fünfzehn Autoren, die man auf den großzügig subventionierten deutschen Bühnen spielen kann, stöhnt die FAZ. Die Filmkritiker erliegen der Sinnlichkeit schöner Bauernmädchen bei der Landarbeit in Marine Francens Debütfilm "Das Mädchen, das lesen konnte". Die Literaturkritiker stürzen sich auf Takis Würgers "Stella". Und die Welt reist durch die poppigen Berliner U-Bahnhöfe von Rainer Gerhard Rümmler.

9punkt - Die Debattenrundschau

Wenn nötig, Unverständnis

11.01.2019 Timothy Garton Ash hofft im Guardian auf einen Triumph der Demokratie: Das Unterhaus soll die Regie übernehmen, eine Denkpause einlegen und sich zu einem zweiten Referendum über den Brexit entschließen. In der NZZ wirft die ukrainische Autorin Oksana Sabuschko einen spöttischen Blick auf Russland. Die SZ sucht nach dem Unterschied zwischen einer Relotius-Reportage  und einer literarischen Reportage, die den Namen verdient.

Medienticker

O Theater! Abstraktionsort! Pfui! Pfui!

11.01.2019 Aktualisiert: Huff Post Deutschland wird eingestellt - Nach Relotius: Reporter hinterfragen sich - Fake News: Des Kremls treue Helfer & Konservative teilen öfter Fake News - Von Kanthölzern & Tritten "Lügenpresse" verbreitet AfD-Version - Nachrichtenformat für Instagram oder ein Gruß aus der Küche - Theater-Nachtkritiken aus Berlin, Hamburg & Zürich - Bücher sind teurer geworden & werden weniger gekauft - Mayersche & Thalia vereinen sich im Kampf gegen Amazon + Hörtipps fürs Wochenende.

Bücherschau des Tages

Wie Pappaufsteller

11.01.2019 Mit Karacho verreißen FAZ, SZ und Dlf den neuen Roman des Spiegel-Reporters Takis Würger über die jüdische Greiferin Stella Goldschlag: Schund, so ihr einstimmiges Urteil. Aber knapp und knackig erzählt, meint Dlf-Kultur. Die FAZ vergnügt sich lieber mit betrunkenen Seidenschwänzen im Bildband "Vögel ganz nah". Die taz empfiehlt Klaus Englerts Architekturführer als perfekte Reisebegleitung für Barcelona. Und Dlf-Kultur lernt dank Jana Revedin die Frau hinter Walter Gropius kennen.

Samstag, 12.01.2019

Efeu - Die Kulturrundschau

Katzenhaftigkeit und vorsichtige Intelligenz

12.01.2019 "Stella" ist doch die Wunscherfüllung deutscher Literaturkritik, nimmt die Literarische Welt Takis Würger vor seinen Kritikern in Schutz. Die FAZ versucht derweil Michel Houellebecq mit H. P. Lovecraft zu verstehen. Artechock rauft sich mit Blick auf die Harmlosigkeit der Longlist zum Deutschen Filmpreis die Haare. Die NZZ lernt von Ferdinand Försch, wie man mit Schrottplatz-Instrumenten die Neue Musik herausfordert. Und Hyperallergic begibt sich auf die Suche nach dem verschwundenen "Salvator Mundi".

9punkt - Die Debattenrundschau

Das würden die Kinder doch gar nicht verstehen

12.01.2019 Sehr viel Prominenz: Götz Aly nennt die Namen all der Juroren, die Claas Relotius mit Journalistenpreisen überhäuften. In der NZZ empfiehlt Hans Ulrich Gumbrecht die Lektüre René Girards, um die Proteste im heutigen Frankreich zu verstehen. Im Perlentaucher fragt Jochen Hörisch: Warum ist die liberale Öffentlichkeit auf die einen Rechten fokussiert, aber nicht auf die anderen? taz und SZ fragen: Wie rosa wäre der Sozialismus der Rosa Luxemburg gewesen, die vor hundert Jahren ermordet wurde.

Bücherschau des Tages

Wunderlich, aber auch ausgesprochen erotisch

12.01.2019 "Mrs. Calibans Geheimnis" - es handelt sich um ein froschartiges Wesen, das dem Labor entkam und von Rachel Ingall gebannt wurde - hat die Kritikerin von Dlf Kultur zutiefst bezaubert.  Die FAZ empfiehlt ein kleines Buch Jan Assmanns über die "Zauberflöte", die NZZ feiert Judith Schalansky und Maria Stepanova, die taz Virginie Despentes.

Montag, 14.01.2019

9punkt - Die Debattenrundschau

Jetzt ist aber die oder der mal dran

14.01.2019 Dass Donald Trump im Interesse Wladimir Putins agiert, muss man eigentlich gar nicht mehr polizeilich nachweisen, meint der ehemalige Clinton-Berater Strobe Talbott in politico.eu. Die New York Times sagt Trump eine sehr schwierige zweite Hälfte der Amtszeit voraus. Im Börsenblatt freuen sich die Chefs der Mayerschen Buchhandlung und von Thalia über ihre Fusion. In der Türkei wird die erste Kirche seit 1923 gebaut, die laut FR allerdings ihre Loyalität zum Staat betonen muss. Bei Moscheen in Berlin sieht es laut Tagesspiegel etwas anders aus.

Efeu - Die Kulturrundschau

Im Dickicht irrationaler Wünsche

14.01.2019 Die FAZ hätte sich ein Bauhaus-Jubiläum gewünscht, das auch an die abgründigeren Seiten der Kunstschule erinnert. Der FR geht in die Knie vor den herrschaftlichen Imponiergesten der Mykener. Die NZZ erkundet die Schönheit japanischer Keramik. Perfektes Handwerk erlebt die SZ in Robert Ickes Inszenierung von Arthur Millers "Hexenjagd" in Basel. Und im Dlf Kultur fordert Maxim Biller von der Literaturkritik echte Argumente oder wenigstens richtiges Bauchgefühl.

Bücherschau des Tages

Überlebenstechniken

14.01.2019 Wärmstens empfiehlt die SZ Ernst Pipers gewissenhafte und empathische Rosa-Luxemburg-Biografie. Auf Größenwahn und Dünnhäutigkeit stößt der Dlf in Arno Schmidts Briefwechsel mit Hans Wollschläger. Die FR vergnügt sich bei aller britischen Verstocktheit mit dem "Weißen Tod" von Robert Galbraith alias J.K. Rowling. FAZ und taz verteidigen mit Thomas Mayer und Thilo Bode die Demokratie gegen die Wirtschaftsdiktatur. Oder war es umgekehrt?

Dienstag, 15.01.2019

9punkt - Die Debattenrundschau

Luftgewehr der Fantasie

15.01.2019 Heute wird über Theresa Mays Brexit-Deal abgestimmt. Aber niemand sollte denken, dass es nun bald vorbei ist mit dem Streit, sagen der Historiker Anthony Glees  in der SZ und die Kolumnistin Polly Toynbee im Guardian. Die Reaktionen auf den Mord am Danziger Bürgermeister Pawel Adamowicz offenbaren für politico.eu die tiefe Spaltung der polnischen Gesellschaft. Im dpa-Interview rät Mathias Döpfner Journalisten, sich aus den sozialen Medien abzumelden. taz und FR fragen: Was besagen die Morddrohungen gegen die Anwältin Seda Basay-Yildiz, über die deutsche Gesellschaft - und die hessische Polizei?

Efeu - Die Kulturrundschau

Gut möblierte Ratlosigkeit

15.01.2019 Zum Bauhaus-Jubiläum erklärt der Architekturtheoretiker Philipp Oswalt in der taz: Nicht vom Bauhaus kamen die relevanten Beiträge zum modernen Bauen, sondern von der Sozialdemokratie. Außerdem dechiffriert die taz die Arbeiten der amerikanischen Künstlerin Lorraine O'Grady. In Beat Furrers neuer Oper "Violetter Schnee" kriecht der SZ   kosmische Kälte den Rücken hoch. Die NZZ blickt auf Japans junge Autorengeneration. Der Freitag spürt die Faust von Samuel Fuller in den neuen Berliner Gangster-Serien.

Magazinrundschau

Die Liebe, die wir gegeben haben

15.01.2019 Der New Yorker bewundert den Beitrag des Cantopop zur Demokratiebewegung in China. The New Republic staunt über die Biografie Jackie Chans, das krasse Gegenteil eines Schneeflöckchens. HVG deutet das Zeichen, das mit der Entfernung der Statue Imre Nagys vor dem Parlament gesetzt wurde. Auf iLiteratura plädiert der bulgarische Schriftsteller Georgi Gospodinov für die Verfeinerung des Geschmacks als Mittel gegen Populismus. Im New Statesman erklärt Chimamanda Ngozi Adichie, warum sie sich nicht als afrikanische Schriftstellerin in die Pflicht nehmen lässt.

Bücherschau des Tages

Lakonisch und knochentrocken

15.01.2019 Der Dlf Kultur blickt seufzend auf die reiche Literaturlandschaft des armen Haitis und bewundert Néhémy Pierre-Dahomeys Roman "Die Zurückgekehrten" (Hier unser Vorgeblättert). Die FAZ wandelt mit Tutu Kiladze und Gaga Nachutsrischwili durch die Traumlandschaften Georgiens. Dlf und FAZ besprechen auch Ernst Pipers Biografie der Revolutionärin Rosa Luxemburg. Die NZZ erlebt, wie Oswald Egger im "Triumph der Farben" Wissen und Nichtwissen zu radikaler Poesie verschmilzt. Die SZ geht mit Achim Hubel vor dem Dom zu Regensburg auf die Knie.

Mittwoch, 16.01.2019

9punkt - Die Debattenrundschau

Noch intensiverer Überlebenskampf

16.01.2019 Theresa Mays Brexit-Deal ist im House of Commons mit einer Zweidrittelmehrheit gescheitert. Das Land treibt richtungslos vor sich hin, konstatiert der Guardian. Nun hilft nur noch Durchwurschteln mit wenig Aussicht auf Besserung, meint politico.eu. Oder Britannien bleibt einfach in der EU, erläutert die FAZ. In der SZ warnt Historiker Eckart Conze vor dem neuen Nationalismus. Und hpd.de erklärt, warum das neue Sozialgesetzbuch des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales die Nummer 14 tragen wird.

Efeu - Die Kulturrundschau

Die Performativität eines Eis

16.01.2019 Hyperallergic feiert die melancholische Absurdität in den Skulpturen von András Böröcz. Die SZ gibt sich dem Totalen Tanztheater hin. Die NZZ bewundert die überflüssig-notwendige Schönheit der Häuser in Hollywood. Die Welt berichtet, dass Jonas Kaufmann nicht mehr in der Elbphilharmonie singen will, weil ihm die Akustik zu schlecht ist. In der FAS warnt Michael Moore davor, Donald Trump nicht ernst zu nehmen. Sein neuer Film "Fahrenheit 11/9" kommt bei den Kritikern dennoch nur mäßig an.

Medienticker

Floskelwolken

16.01.2019 Aktualisiert: Wortmacht & Medienkompetenz: Politik setzt gezielt auf Framing - Blaulicht, Flutlicht, Rotlicht: Mit Niveaumangel zum Online-Spitzenplatz - Kommentare sind tot: Lang leben inhaltliche Ergänzungen! -  Vegan, elektronisch, plastikfrei? Die Buchbranche will nachhaltiger werden - Facebook: Vollpfosten sind Vollpfosten - Gelbwesten: Journalisten im Visier - Frauen im Politikjournalismus: Wenn Männer über Männer schreiben + "Anti-Abschiebe-Industrie": Unwort des Jahres 2018.

Bücherschau des Tages

Magisch überhöhender sozialer Blick

16.01.2019 Mit unbarmherziger Wucht, so die NZZ, schildert Neel Mukherjee in seinem Roman "Das Leben in einem Atemzug" die Armut in Indien. Die SZ begegnet in Andor Endre Gelleris Erzählband aus den Dreißigern, "Stromern", den Armen Ungarns und der Magie kollektiver Arbeit. Dass der Klassenkampf einer linken Stadtguerilla auch kein besseres Leben bringt, lernt die FAZ mit Christian Geisslers wiederaufgelegtem romantischen Fragment "kamalatta". Und Otar Tschiladse erzählt in "Der Korb" von den Auswirkungen des stalinistischen Terrors auf die georgische Psyche.

Donnerstag, 17.01.2019

9punkt - Die Debattenrundschau

Zur Symbiose von Hülsenfrüchten und Knöllchenbakterien

17.01.2019 Wie kam es, dass ein Politiker, der aussieht wie eine von einem Fuchs aufgerissene Oxfam-Spendentasche, Britannien in den Brexit-Abgrund stoßen konnte, fragt der Guardian. Und in der Zeit lotet Fintan O'Toole die Figur des englischen Exzentrikers aus, die nicht so harmlos ist, wie es scheint. Die taz erinnert an die Selbstverbrennung Jan Palachs vor fünfzig Jahren und beklagt den Sieg der Gleichgültigkeit, gegen die er ein Fanal setzen wollte.

Efeu - Die Kulturrundschau

Sie haucht, rollt, hetzt durch Text

17.01.2019 FAZ und SZ freuen sich über den Ernst-von-Siemens-Preis für die bewegten Hörlandschaften der Komponistin Rebecca Saunders. Die Berliner Zeitung erinnert daran, dass das Bauhaus auch Theater konnte, woran uns heute vor allem amerikanische Künstler erinnern. Der neue "Maria Stuart"-Film ist feministisch ganz auf der Höhe der Zeit, loben die Filmkritiker. Die NZZ wandert auf den Spuren Arthur Schnitzlers durch Wien. Und: die Feuilletons trauern um Kinderbuchautorin Mirjam Pressler.

Medienticker

Vom Zelluloid zur Cellulose

17.01.2019
Aktualisiert: Cover-Check: Spiegel vor stern & Focus - Kulturaustausch in Gefahr nach der Brexit-Deal-Abstimmung - Facebook investiert 300 Millionen Dollar in Journalismus -  Bald Pleite: Armes neues deutschland - Faktenfinder: Islamismus-Experte auf Abwegen - So nicht: Sascha Lobo über die Verantwortung des Journalismus - In memoriam Mirjam Pressler: Ein Gespräch aus dem Sommer 2018 - Michael Haneke: Drehbuchautoren müssen Masochisten sein & Wenn Schauspieler Romane schreiben -  Siemens Musikpreisträgerin Rebecca Saunders im Gespräch + Glückwunsch:  Francoise Hardy wird heute 75.

Bücherschau des Tages

Die Metapher krepiert

17.01.2019 Die FAZ liest mit Franz Josef Czernin die Grimmschen Märchen ganz neu. Die FR trifft in Masha Gessens Buch "Die Zukunft ist Geschichte" auf den weltoffenen Teil Russlands. Die SZ lernt assoziativ denken mit Teresa Präauers Essay "Tier werden". Die Zeit rauft sich die Haare über Takis Würgers Roman "Stella" und wendet sich schnell einem Krimi über die südkoreanischen "Plotter" zu. Der Deutschlandfunk lernt von der syrischen Autorin Dima Wannous, was Angst wirklich ist.

Freitag, 18.01.2019

9punkt - Die Debattenrundschau

Keine zusätzlichen Informationen mehr

18.01.2019 Der Brexit ist nicht das erste Desaster britischer Krisenbewältigung, schreibt Pankaj Mishra in der New York Times: Nummer 1 war der chaotische Rückzug aus Indien, der auch einiges über den Brexit lehrt. Rein demografisch gesehen, würde Remain ab morgen obsiegen, weiß der Independent.  Google zeigt laut googlewatchblog, wie eine Suche mit EU-Leistungsschutzrecht aussehen würde - so, als würde sie sich gar nicht aufbauen. Im Tagesspiegel erklären Bénédicte Savoy und Felwine Sarr, wie die Schätze der Kolonialkunst in Afrika verteilt werden sollen: Die afrikanischen Staatschefs sollen entscheiden.

Efeu - Die Kulturrundschau

Glück ist schlecht

18.01.2019 Die Musikkritiker feiern mit James Blake Leib und Äther. In der Zeit erinnert sich Claus Peymann an Einar Schleefs Furor, der auch mal blutige Wunden schlagen konnte. Die Filmkritiker loben die Integrität von Nadine Labakis libanesischem Straßenkinder-Drama "Capernaum". Die Möbeldesign-Branche ist männlich dominiert und auch ansonsten ziemlich gestrig, stellen SZ und Zeitmagazin fest. Und Hyperallergic staunt über Jean Jacques Lequeus protosurrealistische Architekturzeichnungen von Genitalien. 

Medienticker

Netz-Aufräumer & Autographenwüter

18.01.2019
Aktualisiert: Instrumentalisierte oder freie Medien? Antwort auf Sascha Lobos Generalabrechnung - IVW-Verkaufszahlen: Publikumszeitschriften verlieren, Bild & Welt im Sinkflug, Die Zeit hat 100.000 E-Paper-Exemplare & die Fachpresse: E-Paper und EV mit leichtem Plus - Gefährliche Challenges: Youtube verbietet "Bird Box"-Clips - Kalt-Deutsch: Maxim Biller über Sprache der Gegenwart - Zum 105. Geburtstag: Arno-Schmidt-Edition ab heute im Netz + Autographen in Zeiten von Fake News + Hörfunk-Tipps fürs Wochenende.

Bücherschau des Tages

Fluffig und schön gezackt

18.01.2019 Die SZ staunt, wie Kristen Roupenian in ihren Beziehungs-Erzählungen Poe, King und de Maupassant mixt. Die FAZ versinkt mit Jan Drees' Roman "Sandbergs Liebe" in den toxischen Tiefen des Dating-App-Daseins und empfiehlt Ernst Troeltschs Briefe aus den Jahren 1915 bis 1918. Dlf-Kultur lernt in Martha Nussbaums "Königreich der Angst" Mensch und Meinung, Tat und Täter zu trennen. Die NZZ erfährt in Fahim Amirs "Schwein und Zeit", wie Sperlinge ihre Nester mit Zigarettenkippen desinfizieren. Und die taz tanzt mit Marion Fayolles "Schwebenden Liebenden" durch die Seiten.

Samstag, 19.01.2019

9punkt - Die Debattenrundschau

Über das Allerheiligste gelacht

19.01.2019 Parteien, auch rechte, vom Verfassungsschutz überwachen zu lassen, ist Gift für die politische Freiheit aller, erinnern Claus Leggewie und Horst Meier in der FR an linke Überzeugungen. Im Guardian ahnt Fintan O'Toole: Der Brexit hat überhaupt nichts mit Europa zu tun. Auch bei der Moderne funktioniert die Rosinenpickerei nicht, weiß Kacem El Ghazzali in der NZZ. Und wenn Donald Trump als List der Vernunft herausstellte?, klammert sich Hans Ulrich Gumbrecht in der Welt an die letzte Hoffnung.

Efeu - Die Kulturrundschau

Man phantasiert sich einen Leser zusammen

19.01.2019 Takis Würger und kein Ende: SZ, taz und Welt erklären noch einmal die vernichtenden Kritiken ihrer Kollegen. Das wahre Problem ist die Literaturkritik, die sich zu sehr für den Leser interessiere, klagt in der FAZ der Schriftsteller Michael Lentz. Vergesst das Bauhaus, die eigentliche Zukunftsmetropole der Zwischenkriegsjahre war das Neue Frankfurt, rufen die ArchitekturkritikerInnen in SZ, FAZ und FR. Und die TheaterkritikerInnen kehren nur wenig entspannt aus Susanne Kennedys dystopischer Wellness-Welt an der Volksbühne zurück.

Bücherschau des Tages

Klima des Unheimlichen

19.01.2019 Die FAZ streift mit Peter Ackroyd durch das queere London von der Antike bis zur Gegenwart und lässt sich von William Heinesen zum Tanz über die Färöer bitten. SZ und NZZ reichen bitterböse Verrisse zu Takis Würgers "Stella" nach. Mehr Milde lassen die Kritiker bei Kristen Roupenian walten, die mit "Cat Person" einen Netzerfolg landete, mit weiteren Kurzgeschichten aber nur Dlf-Kultur überzeugen kann. Als grandiosen Roman über jugoslawische Arbeitsmigranten in der BRD empfiehlt die taz Sead Husics "Gegen die Träume". Und die Welt liest Edouard Louis' neuen Vater-Roman als intime Geschichte der Männlichkeit in der Krise.

Montag, 21.01.2019

Efeu - Die Kulturrundschau

Er hat ausgejammert.

21.01.2019 Der Held der Vernunft ist ein  86-jähriger gebrechlicher Mann, erkennen die Theaterkritiker mit Frank Castorf und bewundern den nackten Jürgen Holtz in der Rolle des Galileo Galilei. Der Standard beobachtet, wie Ed Atkins im Kunsthaus Bregenz den verzweifelten Mann verschluckt. Der Tagesspiegel bewundert in Michail Kalik den Humanisten des sowjetischen Kinos. Im Freitag fragt die Lyrikerin Sabine Scho, was eigentlich nach dem großen Fressen kommt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Sehnsucht nach einer Alles-oder-Nichts-Politik

21.01.2019 taz und Zeit online blicken auf Polen, wo sich gestern Zehntausende dem Trauerzug für den ermordeten Danziger Bürgermeister Pawel Adamowicz anschlossen, und fürchten, dass sich die Spaltung des Landes noch verschärft. Die stets objektiven Zeitungen scheinen ihr europäisches Leistungsschutzrecht auf Überschriften nun offenbar doch nicht durchzukriegen - und sind empört über den Lobbyisten Google, Zeit online und Welt berichten und protestieren. Libération präsentiert ein Onlinedossier zur Frage, warum das Vertrauen in den Journalismus zurückgegangen ist.

Medienticker

Lektüreporn

21.01.2019 Aktualisiert: TV-Journalist Horst Stern ist tot - Geld von Google ist nicht die Lösung: Die Presse muss sich durch Kunden finanzieren, meint Ronnie Grob - Online Medien: Die Republik ist kein Selbstläufer - DLD: Twitter, Buzzfeed & Vice "sind auf dem Weg in die Pleite, nur sie wissen es noch nicht" - Fall Relotius beim Spiegel: Was sich gegen das Misstrauen tun lässt - Investigativ-Journalismus: Gespräch mit Jürgen Schreiber - Persönlichkeitsrechte: Asylbewerber gegen Springer - Social Media: BDZV-Präsident Mathias Döpfner predigt Enthaltsamkeit + Theater-Nachtkritiken u. a. aus Berlin, Bochum Dresden, Hamburg, Köln, Leipzig ...

Bücherschau des Tages

Menschliche Weltverhältnisse

21.01.2019 Die SZ lernt mit Philip Manow das Anna-Karenina-Prinzip des Neoliberalimus kennen: Jede globalisierte Ökonomie ist auf eigene Art unglücklich. Thomas Biebricher erklärt ihr mit der "Geistig-moralischen Wende", dass der Niedergang des deutschen Konservatismus nicht mit Angela Merkel begann, sondern unter Helmut Kohl. Sehr anregend findet die FAZ Roger Willemsen "Musik!" auf CD, auch fürs Hörempfinden.  Und mit Hilary Mantels "Brüdern" bläst sie zum Sturm auf die Bastille.

Dienstag, 22.01.2019

Magazinrundschau

Die Probleme sind verstanden

22.01.2019 Buzzfeed erzählt, wie die amerikanischen Spin-Doktoren Arthur J. Finkelstein und George Birnbaum Viktor Orban dabei halfen, George Soros zum Feindbild der Antisemiten zu machen. In 168 ora wünscht sich die Dokumentarfilmerin Agnes Sos mehr Wirklichkeit im ungarischen Fernsehen. Der New Yorker sieht in die Zukunft des Journalismus und erkennt nur einen Trump-Tweet. In La vie des idees beschreibt der Urbanist João Sette Whitaker die dunklen Kräfte Brasiliens. Die NYT lernt vom Genetiker David Reich, dass wir alle eine Kreuzung sind. Tablet feiert am 40. Jahrestag der islamischen Revolution im Iran die jüdisch-persische Musik.

Efeu - Die Kulturrundschau

In Geschmackssachen eher unaufgeräumt

22.01.2019 Die FAZ lauscht beim Berliner Ultraschall-Festival Annette Schlünz' Gesängen vom Nicht-Einverstanden-Sein mit der Welt. In der NZZ erklärt die Bühnenbildnerin Barbara Ehnes, wie man ein Thema in einen Raum verwandelt. Im Tagesspiegel bedankt sich Carlos Acosta bei seinem Vater, der ihn in die Ballettschule prügelte. Die taz freut sich über den Max-Ophüls-Preis für Susanne Heinrichs Film "Das melancholische Mädchen.  Und die SZ bedauert, dass Raf Simons keine Village People mehr für Calvin Klein über den Laufsteg schickt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Genügend weise Menschen

22.01.2019 Nein, sie wird nicht hamstern gehen, schreibt Guardian-Kolumnistin Polly Toynbee nach der gestrigen Rede von Theresa May, denn die Kräfte der Vernunft, hofft sie, werden am Ende siegen. Heute stellen Angela Merkel und Emmanuel Macron den Aachener Vertrag vor. Rechtsextremisten polemisieren dagegen und zeigen, wie es im Europawahlkampf zugehen wird, fürchtet Pierre Haski in France Inter. Die DSGVO fordert ein erstes Opfer: Google soll 50 Millionen Euro bezahlen.

Medienticker

Jämmerlicher Mief

22.01.2019 Aktualisiert: WhatsApp schränkt Weiterleitungen ein - "Werk ohne Autor" für zwei Oscar nominiert - Urheberrechtsreform: Stillstand in Europa - Tageszeitungen: Alle schrumpfen, Bild am schnellsten - Bundesregierung legt Medienbericht vor - taz ist zu unbequem: AfD schließt Redakteur aus - Schulbücher: In der Sachsen wird Rassentheorie gelehrt - DLD: Die digitale Zukunft wird sicher ganz "fantastic" - Frankreich: Google soll 50 Millionen Euro Strafe zahlen - Mexiko: Journalist getötet - Interview mit der Krimipreispreisträgerin 2019 Simone Buchholz + Unbestechlichen & scharfzüngig: Zum Tod von Horst Stern.

Bücherschau des Tages

Vergessensschichten

22.01.2019 Dlf Kultur jauchzt vor Freude über Neal Stephensons neuen Fantasy-Schmöker "Aufstieg und Fall des D.O.D.O.", mit dem die Magie zurück in die Welt geholt werden soll. Der Dlf lernt von Thomas Frank, wie die Linke im Kampf gegen Donald Trump versagt. Die SZ lässt sich von Julian Schüttigs Geschichten "Unter Palmen" entschleunigen. Die FAZ gelangt mit Emmanuel Carrères Tatsachenroman "Der Widersacher" an den Nullpunkt von Fakten und Fiktion und rekapituliert mit Michael Mönninger die Geschichte der Neuen Heimat.

Mittwoch, 23.01.2019

Efeu - Die Kulturrundschau

Rocky wäre der ideale Präsident

23.01.2019 Der Tagesspiegel blickt auf die betrübliche Lage der Berliner Museen. Die taz lässt sich vom Haus der Kunst versichern, dass es auch Starkregen noch aushält. Die SZ  lässt sich vom nigerianischen Superstar Mr Eazi erklären, wie das moderne Musikgeschäft läuft. Der Standard und andere Zeitungen feiern Yorgos Lanthimos' ultradekadenten Historienfilm "The Favourite". Die zehn Oscar-Nomierungen dürften also gerechtfertigt sein. Aber was ist mit Alfonso Cuaróns Netflix-Produktion "Roma"?, fragt die Welt.

9punkt - Die Debattenrundschau

Dreißigmal so viel Gemüse und Obst

23.01.2019 Der Ökonom Simon Wren-Lewis geht im New Statesman noch mal alle Lügen der Brexiteers durch, darunter die gemeinste. Der Guardian fragt, ob das House of Commons die Krise lösen kann. Globalgeschichte ist keine Absage an Nationalgeschichte, versichert Historiker Jürgen Osterhammel in der NZZ. In der SZ erklärt der Zukunftsforscher Daniel Dettling, was am Populismus gut ist.Neben Paragraf 11 und 13 sollte auch über Paragraf 12 der EU-Urheberrechtsreform diskutiert werden, finden die Freischreiber.

Medienticker

Mit Kanonen auf Spatzen

23.01.2019 Aktualisiert: Studie zur Mediennutzung - Zeitschriften: Deutliche Reichweitenverluste - Erregungs-Republik: Debatte um Takis Würgers "Stella", Relotius-Affäre und die Medien & Haben Journalisten endgültig das Vertrauen verspielt? - Investigative Kultur in allen Redaktionen: Der deutsche Journalismus könnte sehr viel besser sein - Medienjournalismus: Erzähl mir nix! Lügen, Wahrheit, Storytelling - Handball: Kommentatoren ohne Distanz - Frauenzeitschriften: Leicht sein ist nicht alles - Streaming-Dienst: Was wirklich hinter den guten Netflix-Zahlen steckt.

Bücherschau des Tages

Wirbel des Unerwarteten

23.01.2019 Die FAZ begleitet Tomoka Shibasaki in ihrem Roman "Frühlingsgarten" bei ihrer Erkundung der digitalen Moderne Tokios. Die FR liest Josephine Rowes australischen Familienroman "Ein liebendes, treues Tier". Die SZ teilt das schwarze Vergnügen Siegfried Lichtenstaedters an seinen geschichtsprophetischen Skizzen aus der Vorkriegszeit. Der Dlf lobt Henryk Grynbergs spannende autobiografische Geschichte des polnisch-jüdischen Exils im Kalten Krieg.

Donnerstag, 24.01.2019

9punkt - Die Debattenrundschau

Gewisse Demut

24.01.2019 Die Stimmung wird in den britischen Medien angesichts des sich nähernden No-Deal-Brexit immer düsterer. In Le Monde bekennt der Autor William Boyd seine Scham über dieses "unnütze Schlamassel". Pascal Bruckner beschreibt in der NZZ die französische Mentalität. Angela Merkel bezweifelt in einem Zeit-Interview, dass die DDR-Frauen so emanzipiert waren, wie gern behauptet wird. Ebenfalls in Zeit online schreibt Olga Tokarczuk  über den ermordeten Danziger Bürgermeister Pawel Adamowicz.

Efeu - Die Kulturrundschau

In der Welt der Floskelfreunde

24.01.2019 In der SZ erzählt der Kameramann Jürgen Jürges von den allzu realistischen Dreharbeiten zum DAU-Projekt, das die Sowjetunion des Jahres 1940 bis ins kleinste Detail nachstellt. Schon Florian Henckel von Donnersmarcks "Das Leben der anderen" war entsetzlich realitätsfern, ärgert sich Christoph Hein ebenfalls in der SZ. In der Zeit hat Volker Lösch keine Lust mehr auf "gefühliges Verständnisgerede" über die AfD. Im Perlentaucher nimmt Rüdiger Wischenbart Bruegel unter die Lupe. Und die Filmkritiker trauern um Jonas Mekas.

Medienticker

Lesen mit dem ganzen Körper

24.01.2019 Aktualisiert: Trump stellt Pressekonferenzen infrage - EU-Leistungsschutzrecht: Kompromiss nicht in Sicht & Google droht erneut mit dem Aus von Google News- Desinformation auf Facebook: Redaktionen unternehmen zu wenig - Leseforschung: Das gedruckte Buch in digitalen Zeiten - Studien zu Umfeldqualität & Klickbetrug - Was liest China? Ein Blick auf die  Bestsellerliste - Türkei: Haft für Journalistin - Äthiopien: Ein bisschen Pressefreiheit - Podcast: Mathias Döpfner interviewt KI-Experte Alex Karp - Neue Regeln: Spotify lässt Blockieren von Musikern zu - Fußball & Fernsehen: Das Geld hat den Sportjournalismus versaut + Alexander Kluge über Venedig.

Bücherschau des Tages

Quecksilbrig schön

24.01.2019 Die Zeit lernt in Kenah Cusanits Debütroman über den Babylon-Gräber Robert Koldewey viel über aktuelle Raubkunstdebatten und dankt Ernst Piper für die Entkitschung der Rosa Luxemburg. Edouard Louis' Hommage an seinen Vater empfindet sie indes als Beleidigung der Literatur; poetisch und präzise, meint hingegen Dlf Kultur. Die FAZ liest Wolfgang Koeppens Gespräche als absurdes Theaterstück. Die SZ amüsiert sich mit Lina Wolffs feministischem Roman über einen unsympathischen Literaturkritiker. Und die taz verbringt mit der Fotografin Benita Suchodrev 48 faszinierende Stunden in Blackpool.

Freitag, 25.01.2019

Efeu - Die Kulturrundschau

Auf's absolute Minimum verknappt

25.01.2019 Epochal! jubeln Standard und Presse über die Wiener Ausstellung "Stadt der Frauen", die vergessene Künstlerinnen der Wiener Moderne zeigt. In der NZZ ärgert sich der Historiker Philipp Blom über eine selbstzufriedene Linke, die den oppositionellen Gestus des Theaters institutionalisiert habe. Seweryna Szmaglewskas Erinnerungen an ihre Zeit in Birkenau verdienen endlich eine deutsche Übersetzung, fordert die FAZ. Die Welt wirft einen ersten Blick in Ilya Khrzhanovskys DAU-Projekt. Und die SZ lässt mit den Türen die Hundeseele baumeln.

9punkt - Die Debattenrundschau

Es ist auch viel Kluges und Anregendes dabei

25.01.2019 Die größte Gefahr für die Demokratie geht von China aus, hat George Soros laut Guardian in Davos gesagt. Wer genau will eigentlich ein "House of One", wo Religionen, die sich nicht grün sind, in den Dialog treten sollen? Offenbar vor allem die subventionierende Politik, fürchtet hpd.de. Die SZ erinnert daran, dass das Internet nicht als Naturgewalt über uns hereingebrochen ist. In der Jüdischen Allgemeinen wird die Jerusalem-Ausstellung des Jüdischen Museums Berlin kritisiert. Und Timothy Garton Ash fordert die Briten im Guardian auf, "europäisch zu sprechen".

Medienticker

Simuliertes Internet

25.01.2019 Aktualisiert: Wandel des Lesens: Welche Bedeutung hat das Lesen noch? Welche Rolle spielen Feuilletons? - Quo vadis? Auswirkungen der Studie "Buchkäufer" &  Ulf Poschardt will Leser loyalisieren - China: Autor Yang Hengjun festgenommen - Globalisation 4.0: Die "Telemigration"? - Zeitdiebe: Smartphones klauen uns unsere Zeit - Trump, die Mauer & das Framing: Wie sich der Diskurs des Sagbaren verschiebt - Fake-News: So manipulierbar sind wir gar nicht - Wie die Macht der Medienstellen den Sportjournalismus beeinflusst + Hörfunk-Tipps fürs Wochenende.

Bücherschau des Tages

Schöne Widersetzlichkeit

25.01.2019 Die SZ empfiehlt Felwine Sarrs "Afrotopia" als Meilenstein der Postkolonialismusdebatte. Die FAZ lernt Sabotage in zwei Handbüchern zur psychologischen Kriegsführung und liest interessiert Frank Böschs Sozialgeschichte des Computers. Dlf Kultur gewinnt mit Hartmut Rosas "Unverfügbarkeit" Gelassenheit und mit Wolfgangs Bauers "Bruchzone" den Glauben an die Reportage zurück. Und die NZZ träumt mit Jürgen Brocans Gedichten vom Wacholder.

Samstag, 26.01.2019

Efeu - Die Kulturrundschau

Wie Milben in einer Matratze

26.01.2019 Die Jungle World erinnert an das bizarre Zaudern der Öffentlich-Rechtlichen vor der deutschen Erstausstrahlung der Serie "Holocaust". Im Standard fordert die Regisseurin Berenice Hebenstreit, den Dramen-Kanon nach Frauen zu durchsuchen. Laut Nachtkritik möchte sich Klaus Lederer bei der Wahl der Volksbühnen-Intendanz lieber nicht in die Karten schauen lassen. Hyperallergic staunt über die radikalen Nacktporträts der Anne Brigman. Die taz erinnert an den furchtlosen Antirassismus des afroamerikanischen Komponisten Will Marion Cook. Und: Michel Legrand ist tot.

9punkt - Die Debattenrundschau

Europa wollen oder untergehen

26.01.2019 In Liberation fordern dreißig Intellektuelle, Europa gegen seine Feinde zu verteidigen, auch wenn es träge und kraftlos geworden sei. In der Welt diagnostiziert Wladimir Sorokin eine paranoide Angst der Macht. Die CJR fordert die Regulierung der Plattformen. Die SZ misstraut den neuen Dokudramen, in denen Prominenten der Prozess gemacht wird. Und der Tagesspiegel erhebt Einwände gegen den 8. März als neuen Berliner Feiertag.

Bücherschau des Tages

Ein bisschen Insidertum

26.01.2019 Die taz empfiehlt Walter Hönigsbergers Roman "Clos Gethseman" als echtes Leseerlebnis und versichert, dass es nicht nur um Wein geht. Die Welt spürt das ganze Drama einer vertanen Lebenschance in Philippe Bessons Roman "Hör auf zu lügen". Welt und Dlf erkunden zudem mit den Comics von Liv Strömquist und Claus Steffen Mahnkopfs "Philosophe des Orgasmus" die weibliche Lust. Und die FAZ folgt Werner Ruzicka gern, wenn er von der Duisburger Filmwoche, Arbeitermilieu und kulturuellem Aufbruch im Ruhrgebiet erzählt.

Montag, 28.01.2019

9punkt - Die Debattenrundschau

Bann des Vergangenen

28.01.2019 In der NZZ ruft Herfried Münkler dazu auf, die Fetische der Identitätspolitik zu entmystifizieren. Netzpolitik veröffentlicht das - offiziell vertrauliche - Gutachten des Bundesverfassungsschutzes zur AfD. Am Ende könnte vor allem einer von der Bewegung der Gelben Westen profitieren, spekuliert politico.eu: Emmanuel Macron. Die SZ versucht die BDS-Kampagne zu erklären.

Efeu - Die Kulturrundschau

Schrei-schrei, schepper-schepper, schergel-schergel

28.01.2019 Maßlos enttäuscht von Ilya Khrzhanovskys Monsterprojekt DAU reisen die Kritiker wieder aus Paris ab: Langweilig bis peinlich, schimpft die SZ. Existenzialkitsch, lästert die FAZ. Die NZZ stemmt sich weiter gegen den Historienkitsch, den Takis Würger und Florian Henckel von Donnersmarcks salonfähig machen wollen. Der Tagesspiegel nähert sich mit Fritz Katers Heiner-Müller-Stück dem Epizentrum der Melancholie.  Der Freitag erinnert an Deutschlands beste Soulband: Superpunk.

Bücherschau des Tages

Haarig, stinkig, knurrig

28.01.2019 Die SZ lernt von Frank Bösch, dass die Probleme, die wir heute haben, mit der "Zeitenwende 1979" begannen. Mit T.C. Boyle genießt sie daher noch einmal Cool Jazz, Martinis, LSD und andere Verheißungen der sechziger Jahre. Vergnügt liest die FAZ Ran Flygenrings und Finn-Ole Heinrichs raffinierten Reuberroman "Die Reise zum Mittelpunkt des Waldes". Und der Dlf Kultur empfiehtl Yoko Tawadas heitere Dystopie "Sendbo-o-te".

Dienstag, 29.01.2019

Magazinrundschau

Hollywood war wütend

29.01.2019 Beim Brexit geht's nicht um Ideologie, sondern um den Profit ganz ordinärer Gauner, lehrt uns Open Democracy. Amazon und Microsoft schlüpfen immer unverhohlener ins Bett mit CIA, NSA und dem Pentagon, beobachtet Wired. In Respekt fordert der tschechische Biotechnologe Jaroslav Petr eine Ethik für Genmanipulationen. Der New Yorker stellt einen jungen Niederländer vor, der die Ozeane vom Plastikmüll befreien will.

9punkt - Die Debattenrundschau

Die wahre Parität

29.01.2019 Eine soziale Bewegung ist nicht an sich ein gutes Ding, sagt Bernard-Henri Lévy in der Presse mit Blick auf die Gelben Westen. "Männer und Frauen sind nicht gleich", insistiert Monika Maron bei cicero.de. Im Online-Magazin Africa is a Country legt der südafrikanische Psychologe Wahbie Long dar, dass man eine Zukunft ohne "Rasse" nur haben kann, wenn auch Antirassisten den Begriff nicht als Marker betrachten. Und das Niemanlab fragt, warum sich die Preise von Printzeitungen in den USA in kurzer Zeit so drastisch erhöhten.

Efeu - Die Kulturrundschau

Das Prinzip Kunst im Pop

29.01.2019 Die FAZ befasst sich sehr donnernd, aber sehr divergent mit den Vorwürfen, die Gerhard Richter und Christoph Hein gegen Florian von Donnersmarck erhoben haben. In der SZ erklärt der Zürcher Architekt Andreas Hofer, warum der Markt die Wohnungsnot überhaupt nicht lösen kann. In der NZZ erkennt Maurizio Ferrari die wahre Exotik Chinas. Der Guardian berichtet, dass der Direktor des British Museum die Aneignung des Parthenon-Frieses zu einem kreativen Akt kürte.

Medienticker

Die Fake News-Falle

29.01.2019 Investigativer Journalismus: Wühlen in privaten Daten - Wirtschaftsjournalismus: "Es geht um die Leser in ihrer Rolle als Verbraucher"- Glyphosat-Berichterstattung: taz zwingt Bayer in die Knie - Facebook: Zuckerberg bricht sein Whatsapp-Versprechen - Dreiklassensystem: Freie Mitarbeiter bei ARD+ZDF - Zentrum für digitale Lexikographie: Die gesamte deutsche Sprache in einem Wörterbuch - Rechtswalzer: Franzobel über seinen Krimi über das neue rechte Österreich.

Bücherschau des Tages

In märkischer Gesichtslandschaft

29.01.2019 Die SZ empfiehlt einen ganzen Stapel Bücher zu Flucht und Migration, darunter Néhémy Pierre-Dahomeys Haiti-Roman "Die Zurückgekehrten" und Hugo Boris' Roman "Polizisten. Harte Gesellschaftskritik erfährt die taz mit Neel Mukherjees Roman "Das Leben in einem Atemzug". Als brillant, aber nicht gerade süffig erzählt feiert der Dlf Matthias Nawrats Roman "Der traurige Gast". Sehr schön findet die FAZ auch Matthias Weichelts Band über den Wortmagier Peter Huchel.

Mittwoch, 30.01.2019

Efeu - Die Kulturrundschau

Wir müssen tüchtig sein und lernen

30.01.2019 Auf ZeitOnline empfiehlt Michael Ebmeyer dringend, das literarische Reportageportal La vida de nos aus Venezuela zu lesen. Nach Berichten über die Folterszenen hält Monopol Ilya Khrzhanovskys DAU-Projekt inzwischen für einen Fall von #MeToo. Im Standard verwahrt sich Hyäne Fischer gegen den Vergleich mit Eva Braun. Und die taz verteidigt die neue Düsternis im Pop als einen Ausdruck selbstbewusster Unzufriedenheit.

9punkt - Die Debattenrundschau

Draußen bedeutet draußen

30.01.2019 Das House of Commons zerbiss sich gestern die stiff upper lip, kommentiert Rafael Behr im Guardian: Und das alles, um nicht zu benennen, dass nicht der Deal das Problem ist, sondern der Brexit. Le Monde analysiert die Facebook-Posts der Gilets jaunes: An erster Stelle geht's um die Autos. In der NZZ mahnt Timothy Snyder: Nur eine funktionierende EU bindet die Macht Deutschlands ein. Der Koalitionskompromiss zum Paragrafen 219a stößt auf Kritik.

Medienticker

Gendersternchen

30.01.2019 Aktualisiert: Pressefreiheit: Wie Volkswagen Journalisten gängelt - Künstliche Intelligenz im Verlagswesen: Ein Boom wird Mitte dieses Jahrhunderts erwartet - Soziale Netzwerke: Wo Mitgefühl überbewertet wird - Fusion von Facebook-Messengerdiensten mit denen von Instagram und WhatsApp - Anzeigenplus von 124 Prozent. Plötzlich sind Stories Facebooks neuer Wachstumstreiber - Medienpreis Parlament: Jury-Berufung von Don Alphonso in der Kritik  + Eine Frau rebelliert: Ingrid Wiener und die Kunst der Befreiung.

Bücherschau des Tages

Eine geradezu ideale Romanfigur

30.01.2019 T.C. Boyle ist mit seinem neuen Roman "Das Licht" wieder auf der Höhe, freut sich die FAZ. Die NZZ reist mit Kenah Cusanits Roman "Babel" in die Welt wilhelminischer Altorientalisten auf der Suche nach Babylon. Die SZ bestaunt die knapp gefassten Schattenseiten der Hyggelichkeit in Jens Thogers Roman "Ludwig". Dlf Kultur lernt von John Wrays "Gotteskind", wie man zum Gotteskrieger wird.

Donnerstag, 31.01.2019

9punkt - Die Debattenrundschau

Ich bin ein Brückenbauer, ein Versöhner

31.01.2019 In der FR schreibt der in Polen geborene Schriftsteller Artur Becker über den Mord an dem Danziger Bürgermeister Pawel Adamowicz, und die Stimmung in Polen. Die taz feiert das mögliche Paritätsgesetz im Land Brandenburg als historisches Ereignis.  Die Welt druckt die Rede, die Henryk Broder vor der AfD-Fraktion gehalten hat. Politico.eu erklärt, warum in Nordirland nach einem harten Brexit eine Zweiklassengesellschaft entstehen könnte. Und Benedicte Savoy will laut Zeit nun auch unsere Knochen in Afrika abgeben.

Efeu - Die Kulturrundschau

Bis auf weiteres Distanz

31.01.2019 Die Filmkritiker werden ganz weich und gerührt angesichts eines knarzigen Clint Eastwoods als neunzigjähriger Drogenkurier in "The Mule". Die taz feiert die schier unglaubliche Fantasie des japanischen und chinesischen Animationsfilms. In der nachtkritik fragt der Germanistikprofessor Kai Bremer: Kennen die Theaterkritiker eigentlich ihre Klassiker noch? Was wird aus dem Kertesz-Nachlass, fragt die SZ..

Medienticker

Nachrichtenwerttheorie

31.01.2019 Aktualisiert: Wissenschaftsthemen: Die frustrierend falsche Berichterstattung - Medienrecht: Bild abgemahnt - Software-Riese: Microsoft steigert Gewinn kräftig, Aktie bricht dennoch ein - Das App-perium schlägt zurück: Facebook erzürnt Apple mit regelwidriger Marktforschungs-App - Eckhart Nickel: Ein Text sollte klingen wie eine Popsingle- Tim und Struppi werden 90 Jahre alt:  Ein Porträt des Comiczeichners Hergé.

Bücherschau des Tages

Verlässlich hors concours

31.01.2019 Die Zeit lernt von John Lanchesters Brexit-Roman "Die Mauer", wie ein solcher Grenzzaun die Seelen verändert. Die SZ lässt den Roman nur als pfiffiges journalistisches Spekulantentum durchgehen. Die Zeit fühlt sich produktiv unbehaglich bei der Lektüre von Dieter Langewiesches Buch über Europas Kriege in der Moderne, "Der gewaltsame Lehrer". Die FAZ wärmt sich am Frühwerk Peter Hacks'. Wenn im Leben die Gewissheiten fallen, findet die NZZ Trost bei den Gedichten von Klaus Merz.

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Saki. Nie eine langweilige Zeile - Sämtliche Erzählungen. Dörlemann Verlag, Zürich, 2025.Saki: Nie eine langweilige Zeile
Aus dem Englischen von Werner Schmitzund Claus Sprick. Eine Frau, die mit einer Hauslehrerin verwechselt wird und den Irrtum erst nach mehreren Tagen Unterricht aufklärt,…
Liz Moore. Der andere Arthur - Roman. C.H. Beck Verlag, München, 2026.Liz Moore: Der andere Arthur
Aus dem Amerikanischen von Cornelius Hartz. Wie in der Fürsorge für andere die eigene Rettung liegen kann Arthur Opp, ehemaliger Literaturprofessor, wiegt 250 Kilo und hat…
Claudia Gatzka (Hg.) / Sonja Levsen (Hg.). Neue Wege zu einer Geschichte der Bundesrepublik. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2025.Claudia Gatzka (Hg.), Sonja Levsen (Hg.): Neue Wege zu einer Geschichte der Bundesrepublik
Lange erzählten Historiker der Bundesrepublik Geschichten von wachsendem Wohlstand, Modernisierung, erlernter Liberalität und stabiler Demokratie. Deutschland schien "im…
Colleen Hoover. Woman Down - Roman . dtv, München, 2026.Colleen Hoover: Woman Down
Aus dem Amerikanischen von Anja Galic und Katarina Ganslandt. Der Shitstorm um die Verfilmung ihres Romans stürzte Bestsellerautorin Petra Rose in eine Schreibkrise. Sie…

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